Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

Beitrag  Oldoldman am So 03 Okt 2010, 22:32

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des sechsten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-6-t249-940.htm

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:42 bearbeitet, insgesamt 14 mal bearbeitet

Oldoldman

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Eine etwas trockene Materie: Geschäftsverteilungsplan

Beitrag  Gast am Sa 16 Okt 2010, 03:25

SPIEGEL-Kommentar:
smdgtfo gestern 1.29 Uhr Nr. 306

Bitte erklären Sie, warum das http://www.spiegel.de/panorama/justi...698984,00.html sorgfältige Arbeit eines Staatsanwalts ist?
Warum erhebt er ohne Not, das Ergebnis des selbst angeforderten Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers nicht abwarten zu können, so plötzlich Anklage?
Als advocatus diaboli kenne ich den öffentlich bekannten modus operandi der Geschäftsverteilung am LG Mannheim http://landgericht-mannheim.de/servl...11.01.2010.pdf, jetzt brauche ich nur noch einen Richter, der meinen Tatverdächtigen verurteilen will, dann ist es nur noch eine Frage des Zeitpunktes, wann ich Anklage zu erheben habe, dass KACHELMANN bei der 5. Strafkammer landet!
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=22302&page=31


Das ist wohl theoretisch wirklich möglich:

1. Zuständigkeit, Besetzung, Sitzungstag der Großen Strafkammern

1.1. Erstinstanzliche Verfahren
Alle Anklagen, Anträge gemäß § 413 StPO sowie Anträge im selbständigen Einziehungsverfahren (§ 440 StPO) zur Strafkammer (erstinstanzliche Verfahren) werden, soweit nicht die Zuständigkeit des Schwurgerichts oder der Jugendkammer gegeben ist, durch die vom Präsidenten bestimmte Geschäftsstelle (Eingangsgeschäftsstelle) in der Reihenfolge ihres Eingangs nacheinander der 2., 4., 5. und 6. Strafkammer zugeteilt. Jedoch wird die 6. Strafkammer von jedem 5. der auf sie entfallenden Verfahren ausgenommen.
Anschließend beginnt die Reihenfolge neu.
http://landgericht-mannheim.de/servlet/PB/show/1249614/Gesch%E4ftsverteilung%20Richter%2011.01.2010.pdf

Wenn man weiß (und so viele erstinstanzliche Anklagen zur Strafkammer wird es bei der Staatsanwaltschaft Mannheim nicht geben), daß die letzte derartige Anklage der 4. Strafkammer zugeteilt worden ist, weiß man, daß die nächste jedenfalls bei der 5. landen wird. Und wenn man weiß, daß andere Kollegen gerade Anklagen zur Strafkammer vorbereiten, muß man schneller sein als sie, will man bei der „Wunschkammer“, der 5., verhandeln.

Aber das ist arg theoretisch und hätte wegen des erforderlichen Überblicks von der Behördenleitung gesteuert werden müssen. Denn so geht die landgerichtliche Regelung weiter:

Übersteigt im Zeitpunkt der Zuteilung bei der 2., 4. oder 6. Strafkammer die Summe der bis dahin eingegangenen erstinstanzlichen Verfahren bei der
- 2. und 7. Strafkammer,
- 3. und 4. Strafkammer oder
- 6. und 1. Strafkammer (einschließlich der nach vorstehender Regelung ausgenommenen Verfahren)
die Zahl der bisher bei der 5. Strafkammer anhängig gewordenen erstinstanzlichen Verfahren, so wird die 2., 4. oder 6. Strafkammer bei der Zuteilung übersprungen.

Die 5. Strafkammer ist danach sowieso die, bei der die meisten Eingänge landen. Denn Seidling ist der einzige Vorsitzende Richter, der lediglich einer Großen Strafkammer vorsitzt, während die Vorsitzende der 2. Kammer, Krenz, zusätzlich auch der 7. (Jugendsachen/Jugenschutzsachen), der Vorsitzende der 4., Glenz, zusätzlich der 3. (Schwurgerichtssachen) und der Vorsitzende der 6., Dr. Meinerzhagen, zusätzlich der 1. (Schwurgerichtssachen) vorsitzt.

Die Vertretungsregelung der in Strafkammern eingesetzten Richter habe ich mittlerweile gefunden. Sie befindet sich ganz am Ende und ist unglaublich lang und differenziert (S.36f. des Geschäftsverteilungsplans): es läßt sich danach für den konkreten Einzelfall für einen Außenstehenden nicht feststellen, wer hier zur Entscheidung über den Befangenheitsantrag (§ 24f. StPO) berufen ist. So fängt diese Regelung an:

3. Vertretung in Hauptverhandlungen
Die Verwaltungsgeschäftsstelle führt eine Liste aller in Strafsachen (einschließlich Wirtschaftsstrafkammern) tätigen Richter des Landgerichts. In die Liste werden die Richter in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Dienstnummern aufgenommen. In dieser Reihenfolge erfolgt grundsätzlich die Vertretung. Bei nicht mit ihrer vollen Arbeitskraft in Strafsachen tätigen Richtern bestimmt sich die Heranziehung nach ihrem jeweiligen auf Strafsachen entfallenden Arbeitskraftanteil. Richter, die sowohl in Zivil- wie in Strafsachen tätig sind mit Vorrang in Strafsachen, werden nur in Strafsachen zur Vertretung herangezogen; sie stehen für die Vertretung in Strafsachen uneingeschränkt zur Verfügung.
Können eine Hauptverhandlung oder mehrere Hauptverhandlungen an einem Sitzungstag einer Strafkammer aus Gründen, die keiner besonderen Feststellung durch den Präsidenten bedürfen (Urlaub, Krankheit, Dienstbefreiung, Fälle der §§ 22 ff. StPO), nicht mit Mitgliedern der jeweiligen Kammer durchgeführt
werden, teilt der Vorsitzende dies schriftlich der Verwaltungsgeschäftsstelle mit und beantragt die Feststellung, wer zum Vertreter berufen ist. Der Eingang des Antrags, der vom zuständigen Beamten mit Uhrzeit
festzustellen ist, bestimmt die Reihenfolge der Heranziehung der Vertreter. Bei gleichzeitigem Eingang hat die Strafkammer mit der kleineren Kennzahl den Vorrang. In jedem Falle ist derjenige Richter zur Vertretung berufen, der im laufenden Geschäftsjahr in gleicher oder geringerer Zahl zur Vertretung herangezogen worden ist als die in der Liste nach ihm aufgeführten Richter.
Dabei bleiben die Richter außer Betracht, die ihrerseits an der Vertretung verhindert sind. Als Verhinderung gilt dabei auch der Sitzungsdienst in Hauptverhandlungen oder in Anhörungen am Sitzungstag der eigenen Kammer
des an sich zur Vertretung berufenen Richters. Die wegen Verhinderung übergangenen Richter werden in jedem neuen Vertretungsfall wieder mit in die Feststellung einbezogen.
Die Verwaltungsgeschäftsstelle stellt nach diesen Grundsätzen fest, welcher Richter zur Vertretung berufen ist.
Hervorhebungen von mir.
Das dürfte eine Weile dauern, bis die zuständigen Vertretungsrichter ermittelt und zusammengetrommelt sind.

Sollte die 5. Kammer wegen Befangenheit ausscheiden, könnte eventuell die 6. Kammer zuständig sein, analog dieser Regelung:

Ist strafbares Verhalten, das in einer Hauptverhandlung vor einer Strafkammer des Landgerichts Mannheim begangen worden sein soll, Gegenstand einer Anklage, so wird diese Strafkammer bei der Zuteilung des Verfahrens übersprungen.

Denn diese Kammer, vor der eine Falschaussage getätigt worden sein soll, wäre ebenfalls befangen. Die 6. Kammer besteht aus:
Vorsitzender Richter am LG Dr. Meinerzhagen
Regelmäßiger Vertreter
und Mitglied: Richter am LG Rinio
Weiteres Mitglied: Richterin am LG (k.A.) Wörner

„k.A.“ dürfte „kommissarisch abgeordnet“ bedeuten, d.h., daß diese Richterin nicht dem Landgericht Mannheim, sondern einem anderen angehört und dort nur befristet tätig ist. Sie könnte sogar Staatsanwältin sein, denn Laufbahnwechsel scheinen in BaWü üblich zu sein.



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"Blut und Sperma" ... Fragen eines Rechtsstaatsgläubigen ...?

Beitrag  Demokritxyz am Sa 16 Okt 2010, 04:29

Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes, stscherer, 15.10.2010:

Fall Kachelmann: Warum macht es sich das Gericht so schwer?
Irgendwie lässt mich das Procedere des Gerichts im Prozess Kachelmann nicht los; und umso mehr ich darüber lese, desto verwunderter bin ich über das Verhalten der beteiligten Richter. Ich bin nicht immer einig mit der langjährigen Gerichtsreporterin des Spiegel, Gisela Friedrichsen, aber dieser Bericht (Klick) hat mich noch einmal zum intensiven Nachdenken gebracht.

Und mir ist dazu eine Geschichte wieder in den Sinn gekommen:

Ich habe vor vielen Jahren meine Zusatzausbildung zum Notar gemacht. Es war eine intensive Zeit, die insbesondere davon geprägt war, dass die beteiligten Rechtsanwälte neben ihrer eigentlichen Arbeit immer für einige Tage in einem ziemlich ansehnlichen Hotel in einer westdeutschen Stadt praktisch „kaserniert“ waren und wir dementsprechend eine Menge Zeit neben den dortigen Unterrichtseinheiten totschlagen mussten. Und da trafen durchaus unterschiedliche Charaktere aufeinander…

An einen Abend erinnere ich mich noch sehr gut, denn eines der dortigen Gespräche hat meine Einstellung zur Tätigkeit des Strafverteidigers nachhaltig geprägt. Wir sassen beim Abendessen, unter anderem eine junge Kollegin, hübsch, lange blonde Haare, gutes Benehmen, teure Kleidung und tätig in einer Grosskanzlei mit vielen Beratungsmandaten – und ein Berufskollege, der praktisch ausschliesslich als Strafverteidiger arbeitete, weitgehend wohl auch allein, und der ziemlich extrovertiert mit seiner Profession und seinem Image als „Bad Boy“ umging: nicht nur, dass ich durch ihn zum ersten Mal mit einer „richtig schweren“ Harley gefahren bin, sondern er stellte sich auch einmal mit dem durchaus provokanten Spruch „ich mache in Blut und Sperma!“ vor.

Kurz, unterschiedlicher hätte die Runde nicht sein können, und erwartungsgemäss kam im Laufe des Abends das Gespräch auch auf Strafverteidigung und die damit verbundenen ethischen und moralischen Aspekte; unsere langmähnige Schönheit meinte dann zu Mister Harley, wie er es denn mit seiner Moral, seiner Ehre und seinem Gewissen vereinbaren könne, Vergewaltiger oder Mörder zu vertreten… da wurde der Herr Verteidiger sehr ernst und sagte etwas, was bis zum heutigen Tage meine Einstellung zur Strafverteidigung (mit Ausnahme der wenig schmeichelhaften, da deutlich machomässigen Einleitung seiner Aussage) geprägt hat: „Mädel, Du und alle anderen braven Bürger, Ihr braucht doch solche wie mich; ihr wollt doch Euer Gewissen beruhigen und sagen: dieser Mörder, dieser Vergewaltiger, der hat doch Alles bekommen: den fairsten Prozess, den besten Verteidiger, jeden Zeugen und jeden Sachverständigen, den er wollte, alles – und trotzdem Lebenslänglich!“.

Da ist was dran! Jeder in einem Strafprozess hat seine Rolle, der Staatsanwalt (aus der ja angeblich „unabhängigsten Behörde der Welt“), der Verteidiger, der Sachverständige, der Zeuge, das Gericht. Und jeder sollte sich tunlichst an seine Rolle halten – aber dabei auch die Rolle des anderen nicht nur tolerieren, sondern auch anerkennen und wertschätzen, denn schliesslich geht es um eine Rolle, und ein Schauspieler, der einen Mörder spielt, muss ja nicht vorher tatsächlich jemanden umgebracht haben (obwohl, eine Kollegin hat mal zu einem anderen Kollegen gesagt, sie wisse gar nicht, wie er Scheidungsanwalt sein könnte, im Gegensatz zu ihr sei er ja nicht geschieden…. aber das ist eine andere Geschichte!).

Und da liegt jetzt mein derzeitiges Problem mit dem Gericht in Mannheim: warum klappt das da nicht mit dem Rollenspiel, warum halten sich die Berufsrichter nicht an ihren Part? Bitte, niemand soll meinen verehrten Kollegen und auch mich falsch verstehen, es geht in einem Strafprozess nicht um ein Theaterstück, nicht um eine Schmierentragödie oder Schauprozess. Aber so ein Prozess braucht bestimmte Akteure, damit im Rahmen einer ausgewogenen Balance alle Interessen gewahrt und am Ende fair und nachvollziehbar abgewogen zu einem Ergebnis führen, dass der Gerechtigkeit zumindest ansatzweise nahe kommt – menschenmöglich eben. Und werden diese „Spiel“regeln verletzt, dann erhöht dies erheblich die Gefahr, dass nicht nur der Weg, sondern auch das Ergebnis un“gerecht“ sind.

Und in Mannheim? Man weicht vom üblichen Schema der Zeugenreihenfolge ab, man schliesst ohne Not Sachverständige aus, man verweigert Belehrungen ohne nachvollziehbaren Grund – kurz, die Richter begeben sich selbst in die akute Gefahr, als befangen wahrgenommen zu werden, schon durch diese 3 Punkte machen sie nicht nur sich, sondern auch jedes gefundene Ergebnis angreifbar.

Machen wir uns nichts vor, jeder hat inzwischen eine Meinung dazu, ob Herr Kachelmann schuldig ist oder nicht; und ich persönlich möchte nicht in der Haut der Richter dort stecken, denn sie müssen bei all den Vorverurteilungen, die hier nicht nur zu Lasten des Angeklagten, sondern auch zu Lasten der Zeugin herumgeistern, am Ende noch ein sachliches und frei von persönlichen Empfindungen getroffenes Urteil sprechen.

Aber warum machen sie nicht das, was eigentlich unproblematisch gemacht werden könnte: das Verfahren frei von allen Widersprüchen durchziehen, sauber, korrekt, nach den Regeln der richterlichen Kunst? Warum vernehmen sie nicht die Zeugen in der üblichen und damit unanfechtbaren Reihenfolge? Warum lassen Sie nicht jeden Sachverständigen teilnehmen, soweit er jedenfalls in der Vergangenheit durchaus auch von anderen Gerichten zur Begutachtung herangezogen wurde? Warum belehren sie nicht, wenn dies gefordert wird?

Ändern wir den Satz meines Kollegen ein wenig ab auf die erkennenden Richter: Jungs, wir brauchen doch solche wie Euch; wir wollen doch unser Gewissen beruhigen, egal, ob wir Herrn Kachelmann für schuldig halten oder nicht: in jedem Fall soll er Alles bekommen: den fairsten Prozess, den besten Verteidiger, jeden Zeugen und jeden Sachverständigen, den er wollte, alles – und dann eine sachlich begründete und frei von persönlichen Empfindungen getroffene Entscheidung – welche auch immer!

Nach dem Studium einiger Foren ein paar sachliche Anmerkungen:

1. Herr Kachelmann hat sehr wohl im laufenden Prozess eine Aussage gemacht: In Welt.de (Klick) habe ich folgende Aussage gefunden: „Womöglich auch deshalb hat sich der Angeklagte entschieden, vor Gericht nichts mehr zu dem Fall zu sagen und sich auf seine Aussage vor dem Amtsgericht vom März zu berufen.“

2. Das OLG Karlsruhe hat in seiner Presseerklärung zur Aufhebung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann auf mehrere Punkte abgestellt (Klick):

a. Es gebe einen Unterscheid zwischen dem „dringenden Tatverdacht“ (Grundlage für den Haftbefehl) und dem „hinreichenden Tatverdacht (Grundlage der Anklageerhebung) – bitte beachten: zu einer Verurteilung muss sogar noch mehr vorliegen, nämlich die tatrichterliche Überzeugung; nur wenn das Gericht nach Durchführung einer Hauptverhandlung keinen vernünftigen Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten hat, darf es ihn verurteilen.

b. Im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin liege die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vor.

c. Bei der Nebenklägerin könnten Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden.

d. Die Nebenklägerin habe bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht.

e. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden.

http://stscherer.wordpress.com/2010/10/15/fall-kachelmann-warum-macht-es-sich-das-gericht-so-schwer/
Der Beitrag hat mir sehr gut gefallen, weil er mir signalisiert, wie schwer es teilweise Juristen fällt, in Strukturen der 'Rechtsflegel' zu denken. Weil nicht sein kann, was vom Rechtsstaatsprinzip nicht sein darf ...?

Wird die zunehmende Korruption und der Lobbyismus in der bundesdeutschen Schauspieldemokratie wirklich nicht gesehen? Oder kann es prinzipiell von diesen Kreisen keine Verbindungen zur Justiz geben? Kontrollieren sich deren Organe erfolgreich gegenseitig? Oder gibt es dort eine stark ausgeprägte Hierachie von oben nach unten?

Warum wird ein LG-Präsident oder Leitender Oberstaatsanwalt nicht wie bespielsweise ein Dekan einer Universität nur für wenige Jahre gewählt? Hätte das nicht Vorteile bei der Vermeidung der nach Art. 3 GG unerwünschter Seilschaften in der Justiz ...?

http://bundesrecht.juris.de/gg/art_3.html
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

– Allgemeine Erklärung der Menschenrechte[1]

http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte
Da das hier eigentlich ein Ratgeber ist: Ein Hinweis auf ein Modell, das die juristischen 'Unverständlichkeiten' der Causa Kachelmann sofort erklärt:
Demokritxyz Posting, 15.10.2010, S. 46/VII, 16:13 h Alice Schwarzer ist eine reine Trittbrettfahrerin ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-7-t255-920.htm#19180

@Gabriele Wolff:
Gabriele Wolff:

Eine etwas trockene Materie: Geschäftsverteilungsplan
...
Wenn man weiß (und so viele erstinstanzliche Anklagen zur Strafkammer wird es bei der Staatsanwaltschaft Mannheim nicht geben), daß die letzte derartige Anklage der 4. Strafkammer zugeteilt worden ist, weiß man, daß die nächste jedenfalls bei der 5. landen wird. Und wenn man weiß, daß andere Kollegen gerade Anklagen zur Strafkammer vorbereiten, muß man schneller sein als sie, will man bei der „Wunschkammer“, der 5., verhandeln.

Aber das ist arg theoretisch und hätte wegen des erforderlichen Überblicks von der Behördenleitung gesteuert werden müssen. Denn so geht die landgerichtliche Regelung weiter: ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-7-t255-1000.htm#19250
Das muss nicht zwangsläufig so 'trocken' ablaufen. Ich denke mal, der LG-Präsident Günter Zöbeley wird diese Zuteilung nicht persönlich vornehmen. Das ist ja mehr ein bürotechnischer Vorgang. Möglicherweise findet da ein 'Frauenkünstler' auch eine 'feuchte Lösung' ...

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Meine Gedanken bei anderen ähnlich ...?

Beitrag  Demokritxyz am Sa 16 Okt 2010, 04:59

Rita-Eva Neeser, Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Neunundzwanzig

DonCarlos59 schreibt:
Oktober 16, 2010 um 16:33


Die Belehrung über § 55 StPO (Zeugnisverweigerungsrecht) nicht stattfinden zu lassen, lässt mehr blicken, als Oltrogge und Konsorten lieb sein kann.

Noch nicht einmal unkorrigierte Verfahrensfehler haben (bisher) irgendwelchen Einfluss auf den Prozessverlauf, geschweige denn Konsequenzen für die personelle Besetzung der steuerfinanzierten Mannheimer Justizia.

Das kommt nicht aus heiterem Himmerl, nein …, das ist strategisch längst auf höherer Ebene aus dem Justizministerium gedeckt. Kein Provinzrichter/ProvinzSTA macht so etwas auf eigene Verantwortung. Mehr und mehr kommt die „politisch/wirtschaftliche Katze“ aus dem Sack.

Denkt mal logisch: JK kann (nach Lage der Dinge z.Zt.) nicht verurteilt werden, die immensen Kosten der Staatskasse jedoch sollen sich anderweitig rechnen:

Schaut Euch mal die vom Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung betriebene website des Deutschen Wetterdienstes an, und Ihr versteht, wie ein aufstrebender Jörg Kachelmann dem Deutschen Beamten[un]wesen den (oder auch alle) Tage versauen kann.

http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&_pageLabel=dwdwww_aufgabenspektrum&_nfls=false

Unser Wetterfrosch zapft aus den öffentlichrechtlichen Geldtöpfen erfolgreicher den Cashflow an, als ein staatseigenes Dienstleistungsunternehmen wie der DWD ???

Das wurmt schon Jahre, und nun, da die Schweizer genug know how für Wetterdienstleistungen entwickelt haben, dass man nur noch über die deutsche Laus im Pelz (Frank B. Werner) abschöpfen zu können geglaubt hat, kommt doch ein mutmassliches Opfer aus dem Umfeld der schwäbischen Juztizhandlanger wie gerufen.

Hier geht es längst nicht nur um Schuld oder Unschuld im Sinner der Anklage. Hier geht es um Zeit, um Schädigung eines Schweizer Unternehmens zu Gunsten eines unfähigen deutschen Staatsbetriebes.

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/13/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundzwanzig/comment-page-1/#comment-5096

DonCarlos59 schreibt:
Oktober 16, 2010 um 16:55


btw, … wie wärs denn mit folgendem Kabarettstückchen :

CSD im öffentlichrechtlichen, von der GEZ-Gang durchgeprügelten Fernsehn als Wetterfee ?!

Eine kirchenerprobte Moderatorin mit tränenförderndem Werdegang und fantasienaregendem Vorleben, vom DWD den spiessbürgerlichen Konsumenten des allabendlichen Staatsfernsehens als die personifizierte und Johanna von Orléans zu servieren ?!

et voilà la merde … *ggg*

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/13/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundzwanzig/comment-page-1/#comment-5099
http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/13/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundzwanzig/

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Verschwörungen contra kritischer Sicht auf den Rechtsstaat

Beitrag  Gast am Sa 16 Okt 2010, 06:15

Demokritxyz Heute um 15:29

Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes, stscherer, 15.10.2010:
Fall Kachelmann: Warum macht es sich das Gericht so schwer?

Irgendwie lässt mich das Procedere des Gerichts im Prozess Kachelmann nicht los; und umso mehr ich darüber lese, desto verwunderter bin ich über das Verhalten der beteiligten Richter. Ich bin nicht immer einig mit der langjährigen Gerichtsreporterin des Spiegel, Gisela Friedrichsen, aber dieser Bericht (Klick) hat mich noch einmal zum intensiven Nachdenken gebracht. [...]

http://stscherer.wordpress.com/2010/10/15/fall-kachelmann-warum-macht-es-sich-das-gericht-so-schwer/
Der Beitrag hat mir sehr gut gefallen, weil er mir signalisiert, wie schwer es teilweise Juristen fällt, in Strukturen der 'Rechtsflegel' zu denken. Weil nicht sein kann, was vom Rechtsstaatsprinzip nicht sein darf ...?

Mir hat der Beitrag auch sehr gut gefallen, denn er bringt den Anschein der Voreingenommenheit des Gerichts auf den Punkt, bzw. die drei wichtigsten Punkte: Reihenfolge der Zeugenvernehmungen, Ausschluß eines angeblich befangenen Sachverständigen der Verteidigung, Verweigerung der Belehrung gemäß § 55 StPO gegenüber einer der falschen Verdächtigung verdächtigen Zeugin. Hinzukommen könnten noch die Behandlung des ersten Befangenheitsantrags der Verteidigung und allzu unbedacht verfügte Beschlüsse über die Ausschließung der Öffentlichkeit.

Wenn Mitspieler des Systems in Rechtsstaatsstrukturen denken, dann deshalb, weil sie es überwiegend als rechtsstaatlich geprägt erlebt haben. Weil da ja doch vielleicht mehr Idealisten am Werk sind als manche glauben.

Daß es politischen Druck gibt, daß Fehlurteile existieren, daß die personelle Unterbesetzung zu Überlastung und Resignation führt, daß die Leitungsfunktionen von der Politik besetzt werden, daß es Zeitgeistströmungen gibt, die der Unschuldsvermutung schaden –: das alles wird ja von keinem ausgeblendet. Kritik muß und soll geleistet werden.

Aber die Munkelei über große wirtschaftliche Zusammenhänge und Eingriffe der Politik gerade in dieses Verfahren – ohne den geringsten Beweis – verstellt bloß den Blick auf das wahre Problem, nämlich den Einfluß der Medien auf die Justiz. Sabine Rückert hat das m.E. richtig gesehen: es geht hier, sowohl der Staatsanwaltschaft als auch dem Gericht, um Gesichtswahrung, nachdem beide vom OLG Karlsruhe gerüffelt worden sind. Wäre das ein Fall ohne das Getöse der Presse, wäre es schon schwierig genug gewesen, Fehler einzugestehen und den Rückzug anzutreten, wg. gekränkter Eitelkeit. Unter dieser medialen Dauerfeuer-Beobachtung scheint es gänzlich ausgeschlossen.

Ist das denn nicht schlimm genug, daß menschliches Versagen einen fairen Prozeß unmöglich zu machen scheint? Seidling hat sich in seinem Leben bestimmt noch nie Gedanken über Meteomedia und DWD gemacht, und es wird ihm auch keiner geflüstert haben. Der hat ganz andere Sorgen seit dem 29.7.2010.

Und sollte es der Staatsanwaltschaft nebst eingebundener Gemeralstaatsanwaltschaft, die die Absicht, noch vor Abschluß der Ermittlungen mit einer Anklage vorzupreschen, gebilligt hat, darauf angekommen sein, nun gerade zur 5. Strafkammer zu gelangen, dann wohl kaum wegen Machtkämpfen zwischen meteorologischen Konkurrenten. Sondern doch wohl eher deshalb, weil man den kleinbürgerlichen Horizont dieses Vorsitzenden kannte, der dem des Herkunftsmilieus der Belastungszeugin entsprach. Die anderen drei in Betracht kommenden Richter verfügen schon beruflich über ein größeres Erfahrungsreservoir, damit verbunden vielleicht auch über größere Souveränität gegenüber der Staatsanwaltschaft:

Die Vorsitzende der 2. Kammer, Krenz, bearbeitet zusätzlich auch Jugendsachen und Jugendschutzsachen, kennt sich also mit Sexualstraftaten und aussagepsychologischen Gutachten bestens aus. Ihr wird man so schnell kein X für ein U vormachen können. Ob sie, wie viele Frauen in der Justiz, einen kritischen Blick auf ihre Geschlechtsgenossinnen pflegt oder eher opferempathisch reagiert, ist damit noch nicht gesagt. 1995 war Bettina Krenz noch als Staatsanwältin in dem Steuerverfahren gegen Steffi Grafs Vater tätig und wechselte wohl frühestens 1998 zum Landgericht, wo sie von 2005 bis 2007 Pressesprecherin war.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9226314.html

http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&tpl=rhpMsg_thickbox.html&path=/rhp/lokal/man&id=RON_1286886754872

Der Vorsitzende der 4. Strafkammer, Glenz, ist zusätzlich in Schwurgerichtssachen tätig und hat den fulminanten Freispruch in Sachen Harry Wörz hingelegt, gegen den die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen ist.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,656792,00.html

Und der Vorsitzende der 6., Dr. Meinerzhagen, bearbeitet ebenfalls zusätzlich Kapitalsachen. Sein Standing hat er in dem 14 Monate dauernden Verfahren gegen den Holocaust-Leugner Ernst Zündel bewiesen, den er rechtskräftig zur Höchststrafe verurteilt hat, gegen eine Verteidigung, die ein Höchstmaß an Aggressivität und strafbarem Verhalten an den Tag gelegt hat.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,466617,00.html

http://www.welt.de/politik/article718311/Fuenf_Jahre_Haft_fuer_Holocaust_Leugner_Zuendel.html

Und ob man Oltrogge als ›Frauenkünstler‹ bezeichnen kann, der die Damen der landgerichtlichen Eingangsgeschäftsstelle charmiert, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Warum die Phantasie bemühen, wenn es genugsam Offensichtliches gibt?

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Mit aller GEWALT will Herr Kachelmann die Aussage seiner Exfreundin verhindern!

Beitrag  Nahr am Sa 16 Okt 2010, 09:59

http://www.sueddeutsche.de/medien/niedersachsen-pressefreiheit-ayguel-oezkan-scheitert-mit-charta-fuer-medien-1.978936


Das schmutzige Spiel der fünf Kachelmannverteidiger: Schaffen sie es, das Opfer zum Schweigen zu bringen? Vielleicht, aber Herr Kachelmann hat trotzdem längst verloren!
Nicht nur, dass viele Punkte gegen Herrn Kachelmann sprechen…
Herr Kachelmann wusste sicherlich bei seiner Einreise, dass er wegen der Vergewaltigung verhaftet werden könnte… orderte schnell eine neue Schein-Freundin zum Flughafen… um dann zu behaupten, seine 11jährige Beziehung mit Simone wäre frei erfunden, sie wäre eine Stalkerin. Herr Kachelmann hatte sofort nach der mm. Tat die Fernsehverhandungen mit dem MDR komplett gestoppt. Aus plötzlichen "gesundheitlichen Gründen"! Dass Herr Kachelmann gegenüber seinen Freundinnen selbst davon spricht, er sein ein "perverser Sadist" mit einer "Persönlichkeitsstörung"… wolle sich in "Behandlung" begeben, erklärt Weiteres.

Dass Herr Kachelmann schon jetzt auf der ganzen Linie verloren hat, verdankt er auch der überaus schmutzigen Verteidigungsstrategie seiner fünf Verteidiger.
So wurde von Anfang an von der Kachelmann Verteidiger Armada eine sehr schmutzige Medien Kampagne gegen die Anzeigeerstatterin gefahren. Jetzt will die gesamte Verteidiger Armada mit aller „GEWALT“ auch noch die Aussage seiner Exfreundin verhindern!
Wohlgemerkt: Herr Kachelmann verweigert die Aussage und schüchtert nun mit allen prozessualen Tricks die Anzeigeerstatterin ein, sie solle keine Aussage machen!

Die äusserst schmutzige Verteidigungsstrategie zeigt um ein Weiteres, dass Herr Kachelmann die Grenzen zwischen Sexualität, Gewalt, mm. Vergewaltigung und erneuter schmutziger psychischer Druck- und Drohausübung auf die Zeugin, wohl nicht mehr zu erkennen vermag.

Meinen grössten Respekt zolle ich daher der Anzeigeerstatterin! Lässt sie sich eben nicht von der riesigen Kachelmann-Verteidiger-Armada zum Schweigen bringen! Simone zeigt dadurch eine extrem starke bzw. gestärkte Persönlichkeit. So eine starke Entwicklung können nur wenige Frauen vorweisen. Sie hat dadurch schon jetzt eine Vorbildfunktion für andere Menschen.

Herr Kachelmann wird dagegen wohl nur seine schmutzigen Tricks (vor Gericht und in den Medien) und Verzögerungstaktiken fortsetzen und abtauchen bzw. die Aussage und eine Begutachtung verweigern, um einer Verurteilung zu entgehen. Vielleicht. Zu mehr wird es in keinem Fall reichen. In der Öffentlichkeit wird er als aussageverweigernder "Sadist", ohne jedes (Verantwortungs-)Gefühl, in den Medien den Platz bekommen, der seinem Fehlverhalten auf der ganzen Linie gerecht wird...
„Gewalt hinterlässt IMMER Spuren – Herr Kachelmann!“


Nahr

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Fotos von Verletzungen als lustvolle Erinnerung für Herrn Kachelmann?

Beitrag  Nahr am Sa 16 Okt 2010, 10:10

http://www.sueddeutsche.de/medien/niedersachsen-pressefreiheit-ayguel-oezkan-scheitert-mit-charta-fuer-medien-1.978936


Frankfurter Rundschau 11 | 10 | 2010
Kachelmann-Prozess
Erotische Trophäen

Kachelmann-Anwalt Birkenstock versucht, die Ablehnung des Gutachters Bernd Brinkmann rückgängig zu machen. Das Gericht erwägt die Möglichkeit, dass Fotos von Verletzungen Kachelmann und seinem mutmaßlichen Opfer in ihrer Beziehung als Lustquelle dienten.

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann (52) will sich die Verteidigung mit der Ablehnung ihres Gutachters als befangen nicht abfinden. Anwalt Reinhard Birkenstock verlangte am Montag vom Landgericht Mannheim eine Korrektur, der Gutachter solle wieder geladen werden. Auf einen Befangenheitsantrag gegen die Strafkammer verzichtete Birkenstock zwar. In einer knapp einstündigen Erklärung legte er jedoch dar, dass bei dem Rechtsmediziner Bernd Brinkmann keinerlei Anlass für die Besorgnis der Befangenheit gebe und sein Gutachten vom Gericht falsch interpretiert wurde. Der Vorsitzende Michael Seidling will über den Antrag am morgigen Mittwoch entscheiden.

Der Streit um die Befangenheit des Gutachters hat einen wichtigen Hintergrund. Der bekannte Rechtsmediziner Bernd Brinkmann war in seiner Expertise zum einen von Selbstverletzungen des angeblichen Vergewaltigungsopfers ausgegangen, zum anderen sprach er von vorangegangenen Selbstversuchen der Frau. Der Grund: Auf ihrem Computer wurden zwei Fotografien mit blauen Flecken an ihrem Oberschenkel sichergestellt. Brinkmann interpretierte die Aufnahmen als Experiment. Da die Fotos ein Jahr vor der möglichen Vergewaltigung gemacht wurden, stand damit eine lange vorbereitete Falschbezichtigung im Raum. Brinkmann war jedoch nicht der Frage nachgegangen, ob die Fotos im Rahmen der sado-masochistischen Praktiken und „auch im Interesse des Angeklagten“ gemacht wurden, so das Landgericht Mannheim. Diese mögliche Erklärung durch das Gericht war für die Öffentlichkeit überraschend. Bisher hatten auch die Medien die Fotos mit den Hämatomen als Zeichen der möglichen Unglaubwürdigkeit des möglichen Opfers gewertet. Inzwischen wurde bekannt, dass die Ex-Freundin sogar noch mehr Fotos mit Verletzungen auf ihrem Computer hatte.

Fotos von Verletzungen als lustvolle Erinnerung

Fotos mit Hämatomen als Lustquelle – ist das überhaupt möglich? Rolf-Dieter Splitthoff, Chefarzt am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden, kennt solche Praktiken aus Theorie und Praxis. Die Foto-Dokumentation sado-masochistischer Verletzungen könne eine Art Trophäe sein, eine lustvolle Erinnerung. Allerdings betont Splitthoff, dass solche Praktiken bei gegenseitigem Einverständnis in der Bandbreite der Sexualität liegen. Von einer behandlungsbedürftigen Krankheit spreche man erst, wenn ein Partner gegen seinen Willen oder gar mit Gewalt zu solchen Aufnahmen gezwungen werde.

Beim Prozess in Mannheim soll weiter geprüft werden, welche Erklärungen es für die bizarren Fotos gibt. Die Strafkammer kündigte bereits an, Brinkmann zwar nicht als Gutachter, aber als sachverständigen Zeugen zu hören. Das wird aber voraussichtlich erst gegen Ende des Prozesses sein.

Am Montag stand die Öffentlichkeit im Kachelmann-Prozess einmal mehr vor verschlossenen Türen, denn weitere Ex-Partnerinnen Kachelmanns wurden vernommen, darunter seine Hauptfreundin, eine 33-jährige Projektleiterin.

Am Mittwoch soll endlich das mögliche Vergewaltigungsopfer in den Zeugenstand treten. Wegen Terminschwierigkeiten eines Gutachters wurde ihre Vernehmung erst auf den 9. Verhandlungstag festgesetzt. Auf die Glaubwürdigkeit der 37-jährigen Radiomoderatorin aus Schwetzingen wird es im Prozess entscheidend ankommen.

Hervorhebungern: Nahr

http://www.fr-online.de/panorama/erotische-trophaeen/-/1472782/4735124/-/index.html

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@Gabriele

Beitrag  Davrem am Sa 16 Okt 2010, 10:24

Gabriele,

ich bin ja auch Anhänger von Herrn von Ockham und dem nach ihm benannten Rasiermesser, wonach man unter mehreren Möglichkeiten diejenige auswählt, die mit den wenigsten Annahmen auskommt.

Ein durchaus noch junger Staatsanwalt mit entsprechend wenig Berufserfahrung hat also das Glück,

- bei einer Strafkammer seiner Wahl zu landen und bei einem Haftrichter, der seine Anträge durchwinkt,

- die geneigte Presse entsprechend für seine Position einzunehmen,

- auf Beamte bei Polizei und Spurensicherung zu stossen, die der Belastungszeugin eher wohlwollend gegenüber auftreten,

- auf genügend geeignete Zeugen zählen zu können,

- ärztliche und psychologische Untersuchungsergebnisse vorzufinden, die eine Anklage geradezu unausweichlich machen.

Sicher gibt es für jeden dieser Punkte, einzeln betrachtet, eine einfachere Erklärung als die, dahinter einen Plan zu vermuten. Insgesamt betrachtet drängt sich allerdings ein solcher durchaus auf.

Mit entsprechend wenig Annahmen käme natürlich auch die Möglichkeit aus, dass eine Vergewaltigung stattgefunden hat und jeder, mehr oder weniger gut, nur seinen Job macht.



Davrem

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Kachelmann spammt?!

Beitrag  Nahr am Sa 16 Okt 2010, 10:29

http://www.sueddeutsche.de/medien/niedersachsen-pressefreiheit-ayguel-oezkan-scheitert-mit-charta-fuer-medien-1.978936


Kachelmann spammt?!

Erstellt 10/08/2010 von Ivo in Alltag-Storys. Schlagworte:Kachelmann, Jörg Kachelmann, Vergewaltigung, XING, SPAM. Hinterlasse einen Kommentar

Einmal im Monat mache ich meine alte E-mail auf, sie ist total zugespamt und deswegen nutze ich sie generell nicht mehr.

Zwei Sachen haben mich diesmal total aus der Bahn geworfen.

Das erste:

Mail vom Absender XING mit dem Betreff Neue Kontaktanfrage. Blöderweise habe ich direkt drauf geklickt – Pornospam.

Das zweite – ähnlich:

Jeden Tag eine große Kackwurst im Posteingang, und heute sogar zwei.

http://ivaylo.wordpress.com/2010/10/08/kachelmann-spammt/

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Das Dilemma vergewaltigter Frauen.

Beitrag  Nahr am Sa 16 Okt 2010, 10:47

http://www.sueddeutsche.de/medien/niedersachsen-pressefreiheit-ayguel-oezkan-scheitert-mit-charta-fuer-medien-1.978936




Information
Das Dilemma vergewaltigter Frauen.
Von Ingrid Müller-Münch. SWR2 Leben vom 24.09.2010.

Jede siebte Frau in Deutschland erlebt irgendwann in ihrem Leben eine strafrechtlich relevante Form sexueller Gewalt. Soll sie ihren Aggressor anzeigen? "Selbstverständlich soll sie das", lautet die spontane Antwort. Doch die Praxis sieht anders aus. Immer mehr Frauen scheuen den Weg zur Polizei, verschweigen die Vergewaltigung, fühlen sich den Anforderungen eines Strafprozesses nicht gewachsen. Warum ist das so, fragt Autorin Ingrid Müller-Münch, und was müsste sich ändern, damit die Opfer zu ihrem Recht kommen?

Quelle: SWR

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5452966


Gabriele Wolff am Mi 08 Sep 2010, 23:20

Ich muß sagen, daß mich dieses unsouveräne, kleinlich-gehässige Frauenbild, das sich da offenbart, mit am meisten aufregt.
Gabriele Wolff Heute um 19:15

Sondern doch wohl eher deshalb, weil man den kleinbürgerlichen Horizont dieses Vorsitzenden kannte, der dem des Herkunftsmilieus der Belastungszeugin entsprach.
Der Vorsitzende und die Belastungszeugin mögen ja aus einem kleinbürgerlichen Milieu entsprungen sein, dafür sind sie aber jetzt nicht so primitiv-dümmlich und hetzerisch wie Sie Frau Gabriele Wolff.


Lobeshymnen
Oldoldman am Di 12 Okt 2010, 15:58
Nahr. 12.10.2010, 13:32 h, titelte und schrieb: Das Gericht verhält sich absolut vorbildlich, indem es die Intimsphäre der Zeuginnen UND GLECHZEITIG die Intimsphäre von Herrn Kachelmann schützt
...
Wenn wir Fragen zum UNRECHT haben, können wir Frau Gabriele Wolff fragen, die als Staatsanwältin 90% der Anzeigen wegen sexuellem Missbrauch einfach eingestellt hat. Und auf dieses begangene Unrecht auch noch stolz ist.

Bei Fragen zum RECHT sollten wir Oldoldman fragen und

bei Fragen zur GERECHTIGKEIT sollten wir aber in jedem Fall Alice fragen!

Nahr

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Standpunkte

Beitrag  Gast am Sa 16 Okt 2010, 12:18

Davrem Heute um 21:24
Gabriele,

ich bin ja auch Anhänger von Herrn von Ockham und dem nach ihm benannten Rasiermesser, wonach man unter mehreren Möglichkeiten diejenige auswählt, die mit den wenigsten Annahmen auskommt.
Vielen Dank für den interessanten Hinweis! Von diesem Herrn hatte ich noch nie etwas gehört. Man steckt also in Denktraditionen, ohne es zu wissen, was sehr für Tradition spricht. Mich hat insbesondere dieses Beispiel entzückt:

Beispiel: Nach einem Sturm sieht man einen umgefallenen Baum. Aus den Beobachtungen „Sturm“ und „umgefallener Baum“ lässt sich die einfache Hypothese ableiten, dass „der Baum vom starken Wind umgeweht“ wurde. Diese Hypothese erfordert nur eine Annahme, nämlich dass der Wind den Baum gefällt hat, nicht ein Meteor oder ein Elefant. Die alternative Hypothese „der Baum wurde von wilden, 200 Meter großen Außerirdischen umgeknickt“ ist nach Ockhams Rasiermesser weniger hilfreich, da sie im Vergleich zur ersten Hypothese mehrere zusätzliche Annahmen erfordert. Zum Beispiel die Existenz von Außerirdischen, ihre Fähigkeit und ihren Willen, interstellare Entfernungen zu bereisen, die Überlebensfähigkeit von 200 m hohen Wesen bei irdischer Schwerkraft usw.
Es sind tatsächlich diese unnotwendigen Außerirdischen, die mich skeptisch stimmen. Und nun will ich gerne auf die weiteren Argumente eingehen, die einen unterirdischen Bauplan dieses Verfahrens nahelegen:

Davrem:
Ein durchaus noch junger Staatsanwalt mit entsprechend wenig Berufserfahrung hat also das Glück,

- bei einer Strafkammer seiner Wahl zu landen und bei einem Haftrichter, der seine Anträge durchwinkt,
Vielleicht meint der junge Staatsanwalt sogar, er habe Glück gehabt. In Wahrheit hält er seinen Kopf hin. Jeder Schritt von ihm ist aufgrund der Berichtspflichten mit seinem Abteilungsleiter, der Behördenleitung und der Generalstaatsanwaltschaft abgestimmt, und er selbst ist nur das sichtbare Rädchen im Getriebe. Warum wohl hält sich Oberstaatsanwalt Gattner jetzt in der Hauptverhandlung so zurück, auch und gerade, was die Kontakte mit der Presse angeht?! Und angesichts der Unerfahrenheit von Oltrogge ist zu vermuten, daß er der einzige wirklich Überzeugte ist.

Der Haftrichter hat freimütig bekundet, daß er sich eine erfundene Anschuldigung nicht vorstellen könne und hat mehr die Fotos als den vielfältige Zweifel aufrührenden rechtsmedizinischen Bericht auf sich wirken lassen. Für ihn galt die Unschuldsvermutung bereits nicht mehr, und dieser Virus im Bereich der Sexualdelikte hat in der Justiz leider flächendeckend um sich gegriffen. Andernfalls wären Fehlurteile der mehrfachen Vergewaltigung bei bestehender Jungfräulichkeit der ›Geschädigten‹ nicht denkbar.

Die Strafkammer der Wahl: das die durch eine zeitlich punktgenaue Anklageerhebung zu erreichen war, habe ich ja murrend eingeräumt.
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-7-t255-1000.htm#19250
Glück muß das also nicht unbedingt gewesen sein.


Davrem:
- die geneigte Presse entsprechend für seine Position einzunehmen,
Die Sensationspresse lebt davon, das Drama des gestürzten Helden zu inszenieren, und wenn sie durch Kachelmanns Feinde gezielt gefüttert wird, umso besser. Dieses Verfahren ist ein gefundenes Fressen.

Davrem:
- auf Beamte bei Polizei und Spurensicherung zu stossen, die der Belastungszeugin eher wohlwollend gegenüber auftreten,
Die ›Spezialistinnen‹ der Polizei litten unter Gedächtnisschwund und Überempathie. Für sie war die Arbeit getan, wenn sie die Zeugin „festlegten“ darauf, daß a) die Anzeige ernstgemeint war und b) der Sachverhalt einen Tatbestand erfüllte. Kritisch hinterfragt wurde erst, als die Verteidigung des Angeklagten ihre Arbeit begann. Mehr ist von Polizeiarbeit heute nicht zu erwarten. Daß die Spurensicherung Brinkmanns Anforderungen nicht genügte, ist klar. Üblicherweise gibt es kaum einmal eine Tatort-Spurensicherung bei derlei Vorwürfen. Der Beamte war nicht grundlos stolz auf den betriebenen Aufwand, der nur der Prominenz des Beschuldigten zu verdanken ist. Ziel der Spurensicherung war es lediglich, die Angaben der Zeugin zu objektivieren. Mehr nicht.

Davrem:
- auf genügend geeignete Zeugen zählen zu können,
? Es gibt keinen einzigen Zeugen, der die Tatschilderung belegen könnte. Die Ex-Freundinnen sind nicht geeignet, hierzu beizutragen.

Davrem:
- ärztliche und psychologische Untersuchungsergebnisse vorzufinden, die eine Anklage geradezu unausweichlich machen.
Das ist falsch. Die Anklage wurde trotz der den Vorwurf relativierenden bis widerlegenden Gutachten von Köhnken, Elliger, Schultes, Rothschild und Brinkmann erhoben, und das Ergebnis des hierdurch gezwungenermaßen durch die Staatsanwaltschaft von Greuel angeforderten Gutachtens wurde erst gar nicht abgewartet. Allein dieses Gutachten, wäre es vor Anklageerhebung eingetroffen, hätte die Anklage verhindert. Denn es mißt der Aussage Null Beweiswert zu.

Davrem:
Sicher gibt es für jeden dieser Punkte, einzeln betrachtet, eine einfachere Erklärung als die, dahinter einen Plan zu vermuten. Insgesamt betrachtet drängt sich allerdings ein solcher durchaus auf.
Nein! Leider belegen die Fehlleistungen nur eins, nämlich ein Versagen der Justiz, die vom Konzept „männlicher Täter/weibliches Opfer“ offenbar schon vernebelt ist. Und die, nachdem die Öffentlichkeit da war, auch nicht mehr zurückrudern konnte/wollte. Insoweit ist dieses Verfahren hoffentlich ein Lehrstück.

Davrem:
Mit entsprechend wenig Annahmen käme natürlich auch die Möglichkeit aus, dass eine Vergewaltigung stattgefunden hat und jeder, mehr oder weniger gut, nur seinen Job macht.
Im Gegensatz zu Wissenschaftstheorien und Herrn Ockham geht es im Strafprozeß nicht um Annahmen, sondern darum, daß ein Geschehen bis zu einem Grad bewiesen wird, in dem vernünftige Zweifel nicht mehr existieren. In diesem Verfahren gibt es ausschließlich Zweifel, angefangen mit der lückenhaften und zur Überführung ungeeigneten Aussage, dem Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugen wegen der nachgewiesenen Lügen, bis hin zu den Gutachten, die ausnahmslos die Zweifel bestärken bzw. nahe am Rand der Widerlegung des behaupteten Tatgeschehens angesiedelt sind.

Mit dem Material läßt sich erfolgversprechender ein Verfahren gegen die Zeugin wegen falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung führen, und das ist auch Ziel der hierin durch dasGericht behinderten Verteidigung.

Ich befürchte, daß ich wie üblich zwischen allen Stühlen sitze: den einen bin ich nicht kritisch genug, den anderen wiederum zu kritisch. Macht mir aber nichts aus. Wirklich!

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Zwischen den Stühlen?

Beitrag  Harry1972 am Sa 16 Okt 2010, 12:31

So würde ich das nicht nennen.
Eher würde ich "ausgewogen" dazu sagen.

Ich habe schonmal gesagt, dass man bei allen Wahrscheinlichkeiten offen für andere Sichtweisen bleiben sollte, die nicht völlig abstrus sind wie z.B., dass 200 Meter große Ausserirdische für die Blutergüsse verantwortlich sind, die sich auf Simones Schenkeln gezeigt haben.

What a Face

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Gabriele

Beitrag  Gast am Sa 16 Okt 2010, 17:49

Ich befürchte, daß ich wie üblich zwischen allen Stühlen sitze: den einen bin ich nicht kritisch genug, den anderen wiederum zu kritisch. Macht mir aber nichts aus. Wirklich!
Sehe ich nicht ganz so sondern eher, dass Du eine sehr gesunde Sichtweise hast und bereit bist "alle" Seiten zu hören und Dich nicht verdrückst, wenn es nicht ganz "ordentlich" läuft! Chapeau!
Nur so kommt man in einer Diskussion weiter! Danke.

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Hallo Nahr

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 18:21

"Nahr: bei Fragen zur GERECHTIGKEIT sollten wir aber in jedem Fall Alice fragen!

Nahr"

Gute Idee! Top!





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Gabriele Wolff

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 18:32

"Gabrielle Wolff: Ich befürchte, daß ich wie üblich zwischen allen Stühlen sitze: den einen bin ich nicht kritisch genug, den anderen wiederum zu kritisch. Macht mir aber nichts aus. Wirklich! "

Im Tante Emma Laden hängt ein besticktes Bildchen mit dem Sinnspruch:
Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann.

Ist doch süß! lol!




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Erfolgversprechender?

Beitrag  louise am Sa 16 Okt 2010, 18:48

Gabriele Wolff:
Mit dem Material läßt sich erfolgversprechender ein Verfahren gegen die Zeugin wegen falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung führen, und das ist auch Ziel der hierin durch das Gericht behinderten Verteidigung.

So sieht es fast aus.

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Louise; Wolffi,

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 19:01

"Gabriele Wolff: erfolgversprechender ein Verfahren gegen die Zeugin wegen falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung führen"

Und was hätte man davon?
Was bringt das?
Wem würde das irgend etwas bringen?

patagon

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Kulturgut

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 19:07

"Nahr: Fotos von Verletzungen als lustvolle Erinnerung"

sind Zeugen christlich-jüdischer Kultur und Tradition.

So viel Traditionsbewußtsen, hätte ich Kachelmann gar nicht zugetraut. lol!


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Was sagt denn Kachelmann

Beitrag  louise am Sa 16 Okt 2010, 19:50

zu den Fotos? Er schweigt.
Was sagt K. im allgemeinen zu blauen Flecken? Er schweigt.
Was sagt er zu den Praktiken? Er schweigt.
Hat K. irgendwann blaue Flecke bei Simone gesehen? Er schweigt.
Wurden die Fotos jemals verschickt?

louise

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Luise, was sagt denn.....

Beitrag  patagon am Sa 16 Okt 2010, 20:01

"luise: zu den Fotos? Er schweigt.
Was sagt K. im allgemeinen zu blauen Flecken? Er schweigt.
Was sagt er zu den Praktiken? Er schweigt.
Hat K. irgendwann blaue Flecke bei Simone gesehen? Er schweigt.
Wurden die Fotos jemals verschickt?"

Keine Ahnung, Luise.
Aber jetzt, nachdem die alte Krähe aus der Ausländerbehörde wieder aufgetaucht ist, brauchen wir uns wirklich keine Gedanken mehr zu machen: Nahr wird das alles schonungslos aufklären und bestimmt dafür sorgen, dass endlich Gerechtigkeit triumphiert.
Da bin ich mir ganz sicher.
Also, don`t worry, be happy Very Happy

patagon

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@Gabriele Wolff: Macht sich strafbar, wer ...

Beitrag  Demokritxyz am Sa 16 Okt 2010, 20:24

... gutgläubig das Falschgeld der Polizei ausgibt? Und unterhält eine Schauspieldemokratie Falschgelddruckereien für Bargeldgeschäfte im schwarzen(?) Kanal ...?
BILD am Sonntag.de, Jörg Völkerling, 17.10.2010:

UNBEKANTE WILL VON KACHELMANN 10.000 EURO Hier jagt die Polizei eine mögliche Erpresserin
Sie behauptet, die Unschuld des Wettermoderators vor Gericht beweisen zu können. Die Polizei ermittelt wegen Erpressung

Köln – Ein Supermarkt-Parkplatz im Kölner Stadtteil Porz. Es ist Samstagabend, kaum Betrieb.

Punkt 19 Uhr fährt ein anthrazitfarbener Mercedes vor. Ein kräftiger Mann mit Glatze steigt aus. In seiner Hand: ein DIN-A-4-Umschlag, zweifach gefaltet. Er legt den Umschlag hinter einem Metallverschlag ab, in dem die Mülltonnen des Marktes stehen.

Der Umschlag ist für eine Frau bestimmt, die Jörg Kachelmann ein seltsames Angebot macht. Der Wettermoderator muss sich seit dem 6. September vor dem Landgericht Mannheim wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. Die Frau behauptet in einem Schreiben, Informationen zu haben, die Kachelmann entlasten – und forderte dafür 10 000 Euro.

Der Brief war im Kölner Büro von Kachelmanns Management eingeworfen worden, adressiert an „Herrn Kachelmann persönlich“, mit dem fett gedruckten Vermerk „EILT – Prozessrelevant!“ Inhalt: Eine DIN-A-4-Seite, mit dem Computer geschrieben.

In dem Brief, der BILD am SONNTAG vorliegt, lockt die Unbekannte mit einer geheimnisvollen Entlastungszeugin.

Die Frau, die angeblich Kachelmanns Unschuld beweisen kann, soll in den USA leben, pflegt dort Angehörige. Sie sei extra für den Prozess nach Deutschland gereist, wohne jetzt in einem kleinen Hotel in Kerpen (NRW). „Diese Zeugin kann wegen ihrer Justiznähe beweisen, dass die vom Gericht beauftragten Gutachter und Zeuginnen beeinflusst waren. Ebenso kann sie beschreiben und beweisen, warum diese Kampagne gegen Sie gestartet wurde“, so die Briefschreiberin.

Und: Die Zeugin, die bereits zwei Verhandlungstage aus den Zuschauerreihen heraus verfolgt haben soll, verlange Geld für ihre Aussage. 10 000 Euro bar, in einem Umschlag – „von der Geldzahlung natürlich kein Wort an das Gericht“. Wenn Kachelmann nicht zahlen sollte, würde die Zeugin zurück in die USA fliegen ohne auszusagen: „Aber ich denke, dass man doch alles versucht, nicht noch mal in eine JVA zu müssen.“ Mit diesem Satz endet der Brief.

Die Kachelmann-Anwälte prüften das Schreiben, besprachen sich mit ihrem Mandanten, und alarmierten die Polizei.

Die Beamten nahmen ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung auf, weil die Frau mögliche Informationen zur Wahrheitsfindung in dem Verfahren nur gegen Geld preisgeben wollte. Die Polizei riet dem Wettermoderator, zum Schein auf den Deal einzugehen.

Dann der Samstag der Geldübergabe. Auf einem Supermarkt-Parkplatz im Kölner Stadtteil Porz hinterlegten die Polizisten, wie in dem Brief gefordert, einen Umschlag, der allerdings mit Falschgeld gefüllt war.

Mehrere Stunden lang beobachtete die Polizei den Parkplatz. Aber die Geldübergabe scheiterte – niemand tauchte auf, um das Geld abzuholen. Zweimal näherten sich Personen dem Verschlag: Supermarkt-Mitarbeiter, die Müll wegwarfen. Und ein älterer Herr, der sich dahinter zurückzog, um zu urinieren.

Die Kriminalpolizei Köln wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu dem Vorgang äußern. Auch nicht zu der Frage, ob sich die Erpresserin noch mal gemeldet hat.

http://www.bild.de/BILD/news/2010/10/17/wetter-tv-experte-joerg-kachelmann/polizei-versucht-erpresserin-zu-verhaften.html
By the way: Eine solche 'bezahlte' Zeugin und ihre "Beweise" würde aber im Verfahren vor dem Landgericht Mannheim nie gehört und zur Kenntnis genommen werden. Wegen "Befangenheit", weil die Bezahlung nicht von Bunte, möglicherweise das Beförderungswesen innerhalb der Polizei & Co., sondern indirekt vom Angeklagten kommt: das kontrolliert StA Lars-Torben Oltrogge auftragsgemäß sehr 'rechtsstaatlich', oder ...?

Demokritxyz

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Louise

Beitrag  Gast am Sa 16 Okt 2010, 20:30

Ob Kachelmann zu all den "Fragen", die Du hier aufzeigst, geschwiegen hat oder schweigt, weißt DU doch gar nicht!!!!
Er wird ganz sicher seinen Anwälten auf alle Fragen geantwortet haben und vielleicht sind gerade diese Antworten im Zusammenhang mit anderen "Beweisen", genau das Ass im Ärmel, was Birkenstock hat?!

Aber Du kannst ja mal Deine Telefonnummer bei Kachelmanns Managment hinterlassen, der wird DICH ganz sicher aufklären!
Und wenn Du , bei all den Informationen, die es inzwischen gibt, incl. juristischer Ansichten zum "Schweigen" des Angeklagten vor Gericht ( er hat ja schon vollumfänglich ausgesagt und da hat man bisher keine Lüge entdecken können - also gibt es dem nichts mehr hinzuzufügen), diese Fragen in den Raum stellst - ist es vielleicht eher angebracht, dass Du noch mal liest study ( Deinen Lesezwang befriedigst) und dann mal versuchst, dass zu verstehen, was Du gelesen hast... scratch

_______________________
Anmerkung:

Und weiter geht es im 8. Teil an dieser Stelle:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-8-t261.htm

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Sa 16 Okt 2010, 20:46 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Verweis auf den neuen Teil eingearbeitet)

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 7)

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