HAUPTSTRANG!

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Ist dies der HAUPTSTRANG?

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HAUPTSTRANG!

Beitrag  Gast am Fr 14 Okt 2011, 00:33

das Eingangsposting lautete :

Alles was wichtig ist und zur Rettung mind. der Welt beiträgt bitte hier hinein!

1. Wo bleibt Anonycat? cat



Trolle draussenbleiben Twisted Evil

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ich schiebe

Beitrag  Gast am Mo 17 Okt 2011, 10:51

dein hauptstrang mal wieder an seinen platz hoch..
cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers

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sich quälen (ritzen)

Beitrag  984 am Mo 17 Okt 2011, 11:56

Da waren mehrere hochbegabte menschen,(frauen und männer) extrem intelligent, die gleichzeitig so 'fragil' waren dass sie in der 'normale welt' nicht uberleben konnten.
Meine frage ist

liese, ich verstehe zu wenig von all den themen, die hier angesprochen wurden, deshalb schreibe ich nur über mein empfinden. es wäre vielleicht hilfreich gewesen, wenn fachkräfte wie du, sich zeitnah mit den anfallenden fragen beschäftigen. ich verstehe deine fragen zum teil gar nicht, weil ich dich sprachlich nicht verstehen kann. mir ist das zu schwierig, auf philosophische themen einzugehen, wenn jemand fragen in einer fremden sprache stellt. gerade in der philosophie ist die vereinbarte übereinstimmung bei den definitionen wichtig.

vielleicht finde ich noch antworten, wenn ich mich mit diesem schweizer auswanderer beschäftigt haben werde. ich kannte bisher nicht einmal seinen namen. penan auch nicht. le pen ja.
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984

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ha

Beitrag  Gast am Mo 17 Okt 2011, 19:19

es gibt selbst so hochbegabten die selbst wenn sie die sprache beherschen können,fragen stellen die niemand versteht..
diese leute interessieren mich.

quale dich nicht mehr mit meine unlesbare beitragen 984.

ich glaube du qualst so oder so lieber die anderen.. Wink




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Liese

Beitrag  Gast_0009 am Di 18 Okt 2011, 03:14

Du schreibst:

Da waren mehrere hochbegabte menschen,(frauen und männer) extrem intelligent, die gleichzeitig so 'fragil' waren dass sie in der 'normale welt' nicht uberleben konnten.
Meine frage ist, ist dass unvermeidlich, biologisch bedingt oder liegt es daran dass diese menschen den welt dermassen analytisch betrachten dass die emotionale kompetenzen sich nicht oder weniger entwickelen.


Kommentar:

Also, bin, wie vielleicht bereits bekannt, weder Klinischer Psychologe noch Psychiater und ich muss ehrlich gestehen, dass ich von diesen Berufsgattungen nicht sooo viel halte! :-) Was natürlich wiederum eine Nestbeschmutzung für diese Berufsgattung darstellt.
Wir wären also wieder einmal bei der Frage: Anlage oder Umwelt? Ich selbst würde, einmal so aus dem hohlen Bauch heraus, wieder einmal eine gegenseitige Beeinflussung von Anlage und Umwelt präferieren. Wenn alles nur Anlage wäre, dann könnte man ja jegliche Psychotherapie, die ja eben von aussen, also extern wirkt, vergessen. Aber offenbar haben gewisse Psychotherapien bei gewissen seelischen Beeinträchtigungen (besser wäre wohl psychosozialen Beeinträchtigungen) positive Wirkungen auf das Wohlbefinden dieser Menschen und ergo ist es dann schon fast zwingend, anzunehmen, dass die Umwelt eben positive wie negative Auswirkungen auf die psychosoziale Befindlichkeit von Menschen hat.

Das Problem ist hier doch wieder: Vielfach fehlt ein interdisziplinärer Forschungsansatz. Neurowissenschaftler werden vor allem die neurophysiologischen und neuropsychologischen Faktoren hervorheben (also die Anlagefaktoren), während die Sozialwissenschaften eher die Umweltfaktoren präferieren werden. Ein mehrfaktorieller Ansatz wird wohl eher selten sein.

Wie siehst Du das?
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Hallo Liese

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 07:10

Magst du mit mir einen Test machen?
Du scheinst ja zu wissen, dass ich Houellebecq mag.
Wie gut aber kennst du mich wirklich?
Das wissen wir, wenn du dieses Interview mit Erika Pluhar liest und errätst, welches darin momentan die eindrücklichste Stelle für mich ist.
»Mit dem Wort Glück hab ich wenig am Hut«
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36391

Ich finde das Interview toll! Ein reifer Mensch, die E.P.
Vielleicht würde ich jede weitere Woche eine andere Stelle wichtig finden. Hier in den Streitsträngen mit dem bewussten Hauptthema wäre natürlich eine andere Stelle die No. 1.

Hm. Rate mal...

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Bruno Manser - Laki Penan

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 07:26


Ruedi Suter hat ein wunderbares Buch über Bruno Manser geschrieben. Journalist Suter kannte Manser viele Jahre und ging mit auf die zweite Expedition, die nach Bruno Manser im Regenwald suchte... bis heute weiss man nicht, was mit Manser geschehen ist, er gilt als verschollen.
Alles ist möglich...

Unfall - Manser ass "alles", er liebt das Risiko und war die letzte Zeit allein unterwegs im Wald

Suizid - Manser war mit seinem "Latein" am Ende, er spürte, dass die Events ausgereizt waren, und wenn man das Buch liest, das ihn geprägt hat, TAO TE KING, dann ist ein freigewähltes Verschwinden wie das von Manser vorstellbar

Mord - der Schweizer Regenwaldschützer und Menschenrechtler Bruno Manser war zum Staatsfeind Malaysias erklärt worden. Er war aber so naiv, dass er einigen Leute mitteilte, dass er illegal "wieder im Land war".

Ruedi Suter berichtet ausführlich und hinterfragt alles, er lässt alle Möglichkeiten offen, weil niemand Genaues weiss. Das wäre manchmal auch in anderen Fällen vorteilhaft.
Das Buch ist ein Erlebnis! Ich habe vorher eine CD über die erste Expedition gesehen*, nach der Lektüre des Buches habe ich wochenlang die Umgebung mit "Penan- Regenwaldaugen" gesehen. Ist aufschlussreich!

*Im Film sieht man eine ältere PenanFrau mit nackten Füssen. Ihr grosser Zeh ist total gespreizt nach Aussen, nicht wie wir Frauen hier den Hallux haben. Sie gehen ja barfuss durch das matschige Gelände und müssen sich festhalten mit den Füssen, Manser hat das auch gelernt. Finde es lustig, dass man bei uns sagt, der Hallux sei "genetisch" bedingt.

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Ok Mausi

Beitrag  Gast_0009 am Di 18 Okt 2011, 07:53

Ich tippe auf folgende Stelle! :-)

Die Traudl Jesserer war dann mit dem Heller zusammen. »Partnertausch« nannten das die Medien. Mit dem Peter hatte ich eine sehr, sehr schöne Beziehung. Er war der erste Mann, der zu mir sagte: »Erika, ich habe es gern, wenn die Frauen grau werden.« Wenn einem das ein liebender Mensch sagt, hört man mit der Färberei sofort auf.
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Hahaha chomsky!!!

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 08:25

Du bist unschlagbar Laughing
Habe beim Lesen dieser Antwort von E.P. auch gelacht!
Ich denke, dieser Peter war morbid, er wollte ja mit Erika sterben.
Pluhar über Vogel:
Er hat oft versucht, mir zu erklären, warum seine Angst vor dem Leben größer ist als die Angst vor dem Tod. Er hätte sich so gern mit mir gemeinsam getötet.
Habe mich sofort gefragt, ob ... ne, das führt zu weit Wink

Ne Chomsky, dies ist nicht die eindrücklichste Stelle für mich. Wenn du scharf nachdenkst, findest du sie.

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test

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 11:59

also liebes mauschen, ich denk nicht wirklich dass ich dich kenne, du hast mir hier und da was von dir gezeigt und da konstruiere ich dann was herum. Habe ja reichlich fantasie.
Wie ich auch wirklich gemeint habe dass der Chomsky in eine WG lebt, studiert, oderso....

was dieses interview angeht, mir hat es nicht sonderlich berurht,schon interessant aber ich stehe auch irgendwo anders im leben, wenig schnittfläche mit meine jetzige welt.
Wichtiger punkt m.b.z andere strang natürlich den versuchte sexuelle nötigung in eine einsame villa mit eine neurotische krankheit als folge...aka tristane banone
Sie setzte ein, als ein Mann mich in einer stillen Villa zu sexuellen Handlungen nötigen wollte. Ich bin geflüchtet und zu Fuß in der Nacht von einem Ende Wiens ans andere gelaufen. In dieser Nacht habe ich das kindliche Einverständnis mit mir verloren und wollte keine Frau werden.


was dir berurht haben könnte ist kindheit im bromberenstrauch.. (das herkenne dann schon wieder, das habe ich auch geliebt)
Als kleines Kind habe ich mich in Brombeerhecken verkrochen und war glücklich, dass ich da so allein war. Dieser große Sinn fürs Einsamsein hat mich schon immer bewohnt. Meine wahre Lebenskonzentration finde ich im Rückzug.



und die erkennung dass das was wir frauen suchen bei einen man, dass es das nicht gibt.

Zu jemandem zu gehören; mir sicher zu sein, geliebt zu werden; mich in den Armen eines Mannes geborgen zu fühlen, ein ewiges Paar zu sein: Rückblickend schüttele ich über solche Sehnsüchte den Kopf, weil ich weiß, dass es das letztlich nicht gibt.


dass hat mir am meistens angesprochen:
Im Schmerz ist für Sentimentalität kein Platz. Nur Wehwehchen machen sentimental. Beim Äußersten an Leid hören die Schnörkel auf. Wenn man nicht seelisch krepieren will, muss man in die tiefste Tiefe des Schmerzes hinabtauchen und sich irgendwann mit beiden Beinen vom Grund abstoßen.


hm, jetzt noch mehrmals durchgelesen und es ist doch schoon ein sehr schönes interview.
dass ist zum beispiel auch schön:
Verluste zu vergessen, um weiterleben zu können, ist grober Unfug mit sich selbst. Es führt dazu, dass man die tiefste Trauer nie ablegen kann.


na hab ich was gewonnen?

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miaoumiaou

Beitrag  Gast_0009 am Di 18 Okt 2011, 12:02

Ich warte mal, was die Liese dazu meint - sollte sie etwas dazu meinen und erst dann wage ich einen zweiten Tipp.
Zum Interview selbst: Mir hat es auch ganz gut gefallen, aber der Schluss wollte mir nicht so richtig gefallen.

Gibt es Tage, an denen Sie nicht an den Tod denken?
Ich glaube, nein. Am gefährlichsten sind die ersten dreißig Minuten am Morgen, weil man mit dem Gefühl aufwacht: Was willst du diesem Leben noch abgewinnen? Deine Liebsten sind gegangen, und die Zukunft ist nicht mehr da. Nichts mehr nötigt dich zu bleiben. Du gehörst nur noch dem Warten auf den Tod. In diesen Momenten muss ich wirklich um meine Lebenskraft kämpfen.


Nun gut, das scheint ihre ab und an depressive Realität zu sein, dabei finde ich, könnte sie ja noch eine Menge sinnvolle Dinge in ihrem Leben tun. Wenn ich das richtig gesehen habe, ist sie gesundheitlich noch ganz gut beieinander – also, das finde ich ein bisschen schade, dass sie eine solch negative Sicht im Bezug auf ihr Alter hat.

Mir gefällt eigentlich die Jelinek ganz gut! Habe vorhin gerade wieder mal ein witziges Interview mit ihr gelesen. :-)

Interview: „Ich bin die Liebesmüllabfuhr“

http://www.profil.at/articles/0448/560/99059/interview-ich-liebesmuellabfuhr
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antwort für chomsky, trans-discipline

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 12:15

bin auch kein psychologe oder psychiater. Die paar monaten in der psychiatrie habe ich als temporär gearbeitet, haben mir aber sehr beeindruckt.
Jahren später hatte ich einen weiterbildung uber logopedie bei mehrfachbehinderten, gegeben durch ein französisches ehepaar, ich glaube logopedist und physiotherapeut, und die haben geredet uber trans-dicpline statt pluridiscipline.
Nicht nur braucht es mehrere fachrichtungen, die neben ein ander arbeiten, sondern sie sollen dass gleiche ziel setzen und dass mit ihrem fachgebiet umsetzen.
Nicht dass jedes fachgebiet mit seinem eigenen ziel kommt.

BIn uberzeugt dass einen gerechte und wirksame therapie oder diagnose oder whatever nur so zu stande kommen kan.

Und innerhalb so einen teamfunktionieren hat es sogar platz für traumatologie weil es dann keinen dogma oder so ist, nur einen blickwinkel welche auch belichtet darf..

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bis morgen...

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 12:44

ich muss gleich schlafen gehen... aber soviel noch:
Vielen Dank für die schönen Antworten. Werde darauf eingehen.
Chomsky, das Interview mit Jelinek Very Happy ich habe beim Lesen vieles ironisch empfunden, und sie geht dann später ja auch darauf ein, dass sie diese Ironie geerbt hat.

Liese, ich verstehe, dass dir das Interview mit Pluhar nicht grad so eingefahren ist wie mir. Ich las vor X Jahren ihre ersten Bücher und hörte ihre Lieder gerne... später habe ich nichts mehr von ihr gehört... aber jetzt habe ich bei youtube ein Interview mit ihr gefunden, wo sie über ihre Lieben gesprochen hat:

http://www.youtube.com/watch?v=gMARiGT9gUc

Jetzt warten wir mal auf Chomskys 2. Tipp.

Buona Notte!


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FUNAMBULE

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 19:48

dieses zitat hängt bei ein sehr liebe freundin an die wand, ich mag es sehr, ich dachte an das wenn ich dass interview mit Jelinek las..

Il y a deux sortes de gens.

Il y a ceux qui vivent, jouent et meurent.

Et il y a ceux qui ne font jamais rien d'autre que se tenir en équilibre sur l'arête de la vie.

Il y a les acteurs.
Et il y a les funambules.

(Neige, p.94, Points/Seuil n°P804_Maxence.Fermine)

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Ein Mäuschen hat mir geflüstert...

Beitrag  Oldoldman am Di 18 Okt 2011, 21:00

.... daß der Hauptstrang nun wirklich nichts mit Sexualität zu tun hat. Stimmt! Daher bin ich dem Vorschlag gefolgt, das Thema hierher zu verschieben....

Und damit sich niemand verläuft, bleibt ein Anriß an alter Stelle, führt aber zum richtigen Ort.
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Zitat Liese

Beitrag  Gast am Di 18 Okt 2011, 21:44

Habe eine Übersetzung gewagt:

Es gibt zwei Arten von Menschen.

Es gibt Menschen die leben, spielen und sterben.

Und es gibt welche. die nie etwas anderes tun als sich im Gleichgewicht zu halten auf dem Grat/Oberkante des Lebens.

Es gibt die Akteure.
Und es gibt die Seiltänzer.


Verstehe, dass du daran gedacht hast beim Interview mit Jelinek.
Ich finde, das zeigt schön, wieso wir in Foren oft aneinander vorbeireden. Jeder hat seinen Hintergrund, seine Texte, die er mit sich trägt. Über Jelinek vielleicht später mehr (wir könnten gut auch ihr Interview auseinandernehmen...) zuerst noch die Pluhar, von der Chomsky noch den zweiten Tipp abgibt, bevor ich meine Lieblingsstelle verrate I love you

Weisst, Liese, ich musste das Wort funambules googeln und da erschienen gleich die Seiltänzer-Bilder. Da musste ich eben an Nietzsche denken... und so ist Jelinek gleich verschwunden hinter diesem Zitat, das dir im Gedächtnis eingeprägt ist.

OLDOLDMAN, VIELEN HERZLICHEN DANK
.-Korinther 13, 1 - 3

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle....

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hauptsache

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 00:24

liebe...

genau der richtige platz für den hauptstrang..

I love you I love you I love you I love you I love you




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Re: HAUPTSTRANG!

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 01:10

Liese
Wichtiger punkt m.b.z andere strang natürlich den versuchte sexuelle nötigung in eine einsame villa mit eine neurotische krankheit als folge...aka tristane banone

E. Pluhar
Sie setzte ein, als ein Mann mich in einer stillen Villa zu sexuellen Handlungen nötigen wollte. Ich bin geflüchtet und zu Fuß in der Nacht von einem Ende Wiens ans andere gelaufen. In dieser Nacht habe ich das kindliche Einverständnis mit mir verloren und wollte keine Frau werden.

Darüber sag ich lieber nichts. Es ist die (spätere) Interpretation eines Geschehens und der Folgen. Du, Liese, hast ja schon im anderen Strang zu Tristane Banone was geschrieben.
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t489p120-fall-kachelmann-freiheit-und-die-befreiung-aus-der-elsen-falle#47411

Liese
was dir berurht haben könnte ist kindheit im bromberenstrauch.. (das herkenne dann schon wieder, das habe ich auch geliebt)

E. Pluhar
Als kleines Kind habe ich mich in Brombeerhecken verkrochen und war glücklich, dass ich da so allein war. Dieser große Sinn fürs Einsamsein hat mich schon immer bewohnt. Meine wahre Lebenskonzentration finde ich im Rückzug.

Das hab ich eher überlesen... viele Schriftststeller schreiben sowas über ihre Kindheit. Ich finde mich nicht in dieser Schilderung, mein Rückzug kam erst später.

Liese
und die erkennung dass das was wir frauen suchen bei einen man, dass es das nicht gibt.
E. Pluhar
Zu jemandem zu gehören; mir sicher zu sein, geliebt zu werden; mich in den Armen eines Mannes geborgen zu fühlen, ein ewiges Paar zu sein: Rückblickend schüttele ich über solche Sehnsüchte den Kopf, weil ich weiß, dass es das letztlich nicht gibt.

Da schreibt Pluhar widersprüchliches. Sie wurde ja geliebt und war sich dessen sicher. Ich mein, sie findet nur das „geborgen sein und ein ewiges Paar“ unmöglich. Aber es gibt Menschen, die dieses „ewige Paar bis zum Tode“ leben. Vermutlich müssen sie dafür einen Teil von sich aufgeben?
Ich schüttle nicht den Kopf über meine früheren Sehnsüchte. Das war wohl der Wunsch nach Symbiose. Brauch ich jetzt nicht mehr: alles zu seiner Zeit.

Liese
dass hat mir am meistens angesprochen:

E. Pluhar
Im Schmerz ist für Sentimentalität kein Platz. Nur Wehwehchen machen sentimental. Beim Äußersten an Leid hören die Schnörkel auf. Wenn man nicht seelisch krepieren will, muss man in die tiefste Tiefe des Schmerzes hinabtauchen und sich irgendwann mit beiden Beinen vom Grund abstoßen.


hm, jetzt noch mehrmals durchgelesen und es ist doch schoon ein sehr schönes interview.
dass ist zum beispiel auch schön:

E. Pluhar
Verluste zu vergessen, um weiterleben zu können, ist grober Unfug mit sich selbst. Es führt dazu, dass man die tiefste Trauer nie ablegen kann.

Stimmt. Ist beeindruckend. Der Verlust eines Kindes ist wohl der grösste Schmerz. (Man könnte aber auch böse sagen, dass Pluhar geneigt ist, im Drama zu leben. Schliesslich ist sie ja Schauspielerin.)

Chomsky
Zum Interview selbst: Mir hat es auch ganz gut gefallen, aber der Schluss wollte mir nicht so richtig gefallen.

E. Pluhar
Gibt es Tage, an denen Sie nicht an den Tod denken?
Ich glaube, nein. Am gefährlichsten sind die ersten dreißig Minuten am Morgen, weil man mit dem Gefühl aufwacht: Was willst du diesem Leben noch abgewinnen? Deine Liebsten sind gegangen, und die Zukunft ist nicht mehr da. Nichts mehr nötigt dich zu bleiben. Du gehörst nur noch dem Warten auf den Tod. In diesen Momenten muss ich wirklich um meine Lebenskraft kämpfen.


Chomsky
Nun gut, das scheint ihre ab und an depressive Realität zu sein, dabei finde ich, könnte sie ja noch eine Menge sinnvolle Dinge in ihrem Leben tun. Wenn ich das richtig gesehen habe, ist sie gesundheitlich noch ganz gut beieinander – also, das finde ich ein bisschen schade, dass sie eine solch negative Sicht im Bezug auf ihr Alter hat.

Das kann einem schon missfallen, wenn man noch in der Blüte des Lebens steht, wie Chomsky!
Wenn die meisten geliebten Menschen gegangen sind, sieht es eben anders aus. Pluhar hat aber schon Sinnvolles getan: sie hat den Adoptivsohn ihrer Tochter grossgezogen!
http://www.ignazpluhar.com/
Manchmal frag ich mich, was sonst sinnvoll sein könnte im Leben.


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nur eine meinung

Beitrag  984 am Mi 19 Okt 2011, 02:32

unbekannterweise bitte ich um nachsicht. das ist jetzt eine meinung, eine überlegung:

kann mir mal jemand von den frauen hier, den müttern und mäuschen mal folgende frage beantworten?

warum haben frauen in bezug auf ihre fruchtbarkeit keinen willen zur durchsetzung von sauberkeit?

wenn ein schlägertyp oder ein alkoholiker, was meist aufs gleiche rauskommt, sie mit seinem sperma beschmutzt, warum um himmels willen befreien sich diese frauen nicht sofort von dem dreck, so wie sie sich von irgendeiner hundesc.heisse säubern würdern?

Ich frage mich, wie frauen, selbst nach trennungen und dem ganzen leid, ihr kind von dem sc.hwein herzen können, so als wäre es ein geschenk gottes? schliesslich ist der ganze dreck dieses typen ja in den genen weiter vorhanden, auch wenn er rein räumlich entfernt werden konnte.

gibt es dafür eine erklärung? spalten frauen das schizophren ab, sehen sie also nur das an sich ja unschuldige kind, das sich in ihrem leib erst entwickeln konnte?

also. können wir mal die wirklich wichtigen fragen erörtern und nicht das gequirrlte von chomsky oder der erika? das lenkt doch nur ab. ich frage erneut, sind frauen deshalb dazu geboren, den männern auf den leim zu gehen, weil sie wankelmütig noch nicht einmal von gestern auf heute bei einer erleuchteten meinung bleiben können. also gestern noch von dem besoffenen ekel verprügelt und der klarsicht, ihn rauszuschmeissen, aber heute wieder stolz auf den vater ihrer kinder, dem bärchen?

wie kann man sich überhaupt vorstellen, solchen frauen leitungsfunktionen in der gesellschaft anzuvertrauen? das geht doch nicht, ODER? Shocked
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984

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 02:44

diese frage ist eindeutig zu schwierig für mich. Warscheinlich habe ich es auch nicht verstanden. UNd wenn ich ein antwort hätte könnte ich es dir wahrscheinlich auch nicht erklären in einer weise dasss du es verstehst. Wegen meinem sprachproblem.


mausie,was war jetzt deine lieblingsstelle..?

oder wartest du noch auf euse basler.. und sein zweiter tipp?

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Warten auf God... ähm Chomsky

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 02:48

Ja Liese, ich warte noch auf Chomsky. Kann sein, er findet uns nicht, da Bourdieu nichts von Liebe geschrieben hat? Aber das stimmt ja nicht, Bourdieu hat sehr wohl von Liebe geschrieben, nur hat es Chomsky nicht gelesen Very Happy

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Oh, 984, mit dem Feingefühl....

Beitrag  Oldoldman am Mi 19 Okt 2011, 02:49

... einer Dampframme platzt Du hier in die Diskussion. Der Hammer!

Aber, damit Dein Anliegen nicht zu kurz kommt, werde ich daraus ein neues Thema machen. Es hat ja vielleicht auch etwas mit Liebe zu tun. Die Liebe zu dem Kind....
Und kann es sein, daß das Verhalten im sehr privaten Zwischenmenschlichen so gar nichts mit der profitorientierten Leitung eines Konzerns zu tun hat? Ich mein, es könnte ja vorkommen, daß ein erfolgreicher Manager oder Politiker im Privatleben (Ehe, Familie, Kinder) eine gescheiterte Existenz ist...
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Liese und Müsli

Beitrag  Gast_0009 am Mi 19 Okt 2011, 03:18

Werde mich dann am späten, späten Abend oder frühen Morgen dazu äussern.

Aber jetzt könnt Ihr Euch vorerst darüber freuen, dass ich einen Preis gewonnen habe! :-)

Professor Noam Chomsky bekommt den Sydney-Friedenspreis 2011

On Wednesday June 1, at the Sydney Town Hall, the Governor of New South Wales, Her Excellency Professor Marie Bashir, announced distinguished American linguist, social scientist and human rights campaigner Professor Noam Chomsky as the 2011 recipient of the Sydney Peace Prize.


The Sydney jury’s citation for this award reads:

‘For inspiring the convictions of millions about a common humanity and for unfailing moral courage. For critical analysis of democracy and power, for challenging secrecy, censorship and violence and for creating hope through scholarship and activism to promote the attainment of universal human rights.’

Speaking from his home in Boston, Professor Chomsky says, ‘I am honoured to receive this prestigious award. I very much look forward to coming to Sydney. I am also grateful to the Sydney Peace Foundation in their pursuit of justice, as in their recent award to Julian Assange for his courageous exercise of his responsibilities as a citizen of free societies.’

Director of the Sydney Peace Foundation, Professor Stuart Rees, says, ‘Professor Chomsky is one of the West’s most influential intellectuals in the cause of peace, the most significant challenger of unjust power. ‘This inspiring choice comes at a time of violence and protest around the world. Across the Middle East brave people challenge authoritarian rule, yearn for freedom and for a state of their own. Yet, in Australia, leading politicians are still to find the courage to craft policies, such as those affecting refugees and asylum seekers, which reflect the hopes and standards set by Chomsky’s life and work...


http://www.sydneypeacefoundation.org.au/#1012764/News-Events


Zuletzt von Chomsky am Mi 19 Okt 2011, 03:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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der chomsky

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 03:19

isch wohl anderwärtig beschäfigt.
Oder sucht in seine bücher..

muss jetz wieder weiter, bis später..

ubrigens danke alter herr, dass du unser strang so viel sorge trägst.Naja ist schlieslich der hauptstrang,oder..

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RealChomsky

Beitrag  Gast am Mi 19 Okt 2011, 03:27

Laughing Liese! Chomsky wird Bourdieu lesen gehen, Die männliche Herrschaft, Seite 186.
Uiuiui jetzt identifiziert er sich schon mit dem RealChomsky. Ob er den Flug nach Sydney schon gebucht hat? Zürich-Sydney... naja, da können wir noch lange warten. Rolling Eyes

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Mausi,

Beitrag  dale am Mi 19 Okt 2011, 04:14


ich tippe mal so aus dem Bauch heraus, dass Dich dieses Bekenntnis von E.P.

…….“Wie er so ganz desolat war, habe ich bei mir überhaupt erst entdeckt, was es heißt, jemanden zu lieben in seiner Zerbrochenheit, Hinfälligkeit, gar nicht mehr der glanzvolle, fesche, herrliche Mann. Da setzt Liebe ein, finde ich.“…………

sehr berührt hat.

Ich finde, neben sicher vielem anderen auch, dass gerade in dieser Aussage m. M. nach sehr viel Tiefe, Innigkeit und Zärtlichkeit steckt.
Kurz, eben die Vielschichtigkeit der Liebe, die E.P. sicherlich kennengelernt hat.

dale

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Re: HAUPTSTRANG!

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