Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Oldoldman am Do 02 Sep 2010, 01:43

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48 ) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings ab 14416 (ab 12.02.2011, 21:57) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des vierten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t186p940-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4

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Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:43 bearbeitet, insgesamt 18 mal bearbeitet

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Was ...? - First-Class-Hotel der Wunschrubrik uvondo buchen lassen ...

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 04:34

... und trotzdem 'nen Knoten in den Beinen - trotz der juristisch exakten Fragen im Vorfeld? Was lernt frau heute in der Schule ...?

http://www.steigenberger.com/Mannheim
BZ Berlin, 02.09.2010:

Anja L. hatte angeblich gegen ihren Willen Sex mit Jörg Kachelmann. Jetzt sagt sie im Prozess gegen ihn aus Sie war 18 und er 48

"Jörg hörte mir gar nicht zu, sondern begann, mir die Kleider auszuziehen. Auch als ich sagte, ich wolle nicht mit ihm schlafen, machte er weiter." Das behauptet Anja L. (23, Name geändert). In "Bunte" erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den Wettermoderator. Sie sollen bereits Teil der Ermittlungsakten sein.

Am Montag beginnt vor dem Landgericht Mannheim der Prozess gegen Jörg Kachelmann (52). Seit seiner Verhaftung bestreitet er alle Anschuldigungen. Neun Frauen, mit denen er Kontakt hatte, sollen vor Gericht als Zeuginnen aussagen. Eine ist Anja L.

Als 18-jährige Abiturientin begegnete sie Jörg Kachelmann im Jahr 2005 auf einer Party in Saarbrücken. Er soll sie gefragt haben, ob sie ihn zur Eröffnung einer Wetterstation begleiten wolle. Anja: "Ich gab ihm meine Handynummer. "Er habe angerufen und gefragt, "ob ich schon volljährig sei, oder ob er sich strafbar mache."

Beim zweiten Treffen soll der damals 48-Jährige mit der Schülerin geschlafen haben. Anja: "Es war für mich das erste Mal. Ich war noch Jungfrau. "Sie sollen sich mehrmals in Hotels getroffen haben. Sie war verliebt, glaubte ihm, wenn er sie "seine Schöne, sein Lausemädchen, seine Prinzessin" nannte - wie alle anderen.

Meist aber sei er viele Stunden zu spät erschienen, sagt sie: Davon "war ich so genervt, dass ich mit ihm über unsere Beziehung reden wollte. "Doch es gab keine Aussprache an jenem 29. Mai 2006 im "Steigenberger Mannheimer Hof", Zimmer 318. Anja L.: "Ich sagte mehrfach: 'Nein, hör bitte auf!' Ich weinte, doch er nahm keine Rücksicht. Er wollte unbedingt Sex mit mir haben." Sie habe es über sich ergehen lassen.

Nach Kachelmanns Verhaftung habe sie lange überlegt, ehe sie schließlich zur Polizei ging. "Die Ermittler haben mich drei Stunden lang als Zeugin vernommen."

Anm.: Hervorhebungen Demokritxyz

http://www.bz-berlin.de/archiv/sie-war-18-und-er-48-article966501.html
Ich weiß gar nicht, was hier los ist und die anständigen Mädchen heute (in der Schule) lernen. Mit 18 Jungfrau, dann einen 30 Jahre älteren Mann, der die exakten Fragen im Vorfeld stellt: Ob sie schon volljährig sei, oder er sich strafbar mache? Korrekt angeredet mit "Lausemädchen", beim zweiten Treffen 'geknackt' und dann immer ins First-Class-Hotel der Wunschrubrik uvondo & Co.

Dann kommt er Stunden zu spät: Das Zimmer war schon gebucht? Und dann soll in der wenigen verbleibenden Zeit darüber eine Grundsatzdiskussion in Grütze geführt werden, dass Anja L. nun sauer ist, dass er 'zu spät kommt' ...???

Mädel, da kann ich dir die Schnellspritzer in deinem Alter empfehlen: die 'kommen sehr viel früher' - auch auf 'ner Rücksitzbank einer alten Karre oder Parkbank, wenn's noch keine eigene Bude gibt. Da gibts kein Bad mit Bidet, sondern nur 'ner Rolle Klopapier im Kofferraum oder der Plastiktüte ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Bidet

Sag mal Mädchen: hättest du Jörg 'Kachel'mann nicht nach Hause zu deinen Eltern einladen können? Die hätten sicher gern für ein paar Stunden ihr Ehebett zur Verfügung gestellt und sogar frisch bezogen, wenn Jörg 'Kachel'mann dort die Kohle für das Zimmer im Steinberger Mannheimer Hof abgedrückt hätte, oder ...?

Und wahrscheinlich hätte Mutti mal ganz schnell, aber leise durchblicken lassen, dass sie im Alter sehr gut zu Jörg 'Kachel'mann passe: da müsste doch was möglich sein ...

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Wenn beim Rhein-Neckar-Ticker OLG-Richter zum Experten wird ...

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 05:19

morgenweb/Mannheimer Morgen, 02.09.2010:

Mannheim/Tübingen: Experte zu Kachelmann: "möglicherweise einfacher Fall"
Mannheim/Tübingen. Axel Wendler, Richter am Oberlandesgericht Stuttgart, hält den Prozess um TV-Moderator Jörg Kachelmann "für möglicherweise gar nicht so schwer lösbar". Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte der auf Wahrheitsfindung in Strafverfahren spezialisierte Jurist: "Es handelt sich um den Vorwurf der Vergewaltigung. Aussage steht gegen Aussage. Deshalb wird es in erster Linie nur um die Frage gehen, welche Aussage wahr ist." Für den 58-jährigen Juristen, der an der Universität Tübingen Aussagepsychologie lehrt, ist es wichtig, dass Richter trotz subjektiver Wertungen versuchen, eine neutrale Position einzunehmen. "Ein seriöser Geschäftsmann suggeriert vielleicht durch sein Auftreten Vertrauenswürdigkeit, sagt aber dennoch nicht unbedingt die Wahrheit." (dpa)

http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/Mannheimer_Morgen/13179_Mannheim_T%C3%BCbingen:_Experte_zu_Kachelmann:_%22m%C3%B6glicherweise_einfacher_Fall%22_.html

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Internet als Pranger ...?

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 05:35

CIO, 02.09.2010:

Vor dem Kachelmann-Prozess: Das Internet als Pranger Von Peter Zschunke, dpa
Der am Montag beginnende Prozess gegen Jörg Kachelmann schlägt im Internet hohe Wellen. Für viele stehen Schuld oder Unschuld schon fest. Die öffentliche Vorführung der Beteiligten erinnert an die im Mittelalter verwurzelte Strafe des Prangers.

Berlin (dpa) - Pranger im Jahr 1732: Der «Wittib Eimmerin» wird eine außereheliche Geburt zum Vorwurf gemacht, sie wird wegen eines «jüngst zur Welt gebohrnen huren Kindts» öffentlich vorgeführt. Pranger im Jahr 2010: Dem Wetterexperten Jörg Kachelmann wird Vergewaltigung vorgeworfen. Sein Privatleben wird ebenso wie das der Frau, die ihn beschuldigt, öffentlich ausgebreitet.

Die Prangerstrafe besteht in der öffentlichen Schande, die ein harmonisches Weiterleben in der Gemeinschaft zumindest erheblich erschwert. Die Witwe in Oppenheim am Rhein wurde von den Behörden der Kurpfalz dazu verurteilt, «2 stunden lang die gaigen (zu) tragen» - dabei wurde man mit Kopf und Händen in einem Brett eingeschlossen und öffentlich zur Schau gestellt. Danach sollte die Witwe aus der Stadt gewiesen werden, wie es das Protokoll des Stadtrats festhält, das heute im Landesarchiv Speyer liegt.

Was beim Pranger in der Kleinstadt Oppenheim der Platz vor dem Rathaus war, ist heute das weltumspannende Internet. «Auch im Falle eines Freispruchs ist Herr Kachelmann öffentlich erledigt», erklärt der ehemalige Richter Bernd von Heintschel-Heinegg in einem Blog- Beitrag. Dies habe die außergewöhnliche «mediale Spekulationsmaschine» zu diesem Fall verursacht.

Im Internet wird aber auch die Frau attackiert, die Kachelmann beschuldigt. Ein Schweizer Blog nennt ihren vollen Namen und ihre Adresse, zeigt ihr Foto und spricht von «Rachefeldzügen von frustrierten Frauen». In Sozialen Netzwerken wie Facebook wogt die Diskussion hin und her. Viele kritisieren, dass die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns verletzt worden seien und stellen die Glaubwürdigkeit seiner ehemaligen Lebensgefährtin massiv in Frage.

«Auch die Anzeigeerstatterin im Fall Kachelmann hat den Schutzanspruch, nicht genannt zu werden, solange sie nicht selbst an die Öffentlichkeit geht», erklärt der Düsseldorfer Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Volker Herrmann, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Die Privatsphäre ist geschützt. Da müssen sich auch Blogs daran halten», sagt der Jurist. «Bei Einträgen in Sozialen Netzwerken wie Facebook ist dies allerdings schwieriger zu beurteilen.»

Hier stoßen das Recht auf freie Meinungsäußerung und Persönlichkeitsrechte auf eine Weise zusammen, dass sich nur im Einzelfall klären lässt, welches Rechtsgut übergeordnet ist. Zivil- oder gar strafrechtlich relevant wird es bei falschen Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, Beleidigungen oder Schmähkritik.

Der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach erklärt, der Pranger habe historisch ein manifestes Bedürfnis des Staates oder der Kirche erfüllt, «indem man Abweichler sanktioniert durch öffentliche Bloß- und Zurschaustellung». Bei den Zuschauern habe es gleichzeitig ein latentes Bedürfnis gegeben, eine unterschwellige Aggression gegenüber dem Anderen und Fremden auszuleben.

«Die heutige Prangerfunktion haben die Medien übernommen», sagt Donsbach. Dabei sei die Prangerwirkung im Internet im Vergleich etwa zum Fernsehen bislang noch relativ gering ausgeprägt. «Das versendet sich oft», sagt der Professor der TU Dresden. «Publizistisch wirksam wird es erst, wenn die anderen Medien das aufgreifen.»

Allerdings hält das Internet alles auf Dauer fest, solange es nicht gelöscht wird. Der Bundesgerichtshof befand im Dezember 2009, verurteilte Straftäter dürften zwar nicht «ewig an den Pranger» gestellt werden. Die Namen von Straftätern könnten im Online-Archiv eines Rundfunksenders aber weiter genannt werden, auch wenn die Strafe verbüßt sei. Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht habe hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit und dem Recht auf freie Meinungsäußerung zurückzutreten.

Inwieweit tatsächlich von einem Pranger gesprochen werden kann, wird von der Justiz sehr zurückhaltend betrachtet. So befand das Oberlandesgericht Stuttgart 2007 in einem Fall zum Persönlichkeitsrecht, dass sich allein aus der weltweiten Verbreitung keine Prangerwirkung herleiten lasse: «Das Medium Internet bringt es zwar mit sich, dass Äußerungen weltweit und permanent abrufbar und mit Suchmaschinen auch leicht zugänglich sind. Solange es sich jedoch .. um eine sachbezogene Berichterstattung handelt, ist damit keine Bloßstellung des namentlich genannten Klägers verbunden.»

Das Internet als Pranger beschäftigt aus einem ganz anderen Blickwinkel auch die Debatte über die Sicherheitsverwahrung von Straftätern. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen diese Praxis in Deutschland wurde der Vorschlag laut, Name und Adresse der Straftäter im Internet zu veröffentlichen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, lehnt dies entschieden ab und sagt: «Der Pranger war ein Instrument des Mittelalters und entspricht nicht unseren heutigen rechtsstaatlichen Grundsätzen.»

http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2245957/index1.html

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Do 02 Sep 2010, 05:48

Ja, Demo, Alice Schwarzer hat sich da wohl selber ein dickes Ei ins Nest gelegt.
Die Kommentare sind das Beste, nur versteht sie nicht, was ihre Leser da schreiben!

Gast
Gast


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Unterschiede: OLG Richter Axel Wendler und Jürgen Möthrath, Präsident Verband deutscher Strafrechtler

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 05:55

Mannheimer Morgen: Axel Wendler, Richter am Oberlandesgericht Stuttgart, hält den Prozess um TV-Moderator Jörg Kachelmann "für möglicherweise gar nicht so schwer lösbar".

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-5-t229.htm#15051
DerWesten, Hayke Lanwert, 02.09.2010:

Anklage: Prozess gegen Kachelmann beginnt
Darmstadt. Nach Monaten der Untersuchungshaft und der Veröffentlichung vieler Details aus seinem Privatleben steht TV-Wettermann Jörg Kachelmann nun ab Montag vor Gericht. Angeklagt wegen des Verdachts auf schwere Vergewaltigung.

Bis zu jenem 20. März, als er von seiner Moderation bei den Olympischen Spielen in Vancouver zurückkehrte, hätte man ihm wohl alles abgekauft. Seine „Blumenkohlwolken“ ohnehin, aber vermutlich auch Staubsauger oder Versicherungen. Diverse Frauen, erstaunlich viele, wie sich bald herausstellen sollte, hatten an seine Liebe geglaubt. Mit der Festnahme auf dem Frankfurter Flughafen war er nicht mehr länger der liebenswert-tapsige Wettermann, sondern ein potenzieller Vergewaltiger. Ab Montag steht Jörg Kachelmann (52) nun vor Gericht, 13 Verhandlungstage sind angesetzt. Ganz Deutschland wird auf ihn sehen.

Schlacht der Gutachter

Monate hat er in Untersuchungshaft gesessen und seine Unschuld beteuert, während in die Öffentlichkeit immer neue Details seines Intimlebens sickerten, seiner erotischen Vorlieben. Es sei an diesem Abend im Februar eine ganz normale Trennung gewesen, sagt Kachelmann. Er habe ihr ein Messer an den Hals gedrückt, sie vergewaltigt und sie habe Todesängste ausstehen müssen, erzählt sie. Sie, das ist die 37-jährige S., Sabine oder Simone, wie sie in den Medien genannt wird, eine Radiomoderatorin, mit der Kachelmann elf Jahre lang auf schwer zu definierende Art und Weise liiert war.

Aussage steht also gegen Aussage, was nicht ungewöhnlich ist für einen Vergewaltigungsprozess. Einzig, dass die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim über einen prominenten Menschen zu urteilen hat, über eine Fernseh-Größe, dessen altes Image so gar nicht mit der angeklagten Tat zusammenpassen mag. Und dass die Öffentlichkeit den Fall schon seziert hat, noch bevor das Gericht unter dem Vorsitz von Michael Seidling zusammentritt. „Es ist extrem schwierig, in einem Vergewaltigungsprozess die Wahrheit zu finden“, sagt auch Jürgen Möthrath, der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtler. Es gehe vor allem um die Glaubwürdigkeit beider, des vermeintlichen Opfers und des Angeklagten.

Und so wird es wohl, wie schon im Vorfeld des Prozesses, zu einer Schlacht der Gutachter kommen. Von Staatsanwaltschaft oder Verteidigung beauftragt, werden sie die Ergebnisse ihrer Arbeit vortragen, „und am Ende wird sich das Gericht dem einen oder dem anderen anschließen“, so Möthrath.

Nur bedingt glaubwürdig

Was die Glaubwürdigkeit der beiden angeht: Er, der Wetterprophet, war unermüdlich durch das Land geeilt, von Wetterstation zu Wetterstation, und hatte zwischendurch die Frauen beglückt, ihnen die große Liebe geschworen. So viele Frauen, dass man im Nachhinein zu erahnen meint, warum er in den letzten Jahren zunehmend derangiert wirkte, wie einer, der keine Zeit mehr hat, sich um Äußerlichkeiten zu mühen. Er betrog also und log. Und sie, das vermeintliche Opfer, war doch nicht so ahnungslos, wie sie ausgesagt hatte. Sie wusste länger schon von einer Nebenbuhlerin, hatte zu ihr unter falschem Namen Kontakt aufgenommen. Informationen, die sie der Staatsanwaltschaft zunächst unterschlug.

Ist also, wie man auch spekulieren kann, alles nur der Racheakt einer enttäuschten Geliebten? Einer Frau, die dachte, sie sei die einzige und dann jäh aus ihrem Traum erwachte. Widersprüchlich sind auch die Gutachten, die für das Verfahren erstellt wurden. Da ist etwa die Bremer Psychologin Luise Greuel, die in ihrer von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Arbeit zu dem Schluss kommt, bei dem Verhalten Kachelmanns handele es sich womöglich um den Ausbruch eines ausgeprägten Narzissten, der nach schwerer Kränkung seiner Wut freien Lauf gelassen habe.

Vage Schilderungen

Gleichzeitig betont Greuel, dass die Schilderungen des Opfers zur Tat nur vage und oberflächlich seien, und manche Sachverhalte sogar handlungstechnisch unmöglich. Der Heidelberger Rechtsmediziner Mattern, der die 37-Jährige untersuchte, kommt zu dem Ergebnis, dass die Wunden sowohl von einer Vergewaltigung stammen, als auch von der Frau sich selbst zugefügt worden sein könnten.

Aussage gegen Aussage. Sollte Kachelmann vom Gericht für schuldig befunden werden, droht ihm bei schwerer Vergewaltigung eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren. Wer am Ende das Opfer dieses Prozesses sein wird, ist offen. Für das Tatopfer kann die Aussage vor Gericht, das Nachhaken bei intimsten Details, zur Tortur werden. Dass danach jedoch auch die berufliche Existenz eines zu Unrecht der Vergewaltigung Bezichtigten zerstört sein kann, das ist spätestens seit dem Fall des TV-Moderators Andreas Türck bekannt.

http://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/Prozess-gegen-Kachelmann-beginnt-id3642687.html

Demokritxyz

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Erfahrene Straftrechtler: Verfahren des LG Mannheims ungewöhnlich ...!

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 08:31

Hannover Allgemeine, 02.09.2010:

Missbrauchs-Vorwurf Prozess um Jörg Kachelmann beginnt am Montag
Jörg Kachelmann steht ab Montag vor dem Landgericht Mannheim - verhandelt wird der Prozess über den Missbrauchsvorwurf gegen den Wetterkundler. 13 Sitzungstage sind geplant - erst gegen Ende der Verhandlung soll das mutmaßliche Opfer gehört werden.

Einem der beiden muss die Sache wie ein Alptraum vorkommen: Entweder Jörg Kachelmann, der, möglicherweise nichts Böses ahnend, am 20. März von den Olympischen Winterspielen in Vancouver zurückkommt und gleich am Flughafen verhaftet wird. Der aus allen Wolken fällt, als man ihn beschuldigt, seine ehemalige Geliebte bedroht und vergewaltigt zu haben. Der mehr als 130 Tage in Untersuchungshaft sitzt und hilflos ansehen muss, wie immer neue Details seines Intimlebens in der Öffentlichkeit ausgebreitet werden.

Oder aber dem mutmaßlichen Opfer: Einer Frau Ende 30, in den Medien meist „Sabine“ genannt, die seit 1998 ein Verhältnis mit Kachelmann hatte. Die zwölf Jahre lang auf ihn wartet und hofft. Und dann - wenn man ihr glaubt - eine Reihe von Demütigungen erlebt, die kaum zu ertragen sind: zu erkennen, dass ihr Geliebter sie die ganze Zeit getäuscht hat, von diesem Mann brutal missbraucht zu werden. Und schließlich, nachdem sie den Mut hatte, ihn anzuzeigen, öffentlich als Lügnerin beschimpft zu werden.

Am Montag, 6. September, wird vor dem Landgericht Mannheim der Prozess gegen den 52 Jahre alten Schweizer beginnen. 13 Sitzungstage sind geplant, 25 Zeugen und 5 Sachverständige sollen vernommen werden - alles, um eine Frage zu klären: Was geschah in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2010?

„Sabine“ soll Kachelmann Flugtickets gezeigt haben, die auf ihn und eine andere Frau lauteten. Sie habe ihn zur Rede gestellt. Was dann geschah, ist umstritten: Laut Anklage wollte sich „Sabine“ von Kachelmann trennen. Daraufhin habe er sie mit einem Küchenmesser bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Dabei habe er ihr das Messer gegen den Hals gedrückt. Während und nach der Tat soll er gedroht haben, sie umzubringen. Kachelmann hingegen bestreitet die Tat. Sie hätten sich getrennt, traurig, aber friedlich, dann sei er in ein Hotel gefahren.

Es dürfte schon so schwer genug sein, die Wahrheit über diese Nacht zu ermitteln - doch hinzu kommt, dass seit der Verhaftung des Moderators ein beispielloser „Vorprozess“ in den Medien stattfindet. „Spiegel“, „Focus“ und „Zeit“ berichteten ausführlich aus Ermittlungsakten und Gutachten.

Staatsanwaltschaft: "Erstaunlich, was die Medien alles wussten"

„Ich fand das mehr als erstaunlich, was die alles wussten“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann. Er betont: „Von uns hatten sie’s nicht.“ Vorwürfe, wonach die Staatsanwaltschaft Kachelmanns Persönlichkeitsrechte besser hätte schützen müssen, weist Grossmann zurück: „Es ist illusorisch anzunehmen, die Behörden könnten den Namen eines inhaftierten Prominenten über Monate geheim halten.“

Kachelmann ist gegen mehrere Veröffentlichungen gerichtlich vorgegangen; vom Springer-Verlag fordert er wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte eine Entschädigung in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Nach seiner Freilassung am 29. Juli ging der Moderator selbst in die PR-Offensive: In zwei Interviews betonte er seine Unschuld.

Es wird sich zeigen, wie die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim den öffentlichen Druck ausblenden kann. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nennt das Gericht keine Namen von Zeugen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte nur, dass „diverse weibliche Zeugen aus dem Umfeld des Angeklagten“ geladen seien. Doch eine Zeugin hat bereits vor ihrem Auftritt vor Gericht in der Zeitschrift „Bunte“ ausgesagt. Auch das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ druckte vergangene Woche Aussagen verschiedener Freundinnen und Kolleginnen des Moderators. Der öffentliche Vorprozess, so scheint es, dreht sich inzwischen vor allem um die Frage, was für ein Mensch Kachelmann ist.

Zeuginnen aus Kachelmanns Umfeld

Es fällt auf, dass auch das Landgericht zunächst die Zeuginnen aus dem Umfeld Kachelmanns hören will - und erst gegen Schluss, ab dem 9. Verhandlungstag, das mutmaßliche Opfer. Erfahrene Strafrechtler halten dies für ungewöhnlich: „Die Frauen können die Persönlichkeit des Angeklagten beleuchten - ob das, was ihm vorgeworfen wird, schlüssig ist im Vergleich zu anderen Verhaltensmustern“, sagt der Berliner Strafverteidiger Ulrich Wehner. „Aber sie können naturgemäß zum Kerngeschehen nichts sagen.“

Allein auf dieses Kerngeschehen kommt es jedoch bei der strafrechtlichen Beurteilung an - auf das, was in der Nacht zum 9. Februar passiert ist. „Zu verhandeln ist nicht seine Persönlichkeit“, sagt
Wehner. „Der Vorwurf lautet nicht: ’allgemeine Fehlbehandlung von Frauen’.“


dpa

Anm.: Hervorhebung Demokritxyz

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Prozess-um-Joerg-Kachelmann-beginnt-am-Montag
Ulrich Wehner: „Der Vorwurf lautet nicht: ’allgemeine Fehlbehandlung von Frauen’.“

Wie wahr, wie wahr! Ob das dem Vorsitzenden Richter der 5. Großen Strafkammer am Landgericht Mannheim Michael Seidling wohl bekannt ist ...?
Befangenheit von Richter Michael Seidling ...?

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/07/12/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-funf/

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/07/28/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-vierzehn/

Vgl. Demokritxyz Postings, 13.07.2010, S. 44/III, 18:08 h My Baby balla, balla, oder was ...?
Anm.: Befangenheit von Richter Michael Seidling

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-860.htm#11257

21.07.2010, S. 7/IV, 13:06 h Im Schätzinger Bande? - Jürgen Gruler, Chefredakteur Schwetzinger Zeitung: "... sogar die berühmten Nachrichtenmagazine Spiegel und Stern ..."
Anm.: Befangenheit von Richter Michael Seidling

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-120.htm#12009

21.07.2010, S. 7/IV, 21:02 h Jetzt lügt Richter Michael Seidling? Oder wird er falsch zitiert ...?
Anm.: Befangenheit von Richter Michael Seidling

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-120.htm#12044

29.07.2010, S. 19/IV, 22:51 h @Oldoldman/admin: Hast du die beiden schallenden Ohrfeigen überhört ...?
Anm.: Befangenheit von Richter Michael Seidling, Methoden zur Rechtbeugung

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-360.htm#12596

30.07.2010, S. 20/IV, 12:55 h Jörg Kachelmann würde bis zum Europäischen Gerichthof für Menschenrechte (Straßburg) gehen ...?
Anm.: Befangenheit von Richter Michael Seidling

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-380.htm#12637

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Alice am Do 02 Sep 2010, 18:06

Dann werden wohl die Gutachten doch nicht so eindeutig, die forensischen Indizien nicht so gehaltlos und die Aussage des mutmaßlichen Opfers nicht so unglaubwürdig sein...?!

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Beitrag  Gast am Do 02 Sep 2010, 19:10

Dann werden wohl die Gutachten doch nicht so eindeutig, die forensischen Indizien nicht so gehaltlos und die Aussage des mutmaßlichen Opfers nicht so unglaubwürdig sein...?!
Ist sicher eine Ansichtsache und eine frei Interpretation.
Ich interpretiere das ganz anders:
Sollten die Indizen, forensichen Beweise und die Glaubhaftigkeit der "Opfer"-Aussage so eindeutig sein, würde man nicht so viele Zeugen aufrufen, von dene man sich verspricht, dass sie den mm. Täter in einem ganz schlechten Licht dastehen lassen kann.

Ich stell mir gerade vor, nur alleine die forensischen Beweise hätten ergeben, * Fingerabdrücke und DNA von Kachelmann befinden sich an der Tatwaffe, ** Blut an der Tatwaffe ist eindeutig vom mm. Opfer , *** die Verletzungen sind eindeutig nicht Selbstbeibringungen bzw. so, dass sie vom mm. Opfer nicht selbstbeigebracht werden konnten.

Dann hätte es überhaupt keiner Zeugen bedurft!
Denn die Zeugen, die hier aufgerufen werden, können sicher nicht die angebliche Straftat bezeugen! Und um die geht es nun mal!

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Do 02 Sep 2010, 19:31

Wie gestern versprochen, nochmal die Passage aus dem Spiegel 23/10, bezüglich des Gutachtens von Frau Greuel:
"Die Gutachterin weist "Simone" zwar keine Falschaussage nach; darauf ziele die Methode auch nicht ab. Doch weder lasse sich überzeugend entkräften, dass sie gezielt falsch aussage, noch, dass sie sich etwas einbilde. Dazu könne die Zeugin zu wenig trennen zwischen Dingen, die sie selbst erlebt, und anderen, die sie hinterher nur geschlussfolgert habe. Gerade bei solch einer Gemengelage sei die Gefahr von Einbildungen deutlich erhöht."

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Alice am Do 02 Sep 2010, 20:05

steffi: Sollten die Indizen, forensichen Beweise und die Glaubhaftigkeit der "Opfer"-Aussage so eindeutig sein, würde man nicht so viele Zeugen aufrufen, von dene man sich verspricht, dass sie den mm. Täter in einem ganz schlechten Licht dastehen lassen kann.
Steffi, er STEHT bereits in einem ganz schlechten Licht!!

Daran ändern jetzt auch keine zehn "günstigen" Aussagen von Frauen, die ihn offenbar weniger verstanden haben, etwas.

P.S.: Auch eine positive Zeugenaussage seiner Ex-Frau würde hieran nichts ändern, sie ist die Mutter seiner Kinder, wichtige Anteilhaberin an seiner Firma und gewiss nicht daran interessiert, aktiv und vor allem offen an seiner Demontage mitzuwirken, wenngleich sie ihn heimlich womöglich zum Teufel wünscht.

Alice

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Do 02 Sep 2010, 20:15

Auf jeden Fall wäre seine EX-Frau schön "dumm" , würde sie sich die "Existenz-Grundlage" selber entziehen.

Nur , wenn Du so ran gehst, müßtest Du ALLE zeugenaussagen, die nicht unmittelbar mit dem Tatgeschehen in Verbindung stehen, auch so betrachten.
Nimm das Mädchen von gestern - aus die "BUNTE".

Die kann doch Niemand mehr ernst nehmen, hat bei der Polizei was anderes ausgesagt, ist dem Kachelmann noch Jahre hinterhergelaufen und hat sicher ein ordentliches Sümmchen für die Geschichte von der Zeitschrift bekommen.

Könnte man der auch nachsagen, weil er sie eben nicht mehr wollte, sagt sie gegen ihn aus?
Könnte man nach dieser Lesart nicht auch das mm. Opfer beschuldigen, weil er sie eben nicht als einzige Frau wollte, hat sie sich das ausgedacht?

Das sind ganz sicher ALLES menschliche Denkweisen und Gefühlsäußerungen - nur daraus wird eben noch keine Bergewaltigung und genau das kann KEIN zeuge in diesem Fall bezeugen - außer Claudia, und sie ist leider durch ihre Lügen den Ermittlern gegenüber sehr angeschlagen - nur in diesem Fall ist es selbstgemachtes Leid! Dafür ist nicht mal Kachelmann verantwortlich zu machen.

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Do 02 Sep 2010, 20:20

Steffi, er STEHT bereits in einem ganz schlechten Licht!!

Das kommt immer auf den Standpunkt des Betrachters an.

Ich will ihn zum Beispiel nicht heiraten und habe auch keine Verlobungsabsichten. Mir persönlich ist sein Privatleben völlig egal!
Er ist Wetterfrosch, nicht mehr und nicht weniger.
Seine Talk-Shows haben auch mit seinem Privatleben nichts zu tun - es wäre ihm nur zu raten, keine Frauen - , Ehe- und Treuthemen zu verwenden.

Ich stell mir gerade vor, alle Prominenten , einschließlich unserer Politiker würden durch die Medien privat völlig "nackig" gemacht - da geh ich doch mal davon aus, TV und Politik gibt es in Zukunft nicht mehr, weil man bei jedem was findet, was höchst unmoralisch ist und ihn in ein ganz schlechtes Licht stellt.......

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@Alice: Du spricht vom einem Prozess unter dem Vorsitz eines befangenen Richters ...?

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 22:19

Alice, S.1, 07:06 h:

Dann werden wohl die Gutachten doch nicht so eindeutig, die forensischen Indizien nicht so gehaltlos und die Aussage des mutmaßlichen Opfers nicht so unglaubwürdig sein...?!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-5-t229.htm#15064
StA (GL) Andreas Grossmann: „Ich fand das mehr als erstaunlich, was die alles wussten“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann. Er betont: „Von uns hatten sie’s nicht.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Prozess-um-Joerg-Kachelmann-beginnt-am-Montag

Vgl. Demokritxyz Posting, 02.09.2010, S. 1/V, 21:31 h Erfahrene Straftechtler: Verfahren des LG Mannheims ungewöhnlich ...!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-5-t229.htm#15060
StA (GL) Andreas Grossmann lügt (nur für diesen Prozess ...?) ja gern man in die laufende Fernsehkamera, oder ...?
Vgl. Demokritxyz Postings, 04.07.2010, S. 35/III, 21:47 h @Alice: Wer ist denn nun der große Unbekannte ...?
Anm.: Barschel-Pfeiffer-Methode[/b]
StA (GL) Andreas Grossmann lügt in laufende Fernsehkamera
*** lesen, unbedingt lesen ***

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-680.htm#10828

01.07.2010, S. 28/III, 09:41 h OStA Oskar Gattner weiß: "... dass die Kollegen nicht lügen dürften, wenn sie gefragt werden, ..."

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-540.htm#10585

06.06.2010, S. 30/II, 22:15 h Ich lache mich tot: Frauentölpel der Staatsanwaltschaft Mannheim ...
Anm.: Frau sei erwachsen und weise keine nennenswerten psychischen Krankheiten auf …

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-580.htm#9153

07.06.2010, S. 31/II, 12:46 h Lt. Berliner Kurier: Mannheimer Staatsanwaltschaft - Gedächtnislücken durch starke Traumatisierung ...!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-600.htm#9169

14.06.2010, S. 44/II, 17:54 h @steffi: es geht um die Staatsanwaltschaft Mannheim ...!!!
Anm.: Bisherige Skandale der Mannheimer Justiz

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-860.htm#9552

18.06.2010, S. 8/III, 07:59 h Skandal bei Staatsanwaltschaft Mannheim …?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-140.htm#9779

18.06.2010, S. 8/III, 12:01 h Prof. Hans-Joachim Selenz: EdeKa - weisungsgebundene Staatsanwaltschaften ...!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-140.htm#9789

18.06.2010, S. 8/III, 12:15 h Wiederholung: Links zum Video mit Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-140.htm#9791

30.06.2010, S. 27/III, 22:00 h Dr. Reinhard Birkenstock: Medienerklärung, 29.06.2010

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-520.htm#10577

03.07.2010, S. 34/III, 14:13 h Mannheimer Justiz 'ans Bein pissen' ...
Anm.: Erste Medienerklärung Dr. Reinhard Birkenstock

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-660.htm#10772

03.07.2010, S. 34/III, 15:06 h @steffi: Klicken ist nicht dein Ding ...?
Anm.: Zweite Medienerklärung Dr. Reinhard Birkenstock

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-660.htm#10776

29.07.2010, S. 16/IV, 13:11 h Dritte Medienerklärung Dr. Reinhard Birkenstock ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-300.htm#12498

01.07.2010, S. 29/III, 18:33 h Dr. Hirsch nicht der schnellste 'Hirsch' ...!
Anm.: Die Angaben Kachelmanns zum Tatabend, zur Art der Beziehung und zum Bild seiner Persönlichkeit seien "wenig plausibel"

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-3-t172-560.htm#10651

29.07.2010, S. 16/IV, 13:11 h Dritte Medienerklärung Dr. Reinhard Birkenstock ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-300.htm#12498

20.08.2010, S. 35/IV, 11:26 h @Oldoldman: Genau dieser Punkt stinkt bei dem Schwätzinger Bande ...
Anm.: Wie kommen Ergebnisse aus der Ermittlungsakte an die Öffentlichkeit

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-680.htm#14008

22.08.2010, S. 36/IV, 11:08 h Der Fisch stinkt vom Kopfe her? - Oder Bindung der Staatsanwaltschaften an Weisung des Ministerpräsidenten/Justizminister vergessen ...?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-700.htm#14094

24.08.2010, S. 38/IV, 14:41 h @steffi: Mannheimer Staatsanwälte und ähnliche Koryphäen ...

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-740.htm#14178

25.08.2010, S. 39/IV, 13:51 h Neue Welle der Deutschen Justiz: Meinungsäußerungen über die Zukunft werden verboten ...?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-760.htm#14266

02.08.2010, S. 22/IV, 20:16 h Anne-Will-Sendung: Kommentare in 'Grütze' geschrieben ...?
Anm.: Generalstaatsanwalt a.D. Hansjürgen Karge klärt endlich über Neue Welle der Deutschen Justiz auf

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-420.htm#12788

http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill2136.html

3sat, 17.08.2010, Sabine Rückert:
Angeprangert - Vorverurteilung in den Medien
Der Fall Kachelmann sei ein Mediengericht, lautet die Kritik. ...


http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=19815
Aber nicht jeder Journalist sucht die Nähe zur Macht und gleichverdämlicht sich selbst zu Chefermittlern aus Deppendorf, oder ...?
Vgl. Demokritxyz Posting, 08.08.2010, S. 26/IV, 18:17 h ‚Chefermittler’ aus Deppendorf bei Schwätzingen ...?
Anm.: FOCUS 31/2010, 02.08.2010

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-500.htm#13010
Vielleicht wäre StA (GL) Andreas Grossmann noch überraschter, wenn er wüsste, was da manchen Journalisten in den Kanalsystemen in die Schubladen geroutet wurde ...?
Was mich nun (keinesfalls ...?) sehr überrascht, sehr geehrter Herr StA (GL) Andreas Großmann, warum die Löcher nach der angeblichen Tatnacht 08./09.02.2010 bis zur Verhaftung am 20.03.2010 sechs(!!!) Wochen absolut dicht waren und erst von der Staatsanwaltschaft Mannheim & Co. nach der Verhaftung von Jörg Kachelmann geflutet wurden, trotz dieser gelungen, drei Wochen von der Soko Flughafen geprobten Verhaftung von Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen mit völligem Ausschluss der Öffentlichkeit:
Vgl. Demokritxyz Postings, 17.05.2010, S. 7/II, 20:01 h steffi, Thomas R.J. Franz kennt sich aus!
Anm.: Wichtig …!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-120.htm#7824

18.05.2010, S. 8/II, 16:53 h Im SPIEGEL ONLINE Forum spricht ein Staatsanwalt: Mir schwant was!

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-2-t144-140.htm#7863

31.03.2010, S. 1, 20:54 h Lachen über Soko Flughafen! - Was denn sonst ...?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/stammtisch-f4/woruber-lacht-ihr-t97.htm#5025
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,685943,00.html

01.04.2010, S. 10/I, 13:29 h Alice: "... habe ich eine solche Abgebrühtheit niemals erlebt oder davon gehört ..."
Anm.: Bild.de lt. Focus: schwere Erstickungsmerkmale am Hals

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-t90-180.htm
Alice zitiert lt. Spiegel:

Zufälligerweise steht in "Der Spiegel", Ausgabe Nr. 35 vom 30.8.10, S. 17, gerade ein Interview mit einem der renommiertesten psychiatrischen Gutachtern Deutschlands.

Er erklärt in Zusammenhang mit der Freilassung der etwa 170 als gefährlich geltenden Straftäter in Deutschland eindrucksvoll schlicht den Unterschied zwischen "krank" und "gestört":

Wenn sich etwa erwachsene Männer zu jungen Frauen hingezogen fühlen, ist das ganz normal. Bezieht sich das auf 14- oder 13-jährige Mädchen, ist das gestört. Hört der Mann Stimmen, die ihm befehlen, über die Tochter des Nachbarn herzufallen, ist es krank.

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-900.htm#14984
steffi:

Ich stell mir gerade vor, alle Prominenten , einschließlich unserer Politiker würden durch die Medien privat völlig "nackig" gemacht - da geh ich doch mal davon aus, TV und Politik gibt es in Zukunft nicht mehr, weil man bei jedem was findet, was höchst unmoralisch ist und ihn in ein ganz schlechtes Licht stellt.......

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-5-t229.htm#15076
Jaja steffi: ich (und Jörg Kachelmann ...?) sag ja immer: lieber zwei 25jährige als eine 50jährige oder drei 20jährige als eine 60jährige.

Bei vielen unseren Politikern & Co. (Dr. Helmut Kohl, Franz Müntefering, Johannes Rau, Willy Brandt et cetera pp.) hab ich den Eindruck, die fürchten sich jediglich noch bei der Stückzahl, oder ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl#Leben
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_M%C3%BCntefering#Familie
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Rau#Privates
http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt#Leben

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Demokritxyz, diese Links...

Beitrag  Alice am Do 02 Sep 2010, 22:40

...interessieren meiner bescheidenen Meinung nach wirklich keine Sau mehr.

Darüber hinaus hätte ich gehofft, dass wenigstens du den Unterschied verstehst zwischen "normal", "krank" und "gestört". Da hatte ich wohl zuviel erwartet.


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@Alice: Du und deine Meinung ...

Beitrag  Demokritxyz am Do 02 Sep 2010, 23:18

Alice, S. 1, 11:40 h:

Demokritxyz, diese Links...

...interessieren meiner bescheidenen Meinung nach wirklich keine Sau mehr.

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-5-t229.htm#15095
Ach Alice, die abschreibenden Faule-Säcke-Journalisten sitzen an ihren Artikeln zur Wochenendausgabe zum Prozessbeginn.

Ist dir klar, dass es am Montag richtig los geht? Und DER SPIEGEL hat die Akkreditierung 'verpennt'?
Vgl. Demokritxyz Postings, 01.09.2010, S. 46/IV, 19:53 h DER SPIEGEL hat Akkreditierung verpennt? Oder Trickkiste von Schauspieldemokraten ...?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-900.htm#14964

27.07.2010, S. 14/IV, 20:38 h @patagon: kennst du Willy Brandt ...?
Anm.: Akkreditierungsverfahren, Jürgen Becker, Mitternachtsspitzen

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/sexualitat-f14/fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-4-t186-260.htm#12398
Sitzen da möglicherweise Akkreditierungs-Racer im Mannheim Gerichtssaal, die von der Causa Kachelmann überhaupt keine Ahnung haben und den gleichverdämlichenden(?) Presse-Supportern der Größenordnung von Dr. Christian Hirsch und StA (GL) Andreas Grossmann an den Lippen kleben?
Alice, warst 'ne Stunde draußen? - Jetzt 'nen klaren Kopf, aber auf 'nen Hund biste noch nicht gekommen, oder ...?

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Soko Flughafen ab Montag Einsatz am Landgericht Mannheim

Beitrag  Demokritxyz am Fr 03 Sep 2010, 00:18

Vgl. Demokritxyz Postings, 31.03.2010, S. 1, 20:54 h Lachen über Soko Flughafen! - Was denn sonst ...?

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/stammtisch-f4/woruber-lacht-ihr-t97.htm#5025

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,685943,00.html

28.07.2010, S. 2, 23:04 h Sag mal Oldoldman: die ganze Wahrheit fällt noch schwer ...?
Anm.: Erich Mölke SEK 69

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/allgemeine-fragen-f22/typisch-deutsch-t195-40.htm#12462
Bild, 03.09.2010:

AM MONTAG BEGINNT DER KACHELMANN-PROZESS Sicherheitscheck wie am Flughafen
++Metallsonde++Taschendurchsuchungen++Keine Handys im Saal++

Am Montag beginnt der Vergewaltigungsprozess gegen TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann. Und seit Tagen veröffentlicht das Gericht Anweisungen für Medienvertreter und Besucher – meist handelt es sich um Verbote.

Die Sicherheitsregeln für den auf zehn Verhandlungstage terminierten Prozess sind hoch. Ein Sicherheitscheck wie am Flughafen

Besucher müssen einen separaten Nebeneingang benutzen, Durchsuchungen der Taschen und der Einsatz von Metallsonden sind obligatorisch.

Handys und Fotoapparate müssen abgegeben werden. Die Tiefgarage des Gerichts darf nicht benutzt werden.

Bereits um 7.30 Uhr öffnet das Gericht seine Türen, um dem erwarteten öffentlichen Ansturm Herr zu werden. Um 9 Uhr beginnt dann der Prozess.

Ähnlich streng sind die Vorschriften für die Presse.

Die knapp 50 Journalisten, die zum Verfahren zugelassen wurden, dürfen weder Laptops noch Handys mit in den Verhandlungssaal nehmen. Nur einige speziell zugelassene Kamerateams und Fotografen dürfen vor und nach der Hauptverhandlung im Gerichtssaal filmen. Allein deren Aufnahmen stehen Zeitungen und Fernsehsendern zur Verfügung.

Und so läuft der Prozess ab:

Am Montag wird der Prozess mit der Vernehmung des Wettermoderators beginnen. Zunächst geht es um Angaben zu seiner Person. Dann wird die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verlesen, so schreibt es die Strafprozessordnung vor.

Ob Kachelmann zu den Vorwürfen eine Aussage macht oder nicht, steht dem 52-Jährigen frei. Er kann auch eine Erklärung durch seinen Anwalt verlesen lassen.

Die eigentliche Beweisaufnahme, auf die die Öffentlichkeit so gespannt wartet, wird jedoch erst eine Woche später, am zweiten Verhandlungstag im Kachelmann-Prozess, beginnen.

Auf die Hauptbelastungszeugin, Kachelmanns langjährige Freundin aus Schwetzingen, wird die Öffentlichkeit noch länger warten müssen. Denn ihre Vernehmung ist erst in den letzten drei Prozesstagen vorgesehen, frühestens am 13. Oktober. Zuvor werden Polizeizeugen, Sachverständige und andere Freundinnen Kachelmanns vernommen.

Wer die 26 Zeuginnen und Zeugen sind, die im Laufe der zehn Verhandlungstage vernommen werden sollen, teilt das Landgericht Mannheim noch nicht mit – aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes.

Sicher ist, dass etliche von Kachelmanns Freundinnen unter den Zeuginnen sind.

Ob Besucher die Frauen je zu Gesicht bekommen werden, ist jedoch offen. Das Gericht kann die Öffentlichkeit ausschließen, vor allem bei der Vernehmung des mutmaßlichen Opfers. Deren Aussagen werden dann nur in zusammengefasster Form vom Vorsitzenden Richter bekannt gegeben.

http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/03/kachelmann-prozess/am-montag-beginnt-sicherheitscheck-wie-am-flughafen.html

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Beitrag  Gast am Fr 03 Sep 2010, 00:23

Ich hätte von Dir gerne die Antwort gehabt, wie der Unterschied zwischen "gestört" und "krank" und "gefährlich" für die Allgemeinheit ist. gerade hier in diesem Fall.

Ich kann nur nach meinem Empfinden gehen und das sagt eben, bei der Darstellung der Tat - nämlich dieses unkontrollierte Ausrasten mit Veränderung der ganzen Person, diese "Verwandlung" in ein Monster, was auf nichts reagiert - ist für mich gefährlich.

Woher soll man wissen, ob der nicht auch in anderen Situationen plötzlich genau so reagiert. Tötet er dann wirklich jemanden?
Und eben finde ich die Frage spannend, warum wurde keine Psychiatrische Begutachtung von seiten der STA angeordnet, schon um die Schuldfähigkeit festzustellen.
Wenn, wie behauptet, bei ihm ein Schalter umgelegt wird, dann ist das aus meiner Sicht nicht steuerbar und kann sich jederzeit wiederholen. Wer ist dann das Opfer?

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Mannheimer Morgen: "Äußerst medienscheu" ist StA Lars-Torben Oltrogge

Beitrag  Demokritxyz am Fr 03 Sep 2010, 00:36

morgenweb: Mannheimer Morgen, 03.09.2010:

Der Staatsanwalt: Lars-T. Oltrogge

Lars-Torben Oltrogge leitet im Fall Kachelmann die Ermittlungen. Der 36-Jährige gilt als äußerst medienscheu, möchte, so kündigt er bereits jetzt an, auch während des Prozesses am liebsten keine Interviews geben. Pressefotos im Gerichtssaal duldet er nur, weil er muss.

Ebenso wie über das mutmaßliche Opfer kursieren auch über den 36-Jährigen zahlreiche Einträge im Internet. Vor allem deshalb möchte Oltrogge im Zweifel auch mit rechtlichen Schritten seine Privatsphäre schützen.

Der Jurist arbeitet seit 2000 bei der Mannheimer Staatsanwaltschaft, wurde aber währenddessen teilweise auch als Richter in Heidelberg, Mannheim und Sinsheim eingesetzt. In seiner Zeit in der Mannheimer Jugendstaatsanwaltschaft ermittelte er im Fall des Neulußheimer Obdachlosen-Mordes. Auch bei der Berichterstattung über dieses Verbrechen gab es keine Fotos von ihm in den Medien.

Im Kachelmann-Prozess erhält Oltrogge Unterstützung von Abteilungsleiter Oskar Gattner. Der 60-jährige Oberstaatsanwalt ermittelte in Mannheim über 14 Jahre in Wirtschaftsstrafsachen, bevor er zum Leiter der allgemeinen Ermittlungsabteilung ernannt wurde. abo

Mannheimer Morgen
03. September 2010

Anm.: Hervorhebung Demokritxyz

http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_seite/20100903_mmm0000000489550.html
Mal doof gefragt: zu seiner Privatspäre gehört aber nicht seit etwa einem Jahr das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer? Ich mein', vom Alter passt StA Lars-Torben Oltrogge ja besser zu ihr als Jörg Kachelmann, oder ...?

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@Mannheimer Morgen: Ach was, Lynchjustiz gegen Lars-Torben Oltrogge gefordert ...?

Beitrag  Demokritxyz am Fr 03 Sep 2010, 00:54

Mannheimer Morgen (morgenweb), Stephan Eisner, 03.09.2010:

Prozess: 25 Zeugen sollen an 13 Verhandlungstagen dafür sorgen, dass die Tatvorwürfe um die Nacht des 9. Februar 2010 aufgeklärt werden können

Kachelmann kämpft um die Freiheit - und den Ruf

Am Montag beginnt der Prozess wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall gegen den 52-Jährigen vor dem Landgericht in Mannheim. Dem TV-Wettermoderator drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Der Prozess des Jahres findet im Saal 1 des Landgerichts Mannheim statt. Mit dem Wappen Baden-Württembergs im Rücken eröffnet der Vorsitzende Richter Michael Seidling am Montag die Verhandlung gegen Jörg Kachelmann - die 128 Sitzplätze des Saals könnten vermutlich mehrfach besetzt werden. Die ersten drei Sitzreihen sind für 48 Medienvertreter reserviert, die jedes Wort, das Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge aus seiner elfseitigen Anklageschrift vorliest, aufmerksam verfolgen werden.

Spannender könnte ein Fall wie der um den TV-Wettermoderator kaum aufgebaut sein: Prominenz, ein Vergewaltigungsvorwurf und Gerüchte um ein wildes Privatleben. Der Stoff, aus dem Schlagzeilen gemacht werden. Mit dem traurigen Hintergrund, dass es sich hier um die Realität handelt und womöglich zwei Menschen zu Opfern werden können. Denn die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft Kachelmann vor, seine Ex-Freundin Sabine W. (37, Name geändert) in deren Wohnung in Schwetzingen in der Nacht zum 9. Februar mit einer Waffe bedroht und vergewaltigt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen ihm mindestens fünf Jahre Haft - im schlimmsten Fall beläuft sich das Strafmaß auf 15 Jahre Gefängnis.

Schwieriger Prozessverlauf erwartet

An 13 Verhandlungstagen soll nun geklärt werden, was in der Nacht passierte, wer Opfer und wer Täter ist. Das ist schon bei einem "normalen" Gerichtsprozess ohne einen prominenten Protagonisten kein einfaches Unterfangen. Es steht Aussage gegen Aussage, und natürlich gibt es keine Augenzeugen. Mutmaßliches Opfer und mutmaßlicher Täter schildern den Ablauf des Abends völlig unterschiedlich. Beide bestätigen allerdings, dass es Streit gab, weil Sabine W. hinter Kachelmanns Frauengeschichten gekommen sein soll. Die Interpretation des Abends und die der beiden Varianten liegt nun in den Händen der Strafkammer, die aus dem Vorsitzenden Richter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besteht.

Ob Kachelmann, wie ihm oft vorgeworfen wird, ein selbstverliebter Narziss ist und seiner Geliebten, die ihm eine Szene machte, zeigen wollte, wer der Herr im Haus ist. Oder ob sich Sabine W. selbst verletzte, um Rache an ihrem Freund zu üben, weil er sie betrogen und hintergangen hat - das alles wird in dem Prozess zur Sprache kommen. Und im optimalen Fall zeigt sich am Schluss, wer lügt, und wer die Wahrheit sagt. Als Prominenter muss der 52-Jährige schon jetzt damit leben, dass sein Privatleben in der Öffentlichkeit seziert wird. Sein Doppelleben mit angeblich zahlreichen Geliebten, aber auch seine sexuellen Vorlieben werden zum Inhalt einer Verhandlung, die Blicke aus vielen Richtungen nach Mannheim zieht.

Als Jörg Kachelmann am 20. März aus Vancouver nach Frankfurt zurückkehrt, wird er am Flughafen festgenommen. Der "Spiegel" schreibt später, die Festnahme sei von langer Hand - über drei Wochen hinweg - geplant gewesen. Kachelmann, der zusammen mit einer Frau auf dem Weg ins Parkhaus ist, reagiert vollkommen überrascht. Es soll vier Monate dauern, bis er wieder frei ist. Die Staatsanwaltschaft Mannheim stützt sich bei ihren Vorwürfen auf Gutachten von Psychologen und aus der Rechtsmedizin. Sabine W. soll am Tag nach der mutmaßlichen Tat zu ihren Eltern in Schwetzingen gegangen sein und sich ihnen anvertraut haben. Auch sie werden im Prozess aussagen.

Haftbefehl aufgehoben

Da auch das Landgericht Mannheim von den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft überzeugt ist, will es den Haftbefehl gegen Kachelmann, der Schweizer Staatsbürger ist, nicht aufheben - auch nicht, als der Verteidiger Reinhard Birkenstock am 1. Juli Haftbeschwerde einlegt. Am 29. Juli hebt dagegen das Oberlandesgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen Kachelmann auf. Es sieht keinen dringenden Tatverdacht mehr, der die Untersuchungshaft erfordert. Kachelmanns Anwalt spricht nach dem Beschluss von "einer Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit". Das Wort "Justizskandal" macht die Runde, die Mannheimer Staatsanwälte, die Richter am Landgericht und der Generalstaatsanwalt in Karlsruhe - sie werden als zu hart dargestellt. In Internet-Foren fordern einige sogar Lynchjustiz - vor allem gegen den Staatsanwalt.

Das Oberlandesgericht beruft sich auf den Grundsatz "Aussage gegen Aussage" und führt an, dass bei den Verletzungen von Sabine W. "auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen" werden könne. Das wiederum bedeutet, dass das Oberlandesgericht die Ergebnisse der diversen Gutachten im Fall Kachelmann anders auslegt als das Landgericht Mannheim. Professor Thorsten Meiser, Leiter des Lehrstuhls für Psychologie II an der Universität in Mannheim sieht gerade "bei psychologischen Gutachten immer Interpretationsspielraum. Wir sprechen hier von Indizien, die nicht zu 100 Prozent als Sicherheit verwendet werden können." Vor allem Staatsanwaltschaft und Verteidigung bewerteten die Ergebnisse oft unterschiedlich.

Neben den Gutachtern spielen die Medien eine große Rolle im Verfahren gegen den Wettermoderator. Zwei Tage nach der Festnahme Kachelmanns teilt die Staatsanwaltschaft Mannheim am 22. März mit, dass sie einen Haftbefehl gegen "einen 51-jährigen Journalisten und Moderator" erwirkt habe. Von da an beginnt ein Wettlauf um Informationen und Details aus dem Leben Kachelmanns.

Auftritt vor den Medien

Der "Spiegel" schließlich präsentiert Details aus dem psychologischen Gutachten, das die Aussagen von Sabine W. kritisch bewertet haben soll. Mit einem Mal wird in der Wahrnehmung vieler aus dem Vergewaltiger Jörg Kachelmann das Opfer - und das mutmaßliche Opfer zur rachsüchtigen verlogenen Täterin. Als dann das Oberlandesgericht in Karlsruhe den Haftbefehl aufhebt, nutzt Kachelmann die Medien, tritt im Fernsehen auf, gibt Interviews und kämpft um seine Ehre.

An das mutmaßliche Opfer indes scheint niemand mehr zu denken. Wenn Sabine W. in der Nacht des 9. Februar wirklich Gewalt über sich ergehen lassen musste, erfährt sie seit Wochen tagtäglich den Schmerz aufs Neue. Ihr psychologischer Betreuer sagt der "Süddeutschen Zeitung", dass die 37-Jährige ihren Körper hasse und nur langsam ins Leben zurückkehre. Wurde der Alptraum für sie Realität?

Alles läuft darauf hinaus, dass der Prozess um Schuld oder Unschuld des Jörg Kachelmann eine Schlacht der Gutachter wird. An den 13 Verhandlungstagen - zwei wurden schon gestrichen - sollen fünf Experten und 25 Zeugen aussagen. Neun davon sind angeblich Frauen, zu denen Kachelmann Kontakt gehabt haben soll. Sabine W. kommt erst am 13. Oktober, dem neunten Verhandlungstag, zu Wort. Das Urteil hat das Landgericht für den 27. Oktober angesetzt.

Mannheimer Morgen
03. September 2010

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Hinweise für undere "Rasende Reporterin" ...!

Beitrag  Demokritxyz am Fr 03 Sep 2010, 01:44

LG Mannheim, Pressemitteilung, Dr. Christian Hirsch, 02.09.2010:

Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum: 02.09.2010

Kurzbeschreibung:

Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelmann


Angesichts des großen Interesses der Öffentlichkeit an der am kommenden Montag (06.09.2010) um 09.00 Uhr beginnenden Hauptverhandlung möchte die Pressestelle über einige organisatorische Dinge informieren:

Das Landgericht Mannheim wird bis auf weiteres an den Verhandlungstagen um 07.30 Uhr öffnen. Die Tiefgarage des Landgerichtes kann nicht genutzt werden. In der unmittelbaren Umgebung des Landgerichtes befinden sich nur wenige - gebührenpflichtige - Kurzparkplätze. Die nächsten öffentlichen Parkhäuser befinden sich in N 1 (vor dem Stadthaus) und in der Bismarckstraße direkt neben dem Amtsgericht Mannheim (Parkhaus der Universität).

Die Hauptverhandlung wird im Saal 1 stattfinden. Dieser Saal ist - mit Ausnahme der akkreditierten Medienvertreter - nicht wie gewöhnlich über das Foyer, sondern nur über einen separaten Nebeneingang des Landgerichtes zu erreichen. Dieser befindet sich auf der Seite des Landgerichtes zur Bismarckstraße (Schloss) hin. Neben den für die akkreditierten Medienvertreter reservierten Plätzen sind im Saal 1 noch 85 weitere Sitzplätze für die Öffentlichkeit vorhanden. Besucher werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens eingelassen. Ein frei werdender Sitzplatz wird neu belegt, „Reservierungen“ sind nicht statthaft.

Mit Ausnahme der Pressevertreter, die sich mit einem Presseausweis auszuweisen haben, erhalten die Besucher des Verfahrens gegen Herrn Kachelmann über den Haupteingang des Landgerichtes keinen Zugang in das Gerichtsgebäude.

Im gesamten Gebäude des Landgerichtes Mannheim ist es nicht erlaubt, zu filmen bzw. zu fotografieren. Im Sitzungssaal dürfen keine elektronischen Geräte (z. B. Handy, Laptop, Fotoapparate oder dergleichen), keine Flaschen, Dosen oder Esswaren jeglicher Art mitgeführt werden. Die Besucher werden vor dem jeweiligen Betreten des Sitzungssaales am Eingang nach den oben genannten Gegenständen, insbesondere auch nach Waffen oder vergleichbar gefährlichen Gegenständen mittels Einsatz eines Metallsuchgerätes durchsucht. Personen, die die Durchsuchung verweigern, werden nicht in den Sitzungssaal eingelassen.

Im Hinblick auf das zuvor erwähnte Handyverbot etc. im Sitzungssaal - das auch ausgeschaltete Geräte betrifft - wird darauf hingewiesen, dass im Gerichtsgebäude keine Verwahrmöglichkeit für mitgebrachte Geräte besteht.

Nur ergänzend möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Anweisungen der ordnungsführenden Justizbeamten und der Polizei im gesamten Gerichtsgebäude sowie die Absperrungen vor und im Sitzungssaal zu beachten sind.


Dr. Hirsch
Richter (stellvertretender Pressereferent)

http://www.landgericht-mannheim.de/servlet/PB/menu/1258812/index.html?ROOT=1160629
Aber Kugelschreiber und 'ne Rolle Klopapier für Notizen sind erlaubt, oder was?

Und wie sieht das mit Urin-Flaschen für das kleine Geschäft aus, damit der erkämpfte Sitzplatz nicht neu vergeben wird? Oder darf wie bei pflichtschlagenden Studentenverbindungen oder der Marine üblich, frei vom Stuhl das Wasser gelassen werden ...?
Ich denke, Dr. Christian Hirsch & Co. geben hierzu gern umfassend Auskunft - leider wieder die Kontaktdaten vergessen:
Pressestelle

Die Informationspflichten und -rechte nach § 4 des Landespressegesetzes werden grundsätzlich nur vom Pressereferenten oder dessen Vertreter wahrgenommen.

Pressesprecher des Landgerichts Mannheim ist

Vorsitzender Richter am Landgericht
Dr. Joachim Bock.

Telefonnummer: 06 21 / 2 92 - 26 49

Mailadresse: Bock@lgmannheim.justiz.bwl.de.

Bitte beachten sie, dass diese Mailadresse nicht für sonstige Mitteilungen an das Landgericht Mannheim zur Verfügung steht.

Im Falle der Abwesenheit von Herrn Dr. Bock wenden Sie sich bitte an einen der beiden Vertreter:

Richter Dr. Christian Hirsch.

Telefonnummer: 06 21 / 2 92 - 2614



Richterin am Landgericht Stefanie Völker

Telefonnummer: 06 21 / 2 92 - 26 34

http://www.landgericht-mannheim.de/servlet/PB/menu/1160696/index.html?ROOT=1160629

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Fr 03 Sep 2010, 01:50

Eine «Magazin»-Reporterin sucht Jörg Kachelmann an seinem Firmensitz auf, einem alten Landschulheim im Appenzellerland. Der TV-Meteorologe ist bestens bekannt dafür, dass er schweigt oder übers Wetter spricht, wenn es persönlich wird. Doch für ein Interview lang ist es anders auf dem Schwäbrig, 1151 Meter über Meer.

Wo ist Ihr Zuhause?
Im Moment bin ich einigermassen heimatlos.

Richtig ohne festen Wohnsitz?

Ja, schon eine Weile. Ich hab hier meine Notschlafstelle, aber es ist logistisch ziemlich kompliziert: zu gucken, in welchem Hotel habe ich genug Zeit, um mal zu waschen. Ein klassischeres, spiessigeres Setting, denke ich manchmal, könnte auch angenehm sein. Aber erst mit dem Alter fange ich nun an, darüber nachzudenken, wo ich mal sein will.

Kachelmanns Worte kommen heute anders an als 2007, als das Interview erschienen ist. Sein Zimmerchen unter dem Dach, in dem einst schwierige Zürcher Kinder hausten, existiert zwar nach wie vor. Darin steht ein Bett, das ausschaut wie eines aus der Jugendherberge. Jörg Kachelmann hat es zuletzt nie benutzt – auch weil er 130 Nächte in Untersuchungshaft verbringen musste.

Während er hinter Gittern sass, erfuhren ganz Deutschland und die Schweiz, dass der 52-Jährige auch davor nicht nur in seiner «Notschlafstelle» und in Hotels genächtigt hatte. Dass er ein Doppel-, Dreifach-, Vielfach-Leben geführt hatte. Dass er parallel mit Partnerinnen in drei Ländern und auf zwei Kontinenten verkehrte, die nichts voneinander wussten.

Die «Lebensführungsfehler»

«Bei jeder Messstation hat er eine Freundin», witzelten sie bei seiner Meteomedia AG. Kachelmanns Unternehmen sammelt an 820 Orten in Europa Wetterdaten. Als der Chef verhaftet wurde, blieb den Mitarbeitern das Lachen im Hals stecken. In der Ausserrhoder Zentrale meldeten sich zahlreiche Frauen. Mehrere hielten sich für die einzige Lebenspartnerin des Inhaftierten. Irgendwie hatte es der Heimatlose geschafft, gleichzeitig mit ihnen allen zusammenzuleben.

Der Showmaster hatte sich Parallelwelten geschaffen, ausgestattet mit mindestens einer Partnerin und oft mit Plänen für eine rosige Zukunft zu zweit in einem gemeinsamen Heim. Es existierten eine Kanada-Welt, eine Norddeutschland-Hiddensee-Welt, eine Schwetzinger Welt, eine Ostschweizer Welt. Nur der Erschaffer kannte sie alle.

Kachelmann räumt «Lebensführungsfehler» ein

Manchen Weggefährten gewährte der Mann mit dem Lausbubenlächeln und dem Fünf-, Sechs-, Siebentagebart, was sich nicht verhindern liess: einen Einblick in eine dieser Welten. Eingeweihten auf dem Schwäbrig war bekannt, dass Kachelmann zuletzt mit einer Dame in Weissbad AI Tisch und Bett teilte.

Doch niemand wusste, dass er nebenbei einer Frau die halbe Wohnungsmiete in Goldingen SG berappte. Der bitter enttäuschten Frau vom Rickenpass überschrieb Kachelmann noch im Gefängnis den gemeinsamen Mietvertrag.Im Strafverfahren räumte er «Lebensführungsfehler» ein.

Die gefallenen Tabus

Bis zur Verhaftung war Jörg Kachelmanns Liebes- und Sexualleben eine publizistische Tabuzone gewesen. Mit einer verstörenden Ausnahme: In einer Diskussion über den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux hatte der damalige Neo-Prominente 1996 öffentlich von einem sexuellen Übergriff erzählt – mit ihm in der Opferrolle. Sein ehemaliger Chef, bei dem er als Mittelschüler und Student wohnen durfte, habe ihn einmal in jungen Jahren im Intimbereich berührt. «Er hat mir», erzählte Kachelmann bei TeleZüri, «unters Pyjama gelangt!»

Doch nun ist alles anders. Von Untersuchungshäftling H 08 1008 100 553 erfuhr in den vergangenen Monaten jeder, der wollte, Intimstes und auch weniger Geheimnisvolles: zwei Ehen, zwei Scheidungen, zwei Vaterschaften. Vom Mann, der einst mit Anwälten drohte, als exakt hundert Wörter über die Taufe seines ersten Sohnes erschienen, glauben mittlerweile nicht nur Stammleser des Boulevards Details aus dem Bett zu kennen.

Die Identitäten

Doch auch nach all den Enthüllungen und Gerüchten weiss kaum jemand, wer Jörg Kachelmann ist. Natürlich, da ist der Kachelmann aus dem Fernsehen. Der Moderator, der, obwohl zottelig und zerstreut wirkend, das Wetter so vorhersagt, dass es auch der Hinterletzte kapiert. Doch den gibt es nicht mehr. Den unbeschwerten «Wettertainer» («Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung») von einst wird es auch nie mehr geben. Selbst bei einem Freispruch durch das Landgericht Mannheim würde der «Wettergott» («Süddeutsche Zeitung») kaum auferstehen.

Ab Montag entsteht ein neuer Jörg Kachelmann. Zu sehen ist er zwei Monate Prozessdauer lang auf allen Kanälen. Kachelmann 2, der Angeklagte, wird ein Phantom bleiben, weil er vor Gericht aller Voraussicht nach nicht viel sagen, aber bestreiten wird, eine Frau bedroht und vergewaltigt zu haben.

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Auch der dritte Jörg Kachelmann ist medial, aber im Unterschied zu den anderen beiden Kachelmännern vielleicht ohne reale Grundlage. Ihn hat eine 37-jährige Süddeutsche erlebt oder erfunden, die mit dem Meteorologen über ein Jahrzehnt lang eine Fernbeziehung unterhielt. Ihn hat sie als Vergewaltiger angezeigt – wenige Stunden nachdem die permanent digitale und alle paar Wochen sexuelle Liaison zerbrochen war.

In Einvernahmen bei der Polizei beschreibt sie Kachelmann schluchzend und stockend als einen Dr. Jekyll, der urplötzlich als Mr. Hyde mit einem Messer in der Rechten über sie hergefallen sei. Als sanftmütigen Liebhaber, dessen zweite Natur sich ihr in jener ominösen Februarnacht offenbart habe. Kachelmann soll ihr bereits im Voraus selbst eine psychologische Erklärung für seine Verwandlung geliefert haben: Manchmal bekomme er einen Hass auf Frauen und werde dann unberechenbar.

Trotz wiederholter Lügen in Aussagen und beim Therapeuten und starken Zweifeln einer Gutachterin schenkten die Staatsanwälte der Moderatorin des Mannheimer Radio Sunshine Glauben. Kachelmann geht von Rache aus, wie er dem «Spiegel» erklärte: «Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen.» Die Beziehung lief elfeinhalb Jahre. «Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt», glaubt Kachelmann, «die ich in der Nachschau nur in höchstem Masse bedauern kann.»

Die Blackbox

Nun fragen sich alle, welcher Mann hinter all diesen medialen Kachelmännern steckt. Wir haben Antworten von zwei Dutzend Menschen aus seinem Leben zusammengetragen. Von alten Journalistenkollegen, Meteorologen, Ex-Freundinnen, Geschäftspartnern. Am häufigsten sagten sie: «Das weiss ich nicht.» Nach all den Jahren. Gefolgt von: «Er ist mir unbekannter denn je.»

Der beste Experte zur Blackbox Kachelmann, Jörg Kachelmann selber, ist mit der Vorbereitung seines Strafprozesses beschäftigt, zuerst in Deutschland auf dem Land, dazwischen kurz in der Schweiz, zuletzt in Kanada. Trotzdem war er zu einem Statement zur Frage bereit, warum ihn keiner kennt. «Vielleicht liegt es daran, dass ich in den vergangenen Jahren immer weniger in Europa war», sagt er am Telefon. «Ich wollte jede freie Minute bei meinen Kindern in Kanada verbringen. Und wenn ich mal wieder in der alten Welt war, habe ich viel gearbeitet.»

Viertklassiger Promi?

Viele, die dem bekanntesten Wettermoderator zwischen Appenzellerland und Hiddensee öfters begegnet sind, können nachvollziehen, wie andere den Dr. Jekyll erkannten: den netten, gebildeten, lässigen, eloquenten Kachelmann. Sie haben ihn auch so kennen und schätzen gelernt. Männer, auch unbekannte, erleben den Erfinder des Geschäftsmodells Wettervorhersage kumpelhaft, Frauen aufmerksam, zuvorkommend, oft flirtend. Jene von ihnen, die «dem viertklassigen Promi» (so die Selbstbeschreibung) ganz nahe kamen, beschreiben ihn als liebe- und respektvoll, als feingeistig und -fühlig.

Doch manche haben über die Zeit auch Schattenseiten erfahren. Abgründe, die sich mit den Jahren auftaten. Mit den vielen TV-Jahren sei die Popularität und parallel Kachelmanns Ego gewachsen. Der schon immer sensible und rastlose Kachelmann sei noch mehr auf Achse gewesen und immer gereizter. In seinem Leben wechselten Hochs und Tiefs in schneller Folge.

Aus Humor wurde Sarkasmus

Während der zweiten Scheidung, die sich über die vergangenen Jahre erstreckte, habe er gekämpft, getrickst, gelitten. Aus dem schrägen, immer schon schwarzen Humor und der (Selbst)Ironie, die so viele an ihm mögen, sei Sarkasmus geworden, der zotige Witz deftiger und deftiger, aus dem Einsamen ein Getriebener.

Ein Narzisst sei er, behauptet die Frau, die ihr ehemaliges «Süssbärchen» angezeigt hat. Lateiner Kachelmann hat durchblicken lassen, ihm sei die Sage von Narcissus aus der Kantonsschule Schaffhausen wohlbekannt. «Der Jüngling hat sich in sein Spiegelbild verliebt, als er in einen Fluss geschaut hat», sagte er zum Nachrichtenmagazin «Spiegel». «Das ist schon seltsam, so etwas auf mich anzuwenden. Die Hauptzuschriften, die ich in all meinen Fernsehjahren bekommen habe, lauteten in etwa so: ‹Sie sehen so Sch*pieps*e aus, Sie sollten nicht im Fernsehen auftreten.›»

Ist Kachelmann schizophren?

Die vielen, die schlecht über ihn reden, zweifeln an der Version, wonach Kachelmann für einige dunkle Minuten zu Mr. Hyde mutierte. Eine Minderheit traut es ihm zu. Sie hält es für plausibel, dass er an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet. Einen Link zu dieser Krankheit hat Kachelmann am Tag nach der folgenschweren Nacht in Schwetzingen höchstpersönlich in einer E-Mail an eine andere Partnerin verschickt.

Wer daran leidet, bildet unterschiedliche Persönlichkeiten aus, die abwechselnd die Kontrolle über das Verhalten übernehmen. Der Volksmund nennt es – unpräzise – Schizophrenie. Ein Erkrankter passt sich unbewusst an widersprüchliche Umwelten an. So könnte beispielsweise ein Kachelmann die täglichen Routinen, das Wetter, das Fernsehmachen erledigen, ein zweiter könnte Tabus, Verdrängtes ausleben.

Der Hypochonder

Allerdings streitet sich die Fachwelt, ob es die dissoziative Identitätsstörung überhaupt gibt. Ob Kachelmann an dieser umstrittenen Krankheit leidet? Ausser Andeutungen des angeblichen Betroffenen selbst sind keine Spuren bekannt: Dem Programmdirektor des Fernsehsenders MDR teilte Kachelmann kurz nach seiner letzten Schwetzinger Nacht mit, er wolle sich aus gesundheitlichen Gründen künftig aufs «Wettermachen» beschränken und keine Talkshows bestreiten. Bereits 2003 hatte er der Frau, die ihn angezeigt hat, gemailt, er lasse sich in den USA behandeln. Doch unterzog er sich tatsächlich eine Therapie in Seattle? Oder wollte er sich mit einer Ausrede einfach Ruhe verschaffen vor der Radiomoderatorin? Wer Jörg Kachelmann länger kennt, hält auch die zweite Variante für möglich.

Fast alle haben von ihm Geschichten von schweren Krankheiten gehört, zum Teil sehr unterschiedliche Geschichten von unterschiedlichen Krankheiten. Sind sie Dichtung? Sind sie Wahrheit? Das fragen sich viele. Schon lange. Aber heute mehr denn je.

«Jörg ist ein Hypochonder», sagt ein alter Freund, der ein Freund geblieben ist, «das meine ich nicht negativ.» Kachelmann glaube tatsächlich, er sei krank. Nach einem Anfall von Panik sei er plötzlich wieder genesen.

Pubertäres Verhalten

«Er bringt immer wieder abenteuerliche Begründungen, warum er kurzfristig Termine nicht einhalten kann», erzählt ein Geschäftspartner, «und alle zweifeln, ob es stimmt.» Mal sei die Mutter erkrankt, mal er selber. «Pubertäres Verhalten wie auf dem Gymnasium» sei es. Zweifle jemand eine Ausrede an, sei Kachelmann schwer beleidigt. «Am Schluss musste ich mich entschuldigen», erzählt ein Freund, «als Dank dafür, dass ich ihn mit unangenehmen Nachfragen konfrontiert habe.»

Beinahe alle Befragten erzählen auch oder ausschliesslich Gutes vom Autodidakten. Jörg Kachelmann sei trotz fehlendem Universitätsabschluss ein besserer Meteorologe als die meisten Kollegen mit Diplom, weil er beigeistert ist, heisst es. Nach all den Jahren könne er sich immer noch kindisch freuen, wenn ein Schneesturm wütet. Mit seiner direkten Art nehme er Menschen für sich ein, sagen sie.

Der raffinierte Manipulator

«Wenn er reinkommt, geht die Sonne auf», sagt eine ehemalige Partnerin, die aufgrund der gemeinsamen Vorgeschichte manchen Grund hätte, andere Eigenschaften hervorzuheben. Kachelmann, besessen vom Wetter, ist Antreiber, Türöffner bei Kunden und Ämtern. «Er sprüht vor Ideen, von denen sich nur zehn Prozent umsetzen lassen», sagt ein Arbeitskollege, «aber diese zehn Prozent sind oft bahnbrechend.»

Kachelmann sei ein faszinierender Chaot, ein sympathischer Mensch, sagen die einen. «Das habe ich auch einmal gedacht», sagen die anderen. Zuletzt sei Kachelmann als Manipulator aufgefallen. Chronisch, notorisch, raffiniert. Nicht nur, aber besonders bei Frauen.

Mit einigen der Befragten haben sich die Lebenswege immer wieder gekreuzt, seit sie sich als Teenager auf der Hobby-Meteorologen-Tagung begegneten. Bald bauten sie gemeinsam in Schaffhausen, wo Kachelmann aufwuchs, in Schrebergärten und anderswo, ein Netz von Wetterstationen auf, später tüftelten sie gemeinsam im Ferienhaus in Sedrun an einem Konzept für das heutige schweizerisch-deutsche Wetterimperium Meteomedia.

Andere, die mit dem jungen Schlaks für Schaffhauser Fahrradwege und gegen eine stinkende Glasfabrik auf die Barrikaden gingen, haben ihn aus den Augen verloren.

Der Sohn eines Aufsteigers

Aus dem bewegten Umweltschützer von einst ist Vielflieger und Nochmehrautofahrer Kachelmann geworden. «Jörg ist ein Nomade», sagt ein Bekannter. Selbst entfernte Bekannte wissen eine Anekdote zu erzählen von Kachelmanns «Müll-Wagen». Entweder mussten sie auf eine Mitfahrt verzichten, weil der Beifahrersitz mit Getränkedosen und Colafröschen, Fast-Food-Packungen und Papieren übersät war. Oder es war erst Reinemachen angesagt, bevor die gemeinsame Reise beginnen konnte. Kachelmann hat in seinem Auto gegessen und geschlafen, wenn er sich zwischen seinen Welten bewegte. Er, der sich gerne als «Sohn eines Eisenbahners» bezeichnet, bestieg kaum je einen Zug.

«Wie schaffte er es eigentlich», fragte die «Weltwoche» kürzlich, «als Arbeiterkind aus einfachen Verhältnissen eine derart steile Karriere hinzulegen?»

Vater war bereits ein Aufsteiger

Einfache Teilantwort: Ganz unten musste er nicht anfangen im Leben. Bereits der Vater war ein Aufsteiger. Vom Rangierer brachte er es zum Oberinspektor der Deutschen Bahn am Endbahnhof Schaffhausen. Er erlag einer schweren Krankheit, als Jörg ein junger Erwachsener war.

Über Kindheit und Jugend des Einzelkinds Jörg ist kaum etwas bekannt, ausser, dass er sich auf dem Segelschiff seiner Eltern in das Wetter verliebt habe. «Die Kachelmanns waren keine Büezerfamilie», erzählt ein alter Bekannter, «damals konnte es sich kaum ein Arbeiter leisten, im eigenen Boot über den Bodensee zu segeln.» Die Kleinfamilie verzichtete lieber auf ein Auto.

Der helvetische Exotenbonus

Am 1. August trägt Jörg Kachelmann heute gerne ein Leibchen mit Schweizer Kreuz. Nie an die grosse Glocke hängt er, dass er erst Schweizer wurde, als er zwanzig Jahre alt war. Seinen helvetischen Exotenbonus wollte der Sohn eines Franken und einer Ostpreussin, der in Lörrach zur Welt kam, im Herkunftsland seiner Eltern nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Als langjähriger Boulevardjournalist weiss Kachelmann, dass Medien und Medienkonsumenten einfache Geschichten von Emporkömmlingen, von Enthusiasten, von Exoten lieben.

Karriere bei «Sonntagsblick» und« Schweizer Illustrierte»

Nach seiner publizistischen Ur- und Frühzeit bei Radio Munot und einem abgebrochenen Geografiestudium hat er als «Kachelfrosch» beim «SonntagsBlick» und der «Schweizer Illustrierten» die Karriereleiter erklommen.

Bald wechselte er die Rolle: vom Interviewer der Promis zum interviewten TV-Promi. Den alten Kollegen von der «Schweizer Illustrierten» verriet er: «Man hat mir vor ein paar Jahren mal ein Krebslein rausmontiert, weshalb ich eigentlich seit Ende 92 tot sein sollte.» Und er fügte noch hinzu: «Aber stopp, jetzt wirds mir zu persönlich. Fakt ist: Heute geht es mir gut.»

Das amouröse Multitasking

Stets locker vor der Kamera, war Kachelmann zuletzt massiv überfordert vom Management seiner Welten. «Jörg rotierte immer mehr», sagt einer von über 100 Meteomedia-Mitarbeitern. «Von seiner ganzen Reiserei war aus Sicht der Firma nur ein Bruchteil wirklich nötig. Doch er liess sich nicht davon abbringen.»

Das amouröse Multitasking gestaltete sich besonders anstrengend, wenn Geburtstage oder Feiertage, Familienfeste oder Beziehungsjubiläen anstanden. Die Geliebten hielt der Online-Junkie Kachelmann per E-Mail, Chat und SMS bei der Stange. Für mehrere Partnerinnen benutzte der Pragmatiker denselben Spitznamen: Er nannte sie «Lausemädchen».

«Ich hätte keiner Frau vorgaukeln dürfen, dass sie die Einzige ist», bedauerte Kachelmann gegenüber dem «Spiegel». «Ich habe auch nicht in jeder Phase meines Lebens monogam gelebt.» Um sogleich zu relativieren: «Gut, wenn ich mich in meiner Umgebung umgucke, da gibt es ganz viele, denen das auch nicht ganz optimal gelungen ist.»

Endet die Geschichte tragisch?

Für seine Partnerinnen brach eine Welt zusammen. Für Jörg Kachelmann zerbrachen Welten. Sieht er die Welt bald mindestens fünf Jahre lang aus dem Gefängnis? Oder gelingt es ihm, bei einem Freispruch eine neue Welt aufzubauen?

In jenem «Magazin»-Interview fragt die Reporterin: «Und wie könnte Ihr Altersrefugium aussehen?» Jörg Kachelmann antwortet: «Wie in Fredi Murers Film ‹Höhenfeuer›. Das spielt in einer einsamen Alphütte.» Es geht um die Liebe. Es ist ein Drama.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2010, 22:56 Uhr
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steffi, ich ergänze mal den Link und Header...

Beitrag  Demokritxyz am Fr 03 Sep 2010, 02:00

Baslere Zeitung, Thomas Knellwolf, 02.09.2010:

Jörg und die Kachelmänner

Am kommenden Montag beginnt der Prozess gegen Jörg Kachelmann. Doch wer ist unser bekanntester Wettermann überhaupt? Er ist ein Besessener, ein Nomade. Und immer wieder ein Rätsel selbst für sein Umfeld.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Joerg-und-die-Kachelmaenner-/story/25723970
Kommentare beachten ...!

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

Beitrag  Gast am Fr 03 Sep 2010, 02:12

Danke Demo, wie immer!

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 5)

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