Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Oldoldman am So 03 Okt 2010, 22:32

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des sechsten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-6-t249-940.htm

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:42 bearbeitet, insgesamt 14 mal bearbeitet

Oldoldman

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Steffi,

Beitrag  louise am Mo 04 Okt 2010, 04:33

wenn dir Frau Schwarzer schnuppe wäre, würdest du ganz anders reagieren, nicht ständig das Thema hier immer wieder aufgreifen.

louise

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Kommentar von Spiegelleserol 02.10.10

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 04:35

#112 aus dem Spiegel online:
"In der Tat. Versuchen wir zu benennen, was seltsam anmutet. Als gröbster Schnitzer kommt mir rüber, dass der bei K. entscheidende Richter in seiner Zeugenaussage zugab, sich danach gerichtet zu haben, dass eine Anzeigeerstatterin (angesichts der ihm bekannten Fotos der Verletzungen) wohl nicht lügen würde, während ihm die Aussage von K. nicht schlüssig erschien.

Bleiben wir bei diesem Thema. Heute kennen wir das Brinkmann-Gutachten, das für beide Phänomene, also blaue Flecken an den Schenkeln und Ritz- oder Kratzstellen am Hals selbst beigefügt wurden. Weil besonders, was die Messerwunden angeht, der behauptete Tatverlauf irreal ist.
Aber die Frage ist, war die Logik denn zum damaligen Zeitpunkt schlüssig? Oder, wie jemand im "Faktum oder Elsen-Falle" Forum fragt, wäre es genauso vorstellbar, dass dieser Richter K. auf freien Fuss gesetzt haben könnte, weil, ich ergänze etwas, Fotos generell ein Fake darstellen könnten und erst in der Gerichtsverhandlung geklärt werden könnte, zu welcher Wahrscheinlichkeit dieser vorliegende Fall wirklich gehörte, nämlich den mindestens 40% vorgetäuschten oder eben realen Vergewaltigungen? Vor allem hätte Herr R. logisch sehen können, dass K., wenn er denn fliehen wollte, dies unschwer in Canada, also ohne Abflug nach Frankfurt, oder durch Flug in die Schweiz hätte durchführen können. Also bestand keine Fluchtgefahr. Fazit: was ist das für ein seltsamer Richter, woher hat er seine seltsamen Denkweisen, welch seltsame Berufsfähigkeit hat er überhaupt, wenn er nach 7 Monaten schon Gedächtnislücken reklamieren muss. Vielleicht leidet er ja bereits unter altersbedingtem Abbau? Jedenfalls ist das schon sehr seltsam, wie hier jemand wie K. in Haft geschickt wurde. Aufgrund des Theaters, das die SM-Praktiken gewohnte Gespielin vorführt."

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# 117

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 04:38

Ein Vorschlag
Zitat von rabenkrähe
Die Justiz besudelt sich

Also wenn die Politik nichts machen kann, weil die Wirtschaft das Sagen hat, dann besudelt sich die Politik? Was kann die Justiz dafür, dass sie in einem Rechtsstaat nicht für sozialen Frieden sorgen kann?

Der Fehler liegt im System. Dieser Haftrichter ist kein Hellseher oder Psychiater, er hat keine Mittel, um zu erkennen, dass eine Anzeigerin fehlgeleitet agiert.

Ich hätte eine Verbesserung vorzuschlagen. In solchen Ehestreitigkeiten oder Beziehungsproblemen wären Mediatoren als Untersucher besser als staatliche Anklagebehörden, die eine Frage der privaten Verwirrung und Verirrung zur Frage von Schuld und Sühne oder Strafe verdunkelt.

Ein Blinder mit dem Krückstock würde sofort erkennen, dass schon der vermeintliche Tatzeitpunkt dem angezeigten Prominenten jede Möglichkeit zum rationalen Problemlösen nimmt, wenn er Stunden später zu einem 6-wöchigen Auftragsjob nach Canada fliegen muss. Obgleich diese Frau Wochen Zeit hatte, um diese Ticketstory und die Frage einiger zusätzlicher Gespielinnen zu eruieren, um das Ultimatum zu stellen, entweder nimmst du mich jetzt mit oder ich lasse die mir bekannten Geheimnisse deines Pivatlebens auffliegen. Das, im Zusammenhang mit den Fragen im Tagebuch, ob er doch nicht tot sei, zeigt, wie verrückt der Hass dieser Frau geworden war. Weder die Polizei noch der Haftrichter oder die Staatsanwaltschaft als solche hat Experten, die in solchen alltäglichen Konflikten zu vermitteln und zu klären. Eventuell hätten die Eltern rechtzeitig die Bremse betätigen können und die völlig ausrastende Tochter mal durchchecken zu lassen, denn sie brachte ja inzwischen den Ruf der ganzen Familie in Misskredit. Es geht doch gar nicht um den K. mit seinen sexuellen Abenteuern, was doch dessen Privatsache ist, es geht um die Psychose von Claudia D., die sich offenbar seit Jahren bereits mit Fragen beschäftigt, wie sie sich an ihrem Meister rächen könnte. Der Gutachter Brinkmann hat alles erforscht und die Gutachterin Greuel hat den Erzählungen von Vergewaltigung eine Absage erteilt. Das ist bereits der Super-Gau für die Tochter Eheleute D. in Schwetzingen.

In staatsbedrohenden Kriminalitätsfällen hat man dann auch Sonderermittler eingesetzt. Die ohne störende bürokratische Bedenken sozusagen interdisziplinär Wahrheitsfindung und Problemlösung vorbereiten können. Hier benötigte man ehemalige Gerichts- oder Polizeipräsidenten oder emeritierte Psychiater oder Philosophen. Wem das lächerlich hoch gegriffen erscheint, der sollte sich vor Augen führen, welch verheerenden Schaden solche monatelangen Verfahren in einer Mediengesellschaft bewirken. Die Menschen taumeln ohne Orientierung im Chaos ihrer dumpfen Gefühle. Ich stehe nicht an, um zu behaupten, dass die Häufung der suizidalen Partnertötungen mit zusätzlichen Kindsmorden auf den unverarbeiteten Verwirrungen aus der Wahrnehmung solcher Fälle wie D. gegen K. beruhen.

Ich behaupte, dass der Fall bereits geklärt wäre, wenn man die beiden Betroffenen mal in einem Raum unter Anleitung eines Mediatoren sich hätte streiten lassen. Aufgezeichnet und einem Richter vorgelegt, wäre der Fall vom Tisch. Claudia würde wie jetzt auch in einer Klinik therapiert und Jörg bekäme ein paar Sitzungen "Verkehrs"unterricht empfohlen analog zu einer MPU bei Herrn Höcker, der ihn ja jetzt auch schon berät.

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Was gibt es?

Beitrag  Barbarella am Mo 04 Okt 2010, 04:39

Einen neuen Thread? Wo?

Ach....Kachelmann Teil 7....naja....NEU?

Mehr Gäste?
Klar.....durch MICH. Laughing

Randbemerkung.....
Steffi braucht aber wirklich keine Emanzipation und auch keine Frau Schwarzer. Da schwenkt jeder Mann nach einer kleinen Diskussion die weiße Fahne.
Der mutige Mann hat zumindest Knoblauch in der Tasche. Laughing
ManN kann ja nie wissen.... vielleicht beißt sie auch.....

Barbarella

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Achso...

Beitrag  Harry1972 am Mo 04 Okt 2010, 04:42

An eine traumatisierte Alice mochte ich bisher gar nicht erst denken! Shocked

Harry1972

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Barbi

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 04:46

Da schwenkt jeder Mann nach einer kleinen Diskussion die weiße Fahne.
Solche komischen Dislussionen muß ich mit Männern nicht führen..
Also zumindest mit Denen, mit Denen ich Umgang pflege...
Vielleicht weil ich die nicht als "Schweine" betrachte und behandle und ich will die auch nicht umkrempeln...

Stell Dir mal vor, ich behandle die Herren mit Achtung und Respekt und bekomme genau das zurück!
Mußt Du auch mal probieren, das funktioniert bestens!
Na ja und da ich selber nicht mehr auf "Freier´s Füßen" wandeln muß, amüsieren mich eher solche Geschichtchen von der großen Liebe nach einem One-night stand.... Laughing

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 04:47

An eine traumatisierte Alice mochte ich bisher gar nicht erst denken!
Ja, da hat sich der "Gutmensch" in mir gemeldet.....
Kein Mensch wird böse geboren.... Rolling Eyes

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Zur Sache

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 04:51

War er’s, war er’s nicht`?
Lügt sie, lügt sie nicht?

Wenn es in einem Strafprozeß gelingt, diese Fragen eindeutig zu beantworten, so handelt es sich um einen Ideal-Vorgang.
Der kommt nicht häufig vor (selbst ein Geständnis muß nicht stimmen) und ist auch nicht nötig, denn dafür gibt es Beweislastregeln. Die Staatsanwaltschaft muß den Vorwurf zur Überzeugung des Gerichts beweisen. Und bei Aussage gegen Aussage-Fällen ohne objektive Beweise, soweit keiner der Aussagen ein höherer Beweiswert zukommt, bedeutet das Freispruch. Der Prozeßausgang ist also klar, denn die Aussage der Zeugin reicht wegen ihrer Lückenhaftigkeit bereits nicht aus, um eine Falschaussage oder eine Autosuggestion auszuschließen. Sie kann damit zur Überführung nicht dienen.

Man kann für Kachelmann bereits deshalb Partei ergreifen, weil es zu Untersuchungshaft, Anklage und Verfahrenseröffnung gekommen ist, obwohl die Beweislage niemals ausgereicht hat. Weil die Polizei (Spurensicherung, die ersten beiden unkritischen „Vermehmungen“) unterdurchschnittlich gearbeitet und der erstbegutachtende Rechtsmediziner gründlicher hätte arbeiten können. Weil die Staatsanwaltschaft Anklage erhob, obwohl die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren (Glaubwürdigkeitsgutachten stand noch aus, der Laptop war noch nicht komplett ausgewertet). Weil ausschließlich Belastendes aus den Akten an die Medien sickerte. Weil die Medien den Mann, der als unschuldig zu gelten hat, schlicht fertigmachten.

Es gibt genug gesellschaftlichen/justiziellen Mißstand anhand dieses Falles zu beklagen, ohne daß man Kachelmann sympathisch, fehlerfrei und vorbildlich finden und die Belastungszeugin als sich rächende Zimtzicke betrachten müßte. Es bedarf hier keiner feministischen Brille, um das Gesamt-Unrecht dieses Falles zu erblicken. Und sich darüber zu empören, wie die Ökonomie des Falles funktioniert, wieviele sich daran gesundstoßen.

Das ist meine Position (und die von Rückert und Friedrichsen) – ich kann mich nicht erinnern, auch nur einen einzigen Wetterbericht mit Kachelmann gesehen zu haben, und MDR-Talkshows stehen bei mir nicht im Programm. Der Mann interessiert mich nur, stellvertretend für viele, denen es ähnlich geht, weil er in dieses Getriebe hineingeraten ist.

Jetzt freilich ist die Beweislage (durch die weiteren Gutachten von Brinkmann und Kröber und die weiteren Widersprüche der Zeugin zum Zweck der Blaue-Flecken-Fotos; wegen der Erkenntnisse über das glattgezogene Altlaken, auf dem nach Aussage des Spurensicherers niemals zwei Leute gelegen haben können; wegen der neuen Sachlage zum Verhalten des Therapeuten Seidler (keine Distanz, falsche Diagnose PTB, Deutung der nur ihm gegenüber erfolgten Komplettweigerung von Claudia D., über die Tat zu reden, als „Scham“, weil er gerade über dieses Thema forscht; läßt sich von ihr wegen des anonymen Briefes belügen, obwohl die Lüge bei der Polizei bereits zugegeben worden war) eine andere.
Jetzt geht es tatsächlich darum, die Belastungszeugin der Lüge zu überführen, und zwar nicht nur durch die Verteidigung. Die Gründlichkeit und Dauer der Vernehmungen spricht dafür, daß das Gericht aufklärungswillig ist.

Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock sagte: „Das Gericht hat sich offenbar vorgenommen, alle Einzelheiten bis ins kleinste Detail zu klären. Das kann ich nur begrüßen.“
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1651979/Ex-Freundin-aeussert-Details-ueber-Beziehung-zu-Kachelmann.html

wie Demokritxyz schon hervorgehoben hat.

Das alles geht ganz ohne emotionalisierte Fraktionsbildung, und moralische Urteile über Lebenswandel sind überflüssig. Selbst die Vernehmung von Ex-Geliebten vor der der Belastungszeugin kann durchaus zur Aufklärung beitragen. Denn, wie Seidling angab,

die Frage, ob sich dies nachteilig für den Angeklagten auswirken werde, habe nicht Sorge der Verteidigung zu sein, so der Vorsitzende Michael Seidler[ing]. Die Kammer wolle sich einen Eindruck von der Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin verschaffen. Außerdem habe keine der Zeuginnen bisher von Gewalt im Kontakt mit Kachelmann berichtet.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,717734,00.html

Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin! Nicht des Angeklagten! Hier wird nach etwaigen Vorabsprachen mit der Zeugin oder untereinander gefragt werden. Und die Verteidigung wird sicherlich nachfragen, wer den Kontakt zur BUNTE hergestellt hat. Um die allein für die BUNTE und das Publikum relevante Qualität der Beziehung (Eheversprechen? Treue?) geht es vor Gericht nicht. Diesem Aspekt braucht man sich wirklich nicht zu widmen.

Das war jetzt ein Posting zugunsten von Friede, Freude, Eierkuchen im Forum. Falls das jemand nicht gemerkt hat.
Friedenspfeife

Gast
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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 05:02

Das war jetzt ein Posting zugunsten von Friede, Freude, Eierkuchen im Forum. Falls das jemand nicht gemerkt hat.
Also, ich finde ihn gelungen Top! Kaffee oder Tee Friedenspfeife

Gast
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Gabrielle Wolff

Beitrag  louise am Mo 04 Okt 2010, 05:19

Das war jetzt ein Posting zugunsten von Friede, Freude, Eierkuchen im Forum. Falls das jemand nicht gemerkt hat.

Auch ich habe es gemerkt. Ehrlich. Danke.

louise

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Fliegengewicht vs Schwergewicht

Beitrag  Schokogirl am Mo 04 Okt 2010, 05:19

Louise, du liest den Spiegel ? Na, na, man soll nicht lügen,das gilt nicht nur für Kachelmann oder sollte ich mich etwa in dir täuschen ?
Mir erschien es jedenfalls, das du eher zu der Fraktion, "ich schau mir die schön bunten Bilder , in den Magazinen, die im WARTEZIMMER meiner Ärzte rumliegen,an, " gehörst oder um Steffi zu zitieren :
"Ich bezweifel, dass DU mehr als BILD , Bunte und Freizeitrevue gelesen hast."
(...)
Jedenfalls bist du ihr gegenüber nicht satisfaktionsfähig, also lass es , du erscheinst in dem ungleichen Duell nämlich allenfalls wie die StundentIN im 1 Semester, die der Professorin die Relativitätstheorie zu erklären versucht....kurz : erbärmlich !


------------

"So kann man natürlich die Öffentlichkeit für dumm verkaufen!
Diese Zeugen haben lediglich ausgesagt, was sie zum Zeitpunkt der Aussage des mm. Opfers "glaubten" erkennen zu können.
Sie wurden sicher NICHT gefragt, wie ihre heutige Ansicht dazu ist, NACHDEM das mm. Opfer der mehrfachen und hartnäckigen Lüge überführt wurde!
Schon die Aussage des Haftrichters, dass er sich damals nicht vorstellen konnte, dass jemand bei so einer schweren Beschuldigung lügen würde, zeigt eigentlich, wie entsetzt er über sich selber ist, dass nun genau diese falsche Einschätzung seinerseits zu solch einer Entscheidung führen konnte!
Natürlich kann er es nicht offen vor Gericht sagen, dann wäre er seinen Job los wegen "erwiesener Unfähigkeit"!

Birkenstock hat sicher noch etwas in petto und ganz chick wird es , wenn die Videos der Aussagen von Simone dem Gericht vorgeführt werden und jeder dort sehen kann, wie schauspielerisch wertvoll ihre Tränen bei den, später erkannten Lügen, waren!!"


Schön resümiert und klar erkannt, dem gibt es nichts hinzuzufügen !

Schokogirl

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Schokogirl

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 05:23

Lies mal bitte,, was DEMO und Gabriele geschrieben haben, es ist doch ziemlich interessant und bisher vielleicht etwas untergegangen.
Bei allem, was die Zeugen natürlich nicht zur Tat aussagen können, aber vielleicht geht es doch auch um die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin...

Wünsch Dir einen schönen Abend und mille grazie Embarassed

Gast
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Steffi

Beitrag  patagon am Mo 04 Okt 2010, 05:32

Die Gesetztbücher sind schon ziemlich dick. Dazu kommen da noch xmal soviel Kommentare.

Kein Mensch kann alles auswendig können.
Deswegen nehmen Standards. U-Haft wird angeordnet wenn Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr vorliegen KÖNNTEN.

Einfach so als Möglichkeit. Ob tatsächlich eine Flucht beabsichtigt oder vielleicht sogar unmöglich ist, interessiert nicht.

Ja, wenn Kachelmann gesagt hätte: Kein Wort, oder bist tot, dann wäre er sich ja der Gefahr bewusst gewesen. Und wenn er das gewesen wäre, wäre er wohl kaum zurück nach Ffm. geflogen.
Das sagt einem der einfache Hausverstand.
Aber gerade deswegen, weil er wahrscheinlich nichts getan hat, konnte er ja so einfach in die Falle gehen.
Es liegt bei Fallen in der Natur der Sache, dass Ahnungslose in hinein gelockt werden.
Wer mit etwas rechnen muss, sieht sich vor.

patagon

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Steffi,

Beitrag  Schokogirl am Mo 04 Okt 2010, 05:36

ich habe das gelesen und hoffe, dass es dem Gericht WIRKLICH um Aufklärung geht und die Nebenklägerin dann auch gegebenenfalls straftechtlich zur Verantwortung gezogen wird, sollten sich ihre Anschuldigungen als unwahr erweisen, genauso wie Kachelmann zur Verantwortung gezogen werden sollte, sofern noch neue , bisher unbekannte TATBESTADSRELEVANTE Umstände, in den Prozeß eingebracht werden,die bisher nicht bekannt sind.

Schokogirl

Anzahl der Beiträge : 151

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Harry1972 am Mo 04 Okt 2010, 05:39

Ich bin wie gebannt an dem Wort "Eierkuchen" hängen geblieben und habe mir umgehend einen zubereitet.
Bei der Gelegenheit bin ich auch den letzten Apfel losgeworden, dem in den letzten Wochen ständig anderes Obst vorgezogen wurde.

So...und jetzt gebe ich mich meiner Fressnarkose hin! Very Happy

Harry1972

Anzahl der Beiträge : 1772

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@Steffi

Beitrag  Barbarella am Mo 04 Okt 2010, 06:09

Dich behandeln Männer mit Respekt.... das ist mir klar.

Der gesunde Respekt, den man einen Pitbull entgegen bringen sollte. Laughing

http://de.wikipedia.org/wiki/American_Pit_Bull_Terrier

DAS ist ein Kompliment......

Keine Probleme mit Männern.... nö... die haben alle Knoblauch
in der Hosentasche.

Ich habe übrigens auch keine Probleme.... ich bekomme sie nur so schlecht wieder los...... Laughing

Barbarella

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Es id bald widder gut - @patagon: Vera betet jetzt täglich

Beitrag  Demokritxyz am Mo 04 Okt 2010, 06:18

Ernst Neger - "Heile, Heile Gänsje" Live

http://www.youtube.com/watch?v=RpaulFFVQh4

http://de.wikipedia.org/wiki/Heile,_heile_G%C3%A4nsje#Refrain

Rita-Eva Neeser hat ihren Teil 27 online. Und Vera betet täglich für Jörg Kachelmann, will einen Kachelmann-Gebetskreis bilden und stellt täglich ein Bibel-Zitat einstellen:
04.010.2010: Warum „gemeinsam“ beten?

Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

Des Weiteren „Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde i c h es tun.“ (Johannes 14,14)

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/04/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-siebenundzwanzig/
Denn kann ja im katholischen schwÄtzinger Spargelgebiet nichts mehr schief gehen, oder ...?
Zarah Leander: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn

http://www.youtube.com/watch?v=xp6l59mZojM
Schönes Posting: Klingt für mich wie aus der Feder eines Kandidaten, der morgen in sein erstes juristisches Staatsexamen gehen will.

Aber aus der Tastatur einer Oberstaatanwältin a.D. mit zig Jahren Beruferfahrung überrascht es mich doch sehr.

Hast du mal die mit dem Walter-Kolb-Gedächtnispreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnete Dissertation von Frank Scholderer: Rechtsbeugung im demokratischen Rechtsstaat - Zur Rekontruktion des § 336 StGB (heute: § 339 StGB), Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden, 1993 (vergriffen - keine Neuauflage) gelesen ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Kolb

Das Buch findest du (sicher) in jeder juristischen Bibliothek. Die Lektüre lohnt. Natürlich sind die Fälle 20 Jahre alt, aber ich denke, es ist schlimmer geworden.
Vgl. Demokritxyz Posting, 31.08.2010, S. 45/IV, 19:02 h Altes zur Justiz in Baden-Württemberg: Justizminister Ulrich Goll schweigt
Anm: Frank Fahsel: "… unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt"

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-880.htm#14827
Schon mehrfach hab' ich gesagt: Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn du mit deiner Sicht Recht hättest ...!!!

Dass es zu einem Freispruch kommt, halte ich für möglich oder sogar wahrscheinlich. Nur, die Ursache dafür wäre aus meiner Sicht nicht das Interesse an der Wahrheitsfindung, sondern die Unmöglichkeit einer anderen Entscheidung unter dem massiven Druck der Öffentlichkeit, nachdem die Akten von Staatsanwaltschaft & Co. sowie der Verteidigung öffentlich im Schauprozess vor dem Mediengerichtshof ausgebreitet wurden und Teile der Medien sich nicht selbst zur Macht gleichsympathisieren ...


Demokritxyz

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Zeitloch: bei welchen winterlichen Straßenverhältnissen ...?

Beitrag  Demokritxyz am Mo 04 Okt 2010, 07:32

Frankfurter Rundschau, 04.10.2010:

Kachelmann-Prozess
Keine Erklärung für das Zeitloch
In der Nacht der vermeintlichen Vergewaltigung gibt es eine Ungereimtheit: Den Aussagen zufolge hat Kachelmann die Wohnung des mutmaßlichen Opfers gegen ein Uhr nachts verlassen und zweieinhalb Stunden später im Hotel nahe Frankfurt eingecheckt. Eigentlich braucht man für die Strecke nur eine knappe Stunde.

Mannheim – Auch am sechsten Tag im Kachelmann-Prozess steht am Landgericht Mannheim Aussage gegen Aussage. Am Montag blieb die Öffentlichkeit durchgehend von dem Prozess ausgeschlossen. Zunächst trat der Vater des mutmaßlichen Opfers in den Zeugenstand, ein pensionierter Studiendirektor, der selbst zehn Jahre lang Schöffe war, wie er bei Gericht angab. Am Mittag war eine andere Ex-Freundin Kachelmanns als Zeugin geladen. Bei beiden Vernehmungen mussten Zuschauer und Medien den Saal verlassen. Weil Dinge „aus dem Intimbereich und engeren Familienbereich“ zur Sprache kommen, würden die Interessen der Beteiligten die der Öffentlichkeit überwiegen, so der Vorsitzende Richter Michael Seidling.

Die für den Prozess zentrale Aussage soll kommende Woche folgen. Dann wird das mögliche Opfer, Kachelmanns langjährige Freundin, in den Zeugenstand treten. Aber auch ihre Aussage wird die Öffentlichkeit höchstwahrscheinlich nicht hören. In ihren bisherigen Vernehmungen gab sie an, nach Mitternacht des 9. Februar von Kachelmann mit einem Messer bedroht, ins Schlafzimmer aufs Bett gedrängt und dort vergewaltigt worden zu sein. Zuvor hatte es einen Streit gegeben, weil sie seine Untreue entdeckt hatte. Tatzeit war laut Anklage 0.30 Uhr bis 1 Uhr. Ort: Die Wohnung der 37-jährigen Radiomoderatorin in Schwetzingen.

Kachelmanns Verteidiger sprechen von einer „gewaltigen Lüge.“ Er selbst schweigt im Prozess. Einmal hat der 52-Jährige vor dem Haftrichter seine Darstellung von den entscheidenden Stunden erzählt. Das war am 24. März 2010, vier Tage nach seiner Verhaftung. Aber in der Nacht der vermeintlichen Tat klafft ein Zeitloch – und keiner kann es bisher erklären.

Aus der Perspektive des 52-jährigen TV-Moderators verlief die Nacht vom 8. auf 9. Februar zunächst wie immer; seine Freundin wartete auf dem Bett auf ihn, die Wohnungstür war angelehnt. Nach dem einvernehmlichen Sex aßen sie auf dem Sofa. Dann begannen ihre Fragen, sie konfrontierte ihn mit der Kopie von Flugtickets, die auf ihn und eine andere Frau lauteten und dem Schreiben: „Er schläft mit ihr“. Sie hatte den Satz selbst geschrieben, wie sich später herausstellte.

Was macht man für 77 Kilometer über zwei Stunden auf der Autobahn?

Er gestand schließlich ein, dass er auch andere Frauen habe, es gab Streit und Tränen. Die Trennung war einvernehmlich, er ging. Danach fuhr er von Schwetzingen nach Mörfelden bei Frankfurt, denn am Folgetag flog er zu den Olympischen Spielen nach Kanada. Am zuerst angesteuerten Hotel fuhr er vorbei, weil die Parksituation schlecht war. Dann checkte er im Holiday Inn Express in Mörfelden ein. So die Version Kachelmanns.

Die Übergabe der Zimmerschlüssel wurde vom internen Hotelsystem um 3.28 Uhr registriert. Und genau hier kann etwas nicht stimmen. Denn für die 77 fast durchgängigen Autobahnkilometer zwischen Schwetzingen bis zum Hotel fährt man laut Google maps 44 Minuten, nachts nach ein Uhr sicher nicht länger. Kachelmann brauchte aber fast zweieinhalb Stunden. Selbst wenn man für den Umweg vom ersten zum zweiten Hotel und für das Einchecken im Holiday Inn eine halbe Stunde hinzurechnet, hätte er um 2.14 Uhr auf dem Weg zu seinem Zimmer sein müssen. Es war aber 3.28 Uhr.

Entweder seine Ex-Freundin hat falsche Uhrzeiten angegeben und Kachelmann fuhr weit später los. Oder er fuhr in dieser Nacht erst einmal lange herum. War der Abend vielleicht doch dramatischer verlaufen, musste er erst einmal nachdenken? „Über die Zeitfragen wird noch zu reden sein. Vielleicht ist er längere Umwege gefahren“, sagte Kachelmanns Verteidigerin Andrea Combé am Montag auf Anfrage.

Die Frau an der Hotelrezeption beschrieb den Gast, der um 3.28 Uhr den Schlüssel übernahm und den sie ursprünglich gar nicht erkannte, jedenfalls als unauffällig und ganz normal. Aufregung oder Fahrigkeit hatte sie nicht an ihm bemerkt.

Bisher gibt es für das Zeitloch keine Erklärung. Auch bei seiner einzigen Aussage am 24. März wurde er weder vom Haftrichter noch von Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge gefragt, was er bei einer Strecke von 77 Kilometern zweieinhalb Stunden auf der Autobahn gemacht hatte. Dafür gibt es einen Grund: Die Ermittler wussten damals noch nicht, wann er im Hotel ankam. Die Rechnung fand man erst bei seiner Verhaftung am 20. März, danach begann die Befragung im Holiday Inn und erst dann erfuhr man von der Schlüsselübergabe um 3.28 Uhr.

Momentan spricht die lange Zeitspanne nicht für die Version von der unspektakulären Trennung. Auch nicht, dass Kachelmann nach seiner Rückkehr aus Kanada bei seiner Verhaftung am Flughafen keine Reaktion, geschweige denn Empörung zeigte. Es gibt jedoch auch Entlastendes. Seine Kollegen hatten ihn den fünf Wochen während der Olympischen Spiele als normal, sogar positiv erlebt. Sie fielen sozusagen aus allen Wolken, als sie von der Verhaftung des Wettermanns erfuhren. Der Prozess wird am morgigen Mittwoch fortgesetzt.

http://www.fr-online.de/panorama/keine-erklaerung-fuer-das-zeitloch/-/1472782/4710826/-/index.html

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Demo,

Beitrag  patagon am Mo 04 Okt 2010, 07:40

Wenn du unterstellst, dass sich nur auf Druck etwas ändert, spricht vieles dafür.
Etliche Fälle, angefangen bei Vera Brühne bis zu den letzten von dir ins Netz gestellten Fällen, zeigen das leider.
ABER...
Auch Gabriele Wolff schreibt hier. Viele meiner Freunde sind Juristen und "trotzdem" anständige Menschen.

Der öffentliche Druck ist allerdings notwendig, damit jenen, die ihren Beruf ernst nehmen, der Rücken gestärkt wird.

Es gehört zum kleinen Einmaleins der Korruption und Willkür, dass es immer wieder versucht wird. Und naja, viel zu häufig geht es gut für Schauspieldemokraten in Bananen Republiken.

Nach dem gleichen Muster verfahren übrigens alle möglichen Betrüger Organistation, die Menschen in EINDEUTIG rechtswidrige Verträge zwängen und dann, wenn sich jemand wehrt und sie keine Chance sehen, aus "Kulanz" Gründen einlenken.

Gibt es juristische Möglichkeiten, in so einem Fall richtig draufzuhauen, und zwar so, dass es weh tut?
Der nächste Betrug, nach der gleichen Masche, ist ja schon geplant.
Was passiert, wenn man trotz "Kulanz" Angebot, klagt?
Geht das eigentlich?

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Große Frage?

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 07:51

oder nur Stimmungsmache der Lokalpresse?

Ziemlich am Anfang hieß es, er habe um 01:30 Uhr die Wohnung verlassen und auch noch ein Telefonat geführt....
Da er sich die Nacht anders vorgestellt hat, mußte er sich wahrscheinlich erst mal überlegen, wo er jetzt hin kann zum Übernachten.
Zu ´ner Freundin ging vielleicht schlecht..
Also, abchecken, in welches Hotel am besten, vielleicht doch in Flughafennähe, falls man morgens verschläft, ist der Weg zum Flieger kurz.
77 km - nur Autobahn? Wenn er tatsächlich kein Raser ist, ist ´ne Stunde doch o.k.
Es war weit nach Mitternacht, er hat gearbeitet und kam schon mit dem Auto von der Schweiz zu Simone, Sex, Essen, Diskussion, nachts gegen halb zwei hat doch fast jeder seinen müden Punkt und nun noch die Unananehmlichkeiten mit der nicht vorhandenen Übernachtungsmöglichkeit...
Erst ein anderes Hotel angefahren.....
Außerdem , wenn er 03:28 den Schlüssel bekam, hat er vorher noch alle Formalitäten auszufüllen gehabt.

Sicher wäre es für Simone besser, wenn er in seiner Rage und Wut und Unberechenbarkeit 200 h /km gefahren wär. Dann hätte ihr Plan besser gepasst, macht ein Vergewaltiger vielleicht auch so......?
Hat ein traumatisiertes Opfer die Muße, auf die Uhr zu schauen, wann er weg ist? oder sind das nur gefühlte Angaben?

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 07:53

Die Hotelgeschichte ist sowieso kurios.
Als Ermittler wäre es das Erste, was einem einfällt, dass Kachelmann in Flughafennähe übernachtet haben könnte!
Anruf in den umliegenden Hotels hätte genügt!

Ein Glück, dass Kachelmann die Rechnung bei sich hatte, die hätten das ja nie rausbekommen..........


Ich glaub langsam, wir müssen vor unserer Polizei geschützt werden. auf jeden Fall würde ich mich auf die nicht verlassen! Wink

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Demo,

Beitrag  patagon am Mo 04 Okt 2010, 07:54

"Momentan spricht die lange Zeitspanne nicht für die Version von der unspektakulären Trennung. Auch nicht, dass Kachelmann nach seiner Rückkehr aus Kanada bei seiner Verhaftung am Flughafen keine Reaktion, geschweige denn Empörung zeigte. "

Das verstehe ich nicht. Es gibt 1000 harmlose Gründe.
CSD kann sich mit der Zeit geirrt haben.
Kachelmann hatte keinen Bock in dem Haus zu bleiben, nach dem Verhör. Er fuhr ein Stück und machte auf einem Rastplatz erst einmal ein Nickerchen.
Nicht immer, wenn ich nachts erschöpft bin, habe ich vorher eine Frau vergewaltigt.
Er könnte noch irgendwo etwas gegessen oder getrunken haben.
Er hat sich noch mit jemandem getroffen oder ein langes Telefongespräch geführt.
Er braucht doch kein Alibi für die Zeit danach, oder?

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Steffi,

Beitrag  patagon am Mo 04 Okt 2010, 07:59

Ich kenne die Gegend. Das ist alles ganz in der Nähe des Airports.
Und dann gibt es Menschen wie mich z. B.
Ich hasse Telefonieren so sehr sehr, dass ich lieber weite Wege mache und Briefe schreibe, nur um diesem Horror zu entgehen.

Die meisten Menschen telefonieren gern. Manche sogar sehr gern.
Ich habe es schon immer gehasst. Und ich bin nicht der einzige.

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Kritischer Optimismus

Beitrag  Gast am Mo 04 Okt 2010, 08:30

Harry1972 Heute um 18:39
Ich bin wie gebannt an dem Wort "Eierkuchen" hängen geblieben und habe mir umgehend einen zubereitet.

Dann habe ich die erhoffte Wirkug ja nicht verfehlt... Guten Appetit!


Demokritxyz Heute um 19:18

Klingt für mich wie aus der Feder eines Kandidaten, der morgen in sein erstes juristisches Staatsexamen gehen will.
Aber aus der Tastatur einer Oberstaatanwältin a.D. mit zig Jahren Beruferfahrung überrascht es mich doch sehr.

Mein Kinderglaube hat sich auch durch 25 Dienstjahre nicht beirren lassen, und er hat mich gut geleitet: und da soll ich mich jetzt, im Ruhestand, ändern?! Da bräuchte ich schon ein paar mehr Anhaltspunkte (ich rede jetzt ausschließlich von der Arbeitsweise des Gerichts). Ein Beispiel:

Die Eltern sind jeweils über vier Stunden vernommen worden. Wäre es nur um den engen Komplex gegangen: Was wußten Sie über die Beziehung Ihrer Tochter mit JK? Hat sie Ihnen über ihr Sexualleben nähere Angaben gemacht? Wie standen Sie zu dem Verhältnis? Wußten Sie, daß er an diesem Abend kommen würde? Wie war das an dem Morgen vom 9.2.? Wie ging es Ihrer Tochter danach?, dann hätte eine Stunde ausgereicht. Und man kann zweifeln, ob eine solche Vernehmung wirklich den persönlichen Bereich auf eine Art zur Sprache gebracht hätte, daß das sehr hochrangige Interesse an der Öffentlichkeit des Verfahrens hätte zurücktreten müssen.

Also wird ganz anderes auch noch besprochen worden sein: nämlich die Gesamtentwicklung der Tochter seit Kindertagen, Verhältnis zu den Eltern, einfach Alles. Es geht um die Gewinnung eines Gesamtbildes der Persönlichkeit der Zeugin.

In den USA gibt es den Parteiprozeß, er lebt vom Kreuzverhör durch StA/Verteidigung. Die eigenen Zeugen werden gecoacht (ich habe da mal zugesehen. Eine erschütternde Erfahrung). Das oberste Gebot in diesem Verfahren lautet: Stelle dem eigenen Zeugen keine Frage, deren Antwort du nicht schon kennst.

Die Antworten der Eltern, die in dieser Ausführlichkeit ganz sicher bislang nicht befragt worden sind, kann keiner kennen. Vermutlich stimmen die Tochter-Bilder von Vater und Mutter auch nicht überein, wahrscheinlich widersprechen sie sich sogar, das wäre ganz normal. Diese Art der Stoffsammlung, die über den Akteninhalt weit hinausgeht, spricht für ein umfassendes Aufklärungsinteresse.

Ich räume ein, daß niemand weiß, wie der Bewertungsprozeß ausfallen wird. Und ein Richter, der ein revisionssicheres Urteil schreiben will, läßt schlicht alles weg, was seiner Entscheidung widerspricht. Die Aussagen werden ja nicht protokolliert. Riesengroße Schwachstelle im deutschen Verfahrensrecht. Beim Amtsgericht bemüht sich eine Protokollführerin noch redlich, auf die Schnelle das mitzuschreiben, was sie so verstanden hat. Beim Landgericht gibt’s nicht mal das. Das Recht, im Einzelfall ein Wortprotokoll (zum späteren Nachweis einer Falschaussage) zu beantragen, wiegt dieses Manko nicht auf.

Warten wir einfach mal auf die Bescheidung der noch offenen Anträge. Das Gericht bemüht sich zur Zeit offenbar um ruhiges Fahrwasser, das dazu führen könnte, daß die StA ihren Ablehnungsantrag gegen Brinkmann und die Verteidigung ihren Vernehmungsantrag bezüglich der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft zurücknimmt. Damit wäre schon viel Schärfe raus. Und je länger der Prozeß dauert und je mehr an neuem Stoff er bietet, desto eher wird es auch der Staatsanwaltschaft möglich sein, ohne Gesichtsverlust einen Freispruch zu beantragen.

Oder will Seidling als Fehlurteilsproduzent von Kachelmann ›in die Geschichte eingehen‹?!
Nö. Glaube ich einfach nicht.

Und die Zeitlücke zwischen Abfahrt und Ankunft im Hotel:

Die gibt überhaupt nichts von Beweiswert her, sondern nur Raum für Spekulationen. Wichtiger wäre da die Zeugin T., die mit ihm während dieser Zeitspanne ein „entspanntes“ Telefonat geführt hat. Auch dieser Beweisantrag ist noch nicht beschieden.

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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