Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Oldoldman am So 03 Okt 2010, 22:32

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des sechsten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-6-t249-940.htm

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:42 bearbeitet, insgesamt 14 mal bearbeitet

Oldoldman

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Ergänzung

Beitrag  Schokogirl am Fr 15 Okt 2010, 07:00


Schokogirl

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Demokritxyz

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 07:03

Och, Maschera ...
Demokritxyz Heute um 19:51
Maschera:

Auch hätte ein wirklich „gewiefter Anwalt“ auf die NICHT-Belehrung nach §55 vorbereitet sein können. Im Prinzip auf ALLE Eventualitäten? Oder?

Ich finde es etwas traurig, dass ich dies hier schreiben MUSS!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-7-t255-960.htm#19219
Wieso? Dr. Reinhard Birkenstock hat die Kammer doch voll auf Kreuz gelegt. Wer hat denn jetzt den Schwarzen Peter ...? Vielleicht kennt die Richterklientel das im Schwarzen SchwÄtzingen noch nicht.

Und was sind SchwÄtzinger Bande schon gegen Kölner Klüngel ...?
Das stimmt wahrscheinlich. SO habe ich das jetzt erst mal NICHT betrachtet. Tatsache ist jedoch: (das WEIß) ich! Die Verteidigung war NICHT gewappnet und konnte sich somit auch nicht in einem angemessenen Zeitraum mit J.K. BERATEN!

Sie hat 4 Stunden beantragt um sich mit dem Mandanten zu beraten. Dies wurde nicht abgelehnt, allerdings unmöglich gemacht, da Richter Seidling darauf bestanden hat, das die Verteidigung um 13:00 Uhr erstmal wieder zu erscheinen HAT!

Somit hat die Verteidigung im Schnellverfahren einen Befangenheitsantrag formuliert, ohne groß mit J.K. zu sprechen. J.K. war im LG-Gebäude und RA Birkenstock, Schroth und Combe waren woanders!

Bis 13:00 Uhr musste eine Entscheidung getroffen werden, aufgrund des Drucks von Richter Seidling!

Gast
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Steffi

Beitrag  Davrem am Fr 15 Okt 2010, 07:07

Bist Du sicher, dass Schwarzer nur "kommentiert"?
Ich hatte irgendwo gelesen, dass sie als Gerichtsreporterin vom Prozeß berichtet.......
"Kommentare" sind ja eigentlich immer "Meinungen".....

Ja, bin ich, siehe hier:

Alice Schwarzer kommentiert
Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/17/alice-schwarzer-joerg-kachelmann-prozess/warum-millionen-frauen-betroffen-sind.html

Alice Schwarzer* kommentiert
Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/2010/10/01/joerg-kachelmann-gericht/alice-schwarzer-zum-prozess-des-jahres.html

Für BILD kommentiert sie den Prozess gegen Kachelmann
Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/14/alice-schwarzer/kachelmanns-anwalt-will-zeuginnen-verhindern.html

Andere Magazine sehen das genauso:

Alice Schwarzer kommentiert Kachelmann-Prozess
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,715723,00.html

Alice Schwarzer kommentiert Kachelmann-Prozess
Quelle: http://www.stern.de/panorama/fuer-bild-und-emma-alice-schwarzer-kommentiert-kachelmann-prozess-1600200.html

Aber Du hast schon recht, Bild kennzeichnet den Kommentar nur selten ausdrücklich als solchen.

Davrem

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Nein,

Beitrag  Schokogirl am Fr 15 Okt 2010, 07:10

es musste keine Entscheidung getroffen werden unter dem Zeitdruck, wenn Birkenstock den Beratungsbedarf gesehen hätte bis 16 Uhr oder dergleichen , dann hätte er diesen um 13 Uhr noch mal geltend gemacht, ich bin der Meinung da wurde von B. die GUNST DER STUNDE ( Exclamation ) genutzt und ein prozeßtaktischer Coup ,der seinesgleichen sucht , geistesgegenwärtig genutzt. Seidling wurde überrumpelt, sofern dieser es nicht selbst darauf angelegt hat...
Auch die Formulierung von Oltrogge , das die Anklage zu dem Zeitpunkt gerechtfertigt sein, aber noch einiger ERÖRTERUNGSBEDARF bestünde , kann man dahingehend interpretieren, das langsam zurückgerundert wird um sich alle Optionen das Gesicht zu wahren , offen gehalten wird...

Schokogirl

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Davrem

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 07:21

Kompliment, Kommentieren stimmt! So lautet die offizielle Bezeichnung ihrer Funktion in dem ganzen Theater!

Somit ist sie ja in Sachen, Kompetente Gerichtsberichterstatterin fein raus und ich/niemand darf sie kritisieren! Es gilt in der Tat: Freie Meinungsäußerung!

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Demokritxyz

Beitrag  Harry1972 am Fr 15 Okt 2010, 07:22


Das von Dir empfohlene Video:
http://www.youtube.com/watch?v=hZWFD0AwIlo

Dieses Video ist nicht mehr verfügbar, weil das mit diesem Video verknüpfte YouTube-Konto aufgrund wiederholter Urheberrechtsverletzungen gekündigt wurde.

Gibt´s das noch woanders?

Harry1972

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Davrem und Steffi

Beitrag  dale am Fr 15 Okt 2010, 07:25

Schönen Abend zusammen Very Happy .
Habe folgenden Artikel gefunden.

Schwarzer bloggt im Kachelmann-Prozess
Aktualisiert am 04.09.2010
Sie werde vom ersten Prozesstag an im Mannheimer Landgericht dabei sein und nicht nur für die Zeitschrift «Emma» berichten, sondern den Prozess auch in «Bild» wöchentlich kommentieren, schrieb Schwarzer am Samstag auf ihrer Homepage. «Manchmal muss man etwas selber erleben und darf sich nicht nur mit Informationen aus zweiter Hand begnügen.»
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schwarzer-bloggt-im-KachelmannProzess/story/31211571

dale

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Tja Harry1972: Klickst du hier:

Beitrag  Demokritxyz am Fr 15 Okt 2010, 07:33

Ulrich Wickert - Wir sind ein korruptes Land und eine Bananenrepublik.mp4

http://www.youtube.com/watch?v=6eaMYi3uLXE

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Schokogirl, Gabrielle Wolff

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 07:35

Schokogirl: es musste keine Entscheidung getroffen werden unter dem Zeitdruck, wenn Birkenstock den Beratungsbedarf gesehen hätte bis 16 Uhr oder dergleichen , dann hätte er diesen um 13 Uhr noch mal geltend gemacht, ich bin der Meinung da wurde von B. die GUNST DER STUNDE ( ) genutzt und ein prozeßtaktischer Coup ,der seinesgleichen sucht , geistesgegenwärtig genutzt. Seidling wurde überrumpelt, sofern dieser es nicht selbst darauf angelegt hat...
Seidling hat es selbst darauf angelegt, ganz klar.

RA Birkenstock wollte die „Farce“ für diesen Tag beenden, hat den Befangenheitsantrag einfach gestellt! (nicht auf die 4 Stunden bestanden).

Seidling NICHT und so musste das VM Opfer die ganzen „Geschichten“ auch Nachmittags noch MIT anhören!

Warum das übrigens so IST, verstehe ich nicht?

Gabrielle Wolff? Zeugin wird aufgerufen und ALLES das danach beantragt wird, verhandelt wird, da hat die Zeugin DABEI zu sein, weil sie aufgerufen wurde und das Gericht nicht zu Pötte kommt?

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Demokritxyz

Beitrag  Harry1972 am Fr 15 Okt 2010, 08:02

Besten Dank! Very Happy

Harry1972

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Och schade...

Beitrag  Harry1972 am Fr 15 Okt 2010, 08:11

...kannte ich schon Crying or Very sad

Harry1972

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Ein Gedankenspiel

Beitrag  stringa am Fr 15 Okt 2010, 08:14

Einige halten es ja hier nicht für ausgeschlossen (wie ich selbst auch), daß der Befangenheitsantrag am Montag durchgeht.

Nur was bedeutet das dann ?

Im Lawblog steht, daß der Prozeß dann geplatzt sei und das heißt ...?

Muß dann die Staatsanwaltschaft einen neuen Prozeß beantragen ?

Und wenn dieser Antrag abgelehnt würde, weil sich kein Richter diesen Prozeß antun möchte ?

Das würde dann im (wie ich meine) schlimmsten Fall bedeuten, daß Herr Kachelmann nicht mehr vor Gericht stünde, aber für alle Zukunft belastet ist.

Er würde dann ja nicht mal offiziell freigesprochen.
Und das angebliche Opfer würde ganz schön glatt aus dieser Sache herauskommen.

Für Kachelmann wäre es bei genauerem Nachdenken also das Beste, von diesem Gericht verurteilt zu werden, und bei einer Revision als Unschuldiger freigesprochen zu werden, oder ?






stringa

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Schwarzer bloggt in Kachelmann-Prozess

Beitrag  dale am Fr 15 Okt 2010, 08:15

Nachtrag:
Von Alice Schwarzer, die sich an allen Ecken und Enden, "Frauenrechtlerin, Journalistin und Publizistin" nennt (und nennen darf) erwarte ich, besonders in der Funktion als Journalistin, was anderes als lückenhafte, voreingenommene und unrichtige Kommentare oder gar verdrehte Sachverhalte. Beim Durchschnittsleser erweckt sie nämlich trotzdem fälschlicherweise "journalistischen Sach- u. Fachverstand" (den es mehr, oder weniger ja an anderer Stelle geben soll). Dass die Kommentare von Fr. A. Schwarzer zum Kachelmannprozess, als schlichte Meinungsäusserungen à la "Kaffekränzchen" oder "Stammtisch" sind, darüber sollte sie verpflichtet werden, ihre Leserschaft aufzuklären.
Das ist jetzt meine persönliche Meinung zu Frau Alice Schwarzer und ihrem "Geschreibsel" in der B-Zeitung oder sonstwo.

dale

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"Bist halt nicht wichtig" ... "Anlügeberater" ...

Beitrag  Demokritxyz am Fr 15 Okt 2010, 08:19


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Wenn der Prozess platzt ...

Beitrag  Demokritxyz am Fr 15 Okt 2010, 08:40

Aus meiner (laienhaften) Sicht: Dann übernimmt eine andere Kammer am Landgericht Mannheim die Causa Kachelmann und fängt ganz von vorne an. Entscheidet, welche Zeugen vernommen werden sollen, welche Gutachter zugelassen werden, welche evtl. neu bestellt werden et cetera pp.

Natürlich könnte diese Kammer das Verfahren auch gleich einstellen. Ich denke aber, dass das im Ergebnis nicht viel ändern wird, weil die Marschroute in Mannheim 'von oben (eingerollten Superigeln)' kommt, und die Justiz in Mannheim optimal 'eingespurt' ist.

Aber rein vom Gesetz ist ein Richter völlig unabhängig, der muss sich keineswegs 'einspuren' lassen, wenn ihm EdeKa am A.... vorbeigeht. den bekommt man auch nicht aus dem Amt.

Nun erfolgt die Verteilung der Prozesse nach Geschäftsverteilungsplan. Ich befürchte, dass dieses Verfahren nicht streng protokolliert wird, sodass der LG-Präsident Günter Zöbeley sicher die theoretische Möglichkeit hätte, das Verfahren geschickt zu kanalisieren, wenn es zum Ausgang des Verfahrens im Kanalsystem klare Anweisungen geben sollte.

Ich denke und hoffe, Gabriele Wolff wird, im Gegensatz zu mir, sicher ergänzend die streng exakt rechtsstaatliche Version präsentieren ...

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Pelzig...

Beitrag  Harry1972 am Fr 15 Okt 2010, 09:03

...sah die Bowle auch irgendwie aus.

Aber die Sendung ist klasse. Wirklich klasse.

Harry1972

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Diverse Anfragen & eigene Ratlosigeit

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 09:35

vorab an Maschera: mir gefällt die französische Version meines Vornamens (mit 2 l) auch viel besser, bin aber leider nur eine treudeutsche Gabriele...

Maschera Heute um 17:27

Ich hoffe/wünsche mir, das RA Birkenstock SEHR lernfähig ist und seine „Diplomatie“ langsam überdenkt und wesentlich „schärfer“ wird! Elliger „aus den Hut zu zaubern“ ist natürlich schön formuliert. RA Birkenstock hat ihn jedoch erst „weggezaubert“ weil er dachte, Prof. Dr. Brinkmann ist noch da. DAS REICHT!
Stimmt schon, am Anfang war er zu diplomatisch und hat sich gerade von der Entscheidungsschwäche des Vorsitzenden, der alle Anträge immer nur eingesammelt und zurückgestellt hat, sowie durch die ergebnisoffene Vernehmungsführung des Vorsitzenden einlullen lassen. Und Brinkmann war noch wichtiger als Elliger; der aber als Psychiater und Psychotraumatologe gegenüber Greuel überlegen ist, die sich zur Bestätigung einer intentionalen Falschaussage nicht in der Lage sah („nicht ausschließbar“ war ihr Ergebnis), was Elliger aber tat.

Hätte er auf den wirklich endgültig verzichtet? Er konnte zwar darauf bauen, daß Greuel ebenfalls zu einem eindeutigeren Schluß kommt, wenn sie das Gutachten Kröber zur Kenntnis nimmt. Denn der fegt die Seidler-Diagnose „psychotraumatische Belastungsstörung“ hinweg, und dann muß auch sie Farbe bekennen, was die merkwürdigen Lücken in der Tatschilderung angeht. Für die hatte sie zwei Hypothesen: einmal jene PTB, und: bewußte Lücken zur Absicherung des Managements einer Falschaussage. Wenn nur noch die zweite Möglichkeit bleibt, zu welchem Ergebnis kommt sie dann? Und von den Fotos wußte sie auch noch nichts, als sie Ende April/Anfang Mai ihre Befragungen durchführte.
Aber sicher ist nicht, daß sie so eindeutig wird wie Elliger. Dazu neigen reine Aussagepsychologen nicht.
Ich glaube daher eher an einen taktischen rein vorläufigen Rückzug Elligers, um goodwill zu zeigen. Er hätte ihn auf jeden Fall wieder gebracht.

Die harten Bandagen kamen erst, nachdem Brinkmann abgelehnt worden war.

Maschera, 17.27 Uhr :
Auch hätte ein wirklich „gewiefter Anwalt“ auf die NICHT-Belehrung nach §55 vorbereitet sein können. Im Prinzip auf ALLE Eventualitäten? Oder?
Maschera, 18.03 Uhr
Tatsache ist jedoch: (das WEIß) ich! Die Verteidigung war NICHT gewappnet und konnte sich somit auch nicht in einem angemessenen Zeitraum mit J.K. BERATEN!
Auf allgemeine Probleme mit § 55 StPO war er sicherlich vorbereitet, da die meisten Richter nur so eine Larifari-Belehrung vornehmen à la: ›Sie müssen sich nicht selbst belasten‹. Er hat auf die gänzlich unterlassene Belehrung ja auch sofort reagiert. Und das war natürlich ein Geschenk des Himmels, daß der Vorsitzende daraufhin auch noch sagte: „Das ist nicht erforderlich.“
Dann konnte er nämlich lang und breit ausführen, warum das doch erforderlich sei – damit war der Sinn des Manövers eigentlich erfüllt.

Worauf er aber absolut nicht vorbereitet war, als er den lehrbuchmäßigen Kammerbeschluß zur Ermöglichung einer Revisionsrüge beantragte, war das erstaunliche Ergebnis dieses Beschlusses. Das hat er bestimmt nicht für möglich gehalten, daß die Kammer sich nicht dazu entschließen würde, die Belehrung nun doch vorzunehmen. Welcher Verteidiger kann schon mit so einer Steilvorlage rechnen?
Daher mußte jetzt improvisiert werden.

Ich erinnere daran, daß Sabine Rückert ihm schon im Juni einen ›Schmusekurs‹ vorwarf. Damit ist es nun endgültig vorbei.

Maschera Heute um 18:35
RA Birkenstock wollte die „Farce“ für diesen Tag beenden, hat den Befangenheitsantrag einfach gestellt! (nicht auf die 4 Stunden bestanden).

Seidling NICHT und so musste das VM Opfer die ganzen „Geschichten“ auch Nachmittags noch MIT anhören!

Warum das übrigens so IST, verstehe ich nicht?

Gabrielle Wolff? Zeugin wird aufgerufen und ALLES das danach beantragt wird, verhandelt wird, da hat die Zeugin DABEI zu sein, weil sie aufgerufen wurde und das Gericht nicht zu Pötte kommt?
Soweit es um die Belehrung der Zeugin geht, ist dieser Teil der Verhandlung öffentlich, wie auch die Ausschlußentscheidung der Öffentlichkeit öffentlich verkündet werden muß. Da muß die Zeugin, deren Vernehmung ja gerade beginnt, anwesend sein. Schließlich geht es um ihre Belehrung. Nicht aber bei den Beratungspausen des Gerichts (da kann jeder den Saal verlassen, weil die Verhandlung unterbrochen ist, und das hat sie nach Deinem Bericht auch getan)
Was zwischen Wiedereintritt in die Hauptverhandlung um 13.30 Uhr bis zur Stellung des Befangenheitsantrags um 14.08 Uhr geschah und warum die Zeugin da anwesend sein mußte, falls man das dem Prozeßbericht von BILD überhaupt entnehmen kann, kann ich mir nicht erklären. Denn ihre Belehrung war abgeschlossen und mit ihrer Vernehmung nicht zu rechnen.
http://www.bild.de/BILD/news/2010/10/13/joerg-kachelmann-prozess/tag-9-bild-berichtet-im-live-ticker-aus-mannheim.html

Verteilungsplan LG Mannheim
steffi Heute um 16:46
http://landgericht-mannheim.de/servlet/PB/show/1249614/Gesch%E4ftsverteilung%20Richter%2011.01.2010.pdf

Diesen Geschäftsverteilungsplan habe ich nun schon zwei Mal studiert, ohne herauszubekommen, wer denn nun für die Entscheidung über den Befangenheitsantrag zuständig ist. Oldoldman, hilf!

Demokritxyz Heute um 19:40
Aus meiner (laienhaften) Sicht: Dann übernimmt eine andere Kammer am Landgericht Mannheim die Causa Kachelmann und fängt ganz von vorne an. Entscheidet, welche Zeugen vernommen werden sollen, welche Gutachter zugelassen werden, welche evtl. neu bestellt werden et cetera pp.

Stimmt.

Demokritxyz:
Natürlich könnte diese Kammer das Verfahren auch gleich einstellen.
Das geht nicht. Sie muß durchentscheiden, eine Einstellungsmöglichkeit gibt es nicht.


Demokritxyz:
Nun erfolgt die Verteilung der Prozesse nach Geschäftsverteilungsplan. Ich befürchte, dass dieses Verfahren nicht streng protokolliert wird, sodass der LG-Präsident Günter Zöbeley sicher die theoretische Möglichkeit hätte, das Verfahren geschickt zu kanalisieren, wenn es zum Ausgang des Verfahrens im Kanalsystem klare Anweisungen geben sollte.

Ich denke und hoffe, Gabriele Wolff wird, im Gegensatz zu mir, sicher ergänzend die streng exakt rechtsstaatliche Version präsentieren ...

Erwarte nicht zuviel von mir... (Ironie kann ich auch!) Der im Internet veröffentlichte Geschäftsverteilungsplan scheint mir recht grob gestrickt zu sein: ich kann ihm (was aber auch an meiner Blödheit liegen mag) weder entnehmen, welche Richter über den Befangenheitsantrag gegen die 5. Große Straflammer entscheiden, noch welche Kammer die 5. Große Strafkammer vertritt, wenn diese wegen Befangenheit aus dem Rennen ist. Es geht allerdings immer streng nach Geschäftsverteilungsplan, ein Eingreifen des LG-Präsidenten schließe ich ganz ohne Ironie strikt aus. Der „gesetzliche Richter“ ist fundamentaler Bestandteil des Rechtsstaates, und ein Verstoß dagegen ein absoluter Revisionsgrund.

Derlei Eingriffe, an die Du denkst, geschehen viel subtiler, nämlich per Präsidiumsbeschlüsse über die Geschäftsverteilung des nächsten Jahres. Da finden sich auffällig oder unliebsam gewordene Kollegen plötzlich in den entlegensten Abteilungen und Rechtsgebieten wieder, von denen sie keine Ahnung haben und sich mühsam, ohne das geringste Interesse, einarbeiten müssen. Ich sage nur: RECHTSHILFE! STRAFVOLLSTRECKUNG! (beim Amtsgericht auch gerne Grundbuchabteilung und Nachlaßangelegenheiten).
Und gute Beurteilungen gibt es natürlich auch keine mehr.

Gast
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Gabrielle Wolff

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 10:11

Danke für deine Ausführungen. Ich bleibe bei den ZWEI LL. Passt besser zu dir! Es sei denn, du verbietest es mir……

Muss nun in die Falle, leider muss ich Samstags manchmal auch „rann“!

Morgen mehr.

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Hallo @ all,

Beitrag  patagon am Fr 15 Okt 2010, 17:28

"Dale:
Von Alice Schwarzer, die sich an allen Ecken und Enden, "Frauenrechtlerin, Journalistin und Publizistin" nennt (und nennen darf) erwarte ich, besonders in der Funktion als Journalistin, was anderes als lückenhafte, voreingenommene und unrichtige Kommentare oder gar verdrehte Sachverhalte. Beim Durchschnittsleser erweckt sie nämlich trotzdem fälschlicherweise "journalistischen Sach- u. Fachverstand"


So viel ich weiß, darf sich jeder Journalist, Psychologe und noch ein paar anderen nicht ausdrücklich geschützten Berufsbezeichnungen schmücken.

Es gibt ja auch den geborenen Diplomaten, der nicht im Auftrag einer Regierung unterwegs ist, sondern ein verbindliches Wesen hat.

Natürlich gibt es tolle Journalisten. Aber ob die nun immer ganz objektiv berichten, ist eine ganz andere Frage.

Ich sehe hier viele, die A. S. nicht schätzen. Aber deswegen kann und darf sie doch sagen und schreiben was sie will.

Meinungsfreiheit. Ich bin auch dafür. Ob man sich das nun als Wahrheit reinzieht, oder als Meinung abtut, bleibt jedem selbst überlassen.

Klagen vor Gericht lohnen nur da, wo wie bei Massenblättern, etwas zu holen ist. Oder, wenn es um die seriöse Presse geht, wie "Zeit" oder "FAZ", die einen Ruf zu verlieren haben.

Ich kenne mich mit Presse Recht nicht aus, aber es ist wie im Leben, wo nichts zu holen ist, hat der Kaiser sein Recht verloren.

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Vergewaltigungen es gibt, ohne dass ein Hahn danach kräht.

Das ist die eigentliche Schande. Und genau deswegen, sollten die Gerichte sich unter gar keinen Umständen zu Handlungsgehilfen für irgendwelche Interessen Gruppen machen lassen und zumindest um Recht und Wahrhaftigkeit deutlich sichtbar bemüht sein.
Das GG steht ÜBER allen anderen Gesetzen und Verordnungen.
Genau das darf kein Gericht vergessen.
Wer kontrolliert das eigentlich?





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HILFE OLDY

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 17:55

Wir sind schon wieder auf Seite 50 angelangt, hoffentlich bist Du nicht zur Entspannung am WE unterwegs und machst uns den Teil 8 auf !!

Vielen lieben Dank Blumen

Gast
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Gabriele

Beitrag  Gast am Fr 15 Okt 2010, 20:21

Der von mir eingestellte "Geschäftsverteilungsplan des LG Mannheim" ist aus dem Spiegelforum vom Kommentar #306
und da ist der Zusammenhang zu finden, den ich nicht uninteressant fand, sorry....
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=22302&page=31

Gast
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@steffi: Schön gemacht, aber reicht der Link ...?

Beitrag  Demokritxyz am Fr 15 Okt 2010, 21:43

SPIEGEL Forum, smdgtfo, #306:

Winden Sie sich doch noch etwas!

Zitat von Bananenblau

Sorry, aber Sie haben wirklich keine Ahnung. So eine Naivität habe ich noch nie erlebt.

Sie müssen sich einfach mal mit dem juristischen Begriff "Tatverdacht" beschäftigen. Unter dem juristischen Begriff Tatverdacht versteht man vier verschiedene Verdachtsstufen:

1.) Anfangsvedacht: Voraussetzung für das Ermittlungsverfahren, gem. § 152II StPO müssen "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" vorliegen

2.)Hinreichender Tatverdacht: Voraussetzung für eine Anklage, gem. StPo dann gegeben, wenn beiwenn bei vorläufiger Beurteilung der Beweissituation eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist.

3.)Dringender Tatverdacht: Voraussetzung für Untersuchungshaft, gem. § 112 StPo (Und nur diesen dringenden Tatverdacht hat das OLG übrigens verneint, als es Kachelmanns Untersuchungshaft aufgehoben hat, es hat keinesfalls den hinreichenden Tatverdacht verneint!!)

4.) Richterliche Überzeugung: höchste Stufe des Tatverdachtes. Wenn das Gericht nach Durchführung der Hauptverhandlung keine Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten hat, darf es ihn verurteilen.

Und Übrigens: hierzulande dürfen nur Juristen mit Prädikatsexamen Richter werden, Sie können also davon ausgehen, dass diese Menschen ganz genau wissen, was sie tun. Aber Sie kennen unser Rechtssystem anscheinend besser, als sämtliche Prädikatsjuristen.
Warum behaupten Sie dann im von mir zuvor zitierten Beitrag etwas anderes als sie hier in Punkt 4 richtigerweise feststellen?

Zu meiner Frage, bitte entschuldigen Sie, wenn sie den Eindruck erweckte, eine rhetorische Frage zu sein, warum gibt es überhaupt noch Freisprüche bzw, auf ihre korrigierte Aussage gerichtet, erfolgreiche Berufungen und Revisionen?

Die Antwort blieben Sie mir leider schuldig! Gehen Sie nicht nur salopp mit "2 Juristen - 3 Meinungen" drüber! Ist es nicht so, dass ein Prädikatsexamen nicht vor Fehlern schützt?

Bitte erklären Sie, warum das

http://www.spiegel.de/panorama/justi...698984,00.html

sorgfältige Arbeit eines Staatsanwalts ist?

Warum erhebt er ohne Not, das Ergebnis des selbst angeforderten Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers nicht abwarten zu können, so plötzlich Anklage?

Als advocatus diaboli kenne ich den öffentlich bekannten modus operandi der Geschäftsverteilung am LG Mannheim

http://landgericht-mannheim.de/servl...11.01.2010.pdf,

jetzt brauche ich nur noch einen Richter, der meinen Tatverdächtigen verurteilen will, dann ist es nur noch eine Frage des Zeitpunktes, wann ich Anklage zu erheben habe, dass KACHELMANN bei der 5. Strafkammer landet!

Herr Oltrogge wird bekannterweise nicht als Zeuge vernommen werden, deshalb wird diese abwegige Frage nicht geklärt werden müssen. Aber bitte behaupten Sie nicht, dass ein StA mit Intention, seinen Fall nicht an die Kammer bekäme, an die er ihn gern hätte.

Bevor Sie mir weiter mit Beschimpfungen und Ehrabschneidungen kommen, die von mir aufgestellte Hypothese ist weder meine Vorstellung vom tatsächlichen Geschehen noch ein belastbarer Vorwurf an die beteiligten Rechtsorgane. Außerdem kann ich nicht mit zwei juristischen Prädikatsexamen glänzen, die dargestellte Möglichkeit sollen mir ausgewiesene Juristen widerlegen.

http://forum.spiegel.de/showpost.php?s=a461eb539b1b3b7c99c862b01cd20309&p=6442373&postcount=306

http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=22302&page=31
Zum Verständnis der "Prädikatsexamen" und "Prädikatsjuristen" sollte der Leser mit Kopf sich die Ausbildung zum 'Rechtswissenschaftler' näher anschauen. Da gibt es gegenüber der Ausbildung zu 'exakten' Wissenschaftlern doch einige Unterschiede, oder ...?

An der Universität wird zunächst die Schönheit und Klarheit der Jurisprudenz gelernt. Am Abschluß des Studium geht es mit Alpmann-Schmidt & Co. zum Repetitor, damit nach erfolgreichem Studium der Jurisprudenz der Student sein 1. Staatsexamen überhaupt bestehen kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alpmann_Schmidt
http://de.wikipedia.org/wiki/Repetitorium
http://de.wikipedia.org/wiki/Referendarexamen#Jura

Dann erfolgt der 'Praxisschock' durch die Referendarzeit bei der Justiz. Nur wer so systemimmanent ist, dass er diesen 'Praxisschock' zur praktikablen Rechtsanwendung im Interesse der Macht übersteht, hat überhaupt eine Chance, ein 2. Prädikatsexamen zu bekommen.

Und damit er später nicht aus der Spur läuft, gibt es das Beförderungssystem. Das ist doch klar, oder ...?
Vgl. Demokritxyz Posting, 31.08.2010, S. 45/IV, 19:02 h Altes zur Justiz in Baden-Württemberg: Justizminister Ulrich Goll schweigt
Anm: Frank Fahsel: "… unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt"

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-880.htm#14827

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Straffreiheit trotz Lügen für Sabine W. ohne StPO 55 II ...?

Beitrag  Demokritxyz am Fr 15 Okt 2010, 22:17

Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes, 13.10.2010:

Fall Kachelmann: Warum streitet man eigentlich so über §55 II StPO
Was steht in §55 StPO?

1) Jeder Zeuge kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihm selbst oder einem der in § 52 Abs. 1 bezeichneten Angehörigen die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden.

(2) Der Zeuge ist über sein Recht zur Verweigerung der Auskunft zu belehren.

Wenn man das so ganz unvoreingenommen liest, dann denkt man doch eigentlich, dass es hier eine Selbstverständlichkeit sein müsste, ein vermeintliches Opfer, dass sich mit dem massiven Vorwurf der Falschverdächtigung schon seit Wochen und Monaten auseinander setzen muss, und an dessen wahrheitsgemässer Aussage nicht ganz unbekannte Sachverständige durchaus ihre Zweifel geäussert haben, natürlich im Sinn des §55 StPO belehrt werden sollte.

Aber für mich überraschenderweise tut das Gericht das trotz mehrfachen Insistierens der Verteidigung nicht. Da drängt sich die Frage auf: Was ist denn eigentlich die Folge einer fehlenden Belehrung für den Angeklagten und den Zeugen?

Angaben eines Zeugen ohne Belehrung über das ihm nach § 55 II StPO zustehende Auskunftsverweigerungsrecht machen die Beweisgewinnung rechtswidrig. Streitig ist, ob daraus ein Verwertungsverbot erwächst. Nach einer Ansicht (z.B. Roxin, Strafverfahrensrecht, 25. Auflage, § 24 Rdnr. 36) ist ein Verwertungsverbot zu bejahen. § 55 StPO schütze auch das Interesse des Angeklagten an einer konfliktfreien, wahrheitsgemäßen Zeugenaussage. Die wohl h.M. verneint ein Verwertungsverbot. Nach der vom BGH anhand von § 55 StPO entwickelten Rechtskreistheorie - das unter einem Verfahrensverstoß gewonnene Beweismittel ist unverwertbar, wenn die verletzte Vorschrift wesentlich dem Schutze des Rechtskreises des Beschuldigten dient [BGHSt 11, 213]) - schützt § 55 StPO den Zeugen allein vor einer Selbstbelastung oder einer solchen naher Angehöriger. § 55 solle allein dem Konflikt des Zeugen dienen.

Also, die Aussage der Zeugin kann wohl gegen den Angeklagten (und damit im vorliegenden Fall gegen Herrn Kachelmann) verwandt werden. Und allein in der fehlenden Belehrung dürfte wohl auch kein Revisionsgrund zu sehen sein, was die weitergehenden Anträge seiner Verteidiger schon allein im Hinblick auf ein solches Rechtsmittel verständlich werden lässt.

Aber was hat das nun alles für die Dame für Auswirkungen, deren bisherige Aussagen jedenfalls wohl nicht so über jeden Zweifel erhaben sind, als dass nicht zumindest die theoretische Möglichkeit besteht, dass sie die Unwahrheit sagt und dafür strafrechtlich belangt werden könnte?

Für sie ist die Sache wesentlich angenehmer, wenn es die Belehrung nicht gab: dann könnte sie nämlich selbst bei einer Vereidigung (und einer dann ja bestehenden Gefahr der Verurteilung wegen Meineids) nach der Rechtsprechung des BGH mit Strafmilderung rechnen, und bei einer uneidlichen Falschaussage stellt sich sogar die Frage, ob überhaupt eine Strafbarkeit gegeben ist – durchaus anerkannte Stimmen in der juristischen Literatur gehen bei einem Verstoss gegen §55II StPO sogar von Straffreiheit aus.

Und nun? Will man dem Gericht Böses unterstellen, dann könnte man annehmen, hier solle dem vermeintlichen Opfer trotz berechtigter Zweifel an ihren Aussagen eine Möglichkeit gegeben werden, diese weitgehend risikolos zu wiederholen; sieht man die Verhandlungsführung des Gerichtes positiv, so schützt man das Opfer durch ein solches Procedere – jedenfalls weitgehend – vor strafrechtlichem Regress, egal, wie die Aussage tatsächlich später zu bewerten ist.

Wie bei vielen Prozesshandlungen in diesem von grossem Medieninteresse begleiteten Verfahren bin ich mir sehr unsicher, was ich davon halten soll – meine ganz persönliche Meinung ist allerdings, dass ich die Zeugin als Richter belehrt hätte. Deswegen bleibt (allerdings nicht nur) diese Prozessführungshandlung des Gerichts überraschend. Ich bin sehr gespannt, was nicht nur in dieser Frage bei dem Prozess herauskommt, der nach meiner Einschätzung allerdings nicht vor dem Gericht erster Instanz enden wird.

http://stscherer.wordpress.com/2010/10/13/fall-kachelmann-warum-streitet-man-eigentlich-so-uber-%C2%A755ii-stpo/

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Steffi,

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 00:23

"Kachelmann ist schon der Depp der Nation - aber er wird definitiv aus dieser ganzen Geschichte lernen und endlich erwachsen werden!"

Was meinst du damit?

Erwachsen werden?

Glaubst du er wird in Zukunft nach den Regeln der Gesellschaft leben. Monogam, aber ohne Trauschein in einer festen Beziehung mit Kuschelsex und sich von sämtlichen Fangstricken fern halten?

Ein angepasster Kachelmann wäre in meinen Augen eigentlich nicht mehr er selbst.

Von der Sorte, die entweder so tut oder wirklich so ist, gibt es doch eh genug und besonders interessant finde ich die eigentlich nicht.

Diesen ganzen Fall Kachelmann finde ich nur deswegen besonders interessant, weil Kachelmann ja, wenn man davon ausgeht, dass er CSD nicht vergewaltigt hat, überhaupt nichts getan hat, womit er sich im Widerspruch zum gesellschaftlichen System befindet.

Ehe ist nicht mehr erforderlich. Beziehung genügt. Die Regeln die dabei zugrunde gelegt werden, und die unausgesprochen von der Gesellschaft eingefordert werden, sind strenger als in der Ehe, denn wenn der jeden Tag eine andere Frau hat, sagen wir mal 30 insgesamt, die er je einmal monatlich besucht, und von denen sich jede dieser 30 Frauen nur wegen der regelmäßigen Wiederkehr für seine Lebensgefährtin hält und ausgibt, dann braucht er doch gar keinen Antrag zu machen, er braucht nicht "um ihre Hand anhalten", so bald das herauskommt wird er automatisch zum "notorischen Lügner" , Betrüger, Schwein, Fremdgeher, Frauenverletzer und Frauenausnützer und einem dem man auch alles andere zutrauen und anlasten kann.

Wieso denn eigentlich?
Ich erinnere mich noch gut an den alten Ratgeber, wo einer sich als verheirateter Puffbesucher outete.
Die Empörung schlug hohe Wellen.
Besonders die Frauen gingen davon aus, dass er seine Frau betrügt und dass sein Verhalten mehr als sträflich ist.

Wenn man davon ausgeht, dass er die Nutten nicht mit Geld bezahlt, dass er seiner Familie entzieht, was kann man ihm denn dann vorwerfen?

Es ist die Inkonsequenz der Gesellschaft, die mich so ratlos macht.

Gilt eigentlich immer der Satz: Man darf alles tun, nur sich nicht erwischen lassen?

Ganz besonders witzig sind die neuen Regeln aber im Hinblick auf Emanzipation.

Unterstellt man den Frauen doch, dass sie sich eigentlich nur mit Männern einlassen, die es ernst mit ihnen meinen, also eine feste Beziehung wollen.
Wenn die Frauen sich aber mit den Männern einlassen, ist das so etwas wie ein Verlöbnis oder wie?
Wo bleibt denn die Individualität?
Genau deswegen, weil eben nicht jeder Mann und nicht jede Frau so weitgehende Verpflichtungen eingehen möchte, wurden Ehescheidungen gesellschaftsfähig.

Mir kommt es so vor, als wäre dies alles nichts weiter als ein Riesen Fake ein Instrument zu noch viel mehr Willkür. Ganz besonders im Hinblick auf die Vorverurteilung von Kachelmann.

In Bezug auf deine Anmerkungen zu CSD gebe ich dir weitgehend recht. Der einzige Unterschied ist der, dass ich nicht denke, dass sie wirklich aktiv den geschäftlichen Schaden von Kachelmann betrieben und gewollt hat.
Diese Folgen haben sie wahrscheinlich überrannt.
Ich halte sie nicht für materialistisch.




patagon

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StA Dr. Heiko Artkämper: "... nach unzulässigen Maßnahmen gesucht" ... "Dies ist im Rechtsstaat so vorgesehen ..." ...?

Beitrag  Demokritxyz am Sa 16 Okt 2010, 00:30

Ach, was?!? Ich wundere mich beim Rechtsverständnis mancher 'Exponenten' der Organe der Rechtsflegel über gar nichts mehr ...!
Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht – Lehr- und Studienbrief von Dr. Heiko Artkämper soeben erschienen:

Datum: 28.11.2007 11:04
Kategorie: Politik, Recht & Gesellschaft
Pressemitteilung von: VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

Richter, Staatsanwalt, Angeklagter und Verteidiger: Auf diese vier Verfahrensbeteiligten treffen Zeugen in der Regel bei einer
Hauptverhandlung vor Gericht. Die Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit der Zeugen wird von diesen Beteiligten zum Teil sehr eindringlich hinterfragt. Dies gilt gerade für die Zeugenaussagen von Polizeibeamten. Insbesondere von der Verteidigung werden ihre polizeilichen Ermittlungsergebnisse schonungslos angegangen.

Oftmals empfinden die Beamten die Zeugenrolle daher als ein „lästiges Übel“. Einem derartigen Verständnis entgegenzuwirken und in rechtlicher wie auch psychologischer Hinsicht Handlungssicherheit vor Gericht herzustellen, hat sich Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper mit seinem Buch „Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht“ zum Ziel gesetzt. Erschienen ist es als Nr. 7 in der Reihe der Lehr- und Studienbriefe Kriminalistik/Kriminologie im Verlag Deutsche Polizeiliteratur.

Das gegenseitige Verhältnis von Polizeibeamten auf der einen und Justiz – verstanden im Sinne von, Staatsanwaltschaft, Gericht und Verteidigung – auf der anderen Seite, kann von
Missverständnissen geprägt werden. So richtet etwa die Verteidigung besonderes Augenmerk auf die Verwertbarkeit polizeilicher Vernehmungen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Die gesamte Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft wird in Frage gestellt und damit nach unzulässigen Maßnahmen gesucht, für die Beweisverwertungs-verbote geltend gemacht werden können. Dies ist im Rechtsstaat so vorgesehen und drängt den Beamten nur scheinbar in eine Verteidigungsrolle.

Gleichwohl wird diese Vorgehensweise als unangenehm empfunden und verunsichert manchen von ihnen. Neben der Herstellung von Handlungssicherheit vor Gericht durch die Vermittlung des erforderlichen Wissens will dieser Lehr- und Studienbrief zudem das Verantwortungsbewusstsein von Polizeibeamten für ihre Aufgaben in einemrechtsstaatlichen und fairen Strafprozess schärfen.

Der Autor, Dr. Heiko Artkämper, trat 1993 in den staatsanwaltschaftlichen Dienst ein. Seit Mai 1995 ist er Kapitaldezernent bei der Staatsanwaltschaft Dortmund; im Jahr 2006 wurde er zum Gruppenleiter ernannt. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen und hält bundesweit Vorträge vor Polizeibeamten wie auch vor Staatsanwälten und Richtern.

Lehr- und Studienbriefe Kriminalistik/Kriminologie Nr.07:
Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht
Verlag Deutsche Polizeiliteratur
Autor: Heiko Artkämper
Einzelpreis: 14,90 Euro
...

Anm.: Hervorhebung Demokritxyz

http://www.openpr.de/pdf/174030/Polizeibeamte-als-Zeugen-vor-Gericht-Lehr-und-Studienbrief-von-Dr-Heiko-Artkaemper-soeben-erschienen.pdf

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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