Hundeführer-Schein oder Rasseverbot?

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Hundeführer-Schein oder Rasseverbot?

Beitrag  Oldoldman am Mi 19 Mai 2010, 01:40

Mal wieder geht eine Schreckensmeldung durch die Presse:
Blutige Hundeattacke
Mädchen von Bulldogge schwer verletzt
In Warin im Nordwesten Mecklenburgs ist eine Siebenjährige von einer Amerikanischen Bulldogge attackiert worden. Der Stiefvater des Mädchens konnte seinen Hund zwar noch von dem Kind wegzerren, die lebensbedrohlichen Verletzungen jedoch nicht verhindern.

Warin - Das Mädchen wollte am Dienstagabend mit dem Schäferhund ihres Stiefvaters spazieren gehen, als die ebenfalls aus dem Zwinger gelassene Bulldogge die Siebenjährige umstieß, an den Haaren zerrte und biss, wie die Schweriner Polizei am Mittwoch mitteilte.

Der 51-Jährige konnte seine Stieftochter aus den Fängen des Hundes befreien und den Notarzt alarmieren. Die Siebenjährige kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Der Hund wurde in einem Tierheim untergebracht.

Gegen den Stiefvater aus Warin in Mecklenburg-Vorpommern wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen die Hundehalterverordnung ermittelt.

jjc/AFP
Spiegel-Online vom 19.05.2010

Und wieder war es ein Hund einer "inkriminierten" Rasse. Halten sich nun nur Kranke solche Hunde, die dann scharf gemacht werden, oder sind diese Rassen von Natur aus aggressiv? Gibt es wirklich "gefährliche Hunde (-rassen)" (§ 2 HundehalterVO M-V). Hat da wieder eine Behörde geschlafen und den Hundeführer-Schein (§ 4 Hundehalter VO M-V) nicht kontrolliert, oder gab es das Zertifikat auf dem örtlich Jahrmarkt zu gewinnen (§ 5 der HundehalterVO M-V)?

Oldoldman

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Kampfhunde

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 05:49

Das ist wieder eine Geschichte....im Normalfall würde ich immer sagen, es liegt an dem Halter und der Erziehung und nicht an der Rasse.

Wobei.....oft ziehen "gefährliche" Rassen auch etwas merkwürdige Leute an.
Sowas darf man aber nicht in einem Hundeforum schreiben, dann bekommt man viel Ärger, wie lieb Staffs und Co. doch sind und das merkwürdige Gefühl, man würde direkt mit einem Staff "posten". Laughing

Persönlich habe ich keine Zuneigung zu sogenannten Kampfhundrassen, geht mir allerdings auch bei Schäferhund und Rottweiler so. Nicht mein Geschmack.
Aber das ist auch wieder nicht entscheidend, da ich eine merkwürdige Vorliebe für Podencos und Galgos habe, die auch nicht unbedingt Familienhunde sind.

Völlig falsch einscheint mir immer die Zwingerhaltung. Hunde, die 22 Stunden am Tag in einem Zwinger gehalten werden und nur für die Gassigänge aus ihrem Knast kommen, entwickeln schnell Verhaltensauffälligkeiten.

Ich denke, ein Hundeführerschein für Hunde über 20 KG ist schon mal ein Anfang. Müßte dann aber einheitlich in ganz Deutschland so eingeführt werden.

Bevor man aber völlig "Hundefeindlich" wird....immer bedenken, wieviele Hunde es in Deutschland gibt und da passieren im Verhältnis doch nicht ständig Dramen.
Traurige Einzelfälle.....wird natürlich immer gern in den Medien verarbeitet.

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Eine wahre Hundegeschichte

Beitrag  patagon am Mi 19 Mai 2010, 06:54

Die Junges hatten ausgemacht, dass sie nach dem Abi in den großen Ferien zusammen nach Spanien oder Portugal fahren und Camping Urlaub machen.

Man hörte damals immer wieder Geschichten von wilden Hunden, die dort eingefangen und umgebracht würden. Kaum in Portugal angekommen, holten sie sich was zu essen und gingen zum Strand.
Ein Hund kam und sie warfen ihm etwas von ihrem Essen hin.
Egal, wohin sie auch gingen immer wieder kam dieser Hund. Er bettelte aber nicht. Er begrüßte sie und setzte sich zu ihnen. Sie riefen ihn PERRO (Hund auf spanisch).

An einem Abend, als sie alle in der Disco waren bis zum frühen Morgen, fanden sie den Campingplatz verwüstet vor. Alles war gestohlen worden. Campingwagen aufgebrochen, Zelte zerstört, Polizei da und in all dem Chaos waren nur als einzige die Zelte und Autos der Frankfurter Jungens unangetastet.

Ihr Hund hatte dafür gesorgt, dass sie nichts vermissten. Selbst die T-Shirts, die sie auf die Leine gehängt hatten waren noch da.

Die Geschichte geht gut aus. Der Vater eines der Jungen war bei der Commerzbank und rief, nachdem er davon erfahren hatte, seine Kollegen in Madrid an. Die sorgten dann dafür, dass ihr Perro mit den Jungens nach Deutschland ausreisen durfte.
Er fand ein schönes Zurhause in einer Villa mit großem Garten im Taunus.

patagon

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Re: Hundeführer-Schein oder Rasseverbot?

Beitrag  dachs64 am Mi 19 Mai 2010, 07:09

Tolle Geschichte, Patagon! cheers

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Dachs

Beitrag  patagon am Mi 19 Mai 2010, 09:04

Die Geschichte ist WAHR!

patagon

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@patagon

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 09:52

Spanische Hunde? Laughing

Na.....da könnte ich doch was anbieten...... Laughing

http://www.youtube.com/watch?v=CvY6Ch22-po&feature=player_embedded#!

Barbarella

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@all

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 09:59

Sind bestimmt keine Kampfhunde.

Soll ich noch mehr anbieten.....da kann ich zur Höchstform auflaufen. Laughing

Barbarella

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Re: Hundeführer-Schein oder Rasseverbot?

Beitrag  dachs64 am Mi 19 Mai 2010, 10:07

Ja, solange sie so klein sind, sind sie alle süß. Wink

dachs64

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@patagon

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 10:09

DAS wäre dann vielleicht doch eher ein HUND für Dich.
Ist auch zu haben, lebt auf einer Pflegestelle in Bochum.

Das andere DING auf dem Video ist übrigens ein KIND. Laughing

Falls die Brille nicht zur Hand ist.

http://www.youtube.com/watch?v=vXVGKcaMRsc&feature=player_embedded#!

Barbarella

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Hunde

Beitrag  patagon am Mi 19 Mai 2010, 18:42

Vor lauter Hunde ist Oldmans eigentlich Frage ganz untergegangen.

Irgendwo erscheint es mir so, als ob alle Fragen auf eine Antwort hinaus laufen würden.

Es geht letzten Endes darum, wie viel Respekt haben wir vor anderen Menschen, vor der Freiheit und vor der Natur.

Ich denke nicht dass mit einem Hundeführer Führerschein viel gewonnen wäre. Es gibt ja auch Menschen, die trotz Auto Führerschein, nicht eine Sekunde darüber nachdenken, was alles passieren kann, wenn sie ohne Rücksicht auf Verluste, losbrettern.
Hunde fallen Kinder nicht aus Bosheit an, Kampfhunde auch nicht.
Ob das anerzogen oder Teil ihrer Natur ist, weiß ich nicht. Es geht um Beute machen.

Ich halte nichts von Dressur. Wenn der kleine Hund mit dem Baby aufwächst, wird er wahrscheinlich das Kind als Teil seiner Familie sehen und es nicht jagen wollen.

Wenn Kinder mit Tieren heranwachsen, werden sie sicher ähnlich empfinden, außer sie erleben, dass ihre Eltern die Tiere als Nutzvieh betrachten und dementsprechend behandeln.

Bei einem Hunde Führerschein würde wahrscheinlich geprüft, wie gut der Hund pariert. Möglicherweise würde auch die Zahlungsmoral des Besitzers untersucht. Wozu sollte das gut sein?

patagon

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Barbi,

Beitrag  patagon am Mi 19 Mai 2010, 18:46

Ich möchte keinen Hund. Ich bin viel unterwegs, lebe in einer Großstadt und mag kleine Hunde Rassen nicht so gerne.

Keine idealen Voraussetzungen für große Hunde.

patagon

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Hundeführerschein

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 22:14

Vielleicht ist ein Hundeführerschein auch die falsche Bezeichnung.

Jedenfalls wäre ein Grundkurs in einer Hundeschule schon nicht schlecht. Bei der Erziehung kann man doch entscheidende Fehler machen. Ein Hund wird immer versuchen, die Führung im Rudel zu übernehmen und man kann mit einem Hund auch nicht diskutieren. Ein Fehler, den viele Menschen machen. Damit der Hund sie "lieb" hat, wird er teilweise wie ein Kind behandelt. Das versteht das Tier dann falsch und meint, es hätte die Führungsrolle in der Familie. Mag bei einem Kleinpudel noch erträglich sein, obwohl der auch schon nerven kann, bei einem größeren Kaliber wird es gefährlich. Der versucht halt, die anderen Rudelmitglieder, gern eben die "Kleineren", zur Ordnung zu rufen. Kann bei 50Kg mit Zähnen für Kinder sehr ungesund werden. Ist aber aus der Sicht des Hundes sein "Recht" und seine "Pflicht".

Ein Zuchtverbot für manche Rassen.......das wird sehr schwer.
Wenn man jetzt "Kampfhundrassen" nicht mehr züchten darf, wer soll denn die "Rassen" aussuchen?
Dabei bedenken muß man, die meisten "Beißunfälle" in Deutschland passieren mit dem Deutschen Schäferhund.
Klar, da gibt es auch jede Menge, aber ein Staffzüchter wird Dir immer erzählen, seine Hunde sind auch nicht "bissiger" wie der Schäferhund, im Gegenteil.
Mein Gedanke ist ja eigentlich ein Zuchtverbot....solange noch soviele Tiere in Europa in Tierheimen sitzen.
Das ist aber wieder ein "wirtschaftliches" Problem und auch nicht umsetzbar.

@patagon
Das Tier auf dem zweiten Video war übrigens eine KATZE. Laughing

Barbarella

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Barbi,

Beitrag  patagon am Mi 19 Mai 2010, 22:19

Ob du es nun glaubst oder nicht, ich kann Hunde und Katzen schon voneinander unterscheiden.
Ehrenwort!

patagon

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@patagon

Beitrag  Barbarella am Mi 19 Mai 2010, 22:25

Echt? Du schon.....aber Deine Brille manchmal nicht. Laughing
Ist nur Spaß.

Höre gerade diese geniale Kiffermusik von alice......allein die macht schon "lustig". Laughing

Barbarella

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Mal ein Link in Sachen Tiere.......

Beitrag  Barbarella am Mi 23 Jun 2010, 02:34

.......ist schon erstaunlich, was sich manche Menschen auf den Hals hängen.

http://www.tierheim-algerri.de/tierheim.html

Barbarella

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Re: Hundeführer-Schein oder Rasseverbot?

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