Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 10)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 10)

Beitrag  Oldoldman am Di 09 Nov 2010, 01:27

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 -9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des neunten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-9-t279-940.htm

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:39 bearbeitet, insgesamt 9 mal bearbeitet

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Zensur und Pressefreiheit

Beitrag  patagon am Di 09 Nov 2010, 10:49

Ach was waren das für herrliche Zeiten, bevor Computer und Internet die Macht der Meinungsbildner ins Wanken brachten.
Die Leser hingen an der Nadel ihrer Identitätstifter. Es gab Schmuddelkinder, Aristokratie und Avantgarde.
Jeder Depp konnte sofort allein an der Zeitung erkennen wer ihm im Zug gegenüber saß.

Spiegelleser, kritische Elite, FAZ konservativ bis in die Knochen, Zeit Schöngeist, natürlich die Lokalpresse für den provinziellen Mittelstand.

Journalisten beklagten sich häufig, dass die Pressefreiheit eingeschränkt wäre, da sie praktisch nur die Wahl des Verlages hätten, nicht aber wirkliche Meinungsfreiheit. Allerdings hatten auch schon damals nur sehr wenige Journalisten die freie Auswahl unter den Verlagen. Es war eher umgekehrt. Die Verleger hatten freie Auswahl unter den Journalisten.

Nun, die Zeiten sind lange vorbei. Im Internet kann jeder sagen was er will. Eine Frage ist aber heute immer noch so aktuell wie eh und je. Jenseits aller Rücksichten auf Werbekunden und Politik bleibt natürlich das Hauptproblem, ob das Blatt auch gelesen wird.

Im www kann selbst der größte Geist leicht verloren gehen, (ganz und gar, wenn er seinen Nick häufiger wechselt).
So ist es schon gut, wenn die Leser mit Kopf (letzendlich ja auch nur Konsumenten) wissen wo sie ihre Favoriten suchen müssen. M.a.W. Irgendeine Adresse muß man schon haben. Selbst solche Journalisten, wie Peter Scholl-Latour, der viele Bestseller geschrieben hat, verlegen ihree Sachen nicht selbst.

Ich bin froh, einen Verleger gefunden zu haben, der darauf achtet, dass aus einer Tageszeitung nicht so etwas wie ein Apothekerblättchen wird. Das Lesen sonst nur noch die Halbtoten, weil es nix kostet.


Verleger sind zu allen Zeiten finanzielle Risiken eingegangen

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"Statusunterschiede" bei Opfern

Beitrag  Alice am Di 09 Nov 2010, 10:55

sind darin begründet, dass es eben ein großer Unterschied ist, ob zwei Besoffene an einander geraten und der eine dabei mehr Pech hat als der andere, ob ein zufälliger Passant ausgeraubt wird oder einem Haustyrannen der Schädel eingeschlagen wird...

...oder ob jemand auf Grund seiner Hautfarbe, seiner sexuellen Orientierung, seiner ethnischen Herkunft etc. oder eben auch seines Geschlechts einer Gewalttat zum Opfer fällt!

Nicht der gefühlte "Statusunterschied" bei diesen Opfern ist ein Akt der Diskriminierung, sondern die Gewalttat selbst ist in den letzteren Fällen der diskriminierende Moment.

Logisch doch, dass in dieser Gesellschaft, die so um soziale Gerechtigkeit bemüht ist, Gewalt aus Gründen der Diskriminierung schwerer wiegt als die übliche "Shit happens"-Gewalttat...?! Daran ist nichts schwer zu verstehen und es ist auch kein Grund, die Organisation "Weißer Ring" an den Pranger zu stellen.

By the way, scheint also ein echtes Gütesiegel zu sein, als Opfer den Glaubwürdigkeitstest beim Weißen Ring bestanden zu haben. Sieht schlecht aus für Jörg Kachelmann...





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" Birkenstock bediene sich jedoch ziemlich unkonventioneller Methoden an der Grenze der Legalität, "die ich so in meinen über 20 Jahren als Richter noch nie erlebt habe"

Beitrag  Nahr am Di 09 Nov 2010, 12:34

http://www.sueddeutsche.de/medien/niedersachsen-pressefreiheit-ayguel-oezkan-scheitert-mit-charta-fuer-medien-1.978936


Kann nur noch diese „Grenze zur Legalität“ Herrn Kachelmann vor Verurteilung schützen? Heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel?
stern.de 9. November 2010
Prozess gegen Jörg Kachelmann: "Der Birkenstock haut se alle raus"

In Köln bilden Kontakte und Vergleiche jenseits des Gerichtssaals die Grundlage für Reinhard Georg Birkenstocks Erfolg. In Mannheim wartet der Anwalt - auch morgen wieder - mit anderen Methoden auf. Von Malte Arnsperger, Köln


Dem Taxifahrer am Kölner Hauptbahnhof ist sofort klar, zu wem sein Fahrgast will. "Hohenzollernring 28? Zu Rechtsanwalt Birkenstock also." Der Mann wartet kaum die Bestätigung ab, um ein Loblied auf den Advokaten anzustimmen. So schnell schießt es aus ihm heraus, so breit ist sein Kölsch, dass der überraschte Fahrgast die geschilderten Fälle kaum auseinanderhalten kann: Mal geht es um die Kollegen, die sich dem Rechtsanwalt anvertraut haben, "Sie wissen schon, Knöllchen und so", mal um irgendwelche Bekannten, "die auch so ihre Problemchen mit dem Jesetz hatten". Das Fazit des Chauffeurs am Ende der Fahrt: "Der Birkenstock haut se alle raus."
Anzeige

Reinhard Georg Birkenstock, 65, ist schon seit Jahren einer der bekanntesten Anwälte der Republik. Mandaten wie der Entertainer Willi Herren, DDR-Spion Karl Wienand und Fälle wie der Kölner Schmiergeldskandal haben den Kölner Anwalt in die Schlagzeilen gebracht. Seit er Jörg Kachelmann verteidigt, kennt ganz Deutschland seine wuchtige Gestalt, die hängenden Augenlider und die Reibeisenstimme. Allerdings ist seine Strategie heftig umstritten, es gibt Kritik von Kollegen und Journalisten. Ihm wird sogar die Kompetenz für diese Art von Fall abgesprochen.
Zwischen Akten im Szenequartier

Der Hohenzollernring 28 ist keine Prachtstraße in einem Nobelviertel. Das vierstöckige, rot-bräunliche Eckhaus aus der Jahrhundertwende liegt mitten im Szenequartier Friesenviertel, zwischen Schuhgeschäft, Nagelstudio und Beate-Uhse-Laden. Die Dielen in der Kanzlei im zweiten Stock knarzen. Aktenberge stapeln sich auf dem Boden neben Birkenstocks schwarzem Schreibtisch. Da sitzt er, unumstößlich wie ein Buddha, zupft an seinem weiß-blau gestreiften Hemd mit den eingestickten Initialen "RGB", und zündet sich eine Roth-Händle an.

"Ich habe schon als Schüler oft Streitigkeiten geschlichtet und für andere verhandelt", erinnert sich der gebürtige Hesse, der in Siegen auswuchs. "Es hieß dann immer: Klär du das mal. Seitdem wollte ich Anwalt werden." Zunächst aber wird Birkenstock Schulsprecher und tritt der SPD bei. Vor allem Fritz Erlers Reden hätten ihn fasziniert, "ein Parlamentarier alten Schlages", wie er ihn nennt. Er verlässt die Provinz und studiert bis 1971 Jura in Lausanne, Heidelberg und Bonn. Nach dem Studium arbeitet er zunächst in einer zivilrechtlich ausgerichteten Anwaltssozietät in Köln, dann macht er sich 1975 als Rechtsanwalt für Strafrecht selbstständig. "Mich fasziniert der Konflikt zwischen dem Staat und dem einzelnen Bürger. In meinem Beruf kann ich kontrollieren, ob der Staat sich an seine eigene Regeln hält. Deshalb empfinde ich meine Arbeit auch als politischen Beruf."
Der Strippenzieher

Der selbsternannte Kontrolleur des Staates war auch schon mal sein Repräsentant. Von 1975 bis 1978 saß er im Rat des Kölner Vororts Hürth. "Er war eloquent, analytisch gut", erinnert sich sein damaliger Ratskollege Erich Lennartz, der damals ebenfalls für die SPD in dem Gremium saß. "Natürlich waren wir links, aber der Reinhard war nicht ideologisch, sondern ging an die Sachen pragmatisch ran." Doch so richtig wohl fühlte sich Birkenstock nicht in der Politik. "Da wollen so viele Leute so unterschiedliche Dinge von dir. Als Anwalt ist die Situation viel klarer: Du hast einen Mandanten und den musst du verteidigen."

Das macht Birkenstock scheinbar nicht schlecht. Im spektakulären Prozess um die Pleite-Bank Herstatt in den 1970er Jahren erreicht er die Freisprüche der Hauptangeklagten. Birkenstock ist ein Strippenzieher, der sich mit seiner Spezialisierung in Wirtschafts- und Steuerstrafrecht offensichtlich darauf versteht, sich mit Richtern und Staatsanwälten außerhalb des Gerichtssaals zu einigen. 1995 erwirkt er die Einstellung des Verfahrens gegen seinen Parteigenossen Manfred Biciste. Der war im Kölner Schmiergeldskandal an der Verschleierung von Großspenden beteiligt und kam mit einer Geldstrafe davon.

Biciste lobt seinen Anwalt noch heute: "Birkenstock hat hinter den Kulissen mit den Beteiligten verhandelt und es geschafft, dass das Verfahren eingestellt wurde. Er hat ausgezeichnete Kontakte in der Kölner Gerichtsszene. Das hat schon sehr geholfen in meinem Fall."
Am Puls der Domstadt

Der Gepriesene stützt sich auf einen Fenstersims in seinem Büro, von oben kann er das Treiben beobachten. Nah am Puls der Domstadt, so sieht er sich gern. Birkenstock kokettiert mit seinem Ruf als "Jedermanns Anwalt". Er verteidige alle, von der "Nutte bis zum Professor", sagt Birkenstock über sich selbst. "Mir ist es ganz wichtig, auch kleine Fälle anzunehmen, auch wenn es finanziell nichts bringt. Denn ich lasse nicht gerne arme Säcke im Stich."

Eine Mutter Theresa ist Birkenstock allerdings nicht. Er hat mit Jörg Kachelmann einen zahlungskräftigen Mandanten, der sich diverse Anwälte und Gutachter leistet. Birkenstock selber schreibt auf der Homepage seiner Kanzlei, dass zu seinen Mandanten "namhafte Manager, Politiker, Freiberufler und Persönlichkeiten aus der Szene" gehören. Kein Mangel an Selbstbewusstsein: "Es ist nie zu spät, einen sehr guten Strafverteidiger aufzusuchen." Stolz präsentiert er im Internet die Liste der "Elf besten Anwälte Kölns" die ein Boulevard-Blatt 2002 erstellt hat und zu denen Birkenstock angeblich gehört. "Eine gewisse narzistische Tendenz hat er schon", bestätigt ein Richter aus Nordrhein-Westfalen. "Aber das gehört bei Rechtsanwälten zum Berufsbild." Ihm sei Birkenstock nicht unsympathisch, "ein kantiger, uriger Typ, der im Gerichtssaal kein Leisetreter ist und sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt." Birkenstock bediene sich jedoch ziemlich unkonventioneller Methoden an der Grenze der Legalität, "die ich so in meinen über 20 Jahren als Richter noch nie erlebt habe".

Birkenstock und seine Methoden lernen derzeit auch die Prozessbeteiligten am Landgericht Mannheim kennen, wo der Fall Kachelmann verhandelt wird. Eigentlich sei seine Strategie, sich in die Köpfe von Richtern und Staatsanwälten hineinzudenken. Auch, um Verständnis für das Verhalten des Mandanten zu wecken. In Mannheim versucht es Birkenstock auf andere Art. Zwei Befangenheitsanträge hat er gegen die Richter eingebracht, beide wurden abgeschmettert. Die Staatsanwaltschaft hat er schon während des Ermittlungsverfahrens mit Dienstaufsichtsbeschwerden traktiert, auch sie wurden abgewiesen.
"Kein Spezialist für Sexualverbrechen"

Einen vielbeachteten Erfolg konnte Birkenstock zwar für sich verbuchen, Kachelmann wurde im Juli aus der Untersuchungshaft freigelassen. "Viel zu spät kamen diese Maßnahmen", urteilt allerdings ein Anwaltskollege aus dem Rheinland. "Birkenstock ging im Ermittlungsverfahren lange Zeit viel zu defensiv an die Sache heran. Außerdem ist er kein Spezialist für solche Sexualverbrechen. Und gute Kollegen, die ihre Hilfe angeboten haben, hat er weggebissen." In Mannheim hingegen sorgt Birkenstock mit seinen Anträgen und dem ständigen Versuch der Demontage von Kachelmanns Ex-Freundin für Kopfschütteln. Eine Mannheimer Anwältin meint: "Ich hätte nicht so die Konfrontation gesucht. Damit vergiftet man nur unnötig die Atmosphäre. Und dass Befangenheitsanträge fast immer zurückgewiesen werden, lernt man schon im Fachanwaltskurs." "Emma"-Gründerin Alice Schwarzer wirft Birkenstock vor, dieser würde bewusst "Sand ins Getriebe streuen, die Verhandlung verzögern". Wie er das selbst sieht? Birkenstock grinst leicht, man merkt, die Breitseite folgt. "Ach Frau Schwarzer, die hat doch ihre Zukunft jetzt hinter sich", sagt er in Anlehnung an ein Zitat seines Jugendidols Fritz Erler über Ludwig Erhard. Aber kann sich Birkenstock auch in die Gegenseite hineinversetzen, sich vorstellen, was das heißt, Opfer einer Vergewaltigung zu sein? Zum Abschied holt er ein Exemplar des von ihm herausgegebenen Sammelbandes "Richter und Gerichtsszenen in der geistlichen und weltlichen Literatur" aus dem Regal. Im Klappentext schreibt Birkenstock: "Dem Leser wird vorgeführt, dass das, was vor Gericht geschieht, ihm selbst widerfahren kann."

Hervorhebungen: Nahr

http://www.stern.de/panorama/prozess-gegen-joerg-kachelmann-der-birkenstock-haut-se-alle-raus-1621056.html

Nahr

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O Alice!

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 12:40

"Statusunterschiede" bei Opfern
Alice Gestern um 22:55
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-10-t285-40.htm#21734

Es tut mir leid, eine logische Gedankenführung kann ich diesem Posting nicht entnehmen.

Nicht der gefühlte "Statusunterschied" bei diesen Opfern ist ein Akt der Diskriminierung, sondern die Gewalttat selbst ist in den letzteren Fällen der diskriminierende Moment.

Wer diesen Satz versteht, möge ihn mir erläutern.
Ich stehe voll und ganz auf Seiten der Opfer, die in jedem Fall Menschen sind, die Schmerz und Leid zu ertragen haben, jenseits eines gesellschaftlichen Blicks, der manche Opfer adelt und manche eben nicht. Politische/ideologische Distinktionen berühren kreatürliches Leiden nicht im mindesten. Daß Ideologien verhärten, habe ich bereits angemerkt. Mein Leitbild ist die Humanität.

Alice:
By the way, scheint also ein echtes Gütesiegel zu sein, als Opfer den Glaubwürdigkeitstest beim Weißen Ring bestanden zu haben. Sieht schlecht aus für Jörg Kachelmann...
By the way, Glaubwürdigkeitstests des Weißen Rings sind mir nicht bekannt. Mir ging lediglich eine Mißtrauensbekundung zu, die mehr als berechtigt war. Jedes Kleinkind hätte bemerkt, daß der Anzeige eine psychische Störung zugrundelag. Als die Anfrage kam, war der Einstellungsbescheid bereits in Arbeit.

Im Fall Kachelmann ist der Weiße Ring dezidiert bemüht, zu kommunizieren, daß mehr als Vermittlungsfunktion von ihm nicht erbracht worden sei: der Anwalt werde vom Staat bezahlt, was zutreffend ist.
Wer den Psychiater bezahlt, ist unbekannt. Wer als freie Mitarbeiterin ca. 600,- bis 1.000,-Euro brutto im Monat erzielt, ist kaum in der Lage, eine private Krankenkasse zu bezahlen, die einkommensunabhängig in dieser Altersklasse für eine Frau mindestens 400,-, eher 450,- Euro im Monat verlangt. Die Flucht in eine gesetzliche Krankenkasse, die einkommensabhängige Beiträge erhebt, ist ›Selbständigen‹ nicht möglich. Eine Therapiestunde bei einem Psychotherapeuten kostet 92,- Euro für Privatpatienten.
Noch Fragen?

Gast
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Ja genau... unmenschlich!

Beitrag  Harry1972 am Di 09 Nov 2010, 12:40

An Kaltschnäuzigkeit ist es kaum zu überbieten, wenn ein Mensch es gut findet, dass ein kleines Mädchen für eine Untat bestraft wird, die es überhaupt nicht begangen hat, weil dieses kleine Mädchen zuvor für andere Vergehen nicht bestraft wurde.

Wenn jemand so undifferenziert denkt, dann leuchtet es ein, dass dieser Mensch auch sonst nicht so genau hinguckt.
Der deklariert obdachlose Alkoholiker zu Raufbolden, die es nicht besser verdient haben, wenn sie bei einer Prügelei ein Auge oder ihr Leben verlieren. Ganz egal, wie die Tatumstände sind und ob das Opfer überhaupt zur Eskalation beigetragen hat.
Völlig egal...ist ja nur Dreck. Shit Happens im Milieu...

Shit Happens auch, wenn ein Passant überfallen wird. Was rennt der Idiot auch da lang. Erst recht der Haustyrann... der hat es ja direkt verdient! Da wird nicht ein einziges Mal hingeguckt, ob der erschlagene Mensch vielleicht überhaupt kein Tyrann war, sondern systematisch und bis auf´s Blut gereizt wurde und deshalb immer so knurrig und ekelig rumgerannt ist. Egal. Er erfüllt das Klischee vom Tyrannen und hat den Tod verdient.

Erfüllt aber jemand das gängige Opferbild, bedarf es keiner weiteren Erklärung. Der Fall liegt klar und der Mensch ist ein Opfer, der Täter wird schnell ermittelt und am nächsten Baum aufgehängt. Mit Details gibt man sich da gar nicht erst ab.
Ob der Mensch dunkler Hautfarbe gerade beim Klauen erwischt wurde und sich dafür Schläge eingefangen hat, ist egal. Die Schläge werden als fremdenfeindlicher Übergriff gewertet.
Der Schwule, der auf dem öffentlichen Klo nem wildfremden Kerl auf den Pimmel starrt, ihn dabei schmierig angrinst und dafür ein blaues Auge kassiert, braucht bloß loskreischen und das Geschehen wird zu einer Tat mit schwulenfeindlichem Hintergrund.
Ja, und Frauen sind ja generell Opfer.

Soziale Gerechtigkeit ist Utopie. Es wird sie nie geben.
Gewaltfreiheit wäre ein viel lohnenderes und einfacher zu erreichendes Ziel.

Harry1972

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Gabriele Wolff

Beitrag  Harry1972 am Di 09 Nov 2010, 13:07

Ich erläutere den Satz gerne. Eigentlich ist es nur eine Interpretation, denn der Satz widerspricht sich gewissermaßen selbst.

Nicht der gefühlte "Statusunterschied" bei diesen Opfern ist ein Akt der Diskriminierung, sondern die Gewalttat selbst ist in den letzteren Fällen der diskriminierende Moment.

Der "gefühlte Statusunterschied" bezieht sich auf die Merkmale des Opfers. Gängige Opfer-Merkmale wie "weiblich", "homosexuell", "schwarze Hautfarbe"...sowas halt.

Zwar wird verkündet, dass Unterscheidungen im Opferstatus keine Diskriminierung darstellen, gleichwohl werden aber Opfer, die diese gängigen Opfer-Merkmale nicht aufweisen, als weniger wert diskriminiert und die Opfer mit höherem Wert werden auf ein Opfer-Klischee festgenagelt, was indirekt auch diskriminierend ist.

Im zweiten Teil des Satzes...
...die Gewalttat selbst ist in den letzteren Fällen der diskriminierende Moment.
...wird allen Gewaltopfern mit gängigen Opfer-Merkmalen (homosexuelle, schwarze Frau) oktroyiert, dass sie nicht bloß Gewaltopfer, sondern Opfer von Diskriminierung wurden.
Alle, die keinem Opfer-Klischee entsprechen, haben halt Pech gehabt.

Der ganze Satz macht also eigentlich gar keinen Sinn, erhellt aber ein schlicht gestricktes und menschenverachtendes Weltbild.

Ich hoffe, ich habe mich nicht zu sehr verhaspelt.


Zuletzt von Harry1972 am Di 09 Nov 2010, 13:11 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Doch verhaspelt...)

Harry1972

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humanität und soziale gerechtigkeit

Beitrag  helene am Di 09 Nov 2010, 14:18

harry schreibt:
Soziale Gerechtigkeit ist Utopie. Es wird sie nie geben.
Gewaltfreiheit wäre ein viel lohnenderes und einfacher zu erreichendes Ziel.
sorry,nicht bös sein, harry, aber das allerdings ist m.e. humburg: wenn man sagt "wird es nie geben" frage ich mich, wie man zu dieser prognose kommt. ich denke, weil man es garnicht will. ansonsten könnte man ja wenigestens danach streben, oder? ich behaupte viel mehr : gewaltfreiheit wird es nie geben, solang es keine soziale gerechtigkeit gibt. so herum wird ein (logischer) schuh draus. in einer welt, wo es arm und reich gibt (wobei ja auch soviele, da sie an den bestehenden machtverhältnissen interessiert sind, sagen"das wird es immer geben" ) wird es gott sei dank immer wieder (s.zahlreiche beispiele aus der geschichte) und ich hoffe, immer mehr menschen geben, die sich ungerechtigkeiten nicht gefallen lassen.
"Reicher Mann und armer Mann // standen da und sahn sich an. // Und der Arme sagte bleich: // »wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«." bertolt brecht
hierzu passt folgender link gut (habe ich in einem jura blog gefunden!)

http://www.youtube.com/watch?v=KUSVTK1lUN8&feature=related )

in meinen augen ist das ein verbrecher. und wenn sowas "rechtens" ist, kann ich das dazugehörige sogennante recht nicht akzeptieren!

wer humanität als leitbild hat, darf niemals dagegen sein, dass der "arme"(s.Brecht) sich wehrt !!!


helene

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7 auf einen streich...

Beitrag  helene am Di 09 Nov 2010, 14:37

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
Johann Wolfgang von Goethe

"Zwei Frauen können nicht zur selben Zeit dasselbe Kleid tragen, wohl aber das gleiche. Der-, die-, dasselbe besagt, dass etwas identisch ist. Der, die, das Gleiche besagt, dass sich zwei unterschiedliche Dinge aufs Haar gleichen. Dasselbe gibt's also immer nur einmal, während das Gleiche gewissermaßen ein Duplikat, ein Klon ist.
Das hätte wohl nicht mal ein Kachelmann geschafft, Sieben zur selben Zeit..(st. an vi.)

stimmt nicht!

MAN KANN IM INTERNETZEITALTER DASSELBE GUTE-NACHT-MAILCHEN GLEICHZEITIG (selbzeitig?) an 7 (oder mehr!) LAUSEMÄDCHEN SCHICKEN !


z.b. "gehts dir gut, mein LAUSEMÄDCHEN? HAB DICH LIEB. schlaf gut UND TRÄUM VON..UNSERER HAUPTAUFGABE.. süße küsse von DEINEM bärchen"


nur ein beispiel, wie gesagt..ähnlichkeiten sind rein zufällig..

wegen diese posting, wird man mich nun wieder am liebsten lynchen wollen. solltet ihr aber nicht tun denn ich hätte auch noch kachelmannfreundliches auf lager... und auch von harry hab ich noch ein ganz ganz gutes zitat, dessen verwendung ihm gut gefallen wird und ihn versöhnen wird, wenn er mir wegen meines obigen posting böse sein sollte. dauert aus zeitgründen evtl etwas, aber kommt noch.
pat, hab deine frage nicht übersehen. wäre das evtl. besser in pns zu diskutieren?



Zuletzt von helene am Di 09 Nov 2010, 14:40 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : ...)

helene

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Helene

Beitrag  Harry1972 am Di 09 Nov 2010, 15:32

Ich bin Dir keineswegs böse, nichtmal wegen dem ollen Brecht, den Du bemühst.
Schön, dass Du dann auch Goethe zitierst, dessen Spruch zu einem Satz aus Deinem vorherigen Beitrag passt und Dich eines Irrtums überführt.
Dort schreibst Du in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit: "...ansonsten könnte man ja wenigestens danach streben, oder?" und zitierst dann Goethe: „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Wirklich schön.
Ich bin auch nicht böse, weil Du mir unterstellst, keine soziale Gerechtigkeit zu wollen. Ich bin da bloß realistisch, Helene.
Klar wäre es schön, gäbe es keine Unterschiede.
Aber, dass ich die Illusion erkenne, heisst ja nicht, dass ich sie schlecht finde. Sie ist bloß nicht in die Realität umsetzbar.

Der kommunistische Gedanke, der hinter der Idee der sozialen Gerechtigkeit (eigentlich ist da Gleichheit gemeint) steht, die Du so gerne hättest, ist tatsächlich eine Utopie.
Es klingt toll, ist aber unrealistisch, denn Menschen (auch im Kommunismus) wollen von irgendetwas mehr haben, als andere. Sei es Macht, Geld oder gutes Aussehen. Am liebsten alles gleichzeitig.

Wenn sich diejenigen, die mehr soziale Gerechtigkeit wünschen, für einen friedlichen Weg entscheiden könnten, gäbe es keine Gewalt.
Du hingegen deutest an, dass Gewalt als probates Mittel dienen soll, soziale Gerechtigkeit zu erlangen. Wie soll sowas gehen?
Die Revolution frisst ihre Kinder und immer, wenn ein Ziel mit unlauteren Mitteln durchgesetzt wird, kommt es zu neuen Ungerechtigkeiten.
Die zahlreichen Beispiele aus der Geschichte, die Du andeutest, und ich nehme mal an, Du meinst damit z.B. die französische Revolution ab 1789, haben durchaus nicht nur Gutes gebracht, sondern führten oft zu Chaos, Unrecht und vielen Toten.
Wer tatsächlich Humanität als Leitbild hat, handelt anders.
Der geht nicht über Leichen, um sich zu wehren, sondern unternimmt viele kleine Schritte, damit er seinem Ziel näher kommt.


Eigentlich ist es sowas wie Anstand und Würde, was den meisten Menschen abgeht, die andere übervorteilen, sich korrumpieren lassen und ihre Macht missbrauchen.



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harry

Beitrag  helene am Di 09 Nov 2010, 16:07

danke, dass du meine postings so aufmerksam gelesen hast. und die art deiner antwort gefällt mir sehr gut. so unfähr stelle ich mir kontoverse diskussion vor. und ich schmunzele über das wortspiel und denke:gut gemacht,harry! humor ist ja auch, wenn man mal über sich selbst lacht Very Happy sowas gefällt mir gut!!
(das blöde hier ist ja auch, dass man die mimik des anderen nicht sieht, evtl. ist das auch der grund für vieles gräußliche, was hier so abläuft...
oh, harry, wie kann ich da nun zu dieser spät-frühen stunde gut kontern? ich machs mal so: ich sag statt "streben" halt "sich sehnen nach", "sich wünschen", "daraufhinarbeiten".. und damit können wir dann evtl beide leben..?
das goethe-zitat wird auch manchmal umgewandelt in "..solang er lebt" wahrscheinlich ist auch da was dran, zumindest kann er irren. wichtig ist beim irren vor allem, dass man dabei stets im auge hat, andere nach möglichkeit nicht zu verletzen...


Zuletzt von helene am Di 09 Nov 2010, 16:12 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet (Grund : ..)

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Gabrielle Wolff

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 18:47

Gabrielle Wolff, 09.11.10, 20:22 Uhr: Zehn Minuten wären extrem kurz, wenn das Gericht zu diesem Zeitpunkt schon von dem abgeschlossenen Exklusiv-Vertrag der Zeugin gewußt hätte. Denn dann hätte diskutiert werden müssen, ob der Drang nach Öffentlichkeit dem Antrag nicht entgegensteht. Daß ein Ausschluß der Öffentlichkeit den Effekt hat, die Grundlage des Vertrags und damit die Einnahmen der Zeugin zu sichern; und ob nicht spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, die Vernehmung in einen öffentlichen und in einen nichtöffentlichen Teil zu zerlegen, damit das Gericht nicht seine Würde verliert – es darf doch nicht zum Steigbügelhalter des Boulevards werden!
Das stimmt natürlich. Falls das Gericht vor Antrag auf Ausschluss von dem Exklusiv-Vertrag wusste, wären 10 Minuten ein Klacks gewesen. Wobei man sich da in Mannheim nicht ganz sicher sein kann.

Da ich bei den Kommentaren von RA Birkenstock an die Presse bis Nachmittags dabei war und dieser nichts erwähnt hat?......... Stellt sich mir schon die Frage: wann hat das Gericht davon erfahren? Und wann hat RA Birkenstock dies erfahren?

Die Zeugin hatte einen Anwalt dabei und dieser sollte doch darüber informiert sein, dass solch relevante Fakten VOR der Vernehmung anzugeben sind, oder?

Gabrielle Wolff: In aller Nichtöffentlichkeit könnten dann die sporadischen Treffs der Zeugin mit dem Angeklagten ausgebreitet werden, an denen das Gericht offenbar interessiert ist (warum, erschließt sich mir nicht). Und in aller Öffentlichkeit dann die Fragen, die einer allenfalls indirekten Beweisführung dienen: in welcher Stimmung war der Angeklagte am Vormittag des 9.2.? Es ist bezeichnend, daß StA Oltrogge sich noch im August für 2 Tage nach Lüneburg begab, um mit dieser sehr unwesentlichen Zeugin zu reden. Wenn irgendetwas ein Strohhalm für eine wegknickende Anklage ist, dann eine Zeugin, die, höchst subjektiv gefärbt, sechs Monate später über die Stimmung eines Gesprächspartners im Rahmen eines einminütigen Telefonats Auskunft gibt, während sie zum Inhalt nichts mehr sagen kann...
Dieser „Besuch“ in Lüneburg von StA Oltrogge hat mich sehr irritiert. Sollte das vor dem Hintergrund geschehen sein, dass StA Oltrogge bewusst geworden ist, dass er selbst nichts getan hat zum angebrachten Zeitpunkt eventuelle Spuren einer Vergewaltigung AM Angeklagten zu sichern?

Nun müssen also auch in diesem, doch so wichtigen Punkt wieder Zeuginnen, Ex-Freundinnen herhalten. Dafür ist Herrn StA Oltrogge kein Weg zu weit!

Gabrielle Wolff: Aus all den Artikeln ergibt sich aber nicht hinreichend klar, ob das Gericht tatsächlich vor seiner Entscheidung den Exklusiv-Vertrag kannte oder ob dieser erst im Verlauf der Vernehmung überreicht wurde. Es kommt mir fast vor, als sei vorher nichts bekannt geworden. Der Anwalt von Katharina T. (wie auch Birkenstock) hat sich zu den Journalisten erst danach geäußert.
Wie ich bereits schrieb, WENN RA Birkenstock davon erfahren hätte VOR der Mittagspause, hätten die Journalisten und auch ich, das sicher mitbekommen. Darf man solche Angaben einbehalten?

Gabrielle Wolff: Falls auch Birkenstock erst nachträglich, während der Vernehmung, von diesem Vertrag erfahren hat, der die Zeugin sozusagen ›verbrennt‹, denn von ihr werden vertragsgemäß ja saftige und negative Aussagen erwartet (während sie zuvor, wie schon Helen Sch. und Viola/Senta, gegenüber Höcker bekundet hat, wie unglaublich der Vergewaltigungsvorwurf sei & es gebe keinen weniger gewalttätigen Menschen als JK), wird er zu Beginn der morgigen Verhandlung vielleicht die Frage des Ausschlusses der Öffentlichkeit thematisieren.
Mein Eindruck ist, dass das Gericht mit „verbrannten“ Zeuginnen kein allzu großes Problem hat. Eine Frau Viola S. hatte ihre „Exklusiv-Aussagen“ schließlich auch bereits getätigt und dem Ausschluss der Öffentlichkeit wurde uneingeschränkt zugestimmt.

Nun mag es für die Zeugin Frau K. von Interesse sein, wegen des Exklusiv-Vertrages nicht Öffentlich aussagen zu wollen. Verliert die Aussage dann schließlich an „Exklusivität“. Für das Gericht sollte das allerdings keine Rolle spielen, oder?

Ob eine Zeugin VOR ihrer Aussage kassiert HAT, oder nach ihrer Aussage kassieren WIRD, das Ergebnis ist das Gleiche! Wenn sich nun herausstellt, dass das Gericht VOR der Vernehmung von dem Exklusiv-Vertrag wusste, hat RA Birkenstock eventuell endlich einen handfesten Revisionsgrund?.…..

Gabrielle Wolff: Ich kann es nur hoffen, denn das Thema gehört auf die Tagesordnung!
Und ich wäre froh, wenn Du dabei wärst...
Ich hoffe auch sehr, dass dies heute thematisiert wird. Die kommenden Wochen ist ja erst mal Pause. Deshalb habe ich es so eingerichtet, dass ich heute auf jeden Fall dabei sein kann.


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Galubensbekenntnisse

Beitrag  patagon am Di 09 Nov 2010, 18:54

"Wer da Statusunterschiede deklariert, ist schlicht unmenschlich. Und wer Opfer lächerlich macht, wie es männlichen Opfern weiblicher Gewalt begegnet, fügt ihnen eine Stigmatisierung zu, die das Dunkelfeld tiefschwarz färbt.
Genug des Glaubensbekenntnisses?!"

Da mir langsam Themen wie Feminismus und ausgleichende "Gerechtigkeit" zu Halse heraushängen, möchte ich ich nur mal an die Opfer des WWII erinnern.

Man kann sich das Entsetzen der Alliierten Soldaten vorstellen als sie die Berge von Toten in den KZs fanden.
Viele waren Juden.

Und so denkt man noch heute sofort an Juden, wenn die Rede darauf kommt.
Inzwischen weiß jeder dass auch Zigeuner und Schwule unter den Opfern waren und ganz besonders auch ANDERSDENKE.

Waren diese zum großen Teil Vergessenen Opfer 2. Klasse, oder wie?

Natürlich konnten die Verbrechen in diesem Ausmaß wahrscheinlich nur deswegen geschehen, weil große Teile der Bevölkerung ihre Überzeugungen hatten.

Die christlichen Kinder erfuhren schon in der Schule, dass es die Juden gewesen sind, die das arme Jesuskind an Kreuz genagelt hatten.
Außerdem kannten damals viele Deutsche reiche Juden, deren Reichtum, ja wahrscheinlich auch nicht von ungefähr gekommen war.
Es gab genug Berichte von Zigeunern, die die Wäsche von den Leinen stahlen, Kinder entführten, rauften, sauften, stahlen u.v.m.

Was für Schweine die Schwulen sind, erfuhren sie meist erst in der Pubertät. Aber dann schüttelte man sich vor Abscheu und Entsetzen.

Dank unserer um Aufklärung bemühten Presse, wissen wir heute auch von Ehrenmorden und Zwangsehen bei den Muslimen, besonders, natürlich den Türken.
Für alle diese Taten gibt es auch Beweise.
Aber gibt es Beweise davon, dass die Schandtaten nur dort verübt worden sind.
Wer braucht Beweise? WIR würden so etwas natürlich niemals tun.

Anhand von Statistiken lässt sich außerdem eindeutig nachweisen, dass es die Männer sind, die Frauen vergewaltigen. Nicht umgekehrt. Männer sind es, die ihre Machtpositionen ausnutzen und fremdgehen.

Alleine die Vorstellung, dass CSD da gelogen haben könnte, beweist wie frauenfeindlich man sein muss, um einen solchen Gedanken überhaupt nur anzudenken.

Nahr, Alice, seid ihr noch ganz bei Trost?














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Helene

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 19:33

MAN KANN IM INTERNETZEITALTER DASSELBE GUTE-NACHT-MAILCHEN GLEICHZEITIG (selbzeitig?) an 7 (oder mehr!) LAUSEMÄDCHEN SCHICKEN !
z.b. "gehts dir gut, mein LAUSEMÄDCHEN? HAB DICH LIEB. schlaf gut UND TRÄUM VON..UNSERER HAUPTAUFGABE.. süße küsse von DEINEM bärchen"

Ich bin , bei dem, was Du schreibst, wirklich immer leicht irritiert. Wie kann man denn bei einer Mail, die gleichzeitig an alle Damen des Herzens geht, ein Monster ausmachen?Einen Vergewaltiger? Unterstell ihm doch mal, dass er es auch für jede einzelne Dame so gemeint hat. Und wenn die "Hauptaufgabe" Sex ist, sehe ich da keinen Schwur, "nur Du und ich allein, Glück zu Zweien, bis das der Tod uns scheide".

Es entsteht hier immer der Eindruck, wenn er schon kein Vergewaltiger ist, müssen wir eben die moralische Keule rausholen und ihn fertig machen....
Und dabei entpuppen diese "Moralapostel" sich oftmals schon in zwei , drei Sätzen als hasserfüllte, egoistische , rücksichtslose und emotionslose Personen ( Menschen mag man nicht sagen), die einen Menschen, der so menschlich voller Fehler ist, am liebsten teeren, federn und steinigen würden...
Und die sind nun besser?

Ich würd von Dir gerne mal was lesen, wo Du mal die "Lausemädchen" unter die Lupe nimmst. Sind das alles unschuldige Jungfrauen, naiv, bisher dem Leben ferngehalten worden, malträtiert vom bösen Kachelmann, oder sind sie vielleicht vorrangig doch Opfer ihrer selbst?
Waren sie nicht glücklich als er bei ihnen war? Und sind vielleicht nur böse, weil sie ihn als ihren persönlichen Besitz betrachteten, der ihnen nun vorenthalten wird, nicht ohne Hintergedanken?

Man kann eine Seele nur verletzen, wenn sie da ist - hier wurde sie schon mehrfach von den Damen verkauft ( einige Ausnahmen gibt es.)

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Irren ist menschlich

Beitrag  louise am Di 09 Nov 2010, 19:50

Steffi, ich kann mich irren, aber du auch.
Ich lese nicht im Geringsten aus Helnes Posting heraus, was du hineininterpretierst. Das machst du zu oft und hast oft auch meine Texte total umgekehrt.
Ich habe den Eindruck, sobald du ein Posting einer Person liest , die nicht der gleichen Meinung wie du bist, gehst du auf Suche und setzt deine "Falschinterpretationsbrille" auf , legst die Giftspritze zurecht und schreibst los, um eben der Helene oder wie sie allee heißen mögen, endlich mal zu zeigen, was sie zu tun und zu denken haben.
Es wäre sehr nett von dir, wenn du jetzt nicht auf mich eindreschen würdest,sondern es einfach mal stehenlasssen könntest.
Du musst mir übrigens nicht Recht geben. Ich fand es aber klasse, dass du gestern deinen Irrtum eingestanden hast und dich bei Viktor entschuldigt hast.
Helene denkt nicht so schlecht und bös, wie du vielleicht meinst. Ich lese jedenfalls aus ihren letzten Postings viel Menschliches heraus, mehr als bei dir, liebe Steffi.
Z.B. das Wort Monster hat Helene nirgends geschrieben. Sie sagt ganz deutlich, sie halte K. für kein Monster.

Hier nochmals das Posting von Helene
7 auf einen streich...

Beitrag helene Heute um 02:37
„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
Johann Wolfgang von Goethe
"Zwei Frauen können nicht zur selben Zeit dasselbe Kleid tragen, wohl aber das gleiche. Der-, die-, dasselbe besagt, dass etwas identisch ist. Der, die, das Gleiche besagt, dass sich zwei unterschiedliche Dinge aufs Haar gleichen. Dasselbe gibt's also immer nur einmal, während das Gleiche gewissermaßen ein Duplikat, ein Klon ist.
Das hätte wohl nicht mal ein Kachelmann geschafft, Sieben zur selben Zeit..(st. an vi.)

stimmt nicht!

MAN KANN IM INTERNETZEITALTER DASSELBE GUTE-NACHT-MAILCHEN GLEICHZEITIG (selbzeitig?) an 7 (oder mehr!) LAUSEMÄDCHEN SCHICKEN !


z.b. "gehts dir gut, mein LAUSEMÄDCHEN? HAB DICH LIEB. schlaf gut UND TRÄUM VON..UNSERER HAUPTAUFGABE.. süße küsse von DEINEM bärchen"


nur ein beispiel, wie gesagt..ähnlichkeiten sind rein zufällig..

wegen diese posting, wird man mich nun wieder am liebsten lynchen wollen. solltet ihr aber nicht tun denn ich hätte auch noch kachelmannfreundliches auf lager... und auch von harry hab ich noch ein ganz ganz gutes zitat, dessen verwendung ihm gut gefallen wird und ihn versöhnen wird, wenn er mir wegen meines obigen posting böse sein sollte. dauert aus zeitgründen evtl etwas, aber kommt noch.
pat, hab deine frage nicht übersehen. wäre das evtl. besser in pns zu diskutieren?

Es ging Helene hier um das menschliche Irren allgemein und um "dasselbe" und "das gleiche".
Dabei hat sie humor bewiesen und sich einen Text erdacht. Und sie ist schon so klug und kann vorausblicken, dass du, Steffi, natürlich darauf reinfällst.


Zuletzt von helene am Mi 10 Nov 2010, 02:40 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : ...)






Zuletzt von louise am Di 09 Nov 2010, 20:07 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet

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Helene,

Beitrag  patagon am Di 09 Nov 2010, 19:53

Ich mag keine PNs
Sorry

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Gabriele

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 19:55

Wir sind ja hier in Mannheim immer alle am staunen, wie man so einen Prozeß führen kann.

Wieso wurden eigentlich noch nicht die Ergebnisse der Forensiker, hier die angebliche Tatwaffe und andere Spuren, die auszuwerten waren und relevant für die Schuld bzw. Unschuld des Angeklagten sein können vor Gericht gewürdigt?

Wenn es keine Spuren gab, hätte man sich dann vielleicht die "Fregatten-Flotte" sparen können und somit auch eventuellen Schaden für die Lausemädchen abwenden können, denn es gibt ja nicht nur Emanzenfreunde, die das toll finden.

Und wenn es Spuren gab, die die Schuld des Angeklagten belegen können, hätte man sich diese Damen vielleicht auch sparen können?

P.S. Hast Du in Deiner Laufbahn schon mal erlebt, dass bei einem Angeklagten, derartig vorgegangen wurde? Gab es das schon, dass ein Vergewaltiger NICHT verurteilt wurde, weil die Zeugen ihn für einen ganz tollen Menschen hielten?
Oder wurde da eher die Tat als Tat verurteilt?

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Steffi

Beitrag  louise am Di 09 Nov 2010, 20:01

hier ein Zitat aus Helenes Beitrag der letzten Nacht:
das goethe-zitat wird auch manchmal umgewandelt in "..solang er lebt" wahrscheinlich ist auch da was dran, zumindest kann er irren. wichtig ist beim irren vor allem, dass man dabei stets im auge hat, andere nach möglichkeit nicht zu verletzen...

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Louise

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 20:02

Laß doch einfach mal Deine ganz persönlichen Unterstellungen !
Kannst Du nicht meinen Beitrag an Helene so nehmen, wie er ist, ohne immer sofort einen Angriff zu vermuten?
Denn genau das ist eine "Interpretation"!

Wenn Helen einen Satz nicht versteht, steht es ihr doch frei, mich zu fragen, oder?
Vielleicht ist hier das Wort "Monster" überspitzt formuliert und ich habe es nur benutzt, da ja das mm. Opfer diese Bezeichnung gewählt hat gegenüber der Gutachterin. Die Medien haben da gerne diese "Sammelmail" damit in Zusammenhang gebracht.

Nichts anderes steckt dahinter! Und wenn Helene genau so ist, wie sie sich selber beschrieben hat, wird sie diesen Beitrag von mir, richtig einordnen.

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Loiuse

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 20:11

....wichtig ist beim irren vor allem, dass man dabei stets im auge hat, andere nach möglichkeit nicht zu verletzen....
Sieh die "Sache" doch mal praktisch. Kennst Du einen Menschen persönlich, der immer erstmal überlegt, egal was er sagt oder tut, ob er sich irren könnte und damit / dabei einen anderen Menschen verletzt? Wenn er das beherrschen würde, gäbe es keine Irrtümer.

Wohl kaum, so einen Menschen gibt es nicht. Und je mehr Personen daran " beteiligt" sind umso unmöglicher wird diese "Aufgabe".

Louise, sieh Dir doch einfach mal die User in diesem Forum an.
Wo der eine sich verletzt fühlt, klatscht der andere Beifall.
Gut ist immer, wenn ein Mensch einen Irrtum erkennt und in der Lage ist, seine persönliche Eitelkeit zurückzustellen um sich dann gegebenenfalls bei Jemandem zu entschuldigen, den er mit diesem Irrtum verletzt hat. Und wenn er erkennt, dass er wieder was dazugelernt hat und zukünftig diesen Irrtum nicht noch mal begeht...Der Eine erkennt das früher, ein Anderer macht die gleichen Fehler öfter und die ganz hoffnunglosen Fälle, erkennen ihn nie.

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Wer recht haben will,

Beitrag  louise am Di 09 Nov 2010, 20:16

der schreibt und schreibt immer wieder Postings, nur um Recht zu haben.
Unglaublich, was du aus Helenes Posting und meinem kurzen Kommentar machst. Aus der Mücke einen Elefanten. Hauptsache Draufschlagen und Recht haben.
Steffi, bitte keine Entgegnung mehr. Du hast Recht.


Aus Helenes Posting letzte Nacht:

wegen diese posting, wird man mich nun wieder am liebsten lynchen wollen. solltet ihr aber nicht tun denn ich hätte auch noch kachelmannfreundliches auf lager.

Helene, du bist klug, einfühlend und vorausschauend.


Zuletzt von louise am Di 09 Nov 2010, 20:26 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Doch eine Entgegnung

Beitrag  Gast am Di 09 Nov 2010, 20:23

Louise, Du hast mir vorgeworfen, Helene angegriffen zu haben.
Nun habe ich diesen Beitrag relativiert und Dir versichert, dass es nicht um einen Angriff geht.

Wenn Du es nicht verstehst oder eher nicht verstehen willst, bist Du doch eine von denen, die einen Irrtum ihrerseits auf gar keinen Fall eingestehen will und die den Satz von Helen, den sie als "Zitat" gebracht hat, gar nicht verstanden hat.
Oder willst Du mir damit eher sagen, dass Du eine höherstehende Persönlichkeit bist, bei der die persönliche Eitelkeit an erster Stelle steht, nur damit sie eine , ihr unangenehme Person, diffamieren kann?

Danke, Louise, Du hast hier sehr schön gezeigt, dass DU nicht gewillt bist, überhaupt etwas zu verstehen und zu diskutieren.
Dir geht es eher darum, Macht auszuüben und wenn es nur eine eingebildete Macht ist. Du willst eigentlich nur austeilen....

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moin moin

Beitrag  uvondo am Di 09 Nov 2010, 20:25

Ja steffi, ich z.B. bin so ein Mensch...... mein Problem ist nur, das ich parallel denke und handele, soll heißen, in meinem Kopf geht irgendetwas vor und meine „Hände“ machen etwas anderes. Was ich damit sagen will,............ es gibt das Phänomen der „Mehrgleisigkeit.“ Das verstehen aber nur die wenigsten.

uvondo

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Steffi,

Beitrag  louise am Di 09 Nov 2010, 20:29

deine Postings sprechen für dich.

Steffi:Und dabei entpuppen diese "Moralapostel" sich oftmals schon in zwei , drei Sätzen als hasserfüllte, egoistische , rücksichtslose und emotionslose Personen ( Menschen mag man nicht sagen), die einen Menschen, der so menschlich voller Fehler ist, am liebsten teeren, federn und steinigen würden...
Und die sind nun besser?

Wen meinst du mit "Moralapostel"?

Steffi, wie war das ?
Wolltes du nicht auf Helenes und meine Postings nicht mehr reagieren? Hast du das vergessen?


Zuletzt von louise am Di 09 Nov 2010, 20:56 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet

louise

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Statusunterschiede von Opfern

Beitrag  karlsson am Di 09 Nov 2010, 20:39

Generell erscheint mir die Argumentationsweise von Alice problematisch, denn sie läuft letzten Endes darauf hinaus, daß Gewaltanwendung in bestimmten Fällen eher gerechtfertigt bzw. entschuldbar ist als in anderen. Ich kenne das Argument aus der Hausbesetzerszene, bzw., noch konsequenter, der RAF. In letzter Konsequenz wird der Tyrannenmord genannt, den selbst Gabriele als akzeptabel angeführt hat. Man kann schwer argumentieren, daß das Attentat auf Hitler nicht gerechtfertigt gewesen sei.

Wenn man aber zugesteht, daß wir in einem Staat leben, in dem es zwar immer noch absurde Ungerechtigkeiten gibt, aber doch nahezu alle Kennzeichen eines demokratischen Rechtsstaats (freie Meinungsäußerung, mit nur wenigen geschichtlich begründeten Ausnahmen, Gewaltentrennung, freie Wahlen der Regierung, Versammlungs (Demonstrations-) freiheit, etc.) vorhanden sind, gibt es meiner Ansicht nach kein Argument dafür, daß Gewaltanwendung zur Durchsetzung eigener Interessen in bestimmten Fällen irgendwie gerechtfertigter oder entschuldbarer sei als in anderen Fällen.

Allerdings ist bestimmt richtig, daß es nirgendwo völlige Chancengleichheit vor Gericht geben wird und daß man gesellschaftliche Gruppen ausmachen kann, die schlechtere Voraussetzungen mitbringen, um ihr Recht durchzusetzen. Jemand, der über Geld und Beziehungen verfügt, wird doch in jedem Staat der Welt leichter sein Recht durchsetzen.

Insofern ist doch völlig klar, daß es eine gute und unterstützenswerte Idee ist, wenn Menschen sich zusammentun, um den Schwächeren zu helfen - wie z.B. durch Gründung eines Vereins wie des "Weissen Rings".

Die unterstützen halt mit legalen Mitteln diejenigen, die sie als die Schwächeren ausgemacht haben. Und gerade im Fall Kachelmann kann man doch ein starkes finanzielles Gefälle zuungunsten des mutmaßlichen Opfers nicht leugnen, oder?

Also an der EXISTENZ des Weissen Rings kann ich nichts verwerfliches finden, die Frage ist bloß, ob sie ihren eigenen Maßstäben noch gerecht werden und inwieweit sie von Steuergeldern finanziert werden (und falls ja, ob man das gut finden soll).

patagon, Dein Posting ist mir etwas rätselhaft. Argumentierst Du, daß es im 3. Reich Opfer erster und zweiter Klasse gegeben hat, was schlecht war, und daher heute auch kein Unterschied gemacht werden sollte? Der Hauptteil erscheint mir ernst gemeint, die beiden (vor-)letzen Abschnitte ironisch. Oder ist es andersrum?

karlsson

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 10)

Beitrag  uvondo am Di 09 Nov 2010, 20:39

Ja steffi, ich z.B. bin so ein Mensch...... mein Problem ist nur, das ich parallel denke und handele, soll heißen, in meinem Kopf geht irgendetwas vor und meine „Hände“ machen etwas anderes. Was ich damit sagen will,............ es gibt das Phänomen der „Mehrgleisigkeit.“ Das verstehen aber nur die wenigsten.

uvondo

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 10)

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