HAUPTSTRANG!

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Ist dies der HAUPTSTRANG?

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HAUPTSTRANG!

Beitrag  Gast am Fr 14 Okt 2011, 00:33

das Eingangsposting lautete :

Alles was wichtig ist und zur Rettung mind. der Welt beiträgt bitte hier hinein!

1. Wo bleibt Anonycat? cat



Trolle draussenbleiben Twisted Evil

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für lieske

Beitrag  984 am Fr 21 Okt 2011, 10:06


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ich kann auch anders... !!

Beitrag  Gast am Fr 21 Okt 2011, 10:12




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ich bin auch ein Handy!!!

Beitrag  Gast am Fr 21 Okt 2011, 10:13



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Ein Gespräch über Romantik, Erotik und die Ansprüche an die Liebe

Beitrag  Gast am Fr 21 Okt 2011, 11:16

Der Bestsellerphilosoph Richard David Precht ein Buch über die Liebe geschrieben. Ein Gespräch über Romantik, Erotik und die Ansprüche an die Liebe

ZEIT ONLINE: Herr Precht, im Titel Ihres neuen Buchs zur Liebe bezeichnen Sie diese als "unordentliches Gefühl". Was meinen Sie damit? Question

Richard David Precht: Das hat zwei Gründe. Für mich ist Liebe keine Emotion, keine physiologische Erregung wie Hunger, Durst, Sex etc. Sie ist auch nicht evolutionsbiologisch zu erklären. Ich glaube dagegen, dass Liebe eine Umleitung ist: die Bindung der Kinder zu den Eltern wird ab der Pubertät auf einen anderen Menschen projiziert. I love you

ZEIT ONLINE: Was erwarten Menschen Ihrer Ansicht nach heute von einer Liebesbeziehung?

Precht: Wir versuchen, mit dem Konzept der romantischen Liebe alles unter einen Hut zu bringen: Prickelnde Leidenschaft auf der einen und vertrauliche Geborgenheit auf der anderen Seite. Und das am besten auf Dauer. Das ist eine Quadratur des Kreises, pirat eine Fiktion, die nur in den seltensten Fällen real wird.

ZEIT ONLINE: ...ein Dilemma, über das man aufklären sollte?

Precht: Ich will den Menschen nicht die romantische Liebe austreiben. Es ist ja unglaublich schön, sich dem hinzugeben. drunken Wir leben, was die Liebe betrifft, in einer optimalen Zeit mit optimalen Möglichkeiten. Aber parallel dazu sind die Ansprüche an sich selbst und den geliebten Partner enorm gestiegen.

ZEIT ONLINE: Inwiefern?

Precht: Um Leidenschaft aufrecht zu halten, muss man etwas tun: für Kicks und Aufregung sorgen. Außerdem braucht man Geld. Aber das stärkste Selektionskriterium überhaupt ist heute das Aussehen – die Frage: "Bin ich schön?". Das hat das Kriterium der Gesundheit abgelöst. Man muss sich heute möglichst attraktiv halten. Auch sind die Ansprüche an Erotik maßlos hoch: Wir sind absolut "oversexed". Bussi

ZEIT ONLINE: Was heißt das?

Precht: Die Zeit der Provokationen ist vorbei. Was Uschi Obermaier einst postulierte, nämlich eine Gesellschaft mit Sex und Rock’n‘Roll, haben wir heute im Übermaß. Die Folge ist Verwirrungsunlust. alien

ZEIT ONLINE: Das Internet mit seinen Freundschafts- und Datingforen ist heute das Medium, um neue Partner zu finden – wie sehen Sie diese Entwicklung?

Precht: Die Partnersuche über das Internet finde ich gut, vor allem für ältere oder alleinerziehende Menschen – so haben sie eine echte Chance, jemanden außerhalb ihrer Stadt kennen zu lernen. Es wird immer leichter einen Partner zu finden, aber auch immer schwerer, ihn zu behalten.

ZEIT ONLINE: Bleibt die Sehnsucht nach ewiger Liebe trotzdem? Bussi 2

Precht: Die Sehnsucht besteht. Auch schon bei jungen Menschen, die heute viel mehr über Liebe und Liebesbeziehungen wissen als früher. Auch das Bedürfnis nach Treue ist da: Je seltener sie wird, als desto kostbarer wird sie betrachtet. Sleep

ZEIT ONLINE: Sie schreiben über heutige Wahl- und Bastelbiografien und plurale Identitäten. Welche Funktion hat die Liebe in unserem Leben?

Precht: Ziel unseres sozialen Handelns ist, ein positives Bild von uns selbst zurückgespiegelt zu bekommen. Und die Liebe ist im Unterschied zu anderen identitätsstiftenden Kontexten eine Ganzheitserfahrung. Mit Ulrich Beck verstehe ich sie als ein Sinnangebot, das andere alternative Sinnangebote wie Religion ersetzt.

ZEIT ONLINE: Sie selbst leben in einer Beziehung mit einer älteren Frau, haben einen Sohn und drei Stiefkinder, leben in Köln und Luxemburg und führen somit eine Fernbeziehung. Was würden Sie Menschen raten, wie man jenen Spagat zwischen Leidenschaft und Geborgenheit auf Dauer halten kann?

Precht: Ich will keine Tipps geben. Ich würde auch das, was für meine Beziehung gilt, nicht verallgemeinern wollen. Es ist so situativ und abhängig von der Psyche jedes Einzelnen. Man muss auch nicht eine ideale Liebe leben, um eine gute Liebe zu leben. Hauptsache ist, dass beide glücklich sind. jocolor

http://www.zeit.de/online/2009/12/precht-interview

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liebe.........

Beitrag  helene am Fr 21 Okt 2011, 11:50

liebe, schöne maus,
danke, so schön, dass du diesen strang eingerichtet hast...

könnte sovieles dazu schreiben, tausend gedanken zu zum pluhar- interview und eurem gedankenaustausch. aber dröhnendes kopfweh momentan. sehnsucht nach schönheit, ruhe, liebe...

bitte gestattet mir folgende links zu posten, ohne das runterzumachen oder gar in den dreck zu ziehen. es sind ja auch aussagen zu unserem thema, in schöner, einfacher, ruhiger, klarer weise dargestellt....

http://www.youtube.com/watch?v=PqmBVVCuEgc

und das gleiche lied in vollständigem text (mit m.e. schönen metaphern):

http://www.youtube.com/watch?v=d1vbDqTqc7w

ich kannte all diese lieder damals garnicht, mochte ganz andere musik, war absolut kein fan, als sich unsere wege zufällig kreutzten, war nicht sehr lange nach seiner schrecklichen herz op. er hat so halt gebraucht.. man hätte sich ganz auf ihn und seine probleme konzentrieren müssen, um nachhaltig zu helfen zu können. aber ich hatte ja gerade ein kind, war da wohl auch zu jung, hätte mein ganzes anderes leben verlassen müssen.. er hätte eine frau gebraucht, die den gedanken des konsequenten ausstiegs unterstützt und vor allem in allen konsequenzen miträgt. nur so hätte er überleben können. aber da waren auch immer wieder die gedanken: ich will es vorher allen, die mich runtergemacht haben (presse, falsche freunde) nochmal zeigen, will mich an allen, die mich demütigten dadurch rächen, dass ich nochmal ganz oben bin....(!) anzusehen, wie ein mann, ein mensch, den man gern hat, sich mit dieser motivation gesundheitlich ständig überfordert und immermehr ruinert, tut weh...

ich habe viele lieder erst später hören können ohne...

manche entdecke erst jetzt. es sind ja hunderte...

die wunderbare stimme hätte sich auch für klassisches gut geeignet.

aber ich denke immernoch, er hätte garnicht mehr singen sollen, (zumindest nicht mehr so oft, nicht diese vielen auftritte, das war doch alles so furchtbar anstrengend).... sondern einfach nur leben...

zum schluss noch etwas, um die schönheit der wundervollen stimme zu verdeutlchen:

zuerst die version mit wunderschönen naturbildern:

http://www.youtube.com/watch?v=uf2ozm1PZPk

und für diejenigen, die sich auch bilder des schönen interpreten mit der wundervollen stimme dabei anschauen möchten:

http://www.youtube.com/watch?v=gurRVipZc9I&feature=related


bitte das alles nicht in den dreck ziehen.
dies posten hier ist für mich ein bißchen so eine art gelebter posthumer liebe in andenken an eine, wie ich empfand, gegenseitige zuneigung, die dieseits nicht gelebt werden konnte....



Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven

good night, my love, rest peacefully.....

in that eternal night I stand to thee......


Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven


http://www.youtube.com/watch?v=vHMuGPU-Gjo

helene

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hallo helene

Beitrag  Gast am Fr 21 Okt 2011, 22:59

Schön, dass du hieher gefunden hast Like a Star @ heaven
Was mit Roy Black geschehen ist, hab ich erst vorhin bei patagon gelesen
So gesehen, helene, war das, was man Roy Black in den Medien angetan hat, schon mehr als gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge.
Ich erinnere mich an einen Artikel im Stern, von einer Frau geschrieben, der ihn als jämmerlichen Schnunzenheini mit schweren Alkoholproblemen lächerlich machte. Es wurden auch im Stern dann Leserbriefe veröffentlicht, in denen die Journalistin dann wild beschimpft wurde.
Ich habe das damals nicht mitgekriegt. Aber klar, die Lieder kannte ich, es waren genau die Art Songs, vor denen uns Vater warnte Wink
Wenn ich die Videos betrachte, speziell das erste und das letzte, dann sehe ich eine Bestätigung dessen, was Eva Illouz hier schrieb:
Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus

Illouz hat Werbeaufnahmen analyisert und verglichen aus den 1920-er Jahren und späteren Jahrzehnten. Müsste dir eigentlich gefallen, denn sie schreibt aus marxistisch-feministischer Perspektive.

Ich hoffe, dass dich das jetzt nicht verletzt... sonst vielleicht Hilfe aus dem nächstens erscheinenden Buch von Eva Illouz:
Warum Liebe weh tut: Eine soziologische Erklärung

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Von der Religion zur Soziologie

Beitrag  Gast am Fr 21 Okt 2011, 23:18

Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4, 10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20051225_deus-caritas-est_ge.html

Liebe ist kein Märchen...
Liebe ist ein Geschenk, das die Welt dir macht.
http://www.youtube.com/watch?v=d1vbDqTqc7w

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Mousie

Beitrag  Gast am Sa 22 Okt 2011, 03:56

Precht im Interview:
Aber das stärkste Selektionskriterium überhaupt ist heute das Aussehen – die Frage: "Bin ich schön?".

Wo lebt Mr. Precht? Meint er realexistierende Menschen mit dieser Theorie?

Wenn Du "die Liebe" suchst, höre nicht auf solche Leute wie ihn oder Eva Illouz.......schau dir lieber mal alte Volksweisheiten an, Sprüche usw. da wirst Du eher der Lösung näher kommen...sie sind zeitlos und fast immer wahr....

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@helene

Beitrag  984 am Sa 22 Okt 2011, 05:37

hallo helene, das ist mal ein kleiner anfang meiner antwort, die ich bislang noch nicht geschaft habe. sorry. denke da aber drüber nach.

jetzt zu roy black, so wie ich ihn kenne. von höllerich wusste ich nichts.

ich habe da eine grundsätzliche FRAGE an dich.

bitte erkläre mir aus deiner sicht, warum frauen hin und wieder sträflinge in den usa also als deutsche von hier aus lieben und dann kontaktieren. am liebsten heiraten (!) würden.

jetzt schwärmst du ja für diesen sänger, betest ihn quasi an. warum tust du das anstatt lebende männer zu mögen. ich komme da natürlich in die erste wahl. <grins>

also manche lieben mörder und knackis und du liebst sogar einen toten. machst dir gedanken, wie du ihn hättest retten können.

chomsky liebt auch tote wie bourdieu.

anonymouse liebt sogar vollständig mumifizierte männer wie schopenhauer.

ich liebe MM.

kannst du mir das erklären?

warum suchen und finden wir nichts in der realität, also aus fleisch und blut?


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Leben im Urwald ohne Angst

Beitrag  984 am Sa 22 Okt 2011, 13:49



mit 6 jahren kehrte CR wegen der militärdiktatur in die heimat ihrer eltern zurück. sie erinnert sich

„Die Menschen in Deutschland wirkten so grau und unglücklich. Sie schauten mir beim Sprechen nicht in die Augen und als Kind hatte ich gar nichts zu melden. Überall gab es Verbote; selbst das Betreten des Rasens war untersagt. Außerdem gab es dieses Wort ‚Unkraut‘. Darunter konnte ich mir nichts vorstellen, im Urwald hatte jede Pflanze eine Bedeutung.“

versteht ihr jetzt, warum es menschen geben kann, die mehrere sichtweisen zur auswahl haben? wer das nicht selbst erlebt hat, der glaubt an eine täuschung, denn er kennt ja nur "seine" eine sicht. denker, schriftsteller und forscher aber kennen das phänomen, selbst wenn sie in einer kargen umgebung leben. ethnologen leben unter den exotischsten menschengruppen, denn nur so können sie deren geheimnisse erfahren. ethnologen leben da nicht illegal, sondern sie haben eine vertraglich genehmigte aufenthaltserlaubnis.

Fast 18 Jahre dauerte es, bis Catherina Rust wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrte. Sie war 24 Jahre alt, studierte in Hamburg Ethnologie. „Ich habe mich sehr auf dieses Wiedersehen gefreut, und tatsächlich stand fast ‚meine‘ ganze Familie am Rollfeld, als ich mit dem Lufttaxi am Amazonas landete.“

Doch das Dorf, in dem sie aufgewachsen war, gab es nicht mehr; nach dem letzten großen Einfall einer Armada von Blattschneider-Ameisen hatten die Aparai ihre Heimat aufgegeben. Sie lebten nun auf der anderen Seite des Flusses. Wie eine verlorene Tochter nahmen die Indianer Katarischi in ihrer Mitte auf – doch etwas war anders: „Meine Familie und Freunde lasen inzwischen regelmäßig in der Bibel und beteten ständig. Sie versuchten sogar, mich zu bekehren.“

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984, deine antwort: völliges durcheinander mit assoziativen verknüfungen und total denebenliegenden vergleichen...

Beitrag  helene am Sa 22 Okt 2011, 19:15

hallo 984, eigentlich hab ich bis anfang november so gut wie keine zeit und kann daher auch auf GWs erfreulicherweise freundliche antwort an mich im anderen strang erst dann zurückkommen.
aber du erforderst doch eine antwort jetzt:

hast du meinen beitrag garnicht gelesen und nur gecheckt, von wem die links sind, die ich sendete? wer ist denn MM? wenn das marilyn monroe sein soll, dann hast du uns aber über dein alter angelogen, denn dann musst du ein alter mann weit über 70 sein, wenn du sie im RL kennengelernt haben willst. auf keinen fall 29, wie du sagst..

warum deutsche frauen sich in knackis aus den usa verlieben, sie sogar heiraten wollen, fragst du mich. dazu könnte entweder eine längere psychologische abhandlung schreiben, wozu ich keine zeit habe und hier auch nicht will. oder aber ich könnte zynisch antworten: weil sie dich nicht kennen...mir ist aber momenan nicht nach zynismus.

wenn du meinen text bitte nochmal liest und auch die anderen zu dem "r.b." thema... als angemeldeter kannst du das ja viel leichter als gäste, indem du auf meine mitgliedsseite gehst. sind ja nur die beiträge im oktober... der oktober ist immer nicht so leicht für mich..

die anderen hier scheinen doch wenigstens aufgrund der texte geahnt zu haben, dass mein engagement für diesen menschen keine reine schwärmerei ist, sondern auf einer intensiven RL begegnung basiert und dem menschen gerd ( und so denk ich an ihn) gilt. ich will das hier keinesfalls ausbreiten, aber ich "schwärme" nicht "für den sänger", "bete ihn" nicht "quasi an", wie du dich ausdrückst. ich bin kein "fan".
ich habe damals einen menschen getroffen, der eine (genauer 2 wegen ärztepfusch) lebensgefährliche ops hinter sich hatte...die situation, in der ich damals war, hab ich auch angedeutet... und da singt jetzt auf dem anderen strang ein udo ( rein musikalisch gesehen super), dass man alles kann, was man will. aber soll man sein kind verlassen? hat nicht eine namensschwester von mir wegen jk, der sie, wie wir wissen, unvergleichlich viel weniger brauchte, ihre familie verlassen? was wurde aus ihr? ein mensch, der einen gern hat, versteht, dass man das nicht tun kann...
ich will nicht, dass hier dauernd der künstlername geschrieben wird, weil das dann hinz und kunz das ergoogeln kann, wie m. (der ich von herzen alles gute wünsche) richtig sagte..
von udo jürgens habe ich ein lied gesehen, das "mein weg zu mir" heißt. udo jürgens ist fast 10 jahre früher geboren, lebt aber immer noch,. er hatte also bis jetzt fast 30 jahre mehr lebenszeit (!), sich zu entwickeln.
ich bin einfach traurig, dass gerd diese zeit nicht hatte. kann man vielleicht das nachvollziehen ?? und verdammt noch mal: nicht, weil ich den als sänger anbete, sondern weil er mir als mensch am herzen lag/liegt. so einfach ist das und doch wohl so kompliziert...

wenn ich jetzt links zu liedern her poste, um zu zeigen, welch schöne stimme er hatte, so ist das fast das einzige, was ich hier tun kann. ich bin allerdings der meinung, er hätte tatsächlich völlig "aussteigen" sollen. davon war ja damals die rede. dann hätten die fans jetzt nicht die lieder der letzten jahre..
aber er, der mensch, hätte mit sicherheit länger gelebt trotz herzfehler. mir wär das lieber gewesen..
was meinst du, wie anstrengend das singen, die auftritte waren...
die motivation dafür hab ich im letzten posting angedeutet: wieder ganz oben zu sein, um es allen zu zeigen, sich an allen zu rächen, die ihn gedemütigt haben. hätte er das nur nicht gemacht. er hats ja geschafft, aber um welchen preis!!!
die stimme aus dem jenseits sagt also auch: comebacks können tödlich sein... to whom it concerns..

lange zeit hatte ich daher eine art hassliebe zu den letzten liedern (wollte das alles garnicht hören. aber dass sich da auch noch andere damen ansprochen gefühlt haben könnten, war mir nie ein problem. ich hätte ihm alles, alles,alles gewünscht, was ihm geholfen und gutgetan hätte....)
z.b. zu diesem:

http://www.youtube.com/watch?v=bLQXJhno1vQ&feature=related

erst jetzt beginne ich dies mit milderer wehmut zu sehen bzw. zu hören...

liebe schöne maus,
ich find nicht, wo pat das geschrieben hat. es ist auch nur die spitze des eisbergs...
ich möchte im moment keine weiteren bücher lesen. in den weihnachtsferien wieder. aber das sind sicher keine schlechten tipps...
letztendlich haben m.e. ein schlagersänger und ein psychologe eine sehr ähnliche funktion im kapitalismus. eine systemstabilisierende...
(meinen maxistischen freunden sind übrrigens natürlich meine spirituellen gedanken ein dorn im auge..)
ach, auch das ein weites feld, könte jetzt viel schreiben dazu...

984, schöne maus und all ihr anderen: ich werde lieber jede minute freizeit nutzen, um ganz intensiv die sonnenbeschienenen bäume anzuschauen und besonders auch nachts den sternenhimmel. wisst ihr denn dass man mit einem menschen ein stern ausmachen kann, den man immer anschauen kann, auch, wenn er nicht mehr lebt. wenn "die ZEIT uns trennt"....

(schönes mäuschen, darf ich, wenn ich meine, es passt, aber wenig zeit habe, mal wieder einen songlink schicken ohne langen kommentar ? erst ab anfang november geht ein bisschen mehr..)

helene

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@ helene

Beitrag  984 am So 23 Okt 2011, 03:34

1) ich habe videos von MM gesehen

2) du hast sehr feinfühlig gemerkt, dass ich deine zeilen gar nicht gelesen habe, ich sah nur das thema und meldete mich als kommentator an

3) mir ging es um unsere verbindung, also du und ich aber ohne roy. Wink

984

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Die Liebe...

Beitrag  Gast am So 23 Okt 2011, 04:35


oh schade... kein Empfang... muss mir was einfallen lassen..

ok .... 2. Wahl (da das erste Video nicht funzt)

http://www.youtube.com/watch?v=jEE67H9ozbA

Songtext:by Bob Dylan

Seems like only yesterday
I left my mind behind
Down in the Gypsy Cafe
With a friend of a friend of mine
She sat with a baby heavy on her knee
Yet spoke of life most free from slavery
With eyes that showed no trace of misery
A phrase in connection first with she I heard
That love is just a four-letter word

Outside a rambling store-front window
Cats meowed to the break of day
Me, I kept my mouth shut, too
To you I had no words to say
My experience was limited and underfed
You were talking while I hid
To the one who was the father of your kid
You probably didn't think I did, but I heard
You say that love is just a four-letter word

I said goodbye unnoticed
Pushed towards things in my own games
Drifting in and out of lifetimes
Unmentionable by name
Searching for my double, looking for
Complete evaporation to the core
Though I tried and failed at finding any door
I must have thought that there was nothing more
Absurd than that love is just a four-letter word

Though I never knew just what you meant
When you were speaking to your man
I can only think in terms of me
And now I understand
After waking enough times to think I see
The Holy Kiss that's supposed to last eternity
Blow up in smoke, its destiny
Falls on strangers, travels free
Yes, I know now, traps are only set by me
And I do not really need to be
Assured that love is just a four-letter word


Bussi



Zuletzt von anonymouse am So 23 Okt 2011, 04:45 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet (Grund : Allerlei)

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Mousy

Beitrag  patagon am So 23 Okt 2011, 04:39

wo wohnst du denn?
Dein Video kann man hier nicht empfangen.

patagon

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Patagon

Beitrag  Gast am So 23 Okt 2011, 05:14

Ich denke im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Ansicht nicht, dass Liebe und Wohlverhalten in einem direkten Zusammenhang stehen, schon ganz und gar nicht, dass das Wohlverhalten eines anderen Liebe auslösen kann oder muss.
Da ich das nicht glaube, glaube ich auch nicht, dass das Gegenteil Liebe zerstören kann. Unwürdiges Verhalten kann natürlich Wut auslösen, vielleicht Hass, aber Liebe IST einfach. Ich denke dass sie unzerstörbar ist. Unsterblich und dass es deswegen dieses GOTT IST LIEBE gibt. Denn in allen Religionen erklären die Menschen das, was über menschliches Verstehen hinaus geht, für göttlich.
Ganz egal, was sie anbeten, ob Feuer oder Wasser, Sonne, Mond oder Sterne, jedenfalls etwas, was größer und stärker ist als der Mensch.
Und das, was wir unter Liebe verstehen, lässt uns über uns selbst hinauswachsen.

Diese Zeilen von dir sprechen mich sehr an. Vor allem der erste Teil über das Wohlverhalten.
Was ich einfach nie so recht verstehe, ist das "Unsterbliche". Ich mein, die LIEBE an sich ist wohl ewig. Aber einen bestimmten Menschen zu lieben, das ist vergänglich. Ich jedenfalls glaube an den Tod. Ich kann mir vorstellen, dass es einmal zu Ende ist, gemäss unseren denkbaren Kategorien, also auch mit "der Liebe". Und in anderen Kategorien kann ich nicht denken oder fühlen.

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psst...

Beitrag  Gast am Mo 24 Okt 2011, 05:43

hab mir jetzt ein Fahrrad gekauft! Gefällt mir besser als das Auto. Bin ja eine grüne anonymouse.
Bevor es hier um 18 h ganz dunkel wird, wird die ZEIT umgestellt.
In Borneo wird es das ganze Jahr um 6h abends dunkel und morgens um 6h hell. Im Regenwald leben die Bewohner unter dem Blätterdach und sehen den Himmel kaum, keine Sterne, kein Mond, deshalb ist der ZEITbegriff ein anderer.
Die LIEBE aber, sagt Hannah Arendt, das Begehren, das hängt stark mit der ZEIT zusammen, oder besser gesagt, mit der Angst davor, dass die LIEBE vergeht und nicht ewig hält.
Später vielleicht mehr von uns, von anonymouse&anonybooks@anonyreader

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Re: HAUPTSTRANG!

Beitrag  Gast am Mo 24 Okt 2011, 10:23

anonymouse: Die LIEBE aber, sagt Hannah Arendt, das Begehren, das hängt stark mit der ZEIT zusammen, oder besser gesagt, mit der Angst davor, dass die LIEBE vergeht und nicht ewig hält.
da vermischt frau arendt leider die dinge.....die liebe und das begehren sind zwei völlig getrennte dinge.....die liebe begehrt nicht - sie lässt....

daher hat jemand der wirklich liebt niemals angst die liebe zu verlieren, denn nichts auf der welt kann ihn daran hindern zu lieben - also was kann er verlieren, wenn er allein schon gefüllt mit liebe ist ??

nur einer der zuwenig liebt und nicht selbst voll mit liebe ist, BRAUCHT kompensationsliebe von anderen und dann kommt die angst sie zu verlieren, weil er dann wieder leer oder halbleer wäre......

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ewigkeit....

Beitrag  helene am Mo 24 Okt 2011, 10:36

Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven

"doch alle lust will ewigkeit, will tiefe, tiefe ewigkeit.."

fällt mir da ein, ist, glaub ich, von nietzsche, goggle, google, ja, richtig stimmt. ich hab früher so ein persönliches zitat-buch angelegt, das muss ich mal suchen. weiß aber einiges wie man sieht noch auswendig.

ich denke, hier ist nicht banale lendenlust a la demo gemeint.

ich bin ja sowieso gegen die trennung von liebe und sexualität.
bin ja eine leidenschaftliche verfechterin (und genießerin......!) LIEBEVOLLER LUST..... hmmm

ich verkneife mir hier jetzt ausnahmsweise mal (wenn auch mühsam) das posten der dazu passenden you tube links von songs meines minnesängers zur musikalischen verdeutlichung des gesagten... Smile Smile Smile

sunny ach nee, ist ja grad nacht hier, also Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven.....

in der ewigkeit, so sagte man mir, ist gleichzeitig sunny und Like a Star @ heaven

das können wir uns hier ja auch nicht vorstellen...

zeit...raum....überlichtgeschwindigkeit..

so,muss jetzt im diesseits weiterarbeiten, bis denne...

ps: schönes mäuschen, das war jetzt keine direkte replik auf dich, die sehnsucht nach kompensationen hat aber was mit dem leben im kapitalismus zu tun...
muss jetzt aber streng sein zu mir und weiterarbeiten, bis dann...

oh sorry, jetzt hab ich nina und anonymouse verwechselt, dachte der letzte text stammt auch von a...
trotzdem muss ausloggen jetzt...

helene

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Dinge?

Beitrag  Gast am Mo 24 Okt 2011, 22:32

Nina:
da vermischt frau arendt leider die dinge.....die liebe und das begehren sind zwei völlig getrennte dinge.....die liebe begehrt nicht - sie lässt....
Vielleicht vermischst auch du die DINGE, Nina. Liebe ein Ding? Deshalb so klar das eine vom anderen zu trennen? Ich denke nicht. Wieso hat die deutsche Sprache nur dieses eine Wort LIEBE für eine Bedeutungsvielfalt?
Liebe (von mhd. liebe, „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen (auch zu einem Tier u. a. m.) zu empfinden fähig ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.

Im ersteren Verständnis ist Liebe ein mächtiges Gefühl und mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) handelt, um eine enge Geistesverwandtschaft (Freundesliebe, Partnerschaft) oder ein körperliches Begehren (geschlechtliche Liebe (Libido)). Auch wenn letzteres oft eng mit Sexualität verbunden ist, muss sich nicht beides zwangsweise bedingen (vgl. platonische Liebe).
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe
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Erinnern wir uns zunächst an die Bedeutungsvielfalt des Wortes ,,Liebe’’ : Wir sprechen von Vaterlandsliebe, von Liebe zum Beruf, von Liebe unter Freunden, von der Liebe zur Arbeit, von der Liebe zwischen den Eltern und ihren Kindern, zwischen Geschwistern und Verwandten, von der Liebe zum Nächsten und von der Liebe zu Gott. In dieser ganzen Bedeutungsvielfalt erscheint aber doch die Liebe zwischen Mann und Frau, in der Leib und Seele untrennbar zusammenspielen und dem Menschen eine Verheißung des Glücks aufgeht, die unwiderstehlich scheint, als der Urtypus von Liebe schlechthin, neben dem auf den ersten Blick alle anderen Arten von Liebe verblassen. Da steht die Frage auf: Gehören alle diese Formen von Liebe doch letztlich in irgendeiner Weise zusammen, und ist Liebe doch — in aller Verschiedenheit ihrer Erscheinungen — eigentlich eins, oder aber gebrauchen wir nur ein und dasselbe Wort für ganz verschiedene Wirklichkeiten?
,,Eros’’ und ,,Agape’’ – Unterschied und Einheit
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20051225_deus-caritas-est_ge.html


Was Hannah Arendt betrifft: Sie hat ihre Dissertation
Mit 23 Jahren geschrieben, unter Einfluss von Heidegger und Jaspers.

Hannah Arendt ist Studentin im siebten Semester. Es ist ihr drittes Semester in Heidelberg und sie schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit. Die Arbeit handelt vom „Liebesbegriff bei Augustin“ (....)
Trotz unübersehbarer Spuren ihrer akademischen Vorbilder enthält Hannah Arendts „Augustinus“-Schrift bereits mehr als nur Ansätze zu einem eigenen Denkweg.

Erwähnt sei zunächst ihre Dreigliederung des Liebesbegriffs: vom Lieben im Sinne von Begehren unterscheidet sie die Hingabe an Gott, um diesen Gegensatz schließlich im Begriff der Nächstenliebe aufgehoben zu sehen
http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/490/

H.A. war Heideggers Geliebte. Er schrieb ihr einen verheissungsvollen Augustinus zugeschriebenen Satz in seinem Briefwechsel:
„Amo heisst volo, ut sis, sagt einmal Augustinus: ich liebe Dich – ich will, dass Du seiest, was Du bist.“
Fürwahr ein schöner Satz – so schön, dass Heidegger ihn gleich mehrfach und auch an andere Adressatinnen wie Elisabeth Blochmann schreibt, während der Liebe in Heideggers publiziertem Werk nur eine ephimere Rolle bleibt. Geliebte gibt es viele, aber nur einen so für die Liebeserklärungen geeigneten Satz!
Aus der Einführung in



amor agape appetitus caritas cupiditas eros liebe sex...
Mich interessieren die “Schnittstellen”…

Helene... bis später...

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Mousy,

Beitrag  patagon am Mo 24 Okt 2011, 23:09

"Ich mein, die LIEBE an sich ist wohl ewig. Aber einen bestimmten Menschen zu lieben, das ist vergänglich. Ich jedenfalls glaube an den Tod. Ich kann mir vorstellen, dass es einmal zu Ende ist, gemäss unseren denkbaren Kategorien, also auch mit "der Liebe". Und in anderen Kategorien kann ich nicht denken oder fühlen."

Vielleicht macht da jeder andere Erfahrungen, aber um zu vermeiden, dass Begierde mit Liebe verwechselt wird, erinnere ich an Kinder- Elternliebe.
Stell dir vor, du hättest ein geliebtes Kind, das heroinsüchtig wird. Früher warst du immer ganz stolz, wenn es in der Schule Auszeichnungen erhielt, jetzt kannst du ihm zuschauen wie es sich selbst zugrunde richtet.
Kannst du damit aufhören es weiter zu lieben?

Die Liebe selbst stirbt nie, aber man kann aufhören die Person zu lieben, meinst du.

Nun gut, kann man sich dann ein anderes Kind adoptieren und diesem nun einfach nicht nur das Zimmer und die Klamotten des Missratenen geben, sondern auch die Liebe, die man empfunden hat?
Kann man total ungerührt dabei zuschauen, wie es jetzt vielleicht krank und elend dahinsicht?

Kein Problem, du hast ja ein Neues????

So, Mausi, jetzt erzähle mir bitte nicht, dass es verschiedene Arten von Liebe gibt. Denn wenn du das sagst, dann tust du genau das, was Nina anmerkt, nämlich Liebe und Leidenschaft (Begierde) verwechseln.

patagon

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Superbeitrag

Beitrag  Gast am Mo 24 Okt 2011, 23:45

Wirklich ein guter Beitrag, Patagon. Ich trau mich ja gar nicht mehr zu schreiben, dass ich für alle Beiträge dankbar bin, weil es wie Überheblichkeit klingen mag.
Patagon: So, Mausi, jetzt erzähle mir bitte nicht, dass es verschiedene Arten von Liebe gibt. Denn wenn du das sagst, dann tust du genau das, was Nina anmerkt, nämlich Liebe und Leidenschaft (Begierde) verwechseln.
Ich fühle, es ist komplizierter.
Ich kenne ein Paar mit drei Kindern. Eines hat Selbstmord gemacht. Das andere ist in eine Sekte entflohen. Das dritte ist leicht behindert. Sie investieren jetzt alles in das dritte. Das mittlere "Kind" wurde total abgeschrieben. Es geht dabei auch um Geld, Erbe, etc. - bei diesem Thema sind wir ja noch gar nicht: Äquivalent zur Liebe.
Wer bin ich, zu sagen, sie hätten ihre Kinder nicht geliebt?
Wie kann ich sagen, wie ich fühlen würde, wenn mein Kind das Schicksal hätte, wie du beschreibst?
Ja, Liebe kann derart herausgefordert werden, dass sie stirbt.

Ich glaube, dass ich mein Kind immer lieben würde. Im Bewusstsein, dass seine Entwicklung etwas mit mir selber zu tun hat. So wie mein Kind keine Wahl hat, mich zu lieben oder nicht, es liebt mich einfach.
Einen Mann aber, den ich einmal sehr liebte, den liebe ich längst nicht mehr. Es ist zu simpel, zu sagen, das wäre (nur) Leidenschaft gewesen. Ich sehe das wie R.D. Precht im oben kopierten Interview:
Ich glaube dagegen, dass Liebe eine Umleitung ist: die Bindung der Kinder zu den Eltern wird ab der Pubertät auf einen anderen Menschen projiziert.

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Re: Mousi,

Beitrag  patagon am Di 25 Okt 2011, 03:00

Ich glaube nicht, dass Liebe derartig herausgefordert werden kann, dass sie stirbt.

Ich schicke dir mal einen Link zu meiner Lieblingsserie: Monaco Franze
http://www.youtube.com/watch?v=wOc4cfiYRnU

Liebe ist vielleicht die eigentliche Herausforderung.
Das kommt da sehr unterhaltsam und witzig zum Ausdruck.
Monaco ist der weige Stenz, einer, der nichts anbrennen lässt. Seine Frau, sein Spatzl, eine Adelige und er ein Vorstadt-Casanova, passen offernsichtlich, nicht so recht zusammen. Aber trotzdem lieben sie sich. Er geht zwar dauernd fremd, aber im Traum möchte er keine andere. Warum tut er das?
Ja, warum?
Man hat den Eindruck, dass es ihm eher auf die Jagd ankommt, als auf die Frauen.
Am Anfang sind sie zusammen. Beide haben alles was man sich wünschen kann. Es geht ihnen so richtig gut. Sie haben sich, Tätigkeiten, die ihnen Freude machen, Geld genug, sie sind verheiratet und es scheint so als läge ein Segen über ihnen.

Aber, die Katze lässt das mausen nicht und am Ende, nachdem sie ihn verlassen hat, und er ganz unten ist, keine "Targets" (dieses Demo Wort würde aber Monaco so wenig benutzen, wie Uvo) mehr hat, keinen Job, kein Geld, keine Freunde, gar nichts mehr hat, kommt sie zurück von den Bermudas, frustriert und ausgebrannt, eine Alkoholikerin und findet ihn buchstäblich in der Gosse wieder.

Für mich ist es ein Happy End, denn was sie verloren haben, waren Illusionen. Aber sie haben sich wieder.

Deine Geschichte von der unglücklichen Familie, wer weill schon den Stab darüber brechen, aber ich denke, dass über dieser Familie eben kein Segen liegt. Das arme Kind, auf das sie nun alle ihre Hoffnungen richten, wird das bestimmt nie erfüllen können. Überforderung im höchsten Maß. Eislaufmütter sind nix dagegen. Liebe ist bedingungslos.

Was aber die Menschen alles so Liebe nennen.
lol!
Erika Pluhar hat es doch sehr gut beschrieben.






patagon

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dann sagt man leis "lass uns freunde sein"..doch damit ist jeder allein...

Beitrag  helene am Di 25 Okt 2011, 06:01

ich platze hier einfach mal so in die diskussion ( muss leider auch gleich wieder raus) und sende folgenden link:

"wir sind wie flammen im wind" r.b.

http://www.youtube.com/watch?v=XP5WYmRvlkU

schöne maus, du gehst ja später noch auf meinen letzten beitrag zum nietzsche-zitat ein..

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t490p100-hauptstrang#47924

ewigkeit.... Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven

sunny


Zuletzt von helene am Di 25 Okt 2011, 06:03 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : die sterne und die sonne...)

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Hallo Mousy,

Beitrag  patagon am Di 25 Okt 2011, 18:56

Wir wollen doch den Hauptstrang nicht sterben lassen, oder?

Es ist schon schade, wenn man anfängt über etwas zu reden und dann bekommt man keine Antwort mehr.

"Ich sehe das wie R.D. Precht im oben kopierten Interview:
Ich glaube dagegen, dass Liebe eine Umleitung ist: die Bindung der Kinder zu den Eltern wird ab der Pubertät auf einen anderen Menschen projiziert."

Kinder sind sich wahrscheinlich ihrer Liebe zu den Eltern nicht wirklich bewusst, trotzdem lieben sie sie wahrscheinlich auch dann, wenn sie ganz anders reden, sobald sie reden können.
Da sagt der kleine Junge zu seinem Freund "Mein Alter taugt nix" und das kleine Mädchen schämt sich für seine Mutter und findet sie peinlich.
Viele Kinder entziehen sich dem Herzen und Küssen von Erwachsenen mehr oder weniger angewidert. Als Jugendliche brechen sie dann aus und rebellieren.

Am schlimmsten ist es aber wahrscheinlich für alle, wenn sie ihre Eltern zu verachten beginnen. Das geschieht wahrscheinlich dann, wenn die Eltern sich in irgendeiner Weise selbst erniedrigen und wenn sie sich "Autoritäten" unterwerfen, oder auch nur scheinbar unterwerfen, die aus den verschiedensten Gründen, von den Kindern nicht respektiert werden.

Ist also die Liebe doch ein "Ding" das man nach Lust und Laune weitergeben kann?








patagon

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Zeit...

Beitrag  Gast am Di 25 Okt 2011, 22:19

Patagon: Es ist schon schade, wenn man anfängt über etwas zu reden und dann bekommt man keine Antwort mehr.
Aber aber, wer sagt denn sowas. Antworten kommen, ist nur eine Frage der ZEIT Wink
Es ging da bei Helene gerade noch um die Ewigkeit, ist gar nicht lange her... und ich las letzte Nacht die vielen Seiten Arendts über das SEIN in der WELT etc.... (klar beeinflusst von Heideggers Sein und Zeit).

Und weisst du Patagon, jetzt hast du schon wieder ein Thema angeschnitten, das ich gerade heute früh auch gedacht habe: Die Liebe als Frage der Zeit... Väter, die keine Chance haben, eine normale Beziehung zum Kind zu leben. Müssen die ihre Liebe nicht immer wieder zurückpfeifen, damit sie nicht zu sehr leiden? Aber wenn ich sowas schreiben würde, kämen gleich wieder diese überhöhten esoterischen Vorstellungen von Liebe, die leider auf Erden nicht lebbar sind.
Und wie ist es jetzt mit der Übertragung der ersten Beziehungen auf spätere? Da gehören für mich nicht nur die Beziehungen zu den Eltern sondern auch die zu Geschwistern und anderen Nahestehenden.
Ich muss das alles erst sortieren - kann dauern.

Patagon: Ist also die Liebe doch ein "Ding" das man nach Lust und Laune weitergeben kann?

Kein Ding. Aber eine Frage des Willens. Es gibt den Entscheid, eine Liebe zuzulassen. Und den Entscheid, eine Liebe abzutöten - vielleicht um frei zu werden für etwas Neues? Das ist der Gewinn Arends in ihrer Dissertation: Sie hat den Finger auf die Geburt des Neuen gelegt, weg von der Todesangst.
Es handelt sich um ihre bereits im Alter von 22 Jahren verfasste und 1929 in Berlin gedruckte Dissertation. Darin verbindet sie philosophische Ansätze Martin Heideggers mit denen von Karl Jaspers und betont bereits damals die wichtige Rolle der Geburt für das Individuum wie auch für seine Mitmenschen. Damit grenzt sie sich von ihrem Lehrer Heidegger ab, der das Leben als ein „Vorlaufen“ zum Tod auffasste.
...
In Berlin traf sie ebenfalls 1929 Günther Stern wieder, den sie schon aus Marburg kannte.[6] Kurz darauf zog sie mit ihm zusammen, für die damalige Zeit ein von der öffentlichen Meinung verpöntes Verhalten; die beiden heirateten noch im selben Jahr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hannah_Arendt


Helene, "wir sind wie flammen im wind" r.b.

Er sang nicht nur:
Liebe ist ein Geschenk, dass die WELT dir macht,
er sang also auch:
Liebe kann sterben.

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Re: HAUPTSTRANG!

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