Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 13)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 13)

Beitrag  Oldoldman am Di 21 Dez 2010, 01:52

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des zwölften Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t307p960-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-12

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:36 bearbeitet, insgesamt 6 mal bearbeitet

Oldoldman

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Frohe Weihnachten Demo,

Beitrag  Gast am Sa 25 Dez 2010, 01:22

Da schmilzt ja die Butter im Kühlschrank………….. Cool

(Ich schalte den mal schnell ein paar Kühlstufen höher......... Very Happy )

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Gefühle

Beitrag  Gast am Sa 25 Dez 2010, 03:01

Deine Gefühle,Bussi Maschera, die solltest du in den Griff kriegen Bussi

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t304p680-kachelmanns-fall#26178

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Hi Monete

Beitrag  Gast am Sa 25 Dez 2010, 03:09

Monete: Ik woon ook in de omgeving van de Rijn. In de zomer op de Rijn.
Maar dan op de grens bij de provincie Gelderland.
Begrijp ik het goed? Jij leefd zo te zeggen op de „duitse kant“?

Je hebt gelijk, nog twee woorden en dan verwissel ik naar de duitse taal, anders word het inderdaad „onbeleefd“.

Monete: Ich schreibe mal in Deutsch weiter, sonst ist es vielleicht unhöflich.
In Deiner Provinz war ich 2003.
Ich muss wohl ein fürchterliches Niederländisch sprechen. Ein älterer Mann fragte mich mal, ob ich denn aus (Fryslân) komme.
Nachdem ich diese Provinz selbst bereist habe, weiß ich warum er das fragte.
Obwohl der deutschen Sprache mächtig, verstehe ich hier auch so einiges nicht. Aber du hast natürlich Recht. Friesland ist eine sprachliche Herausforderung, für Deutsche und auch für die Niederländer…….. Very Happy

Twente, „meine Heimat“ ist aber auch nicht ohne. Ich habe mich mal in plattem „Twents“ mit einem ganz süßen alten Seemann unterhalten, in Hamburg. Wir haben uns verstanden und Tränen gelacht.

Von „Haus aus“ und durch Schule etc. spreche ich jedoch ABN. Genau wie ich den Mannheimer Dialekt, zwar beherrsche, aber nicht spreche. (Obwohl, beherrsche, ist vielleicht übertrieben, es regt auf jeden Fall die Lachmuskel außenstehender an).
Monete: Overijssel ist wirklich schön, habe sehr schöne Ecken gesehen. Im swarte Water habe ich mich beinahe mal verirrt.

Ja, ich liebe die malerische Natur, dort und übrigens in ganz NL und z.B. Norddeutschland. In Mitten von der wirklich schönen Pfalz und dem Odenwald, fühle ich mich nie so zuhause, wie dort.

Mannheim ist optisch, von der Infrastruktur wirklich kein „Highlight“. Sehr gewöhnungsbedürftig“. Auch die Menschen. Ich kenne nicht EINEN wirklich gebürtigen Mannheimer näher. Die meisten meiner Freunde, sind nach ihrem Studium, Ausbildung, beruflich, hier hängen geblieben.

Seltsamerweise sind fast alle engeren Freunde aus Nördlicheren „Sphären“ Nach den vielen Jahren in dieser Stadt hat sich mein Herz dem verborgenen Charme jedoch geöffnet. Wirklich sehen tut man mit dem Herzen Very Happy und somit habe ich diese Stadt inzwischen in mein Herz geschlossen. Mit dem Landgericht kann ich mich jedoch nicht so recht anfreunden….. Sad

Holländer, oder (auch ich) sind pragmatisch. Ich finde das keine schlechte Eigenschaft. Es gibt etwas zu tun? Tja: dann packen wir es an. Wie auch immer. Mit dieser Grundeinstellung fahre ich schon eine ganze Weile gut, kenne es eigentlich nicht anders.

Unnötig aufregen? Das passiert, sehr zu meiner Verwunderung, fast nur hier……….. Shocked

So jetzt habe ich „die Hosen“ weit genug runter gelassen. Mal sehen, wie viel von diesen paar persönlichen Worten „gegen“ mich verwendet werden?

Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit.

P.S. "zwarte water"? Verirrt?

Groetjes aus Monnem!


Mal ne Frage:
Maschera klingt für mich Italienisch.
Lei parla italiano?

Was ik bijna vergeten: Helaas niet. Maschera komt van de opera, Verdi: "Unballo in Maschera"....

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 13)

Beitrag  984 am Sa 25 Dez 2010, 06:26

Obwohl der deutschen Sprache mächtig, verstehe ich hier auch so einiges nicht.

Also ich halte das möglicherweise für die Ursache mancher Missverständnisse. Hinzu kommt noch, dass ich gewöhnt bin, Anspielungen zu machen, die im Rückschluss dann die Harmlosigkeit betonen. Umgekehrt habe ich aus einer besimmten Naivität bei Deinen Beschreibungen spontan Nachteile gesehen, und war sehr überrascht, dass Dich ganz viele dennoch bedankt haben. Ich sah das fast als Verarsche an. Auf diese Phase kamen dann meine "Verbesserungsvorschläge", die Du auf keinen Fall mal sacken lassen konntest, weil Dich doch alle schon so gelobt hatten. Die waren alle gutgemeint, aber Du konntest Sie gar nicht mehr verstehen.

Wenn dann die Krakeeler zuschlagen und mich mundtot machen wollen, weil man Dich anständigerweise eben nicht kritisiert, dann bist Du ja fein raus. Aber sind Deine Berichte deshalb besser?

Eigentlich ist es mir völlig egal, wie gut Deine Berichte aus dem LG sind.

984

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Zweifel am sexuellen Anstand eines Mannes sind ein politischer Akt, der Vorwurf sexueller Übergriffe neigt zur Verlogenheit

Beitrag  Nahr am Sa 25 Dez 2010, 09:38



Wikileaks-Chef Julian Assange „Ich bin kein Sex-Monster, ich mag einfach Frauen“
…aber eine Journalistin nannte er eine „erbärmliche Feministin“


http://www.bild.de/BILD/politik/2010/12/22/wikileaks-chef-julian-assange/ich-bin-kein-sex-monster-ich-mag-einfach-frauen.html


freitag.de/politik
Akte Assange | 10.12.2010 17:00 | Libby Brooks
Frauenhass schadet Wikileaks
Waren es "echte Vergewaltigungen"? Seit Julian Assanges Festnahme hat sich eine seltsame Koalition gegen die Klägerinnen verschworen. Der Causa Wikileaks hilft das nicht

Julian Assanges Festnahme aufgrund von Sexualdelikten, die er mutmaßlich in diesem Sommer in Schweden begangen haben soll, war von Anfang an heftig umstritten gewesen. Doch seit der Chef von Wikileaks in London in Untersuchungshaft sitzt, werden die Argumente derer, die seine strafrechtliche Verfolgung für niederträchtig oder politisch motiviert halten, immer wütender und maßloser. Rund um Assange hat sich eine seltsame Koalition gebildet, und somit – sei es nun explizit oder implizit – gegen seine beiden Anklägerinnen.

Der renommierte Journalist John Pilger, Regisseur Ken Loach und Charity-Lady Jemima Khan haben dem Gericht Kautionen angeboten und die Vorwürfe als „politischen Trick“ abgetan. Die Autorin und Aktivistin Naomi Wolf verurteilte die Frauen dafür, dass sie „feministisch inspirierte Rhetorik und das Gesetz benutzen, um anscheinend persönliche Verletzungen zu lindern“. Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger twitterte über die mutmaßlichen Verbindungen einer der Klägerinnen zur CIA. In einem Brief an den Guardian stellte die britische Organisation Women Against Rape „den ungewöhlichen Eifer“ in Frage, „mit dem Julian Assange verfolgt wird“.

Will man Online so mit Opfern sexueller Übergriffe umgehen?

Diese linken oder liberalen Gedankenmodelle stehen, ob sie nun wollen oder nicht, Seite an Seite mit einer bunt gemischten Ansammlung von Verschwörungstheoretikern und Internet-Kampfhunden, von denen die Frauen traktiert werden, seit sie im August Anklage erhoben haben. Gerade erst etablierte Regeln, wie mit Fällen von sexuellen Übergriffen online umzugehen ist, wurden gekippt: Persönliche Fotos der Frauen, ihre Lebensläufe und Blogeinträge wurden als Beweis für sexuelle Abweichungen, mentale Labilität und Racheabsichten ans Licht gezerrt. Claes Borgström, der Anwalt der Frauen, erklärte am Mittwoch gegenüber dem Guardian, seine Klientinnen seien „die Opfer einer Straftat, man würde sie jedoch als die Täterinnen ansehen.“

Unter so explosiven und global bedeutenden Umständen wie in diesem Fall, ist es praktisch unmöglich, die Anklage nicht in Verbindung mit den weitreichenderen politischen Vorwürfen gegen Assange und seine Webseite zu betrachten. Die Geschwindigkeit, mit der die britische Justiz, die sonst für ihre Langsamkeit bekannt ist, wenn ihre eigenen Staatsbürger ähnliche Vorwürfe erheben, diesem Haftbefehl nachgekommen ist, darf man nicht außer Acht lassen. Dasselbe gilt für die schändliche Tradition – darauf weisen auch Women Against Rape in ihrem Brief hin –, die bis zu den Lynch-Mobs im tiefen Süden Amerikas zurückreicht, dass der Vorwurf einer Sexualstraftat benutzt wird, um politische Agenden zu füttern, bei denen es um alles andere als die Sicherheit von Frauen geht.

Whoopi Goldberg prägte den Begriff "rape-rape"

Doch Assanges Status als angegriffener Kämpfer für die freie Rede wird als Berechtigung aufgefasst – von Rechten wie von Linken –, sich in den niedrigsten Schlampen-Vorwürfen und Frauenfeindlichkeiten zu ergehen. Es ist erschreckend zu beobachten, wie schnell überkommene Denkweisen wieder aufkommen, wenn es um Vergewaltigung geht: Zweifel am sexuellen Anstand eines Mannes sind ein politischer Akt, der Vorwurf sexueller Übergriffe neigt zur Verlogenheit (und bedarf in diesen Fällen derselben gründlichen Überprüfung durch die Massen wie die geleakten Depeschen) und nicht alle Formen des nichteinvernehmlichen Geschlechtsverkehrs gelten als „Vergewaltigung-Vergewaltigung“.

Die merkwürdige Wortschöpfung „rape-rape“ stammt von Whoopi Goldberg, die sie im vergangenen Herbst zur Verteidigung des Filmregisseurs Roman Polanski erfand, dem damals die Auslieferung an die USA drohte, nachdem er wegen einer 32 Jahre alten Vergewaltigungsanklage in der Schweiz festgenommen worden war. Sie nährt den Konsens, dass Fälle so schwer zu beweisen sind, in denen das Opfer den Täter kannte, unter Drogen oder Alkoholeinfluss stand, und, dass der Missbrauch in diesen Fällen so viel geringfügiger ist, dass es sich nur lohnt, Fälle zu verfolgen, die mit gewaltätigen Fremden in dunklen Gassen zu tun haben. Sie nährt auch die Annahme, dass das gute Verhalten eines Mannes in der Öffentlichkeit sein schlechtes Verhalten im Privaten ausgleicht, was die häuslichen Übergriffe von Fußballern wie George Best und Paul Gascoigne wieder als unschicklich einstufen würde – anstatt als gewalttätige Straftaten.


Wikileaks verteidigen, heißt nicht Vergewaltigungen verteidigen

Wenn man diese Maßstäbe anlegt, dann schmälern sie die Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen freigeistigen Internet-Provokateur im Kontext seines Kreuzzuges für die Wahrheit, obgleich beides – so unangenehm das ist – parallel existieren kann.

Zur Verteidigung Assanges hat die Wikijungssphäre sich auf die Details der Fälle konzentriert, die in der öffentlichen Domäne sichtbar sind, insbesondere auf die Einwilligung zum Sex unter der Bedingung, dass ein Kondom verwendet wird, was eine falsche „Nicht-Vergewaltigung-Vergewaltigung“ beweisen soll. Das Entscheidende am schwedischen System ist in der Tat nicht, dass dort die Definition einer Vergewaltigung mehr umfasst als in anderen Ländern – dem ist nicht so – sondern, dass es bei einer Anklage nicht darum geht, ob Einvernehmen bestand, sondern ob die „sexuelle Integrität“ des Ankägers oder der Anklägerin verletzt wurde. Dazu kommt, dass mutmaßliche Opfer einen eigenen Anwalt beauftragen können, der nach einer ersten Ablehnung der Klage oft ein Zweitgutachten einholt, was eine nüchternere Erklärung dafür liefern könnte, weshalb die Fälle jetzt wieder eröffnet wurden.

Es ist deprimierend, mit welcher Geschwindigkeit diese jüngste Episode der Wikileaks-Saga auf die leidigen Klischees von der Sexfalle, den kastrierenden Feministinnen und den Opfern, die kein Mitleid verdienen, reduziert worden ist. In einem offensichtlichen Versuch, die Debatte aus der Suppe der Verunglimpfung und Gegen-Verunglimpfung zu ziehen, erklärte Naomi Klein „die Verteidigung von Wikileaks bedeute nicht, dass man Vergewaltigung verteidige“. Doch die Tatsache, dass Assanges Verteidigung diese unverhüllte, beißende Frauenfeindlichkeit hervorgebracht hat, sollte allen Frauen und Männern Anlass zur Sorge geben, die das ebenso geschmacklos und wahrheitsbehindernd finden wie die Angriffe auf Wikileaks selbst.
Übersetzung: Christine Käppeler

hervorhebungen: Nahr

http://www.freitag.de/politik/1049-frauenhass-schadet-wikileaks

Nahr

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Beitrag  Demokritxyz am Sa 25 Dez 2010, 14:23

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Zuletzt von Demokritxyz am Sa 25 Dez 2010, 14:27 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Vorankündigung)

Demokritxyz

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Willkommen!

Beitrag  louise am Sa 25 Dez 2010, 16:12



auch ein Gast aus Kanada liest hier mit.

Sind Sie es, Herr Kachelmann?

louise

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@louise: Märchenprinz hat gepflegte Umgangsformen ...

Beitrag  Demokritxyz am So 26 Dez 2010, 00:31

louise:

Willkommen!

auch ein Gast aus Kanada liest hier mit.

Sind Sie es, Herr Kachelmann?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t321p100-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-13#26211
Wenn ja, schreibt er bestimmt bald 'ne zweite Danksagung ...


Vgl. Demokritxyz Posting, 25.12.2010, S. 5/XIII, 13:16 h 'Geklaut' bei: „Jörg Kachelmann - Unrecht im Namen des Gesetzes“

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t321p80-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-13#26172

Demokritxyz

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demo,

Beitrag  louise am So 26 Dez 2010, 00:39

bestimmt wird er sich an vertrauensvolle damen wie steffi, maschera und andere wenden, denn hier weht ihm ein anderer wind als im ren-blog entgegen, deswegen er nur als gast anonym mitliest.
es ist anzunehmen, dass kachelmnn auch live von lieben damen getröstet wird und bestätigung erhält. das braucht er einfach und es ist ihm zu gönnen.

louise

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Goede dag Maschera

Beitrag  Gast_0011 am So 26 Dez 2010, 03:49

Hi Monete
Neuer Beitrag Maschera Gestern um 15:09
Begrijp ik het goed? Jij leefd zo te zeggen op de „duitse kant“?
Ja, in de zomer dichtbij Emmerich op de Rijn. (Niet in het huis!)

P.S. "zwarte water"? Verirrt?

Du hast Recht, ich hätte sagen sollen „Zwarte Meer“ aber das Flüsschen "zwarte water" fließt durch den See. Wenn das Schilf hoch ist, sieht man schon „soms“ nicht wo man hin muss.

Das steht im Netz:
Der Fluss Zwarte Water
kommt aus dem Südosten von Zwolle und umrundet die Stadtmauer auf beiden Seiten. Gleich westlich der Stadt wird er schiffbar. Von dieser Stelle bei Franhuis führt ein kurzer Kanal gegen Süden und verbindet den Fluss mit der Ijssel. Der Zwarte Water fliesst Richtung Norden bis Zwartslius, wo er Anschluss an das Meppler Diep und die Drentse Hoofdvaart hat.

In Zwartsluis wendet sich der Fluss gegen Westen, vorbei an der Stadt Genemuiden und mündet in das Zwarte Meer, welches dann ins Ketelmeer übergeht.
Diese Wasserstrasse ist sehr wichtig, verbindet sie doch Friesland und Groningen mit dem niederländischen Süden.
Der starke Berufsverkehr stört nicht groß, bleibt doch dem Freizeitskipper jede Menge Platz.

In Deiner alten Heimat bin ich noch nicht gewesen, höchstens an Deventer vorbei, bzw. Zutphen der Twentekanaal.

Was ik bijna vergeten: Helaas niet. Maschera komt van de opera, Verdi: "Unballo in Maschera"....
Also Maskenball. Ok
Dachte jemand hätte mir eine Passage (schwer) Italienisch/Deutsch übersetzen können.

Ein kleines Weihnachtspräsent:
Auf Jan Smit bin ich in Geertruidenberg gestoßen, wurde ein langer Abend!

Damit wir alle mitsingen können, die erste Strophe.
http://www.youtube.com/watch?v=IMakPL986UM

Je komt erachter, vroeg of laat
Een goede vriend, een beste maat
Je hebt ze nodig
In het goede en in ’t kwaad

Want de weg van ’t bestaan
Is soms heel onaangenaam
Er wordt gevallen
En meteen weer opgestaan

Ik heb vrienden voor het leven
Gesteund door lief en leed
Wat een vriend aan mij kan geven
Is geld niet aan besteed

Je hebt vrienden waarmee je kan lachen
Oooooooh
En waardoor je de tijd snel vergeet
Oooooooh
Of een vriend die de pijn kan verzachten
Oooooooh
Als je ’t even niet meer weet

Das Lied von ihm höre ich manchmal lieber.
Es war das Erste, was ich zwecks „Taalcursus“ übersetzt habe.
http://www.youtube.com/watch?v=ZGWEi65wZz4

Jetzt versuche ich Texte meiner Lieblingssängerin zu übersetzen.

Holländer, oder (auch ich) sind pragmatisch. Ich finde das keine schlechte Eigenschaft. Es gibt etwas zu tun? Tja: dann packen wir es an. Wie auch immer. Mit dieser Grundeinstellung fahre ich schon eine ganze Weile gut, kenne es eigentlich nicht anders.
Damit meine ich ohne das besonders auszuführen:
In Deutschland geht immer irgendwas ganz oder gar nicht.
Z.B. Tourismus und Naturschutz. Während sich in Deutschland das beinahe gänzlich ausschließt, bringt man das in Holland durchaus in Einklang und verdient gutes Geld damit.
Und ich habe in Waalwijk Leute getroffen, die haben für mich ihr komplettes Ersatzteillager auf den Kopf gestellt. In Deutschland hätte man gesagt: „Tut mir Leid, das haben wir nicht.“
Es ist eben der kleine Unterschied, der die Summe ausmacht.

Übrigens: zeer mooi, het beeldje Very Happy

Gast_0011

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Von Émile Zola zu Jörg Kachelmann: J'accuse ...! (Ich klage an ...!)

Beitrag  Demokritxyz am So 26 Dez 2010, 05:41



Foto. Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/J%27accuse

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89mile_Zola

http://de.wikipedia.org/wiki/Dreyfus-Aff%C3%A4re
Welt am Sonntag, Henryk M. Broder, 26.12.2010:

Welt am Sonntag
Guttenbergs Tafelrunde
Henryk M. Broder hat sich ausgemalt, dass sich der beliebteste Politiker Deutschlands zum Jahresende die auffälligsten Menschen 2010 eingeladen hat. Wer da wohl am Tisch sitzt?

Jede Gesellschaft braucht ihre Rituale. In Frankreich ist es die Erinnerung an die Revolution von 1789, in Holland der Geburtstag der Königin, in Polen der 11. November, weil das Land am 11. November 1918 nach 123 Jahren nationaler Nichtexistenz wieder ein souveräner Staat wurde. Deutschland hat nichts Vergleichbares anzubieten. Der 8. Mai ist für die einen der Tag der Niederlage, für die anderen der Tag der Befreiung; der 9. November ist historisch überbelegt; man kann schlecht an die "Reichspogromnacht" erinnern und zugleich den Fall der Mauer feiern.

Also hat man den Tag, an dem die DDR der BRD "beigetreten" ist, zum nationalen Feiertag ernannt und dafür den 17. Juni gestrichen. Eine rationale Entscheidung, der so viel Glanz innewohnt wie einem "Tag der offenen Tür" beim Einwohnermeldeamt. Um dieses Defizit auszugleichen, hat sich 15 Jahre nach dem Fall der Mauer eine "überparteiliche Bürgerinitiative" gebildet, die "von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft getragen" wird: Diese "Gemeinschaft freier und gleicher Bürger" organisiert die "Tafel der Demokratie", um den neu gewählten Bundespräsidenten in seinem Amt zu begrüßen. An der "Inaugurationstafel" nehmen "die Spitzen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur" teil, dazu 1000 Bürgerinnen und Bürger, die durch Losentscheid ermittelt werden. Auch in einer Gemeinschaft freier und gleicher Bürger sind einige freier und gleicher als die anderen.

Es liegt auf der Hand, dass so ein Fest, das alle paar Jahre stattfindet, die sinnlichen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger nicht befriedigen kann. Es ist ganz nett, an langen weiß gedeckten Tischen vor dem Brandenburger Tor zu sitzen und in Anwesenheit des Bundespräsidenten bei Berliner Sülze und niedersächsischem Kartoffeleintopf so zu tun, als wäre man bei Hofe, aber wirklich erhaben ist das nicht. Jede Wahl zur Weinkönigin von Rheinhessen ist feierlicher und bietet mehr sinnliche Sensationen. Denn die Deutschen sind zwar Demokraten, aber nicht unbedingt lupenreine Republikaner. Neidisch blicken sie nach Holland, Dänemark und Schweden, wo Monarchen an der Spitze des Staates stehen, sogar das desolate England mit seinen zur spätrömischen Dekadenz neigenden Royals erscheint ihnen attraktiver als eine "res publica", deren oberster Repräsentant nach seiner Wahl ankündigt, er werde in seinem Arbeitszimmer eine Spielecke einrichten.

Die Deutschen gelten als brav und bieder, sind aber eine wilde Mischung: Monarchisten mit einem Hang zur räterepublikanischen Basisdemokratie. Mit diesem Mix kann man sowohl den Aufstand der "Wutbürger" gegen Stuttgart 21 erklären wie auch die Begeisterung, die den Guttenbergs entgegenschlägt. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, Sohn von Georg Enoch Robert Prosper Philipp Franz Karl Theodor Maria Heinrich Johannes Luitpold Hartmann Gundeloh Freiherr von und zu Guttenberg, ist jetzt schon das heimliche Oberhaupt der Deutschen.

Und das hat - natürlich! - mit seiner Herkunft und Erziehung zu tun. Er strahlt eine entspannte Disziplin aus, die ihn jede Situation meistern lässt. Ob er sich nun in einer Disco ein AC/DC-Shirt anzieht oder im Rollkragen Soldaten in Afghanistan besucht, man muss sich nie fragen, wie er es meint. Und er macht im Smoking eine ebenso gute Figur wie im Kampfanzug, während ein Mann wie Horst Seehofer sowohl in dem einen wie dem anderen Outfit nur verkleidet erscheint. Und während in jedem Artikel über Kai Diekmann und Michel Friedman das Haargel eine Rolle spielt, wird dieses Detail bei Guttenberg einfach übersehen. Er könnte sich morgen eine Punk-Frisur zulegen, niemand würde es bemerken.

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich die Guttenbergs als Monarchenpaar in der Mitte einer Tafel vorzustellen, zu der sie am Ende des Jahres Persönlichkeiten einladen, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben. Auch Fehlleistungen werden anerkannt, sie müssen nur ein Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung gewesen sein, etwas, das eine Diskussion entfacht oder vorangetrieben hat.

Da wäre, in der Rolle der beschwipsten Hofdame, die ehemalige Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Nein, nicht weil sie mit 1,54 Promille im Blut nachts eine rote Ampel übersehen hat, so was kann einem in Hannover auch vollnüchtern und am Tag passieren; sondern weil sie die Situation so grandios meisterte, dass sie nach dem Vorfall beliebter war als je zuvor. Journalisten, die sonst jedem Ladendieb eine elektronische Fußfessel verpassen möchten, sinnierten darüber, ob sie eine "Schwäche" an den Tag gelegt habe, "die auch eine Bischöfin möglicherweise menschlich macht". Frau Käßmann, die "telegene und eloquente protestantische Frontfrau", trat als EKD-Ratsvorsitzende zurück. "Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand", sagte sie und übersah dabei, dass sie nicht in Gottes Hand, sondern auf den harten Boden der Tatsachen gefallen war, weil sie das 11. Gebot vergessen hatte: Du sollst nicht beschickert Auto fahren!

Neben Margot Käßmann ist auch eine Prinzessin zu Gast: Lena Meyer-Landrut, jung, schön und begabt. Sie hatte Glück, sie ist nicht in Gottes Hand gefallen, sondern in die festen Pranken von Stefan Raab. Ihm hat sie es zu verdanken, dass sie nicht durch das Fegefeuer der Casting-Shows gehen musste. Und nebenbei hat sie mehr für das Ansehen Deutschlands geleistet als alle Bundesbanker zusammen. Ohne jede professionelle Erfahrung und obwohl in Hannover geboren, gewann sie den Eurovision Song Contest 2010. Danach schaffte sie auch das Abitur mit links.

Natürlich ist immer auch ein böser Onkel geladen: Thilo Sarrazin. Er versucht, sie zu einem Beitritt in die SPD zu überreden, sie meint aber, sie würde eher eine Show auf "9 Live" moderieren als Sigmar Gabriel zuarbeiten. Es sei auch nicht ihre Aufgabe, das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder von 66 auf 65,9 Jahre zu senken. Sarrazin lässt nicht locker. Die SPD sei doch viel besser als ihr Ruf, sie habe Rudolf Scharping, Oskar Lafontaine und Kurt Beck überstanden, da werde sie auch mit Sigmar Gabriel fertig. Sarrazin merkt, dass er bei Lena mit seiner Anmache nicht ankommt. Er macht eine kurze Pause und sagt: "Und nun zu Ihnen, haben Sie eigentlich mein Buch gelesen?"

Lena schweigt. Sarrazin sucht sich einen anderen Gesprächspartner. Joachim Gauck, Präsident ohne Amt. Er hat die Unterhaltung zwischen Sarrazin und Lena mitbekommen. "In meinem Herzen war ich immer ein Sozialdemokrat", sagt er in einem Tonfall, als wolle er eine Sünde beichten. Sarrazin überlegt einen Moment, ob er Gauck die Absolution erteilen soll. Dann setzt er zu einem Exkurs an, wie Intelligenz vererbt wird. Gauck tut so, als ob er zuhören würde, er blinzelt aber immer wieder zu Lena.

Inzwischen ist endlich Jörg Kachelmann eingetroffen, verspätet, weil er aus Mannheim mit der Bahn anreisen musste. Der Wettermann ist gut gelaunt, er rechnet, sagt er zu Käßmann, fest mit einem Freispruch, danach will er ein Buch über das ganze Verfahren schreiben, den Titel hat er schon: "Ich klage an!"

Lena schaut derweil abwechselnd zu Gauck und Kachelmann; sie ist froh, dass Letzter weit weg sitzt. Nicht, dass ihr Kachelmann unsympathisch wäre, nur ein wenig unheimlich, weil er offenbar in der Eile vergessen hat, den Reißverschluss seiner Hose zu schließen.

Da kommt, wie gerufen, Mesut Özil und steht erst einmal etwas verloren herum. Er hat den Bambi mitgebracht, der ihm für seine geglückte Integration in die Gesellschaft verliehen wurde, mag ihn aber nicht so recht herzeigen. Auch Bambi hat, wie Özil, einen Migrationshintergrund, es stammt aus Österreich und ist ein Kind des Wiener Schriftstellers Felix Salten, der auch den Porno-Klasssiker "Mutzenbacher" geschrieben hat. Sarrazin, der vor Kurzem bei Plasberg als Einziger "Wandrers Nachtlied" von Goethe aus dem Gedächtnis aufsagen konnte, weiß um die verwandtschaftlichen Bande zwischen Bambi und Mutzenbacher, sagt aber nichts. Özil kann nicht lange bleiben, er muss noch zur Weihnachtsfeier von Real Madrid.

Er versucht, Sarrazin zu ignorieren, der mit einem Auge noch immer Lena fixiert, während er gleichzeitig Renate Künast begrüßt, die erste Vorsitzende des eben gegründeten Deutschen Klimarates. Künast sieht etwas verfroren aus. "Ich weiß auch nicht, warum es so kalt ist, während die globale Erwärmung voranschreitet, aber irgendeine wissenschaftliche Erklärung wird es dafür schon geben", sagt sie und legt alsbald den in einem Dritte-Welt-Laden gekauften Hermès-Schal um ihre Schultern.

Der Hausherr, Karl-Theodor zu Guttenberg, gibt ein Zeichen, statt "Rudolf, the red-nosed Reindeer" spielt die Musikanlage jetzt "Over the Rainbow" in der Fassung des Hawaiianers Israel Kamakawiwo'ole. Renate Künast ist den Tränen nahe - Kamakawiwo'ole ist jetzt allen sehr präsent - Gauck muss an seine Kindheit an der Ostsee denken, und Sarrazin fragt sich, wann sein Buch auf Hawaiisch erscheinen wird.

Jetzt ist die Runde beinah komplett. Als Letzter kommt Heiner Geißler, der nur noch "der Pate" genannt wird. Er ist jetzt viel unterwegs, demnächst bekommt er eine eigene Show auf RTL, sie soll "Der Schlichter" heißen und Peter Zwegat als Schuldenberater ablösen. Vorher aber muss Geißler noch schnell zwischen den Anhängern der neuen Energiesparlampe und den Freunden der alten Glühbirne vermitteln. In Brüssel, im Haus der EU-Kommission.

Zwei Stühle wären beinahe frei geblieben, die Gäste haben Stress. Der Euro, das Problemkind, schwächelt und musste erst gepäppelt werden, bevor es auf Reisen gehen durfte. Der Osmoderma eremita, auch Juchtenkäfer genannt, weil die Männchen wie Leder riechen, das mit Birkenteeröl behandelt wurde, traut sich auch kaum noch aus seiner Baumhöhle. Zwar hat das Eisenbahnbundesamt das Abholzen von Bäumen im Stuttgarter Schlossgarten untersagt, bis die Deutsche Bahn einen Plan zum Schutz von Juchtenkäfern und Fledermäusen ausgearbeitet hat, aber auch der gemeine Juchtenkäfer weiß inzwischen, was das Wort der Bahn wert ist. Da bleibt er meist lieber daheim in seinem Baum und freut sich auf die nächste Demo der Naturschützer.

Der Hausherr, Karl-Theodor zu Guttenberg, erhebt sich. Die Gespräche verstummen. Die Tafelrunde beginnt.

Anm.: Hervorhebung: Demokritxyz

http://www.welt.de/print/wams/politik/article11828123/Guttenbergs-Tafelrunde.html
http://www.welt.de/print/wams/politik/article11828120/Liebe-Leserinnen-liebe-Leser.html
Vgl. Demokritxyz Posting, 04.04.2010, S. 15/I, 13:56 h Émile Zola: J'accuse …! (Ich klage an ...!)
Anm.: FOCUS 13/10 vom 29.03.2010, Deutschland – Eine verhängsnisvolle Affäre, nicht online: http://www.focus.de/magazin/archiv/jahrgang_2010/ausgabe_13/

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-t90-280.htm#5262

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Jörg Kachelmann Luuismaitlis ...

Beitrag  Demokritxyz am So 26 Dez 2010, 06:16

The Beatles- She Loves You (1963 Live)

http://www.youtube.com/watch?v=QoF-7VMMihA

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Im Januar 2011 am Kiosk: Wenn Frauen sich vernarren ...!

Beitrag  Demokritxyz am So 26 Dez 2010, 08:03


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Tagebuch entschlüsselt: keine Iso-Chore gefunden ...

Beitrag  Demokritxyz am So 26 Dez 2010, 23:06

"Vorauseilender Priapismus" mit anschließender Beglückung von "Lausemädchen" scheidet eindeutig aus ...!

http://de.wikipedia.org/wiki/Isochore_Zustands%C3%A4nderung

http://de.wikipedia.org/wiki/Priapismus
Vgl. Demokritxyz Posting, 30.05.2010, S. 23/II, 09:48 h Schon seit 2008: wenn "Luusmaidlis" auspacken - ... „von vorauseilendem Priapismus gebeutelt“ ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-440.htm#8737
neu-news, Gabriele, 27.12.2010 (Satire):

Jörg Kachelmann: Geheimes Tagebuch entschlüsselt

27. Dezember 2010 - 8:13 – gabriela


(neu-news Mannheim) Jörg Kachelmanns USB-Stick, der bei einer Hausdurchsuchung gefunden worden sein soll, wir berichteten, scheint entschlüsselt worden zu sein.

Wie wir aus Ermittler-Kreisen erfuhren, war die Verschlüsselung des USB-Speichers relativ leicht zu knacken, da das Paßwort "Läusemädchen" lautete.

Der aufgefundene Inhalt stellt die Ermittler vor schwierigere Aufgaben: "Wir haben eine Unzahl von Frauen- und Männernamen mit dem jeweiligen Vermerk "Hoch" bzw. "Tief" gefunden, konnten aber die Zusammenhänge noch nicht aufklären.

Bars und Thermen, wo er mutmaßliche Opfer gefunden haben könnte, sind zahlreich aufgelistet, wobei eine gewisse "Iso-Bar" und "Iso-Therme" sehr oft auftaucht. Leider waren wir noch nicht in der Lage, diese Lokalitäten zu finden. In Deutschland scheinen sie jedenfalls nicht zu sein."

Aber auch dieses Geheimnis werden die rast- und ruhelosen Mannheimer Ermittler wohl lüften.

Kachelmann: Sein geheimes Tagebuch entdeckt

http://www.neu-news.de/content/j%C3%B6rg-kachelmann-geheimes-tagebuch-entschl%C3%BCsselt


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zu Mattern

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 01:33

Giesela Friedrichsen im neuen SPIEGEL wartet mit einer mir unbekannten Information über den Sachverständigen Mattern auf – ich habe ihren alten Bericht über einen Fall aus dem Jahr 1990 gefunden [Hervorhebungen von mir]:

Mattern spricht von "diesen" Notärzten, zweifelt an deren Beobachtungen und "fragwürdigen" Befunden. "Ich habe Zweifel, ob Welling überhaupt Totenflecken gesehen hat", sagt er, denn andernfalls würde es "problematisch". Die Unsicherheit der Befunde stört Mattern, er möchte überzeugen wie weiland Professor Ponsold.

Er gibt zu, daß nach den Beobachtungen der Ärzte der Tod wohl vor 12 Uhr eingetreten sein müßte, um schließlich zu der Überzeugung zu gelangen: "Die Befunde insgesamt sprechen dafür, daß der Tod nach 12 Uhr eingetreten ist."

Gericht und Verteidigung fragen fast unisono. In der rechtsmedizinischen Literatur, hält der Frankfurter Anwalt Jürgen Fischer, 40, dem Sachverständigen Mattern vor, sei immer die Rede vom Beginn der Totenstarre frühestens zwei Stunden nach Todeseintritt. Erst nach sechs bis neun Stunden erscheine sie voll ausgeprägt. Privatdozent Lins habe dies kurz nach 16 Uhr festgestellt - wobei nicht sicher sei, wie lange sie schon voll ausgeprägt gewesen sein mochte. Wie paßt das zu 12.30 bis 12.45 Uhr?

Mattern, der Zweitobduzent ("ich sage es anders"), beruft sich auf Fundstellen in der Literatur, auf Extremwerte, die in Tabellen auftauchen, kann aber nicht sagen, unter welchen Bedingungen diese Extremwerte zustande kamen. Anzeichen von Totenstarre auch nach einer Stunde schon? Ja, das gebe es, das habe er in der Literatur entdeckt. Was einst der Kälberstrick war, ist hier die Fundstelle.

Der Vorsitzende Richter Ludwig Reubold, 48, irritiert von der kläglichen Vorstellung, doch gleichwohl auch nicht unbeeindruckt von der Selbstgewißheit des Gutachters, fragt schließlich: "Waren Sie bei der Haftprüfung darauf fixiert, eine Todeszeit zwischen 12.30 Uhr und 12.45 Uhr nicht auszuschließen?" "Ich habe mich natürlich gefragt", antwortet Mattern, "was will der Richter von mir hören . . ."

Es herrschte offenbar allgemeiner Konsens darüber, daß Watt zu überführen sei. Er drängte sich als Täter geradezu auf. Wer denn sonst? Die Ermittler erfuhren, daß er trank, daß er die Frau prügelte, Passanten hatten sogar einmal beobachten können, wie er sie auf der Straße würgte. Es war bekannt, daß die Frau manchmal seinetwegen Angst um ihr Leben hatte. Auf den ersten Blick war die Sache sonnenklar.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498269.html

Auf den zweiten dann nicht mehr, Matterns Gutachten wurde widerlegt und der Angeklagte freigesprochen.

Gast
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Gabriela's Nachrichten aus Neubrandenburg

Beitrag  Nahr am Mo 27 Dez 2010, 01:36

Demo,
natürlich weisst DU überhaupt nicht, wer der drahtzieher deiner regelmässig zitierten seite ist...? Denkst auch nicht darüber nach...?

Nachrichten aus Neubrandenburg

http://www.neu-news.de/content/j%C3%B6rg-kachelmann-geheimes-tagebuch-entschl%C3%BCsselt

Impressum
1. Oktober 2010 - 15:25 – gabriela

Impressum
Angaben gemäß § 5 TMG:

Joke Ltd.
Main Street 221
Port Vila,
Vanuatu

Vertreten durch:
Jack Oinon, Joke Ltd.
Kontakt:

Telefon: 006781259220
Telefax:006781259225
E-Mail:chefneunews@gmail.com

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Joe Oinon
Main street 221,
Port Vialu
Vanuatu

Das plötzliche interesse einer Gabriela - Nachrichten aus Neubrandenburg - ist ja beachtlich. Nur warum muss es gleich über einen winzigen inselstaat im Südpazifik laufen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Vanuatu

http://www.rebelart.net/diary/date/2008/03/page/2/

Dir ist es doch nicht peinlich darüber nachzudenken?


Giuseppe Arcimboldo, Der Advokat, 1566

http://www.sehen-ist-lernbar.eu/26-0-die-macht-der-bilder-durchschauen.html/26-0-die-macht-der-bilder-durchschauen.html?piccat=6&pic=23

Es stinkt so nach fisch, faulem fleisch und viel geld... oder?

Nahr

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Weihnachten bis Neujahr in Universitätsbibliothek Hohenheim: Man liegt auf der Couch ...!

Beitrag  Demokritxyz am Mo 27 Dez 2010, 02:10

https://ub.uni-hohenheim.de/geoeffnet.html#c5015

Ich denke, diese 53 Seiten sind es:

Bäßler, Gerhard: Einfluss von stimulationsbedingten Änderungen des elektrischen Entladungsverhaltens von Gnathonemus petersi (Mormyridae, Pisces) auf den Stoffwechsel neuronaler Ganglioside und Sialoglykoproteine, Hohenheim, Univ., Diss., 1980
Wollte mit meiner 'geilen Telefonstimme' gerade 'ne Miezekatze bewegen, mal im Freihandmagazin die letzte Seite aufzuschlagen und im Curriculum Vitae nachzuschauen, ob das Geburtsjahr etwa 1952 ist. Wird heute nichts, dann will ich mal suchen, ob die anderen 78 Exemplare (keine Verlagspublikation) alle ausschließlich in Bibliotheksmagazinen gelandet sind, was ich leider befürchte ...

https://www.uni-hohenheim.de/

Unter "Top-Termin" im "Studium Generale" am 12.01.2010, 8:00-19:30 Uhr: "Die Auswirkungen des Rauchverbots auf die Gastronomie"

https://www.uni-hohenheim.de/67719.html?typo3state=events&lsfid=26749

https://www.uni-hohenheim.de/fakultaet-natur.html

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@Gabriele Wolff: Gisela Friedrichen heute mutig ...? - "... weiland Professor Ponsold ..."

Beitrag  Demokritxyz am Mo 27 Dez 2010, 03:05

Kennste den: Albert Ponsold ...?

Seinen Schinken hab ich mal in den 70er durchgeblättert, weil ich mich für Wirkung von Alkohol, Fahrtüchtigkeit, Promillegrenzen, Alkoholabbau, langfristige Schädigung & Co. interessierte. Da waren selbst für einen medizinischen Laien mit klarem Verstand so viele Fehler drin, dass ich mich sehr gewundert habe.

Irgendwann hatte ich mal ein Prof. der Jurisprudenz am Tresen neben mir und ihn auf das 'Werk' angesprochen. Da hat er sofort abgewunken: "Der Professor hat viele mit seinen Gutachten auf den Gewissen."

Prof. Albert Ponsold war aber bis zum Hans-Hetzel-Fall (Thomas Hettche: Der Fall Arbogast (2001)) "der damalige Star der westdeutschen Gerichtsmedizin".

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hetzel#Hintergrund

Und als ich das erste Mal auf der Site von Prof. Rainer Mattern war, flashten sofort bei seiner Thematik (Nähe zu Machtinteressen) meine Error Flags in Erinnerung an Albert Ponsold.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=119

Nur postete ich das nicht, weil das bei mir dann lediglich auf dem Stack liegt und für eine Urteilsbildung mir nicht ausreichend ist ...

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@Nahr: Kennst du die Nähe des MDR zu Neubrandenburg nicht ...?

Beitrag  Demokritxyz am Mo 27 Dez 2010, 03:43

Nahr:

Das plötzliche interesse einer Gabriela - Nachrichten aus Neubrandenburg - ist ja beachtlich. Nur warum muss es gleich über einen winzigen inselstaat im Südpazifik laufen?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t321p100-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-13#26237
Weisst du, dass der MDR die Brisant-Sendung produziert? Warst du schon mal auf YouTube und hast nachgeschaut, wieviele Brisant-Sendungen es dort gibt?

Und hast du die Brisant-Sendungen zur Causa Kachelmann gezählt? Nein, willst aber mal tote Links zu diesen Sendungen zählen? Hier ein paar Beispiele:
Brisant, 23.03.2010, Causa Kachelmann: Es gilt die Unschuldsvermutung

RA Thomas R.J. Franz: Partnerschaft über 11 Jahre, sie ist verzweifelt,
Jürgen Gruler (Chefredakteur: Schwetzinger Zeitung) Beziehung unterm Teppich gehalten,
Romeo Schüssler (Leiter: JVA Mannheim),
Staatsanwaltschaft Mannheim hält sich bedeckt,
Thomas Heindl zum dringenden Tatverdacht & Fakes in Beziehungen,
Jo Groebel (Medien-Experte) zum Ende der TV-Karriere,
Jörg Kachelmann zu Gewalt hinterlässt Spuren

(Unglaublich - Jörg Kachelmann - unschuldig? - 23.03.2010 Krasse Szenen.mp4.FLV)

http://www.youtube.com/watch?v=kg7N__Hlgow&feature=related
Brisant, 23.03.2010, Jörg Kachelmann: Es gilt die Unschuldsvermutung

Gelöscht wegen Rechteverstoß

http://www.youtube.com/watch?v=cLx_rJo1tF8&feature=related
Brisant: Staatsanwalt (GL) Andreas Grossmann, RA Thomas R.J. Franz und Karl-Dieter Möller (ARD-Rechtsexperte) - Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage

http://www.youtube.com/watch?v=ut6ZVWwe8kE

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Dieter_M%C3%B6ller

http://blog.tagesschau.de/?p=7837
Brisant, MDR, 06.09.2010: Landgericht Mannheim

Kachelmann-Prozess kurz nach Beginn vertagt


Video: Alice Schwarzer: …, dass das Gericht aufgrund von Tatsachen und sehr genauen Befragungen in der Lage sein wird, das wirklich zu klären.
StA Lars-Torben Oltrogge und OStA Oskar Gattner verschieben sich die Akten

http://www.mdr.de/brisant/7640683.html

Audio: Dr. Reinhard Birkenstock zum Ablehnungsgesuch wegen Befangeheit

Mutmassliches Opfer will aussagen

RA Thomas R.J. Franz: "Ich bin nach wie vor nicht gewillt, den Prozess in der Öffentlichkeit zu führen, … es obliegt allein der Strafkammer, die Feststellungen in diesem Verfahren zu treffen und dann zu entscheiden. Ich darf noch mal nachdrücklich bitten, die Persönlichkeitsrechte meiner Mandantin zu beachten und zu respektieren. Insbesondere gestattet meine Mandantin nicht, dass von ihr Filmaufnahmen und Fotos getätigt werden."

Dr. Reinhard Birkenstock zum Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit

StA Lars-Torben Oltrogge gleich zu Prozessstart mit „schneidender Stimme“ und seinen ’Mätzchen’ zur Sitzordnung bez. Prof. Dr. Bernd Brinkmann. Wahrscheinlich versteht der äußerst medienscheue Staatsanwalt noch nicht, dass 48 Journalisten jetzt im Saal sitzen - zwar von ihren elektronischen Geräten entwaffnet, aber …

http://www.mdr.de/brisant/7640683.html
Vielleicht ist an der Theorie Hubert Burda -> Udo Reiter & Jörg Kachelmann -> Maria Furtwängler was dran?

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldeutscher_Rundfunk

Evtl. will Gabriela nicht für die Mülltonne schreiben? Und die Neu-News sind klar erkennbar als Satire. Ich kann meist herzlich lachen.
extra 3, 05.09.2010: Stuttgart 21 – ein Fest

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra2445.html
Das PR-Desaster von Stuttgart 21 - ZAPP Medienmagazin – NDR

http://www.youtube.com/watch?v=9Sj2LzveBkU&NR=1
extra 3, 12.09.2010: Homo-Ehe in Baden-Württemberg

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra2471.html

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Mattern und Friedrichsen

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 04:49

Im Anschluß an meinen Beitrag zu Mattern

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t321p100-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-13#26236

habe ich mich dafür interessiert, wie denn sein weiterer wissenschaftlicher Werdegang seit 1990 war; anhand der Publikationsliste (1994 bis 2009) des Heidelberger Instituts für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin stellte sich heraus, daß er ein ausgewiesener Verkehrsmediziner ist (Unfälle, Airbags, Crash-Tests, Fahreignung etc.). Demzufolge durfte er in dem u.a. von Bernd Brinkmann herausgegebenen Standardwerk das Kapitel „Verkehrsunfall“ bestreiten:
Mattern R (2003) Verkehrsunfall. In Handbuch für gerichtliche Medizin, Hrsg.: Madea B, Brinkmann B., Band 1, Springer-Verlag, Heidelberg

Daneben ist er als Toxikologe tätig, was den Bereich ›Verkehrsmedizin‹ ideal ergänzt.
Mit Pathologie hat er sich nach dem Debakel von 1990 nur noch in allgemeiner Form befaßt:


Mattern R: Aufgabe des Arztes bei der Leichenschau. Vortrag am 27.01.96 in Stuttgart, 31. Stuttgarter Kongreß für aktuelle Medizin der Ärztekammer Nordwürttemberg.

Mattern R: Gesetzliche Grundlagen und Probleme bei der Leichenschau. Vortrag am 28.02.1996 in Sinsheim, Fortbildung Kreiskrankenhaus Sinsheim.

Mattern R: Leichenschau im Krankenhaus. Vortrag am 10.06.1996 in Heidelberg, Kolloquium.

Mattern R: Der nichtnatürliche Tod. Vortrag am 20.06.1996 in Heidelberg, Studentenverein UNITAS-Kurpfalz.

Mattern R: "Die Leichenschau", Arbeitskreis Notfallmedizin. Städt. Klinikum Karlsruhe am 13.10.1998

Mattern R (2002) Tod – natürlich oder nicht natürlich – das ist hier die Frage. XII. Internationales Heidelberger Anästhesie-Symposium

Mattern R (2003) Der nicht natürliche Tod – Ein diagnostisches Problem? Einführung, Begriffsabgrenzungen, epidemiologische Aspekte und Validierungsmöglichkeiten. 38. Stuttgarter Kongress für aktuelle Medizin 2003

Rosskopf J, Stein KM, Delorme S, Schmidt A, Mattern R (2005) Die Abhängigkeit postmortaler computertomographischer Befunde von der Leichenliegezeit. Rechtsmedizin 15:297


Dies hier sind die einzigen abweichenden Themen, bei denen er aber nur als Co-Autor zeichnet:

Stein KM, Bahner ML, Mattern R: Darstellung und Berechnung von Schußwinkeln aus 3-D CT-Datensätzen. Vortrag am 18.09.1998 im Rahmen der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Hannover

Pedal I, Zimmer G, Mattern R, Mittmeyer, HJ, Oehmichen M (1999) Tödliche Zwischenfälle bei der Festnahme höchstgradig erregter Personen. Arch Krim 203:1-9

Pedal I (1999) Todesfälle bei der Festnahme hochaggressiver Personen sind oft vermeidbar. Polizeitrainer Magazin, 6/1999, 13-15 [Das war wohl der Hauptautor]

Stein KM, Mattern R (1999) Probleme der Gewahrsamsfähigkeitsuntersuchung. In: 29. Tagung der Oberrheiner Rechtsmediziner in Freiburg.

Stein KM, Hertle T, Ain St, Bahner ML, Mattern R (1999) Computertomographiesche Differenzierung von Geschossarten – eine experimentelle Studie. Rechtsmed, 9, Suppl I:

Weber B, Mattern R, Stein KM (2002) Medizinische und rechtliche Aspekte des Polizeigewahrsams, Erfahrungen mit einem standardisierten Untersuchungsprotokoll. 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin

Stein KM, Löw J, Goekenjan M, Klein R, Mattern R, Wiegand P (2007) Vaginalabstrich mit Baumwollfingerling – Eine alternative Methode zur Spurensicherung bei Sexualdelikten. 86. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, 26.-29. September 2007, Mainz

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Publikationen.3416.0.html

Kurz und gut: es gibt keine Anhaltspunkte dahingehend, daß er die im Verfahren Kachelmann erforderlichen Spezialkenntnisse (Spuren nach Vergewaltigung/ Abgrenzung von Selbstverletzungen) hat. Beides liegt völlig außerhalb seiner beiden Fachbereiche. Vielleicht erklärt das seine Unsicherheit und das Ausweichen auf eine Nicht-Feststellbarkeit, ob es sich um Fremd- oder Selbstverletzungen handele.

Auch Friedrichsen merkt an, daß Mattern an Brinkmanns Schlüssen gezweifelt habe: »Nun aber will er bis Ende Januar noch weitere Versuche anstellen. / 1990, als es in einem Prozess in Darmstadt um die Bestimmung der Todeszeit ging und Mattern in eine Außenseiterrolle geriet, rechtfertigte er sich mit dem verheerenden Satz: „Ich habe mich natürlich gefragt, was will der Richter von mir hören.“«

Sie befürchtet wohl, daß er in diesem Fall genauso denken könnte. Auch hier ist er in einer Außenseiterposition: gegen Rothschild, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch gegen Püschel (Experte für Selbstverletzungen) und gegen Brinkmann. Denn Brinkmanns Versuche kann er nur angreifen, indem er selbst Versuche mit anderen Ergebnissen anstellt (was ihm nicht gelingen wird; eine sorgfältigere Versuchsanordnung als die von B. ist nicht denkbar).
Brinkmann kam zu dem eindeutigen Ergebnis, daß das Messer als Verursachung der Halskratzer und des Bauchkratzers ausscheidet, so daß – wegen Abweichen von der einzigen konstanten Tatschilderung – von einer Selbstverletzung auszugehen ist. Zusammen mit dem DNA-Befund am Messer bedeutet das, daß das Messer aus dem Spiel ist und der Vorwurf in sich zusammenbricht.

Ansonsten mag Friedrichsen Schwenn noch immer nicht, meint aber, ohne einen Zusammenhang herzustellen, daß das Gericht nun nicht mehr befangen sei: »Der Eindruck von Befangenheit – wie weggewischt. Stand es vielleicht schon vor dem Wechsel gar nicht so schlecht um den Angeklagten, wie geunkt wurde? Ging es bei dem Verteidigerwechsel mehr um das Mandat als um Kachelmann?«

Nun, das sehe ich durchaus anders...

Was Seidler angeht, spricht sie eine sehr klare Sprache: »Die Staatsanwaltschaft fragte ausgerechnet deren [= der Nebenklägerin] obskuren Therapeuten, ob die Erinnerungslücken und Widersprüche in der Aussage der Zeugin nicht typisch seien für ein durch sexuelle Gewalt traumatisiertes Opfer – wissend, dass ein Traumatherapeut nicht prüft, ob die Patientin die Wahrheit sagt, sondern das Trauma, und damit die behauptete Tat, nicht in Frage stellt.«

Und sie hat auch den Befangenheitsantrag gegen Greuel nicht verstanden: diese habe doch nur eine Trauma-Hypothese geprüft. Da hätte ich mehr Durchblick von ihr erwartet.


Gast
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Mattern

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 05:00

Vielleicht erklärt das seine Unsicherheit und das Ausweichen auf eine Nicht-Feststellbarkeit, ob es sich um Fremd- oder Selbstverletzungen handele.

Laut Focus war aber gerade Prof. Mattern, der mit den Gutachten der anderen Rechtsmediziner konfrontiert wurde, dann doch ziemlich dummdreist, festzustellen, dass die anderen Gutachter nur "Unsinn" schreiben und sogar jeder eine andere Erklärung für die Verletzungen parat hätte.....

Wobei es schon ein starkes Stück ist, wenn er schon mal derart aufgefallen ist, dass er feststellt, was ein Richter hören möchte, dass so ein "Rechtsmediziner" überhaupt noch für solche relevanten Situationen eingesetzt wird!.......

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Ja, Friedrichsen irrt sich

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 05:04

denn es steht SEHR schlecht um Kachelmann. Dass er es nötig hat, von solchen Klatschbasen unterstützt zu werden Smile
Ein zitierter Satz vor 20 Jahren ausgesprochen, wie und aus welchem Zusammenhang gerissen weiss man nicht - ja, dummdreist ist ein richtiges Wort für den Mist, den ihr hier anhäuft.

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@ Gabriele Wolff - Nachfrage: Bezug?

Beitrag  virtual-cd am Mo 27 Dez 2010, 05:19

Hallo Gabriele - auf welchen Friedrichsen-Artikel beziehst du dich? Bei SPON kann ich gerade nichts neues entdecken von ihr.

Eine andere Frage hätte ich noch, was Seidler angeht: Ist es eigentlich üblich bei Sexualdelikten, den Therapeuten des Opfers bzw. mutmaßlichen Opfers (je nach dem) zu befragen?
Ich meine jetzt auch einmal abseits vom Kachelmann-Fall. Ist das so üblich? Mir kommt das komisch vor, weil so wirklich neutral ist ja ein Psychotherapeut nie und kann es auch nicht sein, wenn es um eigene Patienten geht.

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Bella irrt sich

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 05:20

Sorry, Süsse, der Kachelmann hat alle Chancen, sauber aus der Geschichte raus zu kommen....WEIL ER ES NICHT GETAN HAT Very Happy

Ob es dir gefällt oder nicht, trag es endlich mal mit Fassung!

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Das war...

Beitrag  Gast am Mo 27 Dez 2010, 05:22

die Langspielplatte mit dem Sprung


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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 13)

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