Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

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Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

Beitrag  Andy Friend am Fr 06 Jan 2012, 06:25

das Eingangsposting lautete :

Hier geht's witer:

Das Messer

Merkmale des DNA-Musters der NK waren am Messergriff nachweisbar - wie bei einem zu ihrem Haushalt gehörenden Messer auch zu erwarten. DNA und vermutlich eine geringe Menge Blut befand sich von ihr an der Messerschneide, die aber die festgestellten Hals- oder Kratzverletzungen nicht verursacht haben kann.

Am Rücken der Messerklinge, die die Halsverletzung zumindest theoretisch verursacht habe könnte, und an der Messerspitze, durch deren Einwirkung die Kratzverletzungen entstanden sein könnten, fand sich keine DNA der NK, dies hätte man aber angesichts von Art und Intensität der jeweils notwendigen Einwirkung erwarten müssen.

Am Griff des Messers befand sich DNA der NK und männliche DNA, die Merkmale von JK aufwies. Die schlechte Befundlage stand jedoch nicht im Einklang mit der angeblich längeren und intensiven Messerführung des Angeklagten und ließ eine Spurenübertragung als durchaus möglich erscheinen.

Konkrete Anhaltspunkte für einen Spurenverlust lagen nicht vor.

Die Spurenlage am Messer stützte damit nicht den von der NK geschilderten Hergang der Ereignisse.

So einfach ist das,und es ist noch nicht einmal von mir - aber die Fundstelle suchen Sie schön selber, wie schreibt Ihre Freundin Thauris immer so nett: Googeln können Sie ja, oder?

Viele Nichtjuristen und eben auch zB. die von mir sehr geschätzte Frau Wolff kommen auch deswegen zu demselben Ergebnis wie das Landgericht Mannheim: Freispruch für JK!

Und zwar noch einmal für Sie zum ins Gehirn brennen: ein Freispruch ohne Wenn und Aber, egal, was sich der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung, die juristisch keinen Cent wert ist, zusammen polemisiert hat!

Und was soll da nun in den Akten oder dem Urteil noch gravierend Neues stehen? Glauben Sie an einen solchen Inhalt: Wir gehen davon aus, dass JK das Messer gegen die NK benutzt hat, aber wir haben so viel Angst vor RAe. Schwenn und Höcker, dass wir ihn trotzdem freisprechen? Wohl kaum! Oder vielleicht an die Räuberpistole der noch nicht Papierli-SUI aus dem Ruhrgebiet: das eigentliche Tatmesser hat JK mitgenommen, der Bösewicht? Mit Verlaub, wir sind doch nicht bei „DSDSTM“ („Deutschland sucht das SuperTatMesser“).

Warum glauben Sie eigentlich, dass diejenigen, die täglich stundenlang tatsächlich Unterlagen auswerten, Indizien einordnen und Lebenssachverhalte ermitteln - und sich nicht selbst(gefällig) zum Inspector befördern -, bei der Fülle der Einzelheiten aus dem Fall Kachelmann nicht in der Lage sind, diese richtig zu bewerten? Frau Wolff zB. hat dies ein Berufsleben lang getan und steht damit erkennbar in einem krassen Gegensatz zu Ihnen, die sie immer noch auf die "smoking gun" in den Akten warten: oder waren sie es nicht, die wochenlang auf eine Verurteilung gesetzt hat - und nun auf den Film mit den ach so neuen Fakten wartet wie das Kleinkind auf den Weihnachtsmann? Ja, ich weiss, Sie glauben so gerne, aber glauben Sie einfach ein einziges Mal mir: es wird keine "smoking gun" mehr gefunden werden... das könnte jeder ohne jegliche Aktenkenntnis feststellen, wenn er nicht faktenfrei wäre...

Warum glauben Sie eigentlich, dass jeder so wenige Fakten zum Fall Kachelmann kennt und versteht wie Sie? Und bitte interpretieren Sie mich jetzt nicht falsch, diese Frage hat nichts mit der Arroganz eines Juristen zu tun - ich zB. habe gerade hier bei den „Elsen“ viele wichtige Informationen und Denkansätze gefunden, die Sie in Ihrer einseitigen Parteinahme für die NK ignoriert oder gar nicht erst gesehen haben.

Informationsanalyse ist schliesslich nicht den Juristen vorbehalten - aber es setzt Kenntnisse, Erfahrungen - und Intelligenz voraus. Viele hier bei den „Elsen“ haben sie, nur Sie machen von diesen Informationen in erschreckend geringem Masse Gebrauch. Warum auch immer...

Lassen Sie mich spekulieren: vielleicht liegt dies daran, dass Sie und ihre GaGa-Truppe sich komplett verrannt haben: der Fall JK mag als Beispiel dienen, wie man Beziehungen zu Frauen nicht führen soll, aber er ist eben gerade kein Beispiel dafür, wie das deutsche Rechtssystem mit vergewaltigten Frauen umgeht. Und das kann jeder sehen, der sich dem Fall vorurteilsfrei nähert - vorurteilsfrei bezogen auf den Tatvorwurf und frei von einer Vorverurteilung des Angeklagtens aufgrund seines Vorlebens.

Nur Sie wollen unbedingt das Strafrechtssystem pervertieren, um ein von Ihnen einseitig empfundenes „moralisches Vergehen“ strafrechtlich zu sanktionieren: Knast nicht mehr für strafrechtlich relevante, sondern für einseitig definierte moralische Schuld... willkommen im Mittelalter!

Nein, dass ist kein Nazidenken, aber Ihre Denkweise hat auch nichts mit dem Erbe der Geschwister Scholl zu tun - oder wer sollen dann die Nazis sein, gegen die Sie sich auflehnen?

Schauen Sie lieber mal auf Länder, nur wenige Flugstunden von uns entfernt: da gilt die Scharia, und da werden Frauen für einseitig definiertes, angeblich unmoralisches Verhalten gesteinigt! Und wir sperren Männer dann für einseitig definiertes, angeblich unmoralisches Verhalten ein? Eine pointierte Auffassung von "Multi-Kulti".

Ich weiss nicht, wo Sie leben, aber auch in Ihrer Nähe gibt es sicherlich ein Landgericht, und da werden regelmässig tatsächlich nachweisbare Vergewaltigungen verhandelt. Gehen Sie doch einfach mal hin, sehen Sie sich die Verhandlungen an, solidarisieren Sie sich mit diesen Frauen, unterstützen Sie die wirklichen Opfer! Aber hören Sie auf, JK und seine Frau in dumm-dreister, hämischer Art durch den Dreck zu ziehen. Sie tun ihm Unrecht, sie tun seiner Ehefrau Unrecht, und sie tun der Sache aller Frauen, die nachweisbar vergewaltigt worden sind, Unrecht.

Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, meine Meinung sei schon deswegen irrelevant, weil ich irgendwo eine böse Bemerkung über die NK gemacht hätte - habe ich nämlich nicht, ich kann nur nichts dafür, dass diese und ihre Story bei einer sachlichen Betrachtung auch bei mir nicht positiver wegkommt als in der Betrachtung des LG Mannheim, der überwiegenden Anzahl der Nichtjuristen - und in der von Juristen wie Frau Wolff.

Egal, wieviel Aktenkenntnis und -verständnis sie niemals und andere jemals haben werden: die Aussagen der NK haben so wenig Gehalt, dass damit niemals eine Tatbegehung hätte nachgewiesen werden können.

Und spätestens nach der Rechtskraft des Urteils haben Sie über eine Tatbegehung des Jörg Kachelmann genau so wenig zu spekulieren wie über eine Tatbegehung durch irgend einen anderen Mann![...]
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t546p840-fall-kachelmann-freiheit-und-die-befreiung-aus-der-elsen-falle-teil-8#57330

Andy Friend

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

Beitrag  GasGerd am Fr 06 Jan 2012, 09:15

Bitte / Danke / Gern geschehen

Gerade mal bei den Elsen vorbeigeguckt:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t551-zur-notwendigkeit-des-klageerzwingungs-verfahrens-gegen-claudia-dingens-und-der-publikation-des-schriftlichen-freispruchsurteils-von-jkachelmann#57743

Da geht es um diesen Beitrag der ehemaligen OStA`in auf einem anwaltlichen Blog:

im Netz werden die ulkigsten Auffassungen vertreten, die man nur als Vortäuschung von Rechtskenntnissen (allerdings in Form eines untauglichen Versuchs) bezeichnen kann: da wird dem freigesprochenen Herrn Kachelmann vorgehalten, daß er noch kein Klageerzwingungsverfahren durchgeführt habe – Sie wissen, wo’s steht. Da weiß jemand nicht, was einem Klageerzwingungsverfahren alles vorausgehen muß: ein Ermittlungsverfahren, das mit einer Einstellung endet. Eine Beschwerde gegen diesen Bescheid zur Generalstaatsanwaltschaft, die zurückgewiesen wird. Erst dann kann ein Klageerzwingungsverfahren zum OLG stattfinden.

http://stscherer.wordpress.com/2011/12/16/die-unschuldsvermutung-das-unbekannte-wesen-oder-was-ist-eigentlich-eine-rechtsdrohung/#comment-986

Damit sind nun offensichtlich bei den interessierten juristischen Laien alle Klarheiten beseitigt.

Also noch einmal zur Entwirrung:

1. Herr Schwenn hat während einer Zeugenaussage der Nebenklägerin mit einem Klageerzwingungsverfahren wegen falscher Verdächtigung gedroht.

2. Herr Höcker hat die NK nach dem Freispruch als "Erfinderin des Vergewaltigungsvorwurfs" bezeichnet, was Leser mit durchschnittlichem Empfängerhorizont als Vorwurf einer falschen Verdächtigung verstehen.

3. Bislang ist nicht bekannt, dass gegen die NK eine Strafanzeige erstattet wurde. Das wäre natürlich die Grundvoraussetzung für ein Klageerzwingungsverfahren, zunächst müssen ja Ermittlungen durch eine StA eingestellt und die Beschwerde dagegen von einer GStA zurückgewiesen werden.

Wie es im Moment aussieht, ist weder eine Anzeige erstattet worden noch wird ernsthaft ein Zivilverfahren gegen die NK in Erwägung gezogen. Sie wird einfach nur öffentlich als Falschverdächtigern verunglimpft.

Jetzt aber tschüss!

GasGerd

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Tala Heute um 20:07

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 09:19

Es ist egal, was Schwarzer schreibt oder nicht schreibt, ob sie in Burma oder im Himmel, Hauptsache, wir müssen uns nicht mit ihr auseinandersetzen, das tut Höcker.
Gemäss Twitter kämpft JK also weiter, d.h. es wird gegen CSD ermittelt.
Werden wir irgendwann wissen, WER ihr die Tickets zugestellt hat? Wann sie die Luusmeitli kontaktierte? Wer alles an diesem lustigen Chat teilnahm? Hatte nicht CSD im Tagebuch vermerkt, dass JK nicht mehr twitterte aus Vancouver? Hat sie seine Artikel im Netz verfolgt?
Was sich liebt, das neckt sich

http://www.news.de/sport/855045466/das-wesen-des-bibers/1/

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@Tala

Beitrag  dale am Fr 06 Jan 2012, 09:24

Also Tala, ich befürchte, dass das nicht ruck-zuck-erledigt ist.

Das Klageerzwingungsverfahren

A. Einleitung:

Das Klageerzwingungsverfahren ist in den §§ 172 ff StPO geregelt. Das Verfahren dient zur Kontrolle des Legalitätsprinzips. Dieses verpflichtet die Staatsanwaltschaft wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten sofern gem. § 152 II StPO zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Da die Staatsanwaltschaft das Anklagemonopol besitzt (§ 152 1 StPO), darf ein Dritter in der Regel nicht selbst das gerichtliche Verfahren gegen den Beschuldigten in Gang setzen (Ausnahme: Privatklagedelikte gem. § 374 StPO). Daraus folgt: Im Falle einer Einstellung durch die Staats-
Anwaltschaft bleibt dem Dritten keine Möglichkeit, eine Anklage selbst zu erheben. Deshalb hat der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen die Durchführung eines Klageerzwingungsverfahrens zugelassen, damit die Entscheidung der Staatsanwaltschaft durch das Gericht noch einmal überprüft werden kann.

B. Der Ablauf des Verfahrens:

Beim Klageerzwingungsverfahren handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren.

l. Stufe: Die Vorschaltbeschwerde

Voraussetzung ist zunächst die Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft mangels hinreichenden Tatverdachts, § 170 II StPO. Dem Antragsteller wird ein Einstellungsbescheid mit einer entsprechenden Rechtsmittelbelehrung übersandt, § 171 StPO. Die Belehrungspflicht entfällt allerdings, wenn das Klageerzwingungsverfahren nach § 172 II S.3 StPO unzulässig ist. Das betrifft die Privatklagedelikte (§ 374 StPO) sowie §§ 153 1, 153a 1,6 oder 153b 1 StPO desweiteren §§.153c bis 154 1 und 154b sowie 154c StPO. Das Klageerzwingungsverfahren ist auch dann unzulässig, wenn die Entscheidung einer Einstellung im Rahmen der §§ 153 ff StPO ohne gerichtliche Mitwirkung erfolgte. Ein Rückgriff auf die §§ 23 ff EGGVG ist in diesem Zusammenhang nicht zulässig. Zudem ist das Klageerzwingungsverfahren auch ausgeschlossen, wenn eine Einstellung nach § 45 JGG erfolgte, da es sich hierbei um eine mit den §§ 153 ff StPO verwandte Vorschrift handelt.

Der Ausschluß des Verfahrens gilt jedoch nicht, wenn die Staatsanwaltschaft in Überschreitung ihrer Befugnisse handelte und
trotz des bestehenden Verdachts eines Verbrechens das Verfahren einstellte.

Der Antragsteller kann, wenn er zugleich Verletzter ist, innerhalb von zwei Wochen nach Zugang des Einstellungsbescheides beim vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft (Generalstaatsanwalt beim OLG) Beschwerde einlegen, § 172 1 1StPO. Man spricht hier von der sog. Vorschaltbeschwerde.

Wenn der Antragsteller nicht zugleich Verletzter ist, bleibt ihm allenfalls die Möglichkeit einer Dienstaufsichtsbeschwerde.
Der Begriff des ,,Verletzten" ist hierbei das wichtigste und umstrittenste Merkmal des Klageerzwingungsverfahrens.
Grundsätzlich ist der Begriff weit auszulegen. Er umfaßt Körperschaften, Gesellschaften und andere Personenvereine (§ 374 III StPO) sowie Behörden und sonstige Institutionen der öffentlichen Verwaltung.

Nach ständiger Rspr. ist Verletzter iSd § 172 StPO derjenige, der unmittelbar in seinen Rechten, Rechtsgütern oder rechtlich
anerkannten Interessen beeinträchtigt ist. Der Antragsteller muß also ein spezielles Interesse an der Ahndung des Normverstoßes haben, d.h. er darf nicht wie jeder andere Staatsbürger von der Tat betroffen sein.

In der Literatur wird dagegen an das Genugtuungs- oder Vergeltungsinteresse des Betroffenen angeknüpft. Zudem wird
neuerdings auch auf den Schutzbereich der verletzten Strafrechtsnorm abgestellt. Verletzter ist danach der Träger des Rechtsgutes, gegen das sich das Delikt -zumindest auch- richtet. …………………………………………..


http://www.jurathek.de/showdocument_print.php?session=0&ID=4524

oder


Ich würde mich jetzt wirklich so sehr freuen, wenn Gabriele Wolff nicht sooooo "konsequent" wäre (das muss nämlich nicht immer die richtig Lösung sein,... Nachsicht wäre hier besser) und mir/uns die juristischen Winkelzüge bei einem Klageerzwingungsverfahren erläutern würde.

Bitte Gabriele Wolff Bussi 2
Blumen

dale

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Tala

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 09:28

um ein klageerzwingungsverfahren durchzubringen gibt es bestimmt anwälte die darauf spezialisiert sind und ob kachelmann das überhaupt möchte, weiss NUR er und seine anwälte.....dass er weiterkämpft hat er klar im heutigen twitter gesagt, aber natürlich lässt das keine korrekten rückschlüsse zu, gegen wen er wirklich weiterkämpft......

hier im forum haben wir drei, wenn nicht vier wirkliche juristen und da kann wohl kein juristischer laie mehr dazu sagen als diese....

hier ein link zu wiki mit weiterführenden links zur allgemeinen info....das ist wohl ein sehr spezielles spezialthema, sogar unter juristen.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Klageerzwingungsverfahren

oh, seh grad, dale hat schon mehr darüber eingestellt....

Blumen

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Kommentare

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 09:55

Danke für die Links und ich möchte das mal ganz vorsichtig formulieren, ich hätte daraus schon etwas gefunden, was eventuell passt.
Wie sieht es denn mit einer Privatklage aus ?
Gesetzt den Fall, JK strengt eine Privatklage gegen CSD an, während der Verhandlung stellt sich heraus, daß CSD falsch
ausgesagt hat, wird dann direkt eine Klage durch die STA. gegen CSD angestrengt ?

Wäre nett, wenn Frau Wolff sich doch mal kurz äußern könnte.
Smile Smile Smile

Gast_0008

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

Beitrag  stscherer am Fr 06 Jan 2012, 10:03

Die hier in Frage kommenden Delikte sind Offizialdelikte (keine Antrags- oder Privatklagedelikte), d.h., die Staatsanwaltschaft muss von Amts wegen ermitteln, wenn sie einen Anfangsverdacht bejaht.

Wer die Ausführungen der StA im Plädoyer verfolgt hat, der kann sich ungefähr denken, wie die StA zu einem solchen Anfangsverdacht steht...

Trotzdem kann eine Strafanzeige gestellt werden - so wurden zB. nach meiner Kenntnis die Ermittlungen gegen Nonnenmacher & Co. von einem Rechtsanwalt in Hamburg ausgelöst. Die StA muss dann ermitteln und entscheiden, ggfs. schliessen sich Rechtsmittelverfahren an.

Die Verletzten (hier nicht schwierig zu benenn) können Strafantrag stellen (vor Ablauf bestimmter Fristen, versteht sich). Auch dies wird zu dem obigen Verfahren von Amts wegen, ggfs. zu Rechtsmitteln.

Führt das Alles nicht zu einer Anklage, kann der Verletzte über das Klageerzwingungsverfahren versuchen, doch noch eine Anklage zu erreichen.

AlexRE und sein Zwilling im Geiste (und im Fleische?) haben den subtilen Angriff auf die StA in den Worten des Kollegen RA Schwenn nicht richtig interpretiert: das war eine Polemik im besten Sinne... eigentlich verstand jeder, dass er damit der StA seine Meinung zu ihrer "Unabhängigkeit" mitteilen wollte - nun, jeder, der es verstehen wollte oder konnte. Und es diente gleichzeitig der Einschüchterung der NK, keine Frage - doch dazu hätte er ihr ja einfach nur mit einer Anzeige drohen können.

Auch übersehen sie, wie schwierig es ist, einen "unwilligen Hund zum Jagen zu tragen". Genau das ist nämlich die Herkulesaufgabe: die StA gegen ihren Willen zur Anklage zu treiben.

Selbst wenn eine solches Verfahren (beginnend mit der Strafanzeige) geplant ist, dann macht man das nicht in ein paar Tagen...

Und wenn ein solches Verfahren läuft, dann hängt es sicherlich niemand der Beteiligten/Betroffenen an die grosse Glocke - oder schickt gerade dem GasGerd/AlexRE eine Durchschrift.

Streng trennen muss man davon die Zivilklage ("Privatklage").


Zuletzt von stscherer am Fr 06 Jan 2012, 10:18 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

stscherer

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Kleiner Nachschlag

Beitrag  dale am Fr 06 Jan 2012, 10:17

Besonders interessant ab S. 35

Das Klageerzwingungsverfahren
Dissertation
zur Erlangung des Doktorgrades
der Juristischen Fakultät
der Georg-August-Universität zu Göttingen
vorgelegt
von
Edda Meyer-Krapp
aus Sande
Göttingen 2008
http://wemepes.ch/pdf-Liste/Klage-Erzwingungsverfahren.pdf

dale

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann stscherer Heute um 22:03

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 10:20

Sehr geehrter Herr Scherer,
bezugnehmend auf Ihre PN an mich vor einigen Tagen, folgende Info zu Ihrer Frage :

Der Prozess wurde heute eröffnet. v.d.S. in Schutzweste.
Ihm werden 24 Std. gegeben um sich schuldig zu bekennen, erfüllt er dies, wird am Freitag weiterverhandelt. Man erhofft sich während der Verhandlung, eine Stellungnahme seinerseits zum Tatgeschehen im Fall N.H.
Meine Hoffnungen diesbezüglich sind 0.
Hoffe, diese Infos nützen Ihnen. Sobald vorhanden, werde ich hier einen Link einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Tala

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Kleiner Nachschlag dale Heute um 22:17

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 10:27

Danke Dale. Werde das mal durchackern. Wink

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@Tala

Beitrag  dale am Fr 06 Jan 2012, 10:31

Tale ich denke, dass J.Kachelmann, was immer er vor hat, z. B. auch bei einem Klageerzwingungsverfahren mit RA. Schwenn den richtigen Anwalt hat.

SPIEGEL ONLINE

27.02.2009
Tod eines ausgesetzten Schülers
Polizist verliert womöglich seinen Job


Zwei Polizisten setzten einen betrunkenen Schüler nachts an einer Landstraße aus - der Junge wurde überfahren. Einer der Beamten wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob jetzt die Revision auf. Dem 46-Jährigen droht die Entlassung und der Verlust der Pensionsansprüche………..

…….In einem ersten Verfahren vor dem Lübecker Landgericht waren beide Männer im Mai 2007 wegen fahrlässiger Tötung zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dieses Urteil hatte der BGH aufgehoben und das Verfahren zur Neuverhandlung nach Kiel verwiesen.

Zu dem Prozess gegen die Beamten kam es erst, nachdem Roberts Eltern mehrere Klageerzwingungsverfahren gegen den Widerstand der Lübecker Staatsanwaltschaft anstrengten.

Der Anwalt des Ehepaares Syrokowski, Johann Schwenn, hatte sich bereits nach dem zweiten Urteil äußerst optimistisch gezeigt und betont, die Kammer habe ihr Urteil gut begründet. Es sei schwer, eine neue Revision durchzubringen, hatte Schwenn damals gesagt - und Recht behalten. "Dieses Urteil wird dafür sorgen, dass kein Polizist je wieder so handelt", hatte der erfahrene Strafverteidiger zudem gesagt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,610349,00.html


Zuletzt von dale am Fr 06 Jan 2012, 10:34 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

dale

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stscherer .... fragen

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 10:32

ihr posting:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t551p20-zur-notwendigkeit-des-klageerzwingungs-verfahrens-gegen-claudia-dingens-und-der-publikation-des-schriftlichen-freispruchsurteils-von-jkachelmann#57762

wie immer klar verständlich... danke dafür....
dass vom gasherd nur gas kommt, das man besser nicht einamtmet war mir klar.... Laughing

meine fragen, vorausgesetzt kachelmann möchte diese klage einbringen:

ist es unumgänglich, dass kachelmann bei der STA mannheim eine diesbezügliche klage einbringen muss und erst wenn diese abgewiesen würde ist das OLG karlsruhe zuständig ???

die beweise, die ja mangelnde beweise gegen kachelmann und lügen von CSD waren, werden dann gegen sie verwendet, oder ??

gibt es nachweise darüber, dass die STA wirklich entlastende beweise gem. ihrem gesetzlichen auftrag gesucht hat ??....oder kann sie einfach die vorführung der mädchen nun umkehren und sagen: wir haben die alle nur vorgeladen um entlastende beweise zu finden NUR weil sie keine belastenden gefunden haben, die sie ja suchten.....??


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@Tala dale Heute um 22:31

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 10:35

Oh ja, der Fall war übel. Ich erinnere mich.
Und RA Schwenn hat ihn übernommen ? Cool. Danke. Cool

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

Beitrag  stscherer am Fr 06 Jan 2012, 10:38

@Tala
Vielen Dank für die Informationen. Tatsächlich helfen Sie mir und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

@Nina
das kann ich aus bestimmten Gründen nicht erschöpfend beantworten. Aber vielleicht hilft Frau Wolff da aus. Aber Sie haben Post.

@Dale
Hervorragende Einträge und Links, ich vergass, dies zu erwähnen.

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Tala & the rest

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 10:42

Wo her komt das interesse an diesem verfahren.(v.d.S) ??
Ich meine in zusammenhang mit JK?

Nur mal neugierig.

Ubrigens wünsche alle stille und laute Leser ein ganz gesundes Neues Jahr, und vorallem Oldoldman nochmals dank für die Gastfreundschaft. (Und respekt fur den unendlichen Geduld)

Liebe Gabrielle schliesse mir die anderen an, ich bin auch so ein inkonsequentes luder,und sogar JK fahrt wieder durch BadenWurtemberg; keinen grund nicht zu schreiben.
Also wenn der Lust dir packt uns das ein oder ander zu erklären; feel free..
Und wenn du kein Lust hast, verstehe ich das auch.





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Tala & the rest liese Heute um 22:42

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 10:52

Hoi, Liese,
weet je dat niet ? Sorry, maar dat is een soziopath en wij zijn heel geluklig dat hij in de bak is. :-) :-)

Gast_0008

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Tala

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 10:58

ben jij ook Niral?

Ja dat weet ik, dat is een echte sociopath. En inderdaad goed dat hij in de gevangenis zit, maar ook hij heeft in mijn ogen recht op een eerlijk proces. Ben niet zeker dat hij dat daar krijgt.

Ligt daar het verband met de Casa Kachelman?

Ubrigens freue ich mich wirklich sehr über die Beitrage von Herr Scherrer!

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Tala liese Heute um 22:58 ben jij ook Niral?

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 11:04

Niral ? Nee, ik ben Tala en ik heef geen tweede identiteit.

Weet je dat J.v.d.S. een goed leven in Lima heft ? En een peuter met een meisje van Lima ?

Denk aan Nathalie, de moeder van Nathalie en de familie Flores.

Smile

Gast_0008

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 11:14

Tala, je kan goed nederlands!
Nee ik wist niet dat hij een dochtertje had. Ik weet wel dat er een amerikaanse is die hem ondersteunt, geld stuurt, enz.
Ze heeft geloof ik een liedje voor hem geschreven.

Ik denk dat de situatie voor de betreffende families vreselijk is.
Vooral toen hij nog vrij was en zich zo arrogant gedroeg in de media. Maar dat kan natuurlijk nooit afdoen aan het recht op een eerlijk proces.Dat is overigens ook voor de slachtoffers enorm belangrijk.

Okay ab jetzt schreibe ich wieder deutsch. Obwohl Holländisch ist schon viel einfacher cyclops
Da werden umlauten nicht uberbewertert, sonder sind fast inexistent Wink

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann liese Heute um 23:14

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 11:27

Bedankt Liese maar ik praat meerdere taalen. Smile

Ja, er hat sich eingebildet er käme mit allem durch, man befürchtet, daß es auch in Thailand Opfer gegeben hat. Denke auch, daß das so ist.
Ich habe eher Angst, daß er sich dort rauskauft. Gottseidank
ist die Familie Flores nicht unbekannt.
Außerdem sind die Beweise absolut sicher. Smile
Ich muß auch immer aufpassen, daß ich die Umlaute nicht ae, ue, etc. schreibe. Smile

Gast_0008

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Recycling

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 11:39

Was steckt wirklich dahinter?




Nun hat Alice ihren Kachelmann-EMMA-Beitrag auch noch in ihren Blog gehoben – vielleicht, weil sie glaubt, ihr Lehrgeld wegen der letzten Verleumdung (Umfrisieren des landgerichtlichen Freispruchs in eine richterliche Überzeugung der Täterschaft) jetzt gut genug verdaut zu haben glaubt? Vielleicht hat ihre ersichtlich einzige feste journalistische Mitarbeiterin Chantal Louis ihren Myanmar-Aufenthalt auch nur hinterrücks ausgenützt?

Deutsch jedenfalls kann sie immer noch nicht:

Sekundiert wurde sie von der Gerichtsberichterstatterin des Spiegel, Gisela Friedrichsen.

http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=89&tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2012&tx_t3blog_pi1[blogList][month]=01&tx_t3blog_pi1[blogList][day]=04&cHash=d8f6b31bba

Sie sind hier:

• Duden online
• sekundieren

se¬kun¬die¬ren
Wortart: schwaches Verb
Worttrennung:
se|kun|die|ren
Beispiel:
jemandem sekundieren

http://www.duden.de/rechtschreibung/sekundieren


Aber hätte die ergebene Mitarbeiterin die nachfolgende Passage nicht aktualisieren müssen?

Der aber macht weiter. Gerade landete wieder eine absurde „Abmahnung“ auf meinem Tisch, wegen eines Interviews, in dem ich mich zum Kachelmann-Prozess geäußert hatte. Die Litigation-PR hört nicht auf.

Hätte sie jetzt nicht schreiben müssen: das Landgericht Köln hat schon wieder eine absurde einstweilige Verfügung gegen mich erlassen?

Und statt:

Sehr spät, aber immerhin hat das Oberlandesgericht Köln im November 2011 in zweiter Instanz dem Treiben Einhalt geboten. Es hat bild.de bestätigt, dass sie das Recht hatten, über die Entdeckung von DNA-Spuren Kachelmanns an dem fraglichen Messer zu berichten – auch wenn diese Spur sich im Nachhinein nicht als beweiskräftig erwies. Das könnte teuer werden. Diesmal für Kachelmann.

Das könnte mal wieder teuer werden. Schon wieder für mich...

Aktuell ist diese Passage wegen des einen verlorenen – bei zwei gewonnenen Verfahren gegen BILD vor dem OLG – auch nicht mehr. Konnte man doch lesen, daß es vor dem BGH weitergehen wird. Und dann wird es eventuell teuer für BILD. (Der weitere Grammatikfehler: »BILD.de [...] hatten das Recht« zeugt von der zunehmenden Überforderung der Vielschreiberin.

Wie es um ihre Logik und ihre Rechenkünste bestellt ist, belegt der letzte Absatz:

Auf 90 000 wird die Zahl der mutmaßlichen Vergewaltigungen im Jahr allein in Deutschland geschätzt. Jeder zweite Vergewaltiger ist der eigene Freund oder Ehemann bzw. Exmann. Nur drei Prozent dieser Vergewaltigungsvorwürfe sind nach internationalen Statistiken Falschbeschuldigungen. Ein Prozent wird letztendlich verurteilt. Bleiben 86 800 Frauen im Jahr allein in Deutschland, deren Vergewaltigung nie gesühnt wird. Diese Frauen haben eben keine Litigation-Berater.

http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=89&tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2012&tx_t3blog_pi1[blogList][month]=01&tx_t3blog_pi1[blogList][day]=04&cHash=d8f6b31bba

So, auf 90.000 wird die Zahl der ›mutmaßlichen‹ Vergewaltigungen also ›geschätzt‹.
In der Folge wird allerdings davon ausgegangen, daß sich tatsächlich 90.000 Vergewaltigungen pro Jahr in Deutschland ereignen. Merkt ja (fast) keiner.

Die fortwährend wiederholte Behauptung, jeder 2. Täter (hier haben wir den Bereich des Mutmaßlichen und der Schätzung bereits verlassen) sei der Partner/Ex-Partner, ist noch nie von ihr belegt worden. Selbst die absurde Daphne-›Studie‹ von Kelly et al. spricht (nach Lektüre von 100 irgendwie herausgezogenen Akten aus Stuttgart, die sich als nicht repräsentativ erwiesen) nur von 35% Partnern und Ex-Partnern unter den real ANGEZEIGTEN, und zwar als die höchste Quote in Europa! Und teilt nicht einmal mit, wieviele von denen dann auch verurteilt wurden. Sicherlich ist auch diese Quote ein Ausreißer, ebenso wie die Daphne-Stuttgart-Verurteilungsquote von 23 % (die in Deutschland nur 13% beträgt).

Die 3% an Falschbeschuldigungen stammen aus jener, wissenschaftlichen Standards nicht genügenden, Studie der Feministin Liz Kelly, die lediglich diejenigen Verfahren, die wegen offensichtlicher Lügen der Anzeigenerstatterinnen bereits von der Polizei umdeklariert und fortan gegen die AE geführt wurden, berücksichtigte. Weder die 40% Einstellungen mangels Tatnachweis, die gerichtlichen Nichtzulassungen der Anklage, die gerichtlichen Einstellungen, die Freisprüche, noch die Verurteilungen wegen anderer Delikte wie Körperverletzung wurden daraufhin analysiert, ob eine Falschbeschuldigung vorlag oder vorgelegen haben könnte. Wie schon anderweitig erwähnt, neigen Staatsanwaltschaften nicht dazu, diesen Vorwurf von Amts wegen überhaupt nur zu prüfen.

1% wird laut A.S. verurteilt – offenbar nimmt sie hier die ca. 1.000 Verurteilungen wegen Vergewaltigung im Jahr in Deutschland zum Maßstab und setzt sie irgendwie ins vage Verhältnis zu den 90.000 geschätzten Fällen, die für sie natürlich alles wahre Taten sind. 3% an Falschbeschuldigungen = 2.700 Fälle muß sie jetzt auch noch abziehen.

90.000 minus 3.600 ergibt laut Adam Riese und meinem Taschenrechner 86.400.

Wie also kommt sie auf 86.800 Vergewaltigungen, die nie gesühnt werden?! Und dann sollen jene 86.800 auch noch Prominente betreffen, die wegen geschickter Pressebeeinflussung Richter derartig hypnotisieren, daß sie freisprechen MÜSSEN?

Ich bestreite, daß es soviele Prominente in Deutschland überhaupt gibt... Aber das sind wohl Dunkelziffer-Prominente, die den Dunkelziffer-Taten entsprechen.

Ganz sicher ist nur eins: wer sich intellektuell derartig entblößt, hat keine Berater, die es gut mit ihm meinen. Und dann auch noch die Schmach, zugeben zu müssen, daß die eigene, verstärkt durch die BILD, FOCUS- und BUNTE-Litigation-PR nix genutzt hat, während die intellektuell überlegenen Gegnerinnen Friedrichsen und Rückert gepunktet haben. Das ist natürlich unverzeihlich, daß die sich auf die Beweislage gestützt haben und frühzeitig zum richtigen Ergebnis kamen, wie schon das OLG Karlsruhe. Schließlich geht es nicht um Beweise, sondern um die Sicherstellung der eigenen Macht: wenn Frauen keine Opfer sind, brauchen sie Alice Schwarzer ja nicht mehr...

Und dann das hier von der freidrehenden EMMA-Redaktion (da tanzen wohl die Mäuse auf den Tischen, wenn die gestrenge Chefin weg ist):

Eigentlich sollte jetzt, Anfang des Jahres, das Buch von Jörg Kachelmann erscheinen: „Mannheim“. Jüngst aber kündigte sein Verlag an, das Projekt sei auf unbestimmte Zeit, wenn nicht gar um ein Jahr verschoben. Der Verlag wird seine Gründe haben. Auch Alice Schwarzer möchte schon lange kein Buch mehr schreiben über den Fall, sie findet ihn einfach „zu ekelig“. Man denke an die Interviews, die Kachelmann nach seinem Freispruch so gegeben hat - in den ihm ergebenen Blättern Die Zeit und der schweizer Weltwoche: solche dreist selbstgerechten Tiraden inklusive Verhöhnung der Ex-Freundinnen eines nicht aus erwiesener Unschuld, sondern aus Zweifel an der Schuld Freigesprochenen. Aber Alice Schwarzer macht sich weiterhin Gedanken über die Strukturen, die bei diesem spektakulären Fall zu Tage traten. Und sie stellt sich Fragen nach der Rolle der Litigation-PR im Fall Kachelmann. War es Kommunikation oder Manipulation?
http://www.emma.de/home/news-archiv/news-detail/datum/2012/01/06/was-steckt-wirklich-dahinter/

Warum finde ich bei Amazon dann das hier?

http://www.amazon.de/Fall-Kachelmann-Alice-Schwarzer/dp/3462042947/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1325885436&sr=8-1

Das ekelige Buch ist schon wieder vorbestellbar, nachdem es zwischenzeitlich ganz abgemeldet war.

Ob Hoffmann & Campe wirklich den Mumm hat, ein medien- und justizkritisches Buch wie ›Mannheim‹ zu verlegen (nach den Interviews und den Tweets von JK ist Klartext zu erwarten), ist tatsächlich zu bezweifeln. Auch die deutsche Buchbranche ist gleichgeschaltet, den drei, vier Großen gehören alle Verlage, die nur noch als Label scheinbar unabhängig existieren, und die medialen Promoter im Zeitungswesen will keiner von diesen abhängigen Verlagen verprellen. Ich habe so einige Erfahrungen im Verlagswesen, und ich teile die überwiegenden Ansichten von Autoren über die Jahrhunderte, was diese Branche angeht.

Warten wir die Ereignisse ab. Die juristischen wie die literarischen ›Contre-Enquêtes‹. (Bin gerade mit DSK beschäftigt, und das Taubmann-Buch kam heute an.)

Ja, Liese, konsequent bin ich schon. Wenn es einen Ort für Analysen und faire Auseinandersetzungen in der Sache gibt, bin ich dabei.




Zuletzt von Gabriele Wolff am Fr 06 Jan 2012, 12:01 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet

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Gabrielle

Beitrag  Gast am Fr 06 Jan 2012, 11:44

Cool, den haben wir ja jetzt!!

Freue mich dich hier zu sehen!


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Recycling Gabriele Wolff Heute um 23:39 Was steckt wirklich dahinter?

Beitrag  Gast_0008 am Fr 06 Jan 2012, 11:47

Top! Top! Top!

Gast_0008

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@GW: Freu!

Beitrag  Andy Friend am Fr 06 Jan 2012, 12:38

HDGDL!

http://www.wz-newsline.de/home/panorama/wie-hdl-und-lol-die-deutsche-sprache-bedrohen-1.862872


Ja, ich finde auch immer wieder nicht nur die sprachlichen "Eigenheiten" (wie "Diffamtaion" - um Weltläufigkeit zu heucheln!?!?) faszinierend, sondern insbesondere Die Rechenkünste der angefangenen Kauffrau. Da wundert es eiegntlich, dass das Projekt EMMA überhaupt so lange gehalten hat. Gut, solange die Kriegskasse voll ist, fällt es nciht weiter auf.
Aber immerhin mussten ja in 2010 die letzten 100.000 EURO WP "in die Kasse" weichen - von einst rund 1.5 Millionen noch in 2007. Spätestens jetzt wäre es gut, wenn man/frau denn irgendwann mal rechnen gelernt hat. Die Auflagenfolge ist ja schon von monatlich über alle 2 Monate auf jetzt "saisonal (3 Monate) geschrumpft, wenn auch der "Pascha" in offensichtlich geistiger Verwirrung "Pascha des Monats" geblieben ist. Was nun? Mehr bzw. weniger geht doch nicht! Alle 6 Monate? Alle 12? Und das bei parallel sinkender Auflage... . Den Frauenhäusern und Gender-Unis geht's auch immer schlechter, da reduziert sich Schrittchen für Schrittchen die "Quersubventionierung". Gleichzeitig eine Online-Präsens, die wohl kaum durh Werbung ausreichend gedeckt/gegenfinanziert sein dürfte (zumal mit Archiv, das ja schon nach 3 Monaten die Dringlichkeit einer gedruckten EMMA für rund 10 EURONEN (das werden bald wieder fast 20 DEUTSCHE MARK sein) relativiert ...). Tja, da wirken die -selbst von FACEBOOK kurzzeitig beanstandeten - Titten auf dem Titel wie ein stiller Schrei nach Liebe (unverkäuflich NATÜRLICH!).
Da ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die Chefin selsbt blankzieht oder blankziehen muss.
Und wir können sagen: "Wir sind dabeigewesen." - wenn eine Ära deutscher Gender-Geschichte mit (Un)Recht und knallhart kalkuliert zu Ende gegangne ist.
Man beginnt spätestens jetzt zu ahnen, warum "Spürhund" Diekmann ("Jede Wahrheit braucht eine mutige Mailbox, die sie aufzeichnet.") Witterung aufnahm, sie in 2010 für die BILD für ihre verbalen substanz- und rechtlich ahnungslosen Ausfälle bezahlte, um ihr - nolens volens ?!?!? - den Rest zu geben. Wohl die cleverste, bauernschlauste Form sie noch einmal in ihrer bodenlosen Gehässigkeit einem breiteren Volk vorzuführen - und sie zu demütigen (wobei sie noch den Anschein vermitteln muss als habe sie es nicht mal gemerkt). Na, man sieht ja jetzt auch in der Wulff-Affäre, dass Diekmann der kühlere, wenn nicht eiskalte Kalkulator ist. Den MANN hat denn doch wohl Alitzshe am Ende dessen, was sie für Karriere nennen wird, unterschätzt. Gespannt darf man allenfalls darauf sein, wie sie im 2.Teil ihrer Auto-Bio diesen Teil der bezahlten, aber natürlich nicht käuflichen Anti-Kachelmann-Litigation um- bzw. schöndeutet.
Apropos zählen und kalkulieren: Für JK bzw. Höcker ist sie ja inzwischen keine erntzunehmende Gegnerin mehr, mit der noch irgendwie zu rechnen sei; sie läuft halt wohl irgendwie so mit - mit ihren gezielten Verzweiflungsprovokationen und ungelernten Bösartigekeiten, die sie schon aus purer Gewohnheit streut und vom (wohl narzisstisch verletzten) Naturell streuen muss, um wenigstens im Gerde, wenn schon nicht im Gespräch, zu bleiben. (Da erinnert sie auch an "unser" Thaurisschen/Gb - jenseits von Gut und Böse... ;-).
Die EMMA-Bilanz 2011 dürfte dagegen um einiges spannender sein. ;-) Insbesondere dürfte dann erst recht interessieren, was aus den (für 1 Zeitschrift bzw. 1 Verlag) absolut und relativ relativ hohen Forderungen geworden ist (bzw. wo diese herkamen ;-)) - Wie gesagt: bei einer Zeitschrift, die sich hauptsächlich - nach eigenen Angaben "stolz" aus Abos finanzieren soll...)..
Na. "Wir werden sehen," sagte der Zen-Meister... .

Andy Friend

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Liese & Gabriele Wolff

Beitrag  dale am Fr 06 Jan 2012, 13:11

@Liese:
Das ist aber schön, wirklich schön, dass Du wieder da bist und
auch noch "es guets neus".

@ Gabriele Wolff
Danke,........ ich freu mich echt riesig. sunny




dale

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Re: Zur Notwendigkeit des (Klageerzwingungs-)Verfahrens gegen Claudia Dingens und der Publikation des schriftlichen Freispruchsurteils von J.Kachelmann

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