Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 26)

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Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 26)

Beitrag  Oldoldman am Di 05 Jul 2011, 03:41

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von Demokritxyz am Di 23 März 2010 - 19:43 h lautete:

http:// magazine. web. de /de/themen/nachrichten/panorama/10103400-Kachelmann-in-Untersuchungshaft.html
Anm.: Da der vorstehende Link nicht mehr gültig ist, für alle Interessierten ersatzweise der Hinweis auf:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,685263,00.html

Na, da kann frau/manN doch mal schön spekulieren, oder ...? Gibt es Hintergrund-Infos zu Jörg Kachelmanns Ex? Oder kann vielleicht jemand sogar ein Bild posten ...?

Kann manN in der Position von Jörg Kachelmann ein Frauen-Tölpel sein ...?
Die Meinungsäußerungen zum GMX-WEB.DE-1&1-Ratgeber sind höchst aufschlussreich, oder ...?

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/8297793

_____________
Anmerkung:

Den ersten Teil mit den Postings 1 - 990 (23.03.2010, 19:43 - 12.5.2010, 12:06) gibt es
HIER (Teil 1).
Den zweiten Teil mit den Postings 991 - 1893 (12.5.2010, 12:44 - 15.06.2010, 12:27) gibt es
HIER (Teil 2).
Den dritten Teil mit den Postings 1894 - 2813 (15.06.2010, 12:46 - 14.07.2010, 11:33) gibt es
HIER (Teil 3).
Den vierten Teil mit den Postings 2814 - 3755 (14.07.2010, 11:43 - 02.09.2010, 14:40) gibt es
HIER (Teil 4).
Den fünften Teil mit den Postings 3756 - 4712 (02.09.2010, 14:52 - 21.09.2010, 11:31) gibt es
HIER (Teil 5).
Den sechsten Teil mit den Postings 4713 - 5669 (21.09.2010, 11:36 - 04.10.2010, 11.27) gibt es
HIER (Teil 6).
Den siebenten Teil mit den Postings 5669 - 6690 (04.10.2010, 11.36 - 17.10.2010, 09:30) gibt es
HIER (Teil 7).
Den achten Teil mit den Postings 6691 - 7664 (17.10.2010, 09:50 - 28.10.2010, 10:32) gibt es
HIER (Teil 8 ).
Den neunten Teil mit den Postings 7665 - 8613 (28.10.2010, 10:40 - 09.11.2010, 13:21) gibt es
HIER (Teil 9 ).
Den zehnten Teil mit den Postings 8614 - 9565 (09.11.2010, 13:26 - 23.11.2010, 18:50) gibt es
HIER (Teil 10).
Den elften Teil mit den Postings 9566 - 10516 (23.11.2010, 18:53 - 07.12.2010, 18:21) gibt es
HIER (Teil 11).
Den zwölften Teil mit den Postings 10517 - 11480 (07.12.2010, 18:27 - 21.12.2010, 13:47) gibt es
HIER (Teil 12).
Den dreizehnten Teil mit den Postings 11481 - 12458(21.12.2010, 13:50 - 13.01.2011, 18:55) gibt es
HIER (Teil 13).
Den vierzehnten Teil mit den Postings 12459 - 13452(13.01.2011, 18:57 - 01.02.2011, 16:48) gibt es
HIER (Teil 14).
Den fünfzehnten Teil mit den Postings 13453 - 14415(01.02.2011, 16:54 - 12.02.2011, 21:53) gibt es
HIER (Teil 15).
Den sechzehnten Teil mit den Postings 14416 - 15338 (12.02.2011, 21:57 - 28.02.2011, 12:26) gibt es
HIER (Teil 16).
Den siebzehnten Teil mit den Postings 15389 - 16352 (28.02.2011, 12:32 - 15.03.2011, 22:24) gibt es
HIER (Teil 17).
Den achtzehnten Teil mit den Postings 16353 - 17392 (15.03.2011, 22:28 - 30.03.2011, 21:27) gibt es
HIER (Teil 18 ).
Den neunzehnten Teil mit den Postings 17393 - 18361 (30.03.2011, 21:37 - 08.04.2011, 12:19) gibt es
HIER (Teil 19 ).
Den zwanzigsten Teil mit den Postings 18362 - 19354 (08.04.2011, 12:25 - 23.04.2011, 20:18) gibt es
HIER (Teil 20 ).
Den einundzwanzigsten Teil mit den Postings 19355 - 20309 (23.04.2011, 20:35 - 10.05.2011, 08:43) gibt es
HIER (Teil 21 ).
Den zweiundzwanzigsten Teil mit den Postings 20310 - 21308(10.05.2011, 08:47 - 21.05.2011, 09:42) gibt es
HIER (Teil 22 ).
Den dreiundzwanzigsten Teil mit den Postings 21309 - 22281 (21.05.2011, 09:46 - 30.05.2011, 13:13) gibt es
HIER (Teil 23 ).
Den vierundzwanzigsten Teil mit den Postings 22282 - 23248 (30.05.2011, 13:16 - 14.06.2011, 17:36) gibt es
HIER (Teil 24 ).
Den fünfundzwanzigsten Teil mit den Postings 23249 - 24236 (14.06.2011, 17:39 - 05.07.2011, 16:33) gibt es
HIER (Teil 25 ).
Den sechsundzwanzigsten Teil mit den Postings 24237 - 25233 (05.07.2011, 16:41 - 20.08.2011, 08:27) gibt es
HIER an dieser Stelle (Teil 26 ).
Den siebenundzwanzigsten Teil mit den Postings 25234 - 26224 (20.08.2011, 08:30 - 21.09.2011, 14:09) gibt es
HIER (Teil 27 ).
Den achtundzwanzigsten Teil mit den Postings 26225 - 27252 (21.09.2011, 14:20 - 10.11.2011, 10:13) gibt es
HIER (Teil 28 ).
Den neunundzwanzigsten Teil mit den Postings 27253 - 28207 (11.10.2011, 10:23 - 16.01.2012, 09:59) gibt es
HIER (Teil 29 ).
Den dreißigsten Teil mit den Postings 28208 - 29176 (16.01.2012, 10:06 - 02.05.2012, 11:57) gibt es
HIER (Teil 30 ).
Den einunddreißigsten Teil mit den Postings ab 29177 (ab 02.05.2012, 12:05) gibt es
HIER (Teil 31 ).

Die letzten Beiträge des fünfundzwanzigsten Teils finden sich ab hier:

http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t429p980-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-25

Oldoldman


Zuletzt von Oldoldman am Di 01 Mai 2012, 23:24 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet

Oldoldman

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keine logik bei foristen wie pat, wolff maschera spec oder beliebige weiter

Beitrag  984 am Mi 06 Jul 2011, 09:44

Sind die Zuseher blöd geworden oder waren sie es schon immer? Früher, also früher, als ich noch TV guckte, war alles anders.

ich glaube, die einzige, die sich noch bemüht, aber auch schon an die 50, mir also doch zu alt, ist unsere steffi, der kleine wirbelwind aus der ddr.

hallo? gibt es endlich mal eine passende frau für mich? also allerhöchstens 33? bitte bei mir melden. PM. diskretion ist garantiert.

984

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mehr oder weniger an Patagon

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 10:09

Ich habe gerade festgestellt, daß das berührende Video auf Banons Homepage zu ›Daddy Frénésie‹, untermalt mit melancholischer Musik, ein einziger bitterer Schrei nach Liebe, nicht mehr abrufbar ist.

So wenig das Video zu ihrem Talkshow-Auftritt 2007, als sie den Vorfall als O là là-Geschichte, selbst durchaus manchmal amüsiert, präsentierte:

Zusätzlich zu dieser medialen Enthüllung kursiert auch ein Video im Internet. Es zeigt einen Ausschnitt einer Diskussionsrunde im französischen Fernsehen, aufgezeichnet 2007. Die im Internet verbreitete Stelle wurde allerdings nie ausgestrahlt.

In der Sendung sitzen diverse Männer und Tristane Banon an einem gedeckten Tisch im Kerzenschein. Banon erzählt von dem Vorfall 2002. «Für mein erstes Buch habe ich ihn für ein Interview angefragt. (…) Er hat mir für das Treffen eine Adresse angegeben. Es war eine leere Wohnung. Da standen nur ein Fernsehgerät und ein Bett. (…) Er wollte, dass ich ihm die Hand halte, damit er auf meine Fragen antwortet. Seine Hand wanderte dann zum Arm hoch und so weiter.» Die Rede ist offenbar von Dominique Strauss-Kahn. Sein Name wurde mit einem Biep überdeckt.

«Frauengeschichten ein offenes Geheimnis»

Die Diskussionsgäste scheinen sich über das Gehörte, neben einigen Empörungen, auch zu amüsieren. Zwischen Gekicher fallen Bemerkungen wie: «Ich liebe das» oder «Er ist von Weibern besessen».

Das Video auf Youtube sehen Sie Externer Linkhier.

Bei der Runde mit dabei ist auch Thierry Saussez, ein ehemaliger Berater von Nicolas Sarkozy. Dieser sagte: «Diese Verblüffung ist pure Heuchlerei. Jeder in Paris weiss, dass er ein Problem hat. Nicht viele Journalistinnen sind bereit, mit ihm alleine ein Interview zu machen.»

Auch Tristane Banon amüsiert sich immer wieder und führt dann aus: «Es endete schlecht. Wir haben angefangen uns zu schlagen. Ich habe ihn mit meinen Füssen getreten. Er hat meinen BH aufgemacht.»
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/05/16/International/Weiterer-Vorwurf-gegen-Strauss-Kahn

Es widerspricht ja auch einer Traumatisierung wegen dieses Vorfalls, was immer da auch geschehen sein mag. Die Wurzeln ihrer Traumatisierung liegen tiefer – und eigentlich weiß sie das auch. Im Jahr 2006 veröffentlicht sie ein Buch namens ›Trapéziste‹ und bringt auf ihrer Homepage ein Zitat daraus:
»Ich heiße Flore, eine Romanfigur, die beweisen will, daß die Kindheit, unabhängig von Intellekt und sozialem Aufstieg, Konsequenzen hat, die man sich nicht vorstellen kann.«

Citation
Je m'appelle Flore, personnage romanesque qui veut prouver que l'enfance a, sur le cerveau et l'avenir social, des conséquences que l'on imagine pas.
(Trapéziste - 2006)
http://www.tristane-banon-officiel.com/index2.php?r=av&id=8

Ein sehr wahrer Satz. Die Kindheitsmuster, die das Leben prägen, wenn man sich ihrer nicht bewußt wird, reflektiert, änderungsbereit ist (und manchmal geht das nicht ohne Hilfe, selbst wenn sie geistig durchdrungen wurden), regulieren alles.
Tristane Banon war sehr tapfer und hat meinen großen Respekt. In einem Interview hat sie gesagt, daß das Erlebnis mit Strauss-Kahn in verfremdeter, verharmlosender Form in das autobiographische Buch von 2006 Eingang gefunden habe. Wieviele Erinnerungsüberlagerungen mag es wohl geben? Aktuell geht es ihr schlecht. Sie lebt allein mit Hund in einem Pariser Vorort, ist arbeitslos, der Verleger hat ihren Vertrag gekündigt.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/ich-wollte-nicht-mehr-als-luegnerin-gelten/4360898.html

Und so gerät die alte Geschichte wieder in ihren Blick, als Erklärung für das trostlose Jetzt... Der Fall und der Aufstieg von DSK, der unangreifbare, nie zur Verantwortung gezogene Vater, war ein Trigger.

Patagon, sie ist absolut keine DSK-Hasserin; sie haßt das, wofür er steht. Wie immer sie auch jetzt die Begegnung erinnert, das ist für sie die Wahrheit, Symbol für die väterliche Ignoranz, für Ohnmacht, für mangelnde Liebe. Daher fühlt sie sich auch nicht als jemand, der das Leben eines Unschuldigen zerstört. Denn hier geht es um ihre Lebens-Wahrheit.

Juristisch hat sie keine Chance. Wenn ich jemanden verantwortlich mache für das Timing, das Drehbuch, den zum Scheitern verurteilten Versuch, nach dem Scheitern der Verfolgung in NY jetzt die französische Justiz einzuschalten, dann ihren Anwalt, der ihr die Sachlage nicht klargemacht hat. Und ihr nicht gesagt hat, daß die Öffentlichkeit nicht so empathisch auf die Verwüstungen, die ihre Kindheit angerichtet haben muß, reagieren wird wie ich:

Anne Mansouret dürfte sich freilich ihrer Tochter gegenüber schuldig fühlen. Tristane Banon entstammt einer kurzen Beziehung ihrer Mutter mit einem Unternehmer, der als Wirtschaftsberater von Palästinenser-Präsident Yassir Arafat Prominenz erlangte. Vater Banon traf seine Tochter nie. Und die Mutter überließ sie jahrelang einer alkohol-kranken Kinderschwester. Diese misshandelte die Kleine und ließ sie von einem Verwandten sexuell missbrauchen.

Selbst-Entblößung

In einem ersten autobiografischen Roman klagte Tristane Banon, ihre Mutter habe ihre Hilferufe ignoriert. In einem zweiten autobiografischen Roman, in dem auch der Nötigungsversuch durch Strauss-Kahn verschlüsselt dargestellt ist, präsentiert sich die Autorin selber als eine aufstiegssüchtige Nachtschwärmerin, die in der Pariser Literatenszene kurze Liebschaften mit einflussreichen und älteren Männern häuft - eine schonungslose Selbst-Entblößung, die den Schilderungen von Tristane Banon paradoxes Gewicht verleiht.
http://kurier.at/nachrichten/3920348.php

So krude klingt das dann in der Presse, die ich zutiefst verabscheue. Natürlich war sie auf der Vatersuche - das ist geradezu zwingend.

Ja, und auch das wird thematisiert:

Anhänger des einstigen sozialistischen Hoffnungsträgers Strauss-Kahn sprechen deswegen von einem abgekarteten Spiel seiner bürgerlichen Gegner. Diese hätten Tristane Banon jetzt, da die Anklage in den USA wackelt, angestachelt, bei der Justiz vorstellig zu werden, um ein Comeback in Frankreich zu verhindern.

Dabei verweisen sie darauf, dass Tristane Banon bei der Website Atlantico schreibt, die der Partei von Präsident Nicolas Sarkozy nahesteht und die sich noch vor der New Yorker Affäre auf Strauss-Kahn mit Enthüllungen über seinen luxuriösen Lebensstil eingeschossen hatte.
http://kurier.at/nachrichten/3920348.php

Daß sie für den rechtskonservativen FIGARO schrieb, daß sie jetzt, seit dem 15. Mai, über die Sache schreibt (aha, will sich für einen neuen Verleger interessant machen...): vor all diesen Insinuationen hätte sie ihr Anwalt beschützen können. Dessen Inkompetenz und dessen Eigensucht, berühmt zu werden (er ist ein junger sehr gutaussehender Typ), verurteile ich aufs Schärfste; denn der, der nichts als feministische Sprachhülsen abliefert, ist verantwortlich für das Elend:

Der Anwalt

David Koubbi ist Tristane Banons Anwalt. Er wird sie in dem Fall vertreten, falls es zur Anklage kommt. Koubbi glaubt nicht, dass Banon eine Chance gehabt hätte, wenn sie Strauss-Kahn schon damals vor Gericht gebracht hätte. "Es ist doch allgemein bekannt, dass in solchen Verfahren das Wort der Frau nichts gegen das eines Mannes zählt. Es gibt diese Statistik, wonach nur eine von zehn Frauen es wagt, nach einer Vergewaltigung Anzeige zu erstatten." Und wenn der Mann auch noch mächtig sei, sehe es noch schlechter für die Frauen aus. Doch angesichts des Verfahrens in New York riet er Banon nun, die Chance zu ergreifen und ihren mutmaßlichen Peiniger vor Gericht zu stellen. "Den Mut von Tristane Banon müssen wir begrüßen!"
http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/tristane-banon-1096305/2.html

Hier die schicke aber nichtssagende Kanzlei-Präsentation:

http://www.28octobre.com/fr

Als eine ihrer Stärken zählt sie das Presserecht auf...

Patagon:
Was wäre wenn auf einmal alles so aufgeklärt würde, dass nicht der Hauch eines Zweifels an ihm hängen bleiben würde?

Würde er seinen job und sein altes Leben wiederbekommen?
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t437p60-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-26#43661

Das ist angesichts dieser unglückseligen Mélange nicht möglich.

Ich prophezeie mal: die Pariser Staatsanwaltaschaft wird den Fall rechtlich so würdigen, daß Nötigungsmittel im Sinne des Vergewaltigungs-Paragraphen bereits nach dem Vortrag der Anzeigenerstatterin nicht angewandt wurden. Es kann daher dahingestellt bleiben, wessen Version zutrifft. Jedenfalls handelt es sich bei dem Vorwurf rechtlich allenfalls um eine Belästigung, deren Verfolgungsverjährung nach drei Jahren eingetreten ist.

Die Akte wird geschlossen, und wieder stehen zwei Menschen beschädigt da. Denn die Justiz ist nur für die justizförmige Wahrheitsfindung und –erledigung zuständig. Und keiner ermittelt in einer bereits verjährten Angelegenheit. Was überhaupt gäbe es zu ermitteln in einer acht Jahre alten Geschichte, die durch die AE selbst in den unterschiedlichsten Erinnerungsverarbeitungen präsentiert wurde: als Literatur, als Talkshow-Erzählung, als Anzeige?

Der einzige Effekt der Sache ist der mediale. Und ihr, Tristane Banon, wird dadurch nicht geholfen. Selbst wenn das, was sie jetzt schreibt, ein Bestseller würde: auch damit ist ihr keineswegs geholfen.

Die Angelegenheit wird DSK allerdings auch nicht schaden, so sie schnell erledigt wird. Frankreich ist weder puritanisch noch bigott noch gar im feministischen Griff, weil die Frauen dort ganz natürlich selbstbewußt sind; und den Märtyrerstatus hat er eh schon. Zurecht ist der Anti-Amerikanismus in Frankreich stark verbreitet.


Zuletzt von Gabriele Wolff am Mi 06 Jul 2011, 10:28 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Weibliche Hegemonialität

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 10:12

Wie es der Zufall will, muss ich beruflich gerade ein bisschen Gender-Literatur lesen, und da habe ich doch auch das schöne Wort von der weiblichen Hegemonialität gelesen, was doch eher selten vorkommt und was ich doch noch sehr interessant finde:

Dieses Theorem würde ich – nachdem, was wir zur Dialektik des Sozialpolitischen im Kapitalismus noch sagen werden (…) – wie folgt relativieren. Wie bei der Externalisierung handelt es sich auch hier um ein männlich symbolisiertes Prinzip: von seiner sozialanthropologischen – und kulturell verstetigten – Ausgangslage hat sich der Mann als ökonomisch verfügbarer, intensiver und stetiger nutzbarer erwiesen als die (wegen ihrer Gebärfähigkeit) „naturnähere“ Frau. Er bietet sich deshalb primär für die Inkorporation der industriekapitalistischen Prinzipien der Externalisierung und Abspaltung an. Moderne Frauen, die sich karriereorientiert in das industriekapitalistische Magnetfeld der Externalisierung und Abspaltung begeben, stehen deshalb unter Druck, sich von ihrer „Naturkarte“ (Kinderwunsch) zu trennen. Hier wird deutlich, dass es wieder auf die Wirkungsstärke des Sozialpolitischen ankommt, ob und inwieweit es gelingt, den Abspaltungs- und Externalisierungsdruck des Kapitals abzufedern und eine Vereinbarungsperspektive für Frauen und Männer zu realisieren. Dabei ist diese Perspektive für die Männer (und heute auch für die Frauen), die von der kapitalistischen Wirtschaft gebraucht und genutzt werden, nur begrenzt realisierbar. Je mehr der digitale Kapitalismus die Sozialform des abstrakten Arbeiters intensivieren kann, weil der fiskalisch und wirtschaftspolitisch geschwächte Sozialstaat nicht mehr ausreichend sozial gegenhalten kann, desto stärker werden wieder vor allem Männer in den Sog von Abspaltung und Externalisierung gezogen.

Mit der sozialen Entbettung und Abstrahierung von Externalisierung und Abspaltung in der Figur des ‚abstract worker’ und der gleichzeitigen Entgrenzung von Männlichkeit (…) durch die tendenzielle Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses und des Ineinanderfliessens von Produktions- und Reproduktionssphäre, Familie und Arbeit, ist der „männliche Habitus“ nicht länger an die Inkorporation durch den Mann gebunden und ist nun auch als abstraktes Durchsetzungs- und Erfolgsmodell für Frauen zugänglich. Diese können den männlichen Habitus nun auf ihre Art inkorporieren und transformieren, indem sie ihn modularisieren, das heisst „weibliche Anteile“ der Fürsorge mit männlichen Dominanzanteilen verbinden und komponieren. Dieser Gendermix schafft eine Form der weiblichen Hegemonialität (…) die – in der Verbindung von Empathie und Dominanz – Machtkonstellationen aufbauen kann, die oft wesentlich weniger berechenbar sind als die männlichen.

Aus: Böhnisch, Lothar 2003: Die Entgrenzung der Männlichkeit. Verstörungen und Formierungen des Mannseins im gesellschaftlichen Übergang, S. 32

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@ Chomsky

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 10:21

Was für eine Schaumschlägerei! Ist das eine Diss?

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Gabriele

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 10:26

Selbstverständlich bin ich auch ein Schaumschläger! :-)

Böhnisch war bis vor kurzem Professor für Sozialpädagogik und Sozialisation der Lebensalter an der TU Dresden. Und ist einer meiner absoluten Topfavoriten! :-)

http://www.lothar-böhnisch.de/

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Chomsky

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 10:39

Mit der sozialen Entbettung und Abstrahierung von Externalisierung und Abspaltung in der Figur des ‚abstract worker’ und der gleichzeitigen Entgrenzung von Männlichkeit (…) durch die tendenzielle Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses und des Ineinanderfliessens von Produktions- und Reproduktionssphäre, Familie und Arbeit, ist der „männliche Habitus“ nicht länger an die Inkorporation durch den Mann gebunden und ist nun auch als abstraktes Durchsetzungs- und Erfolgsmodell für Frauen zugänglich. Diese können den männlichen Habitus nun auf ihre Art inkorporieren und transformieren, indem sie ihn modularisieren, das heisst „weibliche Anteile“ der Fürsorge mit männlichen Dominanzanteilen verbinden und komponieren. Dieser Gendermix schafft eine Form der weiblichen Hegemonialität (…) die – in der Verbindung von Empathie und Dominanz – Machtkonstellationen aufbauen kann, die oft wesentlich weniger berechenbar sind als die männlichen.

Aus: Böhnisch, Lothar 2003: Die Entgrenzung der Männlichkeit. Verstörungen und Formierungen des Mannseins im gesellschaftlichen Übergang, S. 32


http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t437p60-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-26#43667


Das drückt für mich nur „Angst“ aus. Abgesehen von den geschwurbelten Formulierungen, die nur jemand versteht der „vom Fach“ ist. Anstelle sich Gedanken darüber zu machen ob die Männer „Macht“ verlieren, (oder "verweiblichen") sollten sich die „Geschlechter“, darüber Gedanken machen wie sie ihr Potential gemeinsam optimal nutzen können! Oder?

Tut mir leid. Nicht so wissenschaftlich formuliert, aber komplizierte Dinge einfach darstellen ist eine Kunst und wer die beherrscht. erreicht auch die „einfachen Menschen“…………..

Nicht böse gemeint Chomsky……..

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maschera

Beitrag  984 am Mi 06 Jul 2011, 12:01

wenn du das könntest, wärst du ein grösserer experte als chomsky. vorausgesetzt du kennst auch seine fachliteratur, du hast also nach oben alles noch offen. bald bist du weiter als uvondo und wolff zusammen. glückwunsch schon mal. und danke, dass du nicht schwurbelst. demo hat doch nichts dagegen, oder? Top!

984

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@ Maschera

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 12:22

Du hast wirklich das Grundübel universitären Wirkens beim Schopf gepackt!

Was man so gern als ›Elfenbeinturm‹ bezeichnet, liegt wirklich daran, daß aufgrund der Auswahlkriterien schon im Vorfeld eine Ranschmeiße an die, die einen auswählen, mittels Zitat und Jargonübernahme stattfindet. Es geht allein um Anerkennung in der peer-group, Hineinwirken in die Gesellschaft ist weniger gefragt als Verbildung der nächsten Generation, die sich wiederum anbiedert.

Warum gibt es keine deutschen Historker, die Biographien schreiben können wie englische Historiker es seit vielen Jahren vormachen? Warum waren deutsche Historiker im 19. Jahrhundert führend? Weil sie eben auch Literaten waren.

Heute präsentiert man uns öde Sprachwüsten, in denen vielleicht sogar Ideen verdorren, die des Nachdenkens wert sind. Das ist sehr wahr, daß man Großes, wenn man selbst es verstanden hat, in sehr einfachen Worten darstellen kann. Aber davor schreckt der universitäre Kleingeist zurück.

Denn so kann man die Publikationsliste kaum verlängern... Der Betrieb ist inzestuös. Die schlimmsten Blüten treibt die Germanistik, die die betrachtete Literatur dank ihres Vokabulars schlicht vergewaltigt.

Vor solchen ›Leistungen‹ habe ich nicht den geringsten Respekt. Respekt hätte ich, wenn Chomsky die Botschaft des von ihm zitierten Textes in eigenen Worten, klar und deutlich, wiedergeben würde.
Aber davor hat er ja schon einmal gekniffen, und ich verdenke es ihm nicht..

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Liebe Leute!

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 12:29

Ich kenne mich ja in den Naturwissenschaften nicht aus, dort soll es tatsächlich anders zugehen, dort wird offenbar eine ganz einfache und klare Sprache gepflegt, aber ich kann Euch garantieren, dass in den Sozialwissenschaften (insbesondere der Soziologie), den Geisteswissenschaften (insbesondere der Philosophie und den Sprachwissenschaften [Semiologie, Semiotik] quasi nur solch geschwurbelte Texte studiert werden müssen - das ist also keine Ausnahme, sondern 'Normalität'!
Von daher würde die Kritik an diese wissenschaftlichen Disziplinen gehen, die es offenbar für nötig befinden, so zu schreiben und zu sprechen, dass ein gewisser Teil der Menscheit sie auf Anhieb nicht immer gleich versteht. Ich finde dies übrigens auch nicht lustig! Bei Bourdieu muss ich manchmal einen Satz 5 bis 10 Mal lesen, bis ich ganz sicher bin, dass ich ihn begriffen habe: Kleines Beispiel:

"Die von Austinschen Analysen illokutionärer Akte ausgelöste Kommentarkette wird so lange nicht unterbrochen werden, wie die Unkenntnis der Produktions- und Zirkulationsbedingungen des Kommentars ermächtigt und geneigt macht, einzig und allein im komentierten Diskurs die 'hinreichenden Bedingungen' zu suchen, welche als theoretisch und praktisch nicht von den institutionellen Funktionsbedingungen des Diskurses ablösbare von Anfang an in die Kategorie der externen Linguistik verwiesen, dh. der Soziologie überlassen worden sind." (Borudieu 1993: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, Frankfurt am Main, S. 60
Und so geht dies ca. auf 500 Seiten weiter!

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Gabriele

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 12:36

Den Text von Böhnisch könnte ich wirklich gerne mit eigenen Worten rezipiren, weil Böhnisch kenne ich doch ganz gut, nur werden bei Böhnisch Begriffe gebraucht wie Exernalisierung, Abstraktion, digitaler Kapitalismus, Abspaltung, soziale Entbettung, männliche Entgrenzung etc, die selbst wieder einen gesamten Rattenschwanz von Erklärungen voraussetzen, und ich glaube nicht, dass ihr vom Forum ein Interesse habt, nun eine Einführung in Böhnisch zu erhalten!
Aber bei Böhnisch kann ich mit gutem Gewissen Übersetzungsarbeit in eigener Regie leisten! :-)

Gast_0009

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Übrigens Gabriele

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 13:54

Da ist mir noch etwas in den Sinn gekommen!
Du bist ja offenbar eine Liebhaberin der Literatur! Das heisst wahrscheinlich auch, dass Du zu literarischen Werken einen nahen und besonderen Bezug hast, Du wahrscheinlich literarische Werke auch sehr schnell verstehst - also, ist mal eine Vermutung. Das hat ev. damit zu tun, dass Du hier eine gewisse 'natürliche' Begabung hast und ev. zudem auch viel Zeit in diese "Freizeitbeschäftigung" investiert hast, also auch eine gewisse Lernarbeit dahintersteckt?!
Bei mir ist es so, dass ich insbesondere bei der Lyrik vielfach absolut "Bahnhof" verstehe; das mag damit zusammenhängen, das ich ev. keine 'natürliche' Begabung für diese literarische Gattung habe und ich auch fast keine Zeit investiert habe, lyrische Werke besser zu verstehen; es fehlt mir hier also eine Aneignung in Form von "lernen".

Du siehst: Bei soziologischen Texten verstehst Du eher "Bahnhof" und bei der Literatur verstehe ich eher "Bahnhof". Ich könnte jetzt auch sagen: Literatur ist doch vielfach einfach schöngeistiges oder weniger schöngeistiges Geschwurbel, wo ein Durchschnittsbürger kaum etwas davon versteht. Und dann hätte ich dann die gleiche Wertung gemacht, wie Du es gegen gewisse Spielarten der Philsophie oder Soziologie machst.

Du hast übrigens die narrative Geschichtswissenschaft im 19. Jahrhundert erwähnt, die Dir offenbar gut gefällt. Diese Form der Geschichtswissenschaft baute ja auf folgenden Voraussetzungen auf:

- idiographische Methoden;
- narrative Darstellungsformen;
- die Konzeptualisierung historischer Phänomene als Individualitäten;

Ich habe übrigens einmal eine Hausarbeit über "Historische Sozialwissenschaft" geschrieben, also eine Form der Geschichtswissenschaft, die sich gegen diese narrative Methode der Geschichtsschreibung wendet; m.E. übrigens aus guten Gründen! :-)
Du siehst: Du hast ev. ein bisschen eine Abwehr gegen nicht-literarische Wissenschaft entwickelt, Du stehst m.E. ganz klar in einer geisteswissenschaftlichen Tradition, die ev. starke Abwehrreflexe gegen einen sozialwissenschaftlichen Duktus hegt! :-)


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Die Basenwirtschaftsfront steht bzw. sitzt noch:

Beitrag  Die Rechtsanwaeldin am Mi 06 Jul 2011, 16:50

HEUTE ABEND: Königin Illners Schwafelrunde

http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,8252230,00.html

Quote mit untypischen Fällen (?) DSK und JK?

Na, na, na. Wenn da nicht mal wieder ein paar Blinde über die Farbe schwadronieren.
Nur mal so "Verdichtetes" über Vergewaltigung und sex. Nötigung:
* TB werden seit einigen Jahren zusammengefaßt (um überhaupt auf nicht marginale Zahlen zu kommen)
* Vollendetes Delikt und Versuch (jur. zwei absolut versch. Dinge) werden, um nicht marginale Zahlen zu haben, feministisch zusammengefaßt
* (Statistik) TV und Verurteilte werden - selbst von Juristen - locker, luftig, leicht vermischt
* TV/Verurteilte sind vornehmlich jung (Testosteron!) noch ehe sie überhaput in machtvolle Positionen kommen (könnten)
* TV sind "westdeutscher"
* TV sind "großstädtischer" ( Häufigkeitszahl Fälle/100.000 Einw. 2009: Köln - 20,4; Hannover 18,7; Berlin 18,2; Mannheim 17,3% vorn und Chemnitz 1,7%; Rostock 2,5%; Leipzig 3,7% hinten - in Chemnitz in 2009 ganze 4 ANGEZEIGTE Fälle)

interessanter Vergleich auch: Köln: 20,4% gegen Düsseldorf: 13,2 oder Mannheim 17,3 und Karlsruhe 9,6 Fälle/100.000 Einw. !!! - oder Köln versus Berlin (Mal uaf den Punkt gebracht: Ist Berlin ostdeutscher als Köln homosexuelle ist? Oder liegt es am katholischen Anzeigeverhalten oder am Verlagssitz der EMMA?

* TV sind überproportional Ausländer (korrespondiert mit Jugendlichkeit) 2009 von 6273 TV 1755 NICHTDEUTSCH = 28%
* unter ausländischen TV (1755) sind wiederum deutlich überrepräsentiert 33,2, Serben 5,3

Mal ein paar Standardsprüchlein aus den PKS des BKA:

"Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung nach § 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB war fast jeder dritte Tatverdächtige ein Nichtdeutscher. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die nichtdeutsche Wohnbevölkerung zu einem größeren Teil als die deutsche aus jüngeren Männern besteht. Ferner dürfte die besondere Lebenslage junger Ausländer bedeutsam sein.

"Über ihren Anteil an der Gesamtzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen hinaus wurden bei diesen Sexualdelikten vor allem Türken ermittelt. Hierfür ist der gleiche, oben dargelegte Hintergrund anzunehmen."

"Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung nach § 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB waren weibliche Jugendliche und Heranwachsende bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil am häufigsten Opfer "

Schaler Nachgeschmack?

Erinnerungen werden wach an den Fall Kachelmann. Im Privatleben beider - des Wettermoderators wie der Klägerin - wurde monatelang gnadenlos herumgewühlt, am Ende stand ein Freispruch mit schalem Nachgeschmack. Und der Vorwurf: Wenn sich ein Beklagter teure Rechtsanwälte und Gutachter leisten kann, wird es ihm fast immer gelingen, die Glaubwürdigkeit der Frau, die ihn angezeigt hat, zu erschüttern. Selbst Juristen gaben den Rat, betroffene Frauen sollten besser keine Anzeige erstatten, sie könnten dabei nur verlieren.

In Frankreich hat eine junge Schriftstellerin vor neun Jahren - laut eigener Aussage - diesen Rat befolgt und Strauss-Kahn nicht angezeigt, um der Sozialistischen Partei nicht zu schaden. Jetzt holt sie das nach. Und wieder beginnt das traurige Spiel: Aussage steht gegen Aussage.

Müssen Opfer glaubwürdiger sein?

Muss die Glaubwürdigkeit eines Opfers immer größer sein als die des Beklagten? Liegt darin eine Art Freibrief für gewalttätige Männer? Oder können Frauen, ganz im Gegenteil, gerade mächtige Männer von einer Sekunde zur anderen vernichten, wenn sie ihnen Vergewaltigung vorwerfen? Wie sieht es in solchen Fällen mit der Unschuldsvermutung aus, einer der wichtigsten Grundlagen des Rechtsstaats? Haben die Fälle Strauss-Kahn und Kachelmann zu einem Umdenken geführt? Darüber diskutiert Maybrit Illner mit ihren Gästen.

"maybrit illner" mit dem Thema: "Sex und mächtige Männer - was verändert der Fall Strauss-Kahn?"- Donnerstag, 7. Juni 2011, um 22.15 Uhr im ZDF.

Infobox
Die Gäste:
Peter Scholl-Latour, deutsch-französischer Journalist und Publizist
Ines Pohl, Chefredakteurin "die tageszeitung"
Gerhard Strate, Staranwalt
Heather De Lisle, US-Journalistin, Deutschland-Korrespondentin ABC-News
Cécile Calla, französische Journalistin (u.a. Spiegel Online)

[list][*]

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http://www.jurablogs.com/blogs/die-rechtsanwaeldin

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glaubwurdig

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 19:40

die anzeigerin oder nebenklägerin muss nicht 'an sich' glaubwurdig sein, sondern ihre aussagen und ihre beschreibung uber wass passiert ist.

Welche beziehung sie zu der beklagte hatte, was für leben sie führte etc ist irrelevant.
Wurde im JK's fall ja auch nicht durch dass gericht beachtet, im gegenteil, JK's glaubwurdigkeit stand ziemlich in vordergrund. In JK's fall liegt dass problem dass die beschreibung der tat durch die NK nicht mit den fakten ubereinstimmt, sie hat zugegeben gelogen zu haben uber 'den streitgrund' und hat DAMIT ihre glaubwurdigkeit verloren.

Spektabel bringt nach vorn wie JK ein lügner und liebesschwindler ist, wohl möglich, spektabel kennt die situation anscheinend näher als den rest von uns. Weil ich kenne die meisten fakten nur aus irgenwelche gruusige unterirdische heftli und finde diese auch nicht so glaubwurdig.Bild, blich oder sonntag, bunte oder whatever.

Wie dem auch sei, wenn JK seine frauen belogen hat ist dass keine staatsangelegenheit. Dass ist zwischen ihm und diese frauen.Du wirst es nicht glauben ich wurde auch schon belogen von einen mann der behauptet ich wäre genial, super, intelligent, hubsch, ein traum, seine grosse liebe...habe dass gern geglaubt, dass ich einzigartig war und war auch recht verletzt wenn es sich heraus gestellt hat, dass er, ausser uber seinen namen, alles gelogen hatte.

Ich denke wenn mann herausfindet dass seine einzigartigkeit sich in sixpacks verkauft, mann ziemlich verletzt, wutend, entauscht sein kann und darf. ABER AUCH FUR VERLETZTE ENTAUSCHTE FRAUEN GILT DASS GESETZ!!!!

Ich bin vielleicht eine hoffnungslose romantikerin, und an illusionen und projektionen verfallen, ich bin aber schon davon uberzeugt dass mann sehr klar sein soll uber urteilen, welches ein persönliches und vielleicht sogar gerechtferigtes urteil ist, und wann eine urteil vom gesetzeswegen, vom staat gefordert ist. Innerhalb entauschte liebschaften hat der staat nichts zu suchen. Und gab es kein beweis dass es etwas mehr war als dass.
Dass heist spektabel, du musst schon allein mit deine entauschungen fertig werden dass kann dass gericht nicht für dich erledigen. Naja hast ja ein guter spielplatz gefunden zum dich austoben.

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tabu-zone

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 19:44




Noch etwas uber anschuldigungen und
falschanschuldigungen...
Es gab lange zeit einen tabu auf sexuelle gewalt, wenn schon hätten frauen dass
selber gesucht..Gottseidank, und vielleicht sogar alice_et_co sei dank wurde
die gesellschaft sensibilisiert, die polizisten spezial getraint auch
psycholgen und erziehern uber symptomen von sexuelle misbrauch aufgeklärt,
protokollen und observationsformulairen kreiert und ja , endlich wurden diese
fallen erkannt und dagegen agiert. Nur hat der pendel auf der andere seiten durchgeschlagen,
und ein neues tabu wurde kreiert der falschaussage, gibt es nicht und darff es
nicht geben, und wenn schon hat der mann dass sicher verdient..Ich denke da
wird jetzt auch eine reihe von protokollen, und schulungen und beratungen geben
zum die betroffene zu sensibilisieren.

Es geht aber darum zu verstehen dass jeder fall, jeder mensch einzigartig ist.(
Und wenn mann dass mal versteht dann braucht mann keinen lover oder 12
luusmeitlis diedass zu einem sagen )

Jk und DSK sind nicht die gleiche fälle oder die gleiche männer. CSD und dass
zimmermädchen sind nicht die gleiche personen.
Persönlich bin ich nicht vom DSK's unschuld uberzeugt. Aber ich kenne sehr
wenig fakten. Dass jetzt diese franzosin, die nicht jetzt, sonder schon vor
jahren uber ihren slimme erfahrung geredet hat unglaubwurdig sein soll auf
grund ihre kindheitserfahrungen finde ich ziemlich haarstraubend. Auch
psychische instabile frauen (wenn sie schon eine ist ,wasss ich nicht behaupten wurde) werden vergewaltigt, Gabrielle, ich denke sogar öfters
als psychisch gesunde frauen.

Kurz; gerichten sollten über tabu-zones stehen, alles ist möglich, jeder fall ist anders.

Voila. Und chomsky, du hast recht, ich muss grade einen travail de
certification für einen C.A.S. schreiben im sozialbereich, lese viel
geschwurbel und auch noch auf französich und soll auch so schreibe. aber ich habe wieder den ausländer
bonus, mir verzeiht mann schon etwas, so als, sympatische holländerin






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Maschera, Gaby, Chomsky

Beitrag  patagon am Mi 06 Jul 2011, 20:19

GW: "Die schlimmsten Blüten treibt die Germanistik, die die betrachtete Literatur dank ihres Vokabulars schlicht vergewaltigt."

Seit du hier bist, Chomsky, rege ich mich darüber auf.

Wenn du etwas zu sagen hast, müsste es dein Anliegen sein, verstanden zu werden. Egal, um welches Gebiet es geht.

Sprache ist nicht in erster Linie Kunst und Handwerk, sondern ein Kommunikationsmittel.

Was nützt mir das schönste und teuerste Telefon, wenn es keinen Anschluss hat?

Mit Literatur, wenn man das überhaupt so allgemein sagen kann, beschäftigen sich Menschen, die einen Zugang dazu haben.
Es gibt tolle, weltweit bewunderte und anerkannte Werke, durch die ich mich einfach nicht quälen mag.

Es gibt andere, da bin ich hingerissen. Gemeinsam ist allen, dass sie Leser finden müssen. Aber warum machen es sich einige so schwer, überhaupt verstanden zu werden? Fragen sie sich:
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?




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Liese...

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 20:21

Innerhalb entauschte liebschaften hat der staat nichts zu suchen. Und gab es kein beweis dass es etwas mehr war als dass.
Dass heist spektabel, du musst schon allein mit deine entauschungen fertig werden dass kann dass gericht nicht für dich erledigen. Naja hast ja ein guter spielplatz gefunden zum dich austoben..
Warum wirst du persönlich, Liese? Wieso soll ich enttäuscht sein?? Es geht um den Fall Kachelmann, lies Knellwolf, es gab den Moment, wo Oltrogge K mitteilte, dass man der NK mehr Glauben schenke. Genau um diesen Moment, wo LTO mit hoher Stimme sprach, was sich anscheinend in K's Kopf festgesetzt hatte (ich such jetzt die Stelle nicht in Knellwolfs Buch, das kannst du selber tun) - ja, da war K erschüttert, weil er merkte, dass hier seine Lügen nicht geglaubt wurden, er war es sich doch gewohnt, dass (fast) alle auf ihn hereinfielen. Und das war erst der Anfang... danach merkten wohl noch einige, wie sie verarscht wurden. Doch warum schreibst du, der Staat habe nichts zu suchen in enttäuschten Liebschaften? K wurde ja freigesprochen mangels Beweisen, was will man mehr? Soll man Vergewaltigung gar wieder straffrei belassen, weil ein paar verrücktgewordene Groupies einfach nicht verstehen, dass so ein Typ wie Kachelmann sich diese schwierige Situation ganz alleine geschaffen hat??
K ist und bleibt ein Spieler, Schawinski hat das ganz gut geschildert in einer TV-Sendung, dass K vieles wagt, was andere nicht wagten, ein Grenzgänger eben. Da soll er jetzt nicht rumheulen, weil es mal etwas heftig wurde. Einige Menschen sind absolut unschuldig in diese Misere hineingeraten, sozusagen von Berufs wegen. Nicht zuletzt wegen Kachelmanns Lügen, das einfach nicht vergessen, gell Lieschen I love you
Falls man doch eine Parallele zum Fall DSK sehen möchte, hier wäre evtl. eine....
Für den Parti Socialiste wäre DSKs Retour aber eine Hypothek: Er polarisierte die Linke schon ideologisch, nun polarisiert er sie auch privat.«Wahrscheinlich» ist das Comeback aber nicht. Strauss-Kahn hat in der Vergangenheit, vor seinem Fall, immer wieder durchblicken lassen, dass er, der deklarierte Lebemann, die höchsten Würden der Republik nicht mit letzter Konsequenz sucht, dass er im Leben auch andere Qualitäten sieht. Diese Lässigkeit machte ihn populär und suspekt: DSKs lockere Beziehung zu den Frauen und zum reichlich vorhandenen Geld waren immer seine grössten Faiblessen. Das wusste er. Das wussten auch seine Freunde. Einer fragte ihn vor einem Jahr, ob er sich denn tatsächlich vorstellen könne, in die Rolle des Präsidenten zu schlüpfen, viel zu arbeiten und sich kaum eine Gourmandise zu gönnen. Darauf soll DSK gesagt haben: «Zwei Jahre würde ich das schon schaffen.» In Frankreich dauert ein Präsidialmandat fünf Jahre.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Retour-in-Unterhosen/story/12967878
Zu Liese über GWolffs grauenhaftem Lügengbilde über Tristane Banon
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t437p60-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-26#43666

Liese schreibt als Reaktion auf GWolff:
Dass jetzt diese franzosin, die nicht jetzt, sonder schon vor
jahren uber ihren slimme erfahrung geredet hat unglaubwurdig sein soll auf
grund ihre kindheitserfahrungen finde ich ziemlich haarstraubend.
GWolff schrieb:
Tristane Banon war sehr tapfer und hat meinen großen Respekt. In einem Interview hat sie gesagt, daß das Erlebnis mit Strauss-Kahn in verfremdeter, verharmlosender Form in das autobiographische Buch von 2006 Eingang gefunden habe. Wieviele Erinnerungsüberlagerungen mag es wohl geben? Aktuell geht es ihr schlecht. Sie lebt allein mit Hund in einem Pariser Vorort, ist arbeitslos, der Verleger hat ihren Vertrag gekündigt.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/ich-wollte-nicht-mehr-als-luegnerin-gelten/4360898.html

Und so gerät die alte Geschichte wieder in ihren Blick, als Erklärung für das trostlose Jetzt... Der Fall und der Aufstieg von DSK, der unangreifbare, nie zur Verantwortung gezogene Vater, war ein Trigger.
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t437p60-fall-kachelmann-faktum-oder-in-der-elsen-falle-teil-26#43666

Dies ist ein weiteres Müsterchen unserer Verdreherin GWolff! Sie gibt sich achsobesorgt um Frau Banon, in Wahrheit versenkt sie Banon so, wie sie alle Frauen versenkt, die es wagen, von Übergriffen zu berichten. Man muss den Bericht lesen im Tagesspiegel, Frau Banon sieht die Kündigung des Vertrages als Folge davon, dass die alte Geschichte wieder in ihren Blick geriet... es ist also nicht so, wie GWolff es darstellt, dass Frau Banon arbeitslos daheim hockte und deshalb sich mit der alten Geschichte ? CSK befasst.
Wenn also die Wolff eine Frau oder mehrere Zeuginnen nicht zum vornherein als rachsüchtige Lügnerinnen abstempeln kann, dann macht sie auf "Einfühlung" und nimmt die Frau schon gar nicht für voll. Das ist auch 984's Taktik: alle unfolgsamen Frauen in die Psychiatrie!

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Ich mach jetzt mal die Wolff!

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 20:29

Für den Parti Socialiste wäre DSKs Retour aber eine Hypothek: Er polarisierte die Linke schon ideologisch, nun polarisiert er sie auch privat.«Wahrscheinlich» ist das Comeback aber nicht. Strauss-Kahn hat in der Vergangenheit, vor seinem Fall, immer wieder durchblicken lassen, dass er, der deklarierte Lebemann, die höchsten Würden der Republik nicht mit letzter Konsequenz sucht, dass er im Leben auch andere Qualitäten sieht. Diese Lässigkeit machte ihn populär und suspekt: DSKs lockere Beziehung zu den Frauen und zum reichlich vorhandenen Geld waren immer seine grössten Faiblessen. Das wusste er. Das wussten auch seine Freunde. Einer fragte ihn vor einem Jahr, ob er sich denn tatsächlich vorstellen könne, in die Rolle des Präsidenten zu schlüpfen, viel zu arbeiten und sich kaum eine Gourmandise zu gönnen. Darauf soll DSK gesagt haben: «Zwei Jahre würde ich das schon schaffen.» In Frankreich dauert ein Präsidialmandat fünf Jahre.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Retour-in-Unterhosen/story/12967878

Da ist dieser Dominique mit der steinreichen Frau, die so gerne Première Dame werden möchte. Und er liebt sie ja. Sie lässt ihm doch so viel Freiheit! Er würde die Sterne vom Himmel holen für sie, sooo eine romantische Liebe ist das! 62 ist er und sein Job ist der bare Stress, ständig auf Reisen, in Hotels... ein Wahlkampf wartet auf ihn. Will Dominique das WIRKLICH??

Ne, ich denke, Dominique ist ein gefledderter Phoenix..

Strauss-Kahn: Der gefledderte Phoenix

Die leicht makabre Pointe ist freilich, dass die gesamte Kulturgeschichte nicht nur immer wieder von Sex, Verbrechen und Vergewaltigungen handelt – angefangen von den erotischen Begierden des Göttervaters Zeus. Und immer wieder gibt es das Motiv, dass ein Reicher und Mächtiger in einem rational nicht mehr erklärlichen Akt jählings selber sein Glück zerstört. Shakespeare erzählt davon allemal, im „Wintermärchen“ oder am berühmtesten im „König Lear“.

In Frankreich wurde auch hierüber im Fall von DSK spekuliert. Psychoanalytiker erinnerten an die Variante des Freud’schen Todestriebs, jene dunkle innere Destruktionskraft, die einen so Erfolgreichen im Allmachtswahn mit der Lust überfällt, nicht nur jemanden anderen zu besitzen oder zu demütigen, sondern zugleich mit der Grenzüberschreitung die eigene gewohnte Existenz aufs Spiel zu setzen. Wie ein rauschhafter Selbstmörder.
http://www.tagesspiegel.de/politik/strauss-kahn-der-gefledderte-phoenix/4357278.html?p4357278=2

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Gabi, ich weiß nicht, ob...

Beitrag  patagon am Mi 06 Jul 2011, 21:03

es das richtige Mittel ist um Typen wie DSK die Grenzen zu zeigen.

Ich habe mal erlebt, wie ein aufgeblasener Macho, der ständig übergriffig wurde, von ner Frau fertig gemacht wurde.

Die Frau war ne Kellnerin in einem Ami joint in Kaiserslautern.

Der Typ, ein GI, der seine Hände nicht bei sich behalten konnte. An den genauen Wortlaut erinnere ich mich nicht mehr, aber sie sagte so etwas wie, er möge erst mal ein wenig üben....
Sie nannte ihn vor versammelter Mannschaft "Häschen".
Den Namen wurde er nicht mehr los, sein Image als toller Hecht und Weiberheld aber ein für allemal.

Dass das Mädchen in der Talkshow aufgetreten ist, finde ich auch gut. Da hätte sie Möglichkeiten gehabt. Die Anzeige nicht.

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pat: Zur Unverständlichkeit in Foren

Beitrag  Gast_0009 am Mi 06 Jul 2011, 21:27

Zum unverständlichen Jargon in einem Forum ist mir noch folgendes eingefallen. Ich habe ja eine längere Zeit auf politik.de geschrieben, und da gibt es einen User mit dem Nick "Van Moorrison". Der hat offenbar ein extrem tiefgründiges Wissen über Ökonomie und insbesondere über die politische Ökonomie von Karl Marx. Ich selbst kenne Marx wirklich nur rudimentär und wenn Van Moorison wieder einmal einen Strang mit einem Thema eröffnete, da verstand ich vielfach die Hälfte nicht. Aber: Für mich war es immerhin ein Ansporn und eine Herausforderung, mich in das "Geschwurbel" von Van Moorrison einzulesen, damit ich es ein bisschen besser verstehe. Und mit der Zeit hatte ich dann doch das Gefühl, dass ich doch ein bisschen mehr verstehe als am Anfang. Nachfolgend ein kleines Beispiel, was Van Moorission so im Forum schreibt und schrieb! :-)

Logik und Struktur der Marxschen Werttheorie
1. Im ersten Band des Marxschen „Kapital“ wird die Werttheorie grundlegend entwickelt in ihrer qualitativen Dimension. Wer diesen erkenntnistheoretisch fundierten Ansatz kritisieren möchte, sollte also in der Lage sein, seine Grundaussagen und seine methodische Begründung zur Kenntnis zu nehmen.
Dabei ist der Marxsche Wert-Begriff vierdimensional angelegt, nämlich in Substanz, Form und Größe des Wertes und in der Dimension der Zeit. Diese Begriffe und ihre Bedeutungen möchte ich kurz vorstellen:

A.)Die Wert-Substanz
Die „Wert-Substanz“ deutet bereits vom Begriff her an, daß nach Marx im Waren-Wert etwas Substantielles „erscheint“, das dem quantitativen Wert seine spezifische Qualität zuweist (und ihn somit rational erklärbar macht). Nach Marx ist dies die „abstrakte Arbeit“, welche den Waren im Tausch zugewiesen wird. Während fraglos zur Produktion jeder Ware ein bestimmtes Quantum konkreter Arbeit eingesetzt wird, kann im Tausch nur die Reduktion aller Waren auf ein vergleichbares Maß den Tausch ermöglichen. Die gesellschaftliche Arbeitsteilung bewirkt also gleichzeitig die „Zersplitterung“ der Gesamtleistung der miteinander verflochtenen und tauschenden Produzenten (in ihren konkreten Produktivleistungen) und ihre „Vereinheitlichung“ als homogene Bestandteile der gesellschaftlichen (Gesamt-)Arbeit. Im Tausch erfährt die Ware als Produkt eines konkreten Produktionsprozesses also (über die Konkurrenz) eine Bewertung als Teil aller „konkreten Produktionsprozesse“ die in ihrer Summe den gesellschaftlichen Gesamt-Produktionsprozeß bilden (in Zeiten der „Globalisierung“ sogar den „Weltmarkt“). Sobald die Ware also unter Konkurrenzbedingungen in die Zirkulation geworfen wird, ist nicht mehr die konkrete Arbeit, welche in ihr vergegenständlicht wurde Maßstab des Wertes, sondern ihre über die Geldform ausgedrückte Einheit mit allen Waren. Die Wert-Substanz ist also nichts physisches, das einer einzelnen Ware zukommt, sondern ein gesellschaftliches Geltungs-Verhältnis, welches den Waren deshalb zukommt, weil ihre Produzenten vereinzelt sind erst konkurrenzförmig über den Tausch ihre wechselseitige Verflechtung herstellen. Im Akt dieser Verflechtung stellen sie ihren Produktionszusammenhang als „real-abstrakten“ her, denn sie abstrahieren im Tausch von den (nicht-quantifizierbaren) konkreten Eigenschaften der Arbeitsprodukte und vollziehen damit durch ihre Handlungs-Struktur eine Real-Abstraktion. Folglich ist der Marxsche Wert-Begriff nicht „nominalistisch“ zu verstehen im Sinne Weberscher „Idealtypen“, sondern erkenntnistheoretisch ein Novum, das handlungstheoretisch einen Vorgang der „Real-Abstraktion“ beschreibt.

B.)Die Wert-Form
Wie bereits erwähnt besteht der Wert einer Ware nach Marx in der Menge „abstrakter (= gesellschaftlicher) Arbeit“, welche die Marktteilnehmer der Ware zuerkennen vermittels der Marktgesetze. Die Arbeit der Produzenten, welche die Ware hergestellt haben muß also auf dem Markt anerkannt werden bzw. „Geltung“ erlangen. Will die Ware keiner kaufen oder nur unter ihren Produktionskosten wurde zu viel produziert oder einfach an den Bedürfnissen vorbei. Eine jede Ware will also verkauft werden und zwar gegen – Geld. Nach Marx ist das Geld somit (und das ist auch der etymologische Ursprung des Wortes im Deutschen) jenes Medium, in dem die produktiven Verausgabungen Geltung erlangen. Weil die Gesellschaft ihre Arbeitskraft nicht geplant verteilt über eine vernünftige Absprache der Produzenten, sondern private Produzenten mikroökonomisch ausgerichtet voneinander getrennt produzieren, stellt sich die Frage nach dem Koordinationsmedium und dem Koordinationsmechanismus einer dergestalt organisierten Produktionsform. Weil nun private Produktion nur über den Tausch miteinander vermittelt werden kann, kommt jeder Ware neben ihrem Gebrauchswert (den sie als einzelnes, konkretes Ding in jeder Gesellschaft hat) auch ein Tauschwert zu. Waren sind nämlich „Gebrauchswerte für andere“, produziert von Produzenten für andere Produzenten oder für die Verbraucher. Um Gebrauchswert zu werden muß eine Ware also durch die Wert-Form hindurch und um durch die Wert-Form zu gehen muß sie einen Nutzen stiften für einen Käufer. Kurzum: Die Ware ist als konkreter Gebrauchswert ein Einzelding, während sie über die Wert-Form ein gesellschaftliches Ding ist. Über das Geld sind alle Produzenten miteinander verbunden, denn im Rahmen ihrer betriebswirtschaftlich organisierten Produktion sind sie als Privat-Unternehmer ja getrennt. Die Marxsche Wertform-Analyse stellt sich also dem entscheidenden Problem, wie private Produzenten, die in wechselseitiger Abhängigkeit voneinander stehen, ihren Produktionszusammenhang herstellen können. Das Problem löst Marx, indem er in vier logischen Schritten von der einfachsten Tauschsituation („Einfache oder zufällige Wertform“) bis zur entwickelten Geldform die Herausbildung eines allgemeinen Äquivalentes untersucht. Die Marxsche Werttheorie ist folglich eine monetäre Werttheorie, insofern die Waren erst über die Wertform zu Waren werden, denn ohne die Wertform (an deren Ende die Geldform steht) hätten wir es gar nicht mit einer arbeitsteiligen Gesellschaft privater Produzenten zu tun. Wertform und gesellschaftliche Arbeitsteilung stehen also in einem logischen Verhältnis.

C.)Die Wert-Größe
Da die privaten Produzenten miteinander konkurrieren kann die im Einzelbetrieb verausgabte konkrete Arbeitszeit nicht Maßstab irgendeines Warenwertes sein. Wenn Betrieb A doppelt so lange braucht wie Betrieb B um ein grünes Tischtuch herzustellen kann er nicht doppelt so viel Geld verlangen (das geht nur bei bestimmten Luxus-Produkten, die unter die Kategorie von Monopol-Preisen fallen). Kein Mensch würde dann bei A einkaufen und A würde auf seiner Ware sitzen bleiben. Statt dessen wird durch die Konkurrenz der Wert grüner Tischtücher durch die Arbeitsproduktivität von Betrieb B bestimmt. Neben der Konkurrenz innerhalb eines Produktionszweiges bestimmt aber auch die Konkurrenz zwischen den Produktionszweigen die Wertgröße, denn wenn die Hersteller von Analogkameras nicht berücksichtigen, daß inzwischen eine gutes Teil der Nachfrage nach Photogeräten Nachfrage nach Digitalkameras ist, haben sie über dem gesellschaftlichen Bedürfnis produziert, somit mehr angeboten als nachgefragt wird zum Gleichgewichtspreis und müssen folglich ihre Preise senken (was ihre Rendite schrumpfen lässt). Drittens führt die Konkurrenz dazu, daß Kapital von Produktionssphären mit niedrigerer Rendite in Bereiche mit höheren Verwertungsmöglichkeiten fließt. Ein Produktivitätsvorsprung oder ein Innovationsvorsprung ist also in einem Wettbewerbssystem meist nicht dauerhaft, denn der Extraprofit der Innovation lockt die Konkurrenz. Deshalb geht Marx in dritten Band des „Kapital“ von einer einheitlichen Profitrate aus und nähert sich so dem neoklassischen Gleichgewichtspreis an. Nichtsdestotrotz bleibt sein Gleichgewichtspreis werttheoretisch fundiert und die Abweichungen einzelner Waren von ihren Werten sind der dritten Wirkung der Konkurrenz geschuldet, die bestehende Werte umverteilt und Extraprofite somit als Endpunkt der Bildung von Gleichgewichtspreisen nicht zulässt. Marx geht somit von „Ungleichgewichten“ bei der mikroökonomisch orientierten Produktion unabhängiger Produzenten aus, denn betriebswirtschaftlich können Extraprofite erwirtschaftet werden. Soweit der Markt dann aber die Unternehmen konkurrenzförmig vermittelt, verwandeln sich diese Extraprofite in Durchschnittsprofite und ein idealtypischer „Gleichgewichtspreis“ steht am Ende der Entwicklung.

D.)Die Zeit: Wert als Einheit von Produktion und Zirkulation
Wie bereits erwähnt ist die Marxsche Werttheorie eine Theorie sowohl der Produktion als auch der Zirkulation der Waren. Produziert wird im mikroökonomischen Raum durch private Produzenten, getauscht werden diese Produkte als Waren auf Märkten. In der Marxschen Welt gibt es also Unsicherheiten (das „Realisierungsproblem“: kann ich meine Ware verkaufen und mein Kapital dabei verwerten?), folglich Kausalitäten (erst wird produziert, dann das Produzierte verkauft) und das Geld ist hier nicht nur einfach wie in der Neoklassik ein „Schleier“ über „realen“ Tauschvorgängen, sondern zentrales Koordinationsmedium, ohne das eine arbeitsteilige Marktwirtschaft unmöglich funktionieren könnte.
Sh. dazu meinen Aufsatz:
Marx versus Sraffa

2. Demgegenüber zeichnet sich die herrschende neoklassische Wirtschaftstheorie dadurch aus, daß sie Gebrauchwert und Tauschwert konfundiert und somit die Marktstruktur selber verfälscht wiedergibt. Das Problem der Vergesellschaftung privater Produktionsleistungen übergeht sie durch Rekurs auf das „Saysche Gesetz“, das allerdings bereits voraussetzt, was es eigentlich zu entwickeln hätte – nämlich die Übereinstimmung von monetärer und „realer“ Sphäre. Da aber die monetäre Sphäre auch eine Sphäre monetärer Investitionsströme ist (Marx redet hier von „Mehrwert heckendem Wert“), findet nicht nur potentiell das Geld als Schatzmittel Eingang in die Theorie, sondern auch als Kapital. Das Ungleichgewicht lauert also nicht nur hinter der Differenz von Sparen und Investieren, sondern auch hinter einer sinkenden Profitrate und Problemen in Bezug auf die Verwertung. Das hoffnungslos unterkomplexe und prämonetäre Modell von Say kann hier noch nicht mal die Problemstellung erkennen. Genau deshalb wird seine apologetische Kraft so geschätzt und ist es in der Realität so eine Lachnummer.
Sh. hierzu auch meinen Thread:
Die Nutzlosigkeit der neoklassischen Nutzenlehre
und meine Internet-Veröffentlichung:
Was ist falsch am Neoliberalismus?

Zusammenfassend möchte ich aus meiner Sicht feststellen, daß die Marxsche Werttheorie ERSTENS eine erkenntnistheoretisch fundierte Theorie der marktförmigen Vermittlung privater Produzenten ist (erster Band des „Kapital“), ZWEITENS eine moderne Wachstumstheorie bereitstellt (zweiter Band des „Kapital“) und DRITTENS eine hohe krisentheoretische Relevanz hat (dritter Band des „Kapital“)


http://www.politik.de/forum/wirtschaft/169098-logik.html

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Chomsky,

Beitrag  patagon am Mi 06 Jul 2011, 21:45

wie du siehst, antworte ich dir gleich, also viel zu rasch um das alles gelesen, geschweige denn verstanden zu haben.

Ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, wofür das gut sein könnte. lol!

patagon

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Chomsky,

Beitrag  patagon am Mi 06 Jul 2011, 22:07

Es gibt in dem Postbeförderungsgesetz einen Paragraphen, der im nullkommanix alle deine Zweifel ausräumen könnte. Es geht dabei um den streng wissenschaftlichen Unterschied zwischen einem Postsack und einem Postbeutel, oder so ähnlich...

Leider habe ich das Ding nicht.
Vielleicht weiß Demo was ich meine. Es wurde schon ausgeschlachtet.
Wer einen Link hat, stelle ihn ein. Es lohnt

patagon

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angebliche kommunikation

Beitrag  984 am Mi 06 Jul 2011, 22:17

Warum wirst du persönlich, Liese? Wieso soll ich enttäuscht sein?? Es geht um den Fall Kachelmann, lies Knellwolf, es gab den Moment, wo Oltrogge K mitteilte, dass man der NK mehr Glauben schenke. Genau um diesen Moment, wo LTO mit hoher Stimme sprach, was sich anscheinend in K's Kopf festgesetzt hatte (ich such jetzt die Stelle nicht in Knellwolfs Buch, das kannst du selber tun) - ja, da war K erschüttert, weil er merkte, dass hier seine Lügen nicht geglaubt wurden, er war es sich doch gewohnt, dass (fast) alle auf ihn hereinfielen. Und das war erst der Anfang... danach merkten wohl noch einige, wie sie verarscht wurden.

doch vorweg zu patagon. der ungebildete ignorant wirft chomsky vor, die sprache nicht zu ihrem eigentlichen zweck zu benutzen, sondern so zu missbrauchen, dass jedenfalls patagon die botschaft nicht mehr versteht.

ein unhaltbares argument, weil der sprecher nicht für die ignoranz des empfängers verantwortlich ist.

die bekanntermassen reichlich limitierte bildung der wolff bringt sie zu einer noch weitergehenden dummheit. die ganze akademische welt z.b. in der germanistik oder geschichte, sofern sie sich ihres jargons bedienten, verdiente nicht der wolff ihren respekt.

jetzt versuche ich seit monaten zu zeigen, dass wolff eine eine wilde hochstaplerin ist und jetzt erklärt sie also, warum das so kommen konnte. 1. weil wolff keinerlei akademische meriten besitzt und 2, weil wolff den wissenschaftlichen jargon all der wissenschaften, in denen sie expertin zu sein vorgibt, gar nicht beherrscht.

übrigens hätte die wolff auch nur ansatzweise eine ahnung von den genannten fächern und ihrer sprache, dann würde sie z.b. ihre hetze gegen alice schwarzer gar nicht ablassen können alleine schon wegen der mangelnden relevanz in irgendeiner hinsicht, ausser der fü propagandistische hetze gegen eine minderheit! die wolff verkennt völlig die bedeutungslosigkeit der beschreibungen aus alice schwarzers frankreichaufenthalten. das zeigt zeitgleich ihre dummheit in juristischer hinsicht. denn wo ist der fall, frage ich sie wie auch die tumben staatsanwälte in mannheim.

im fall kachelmann bleibt der provinzielle mief spiessbürgerlicher bigotterie und im fall alice schwarzer bleibt der neid einer alten juffer auf eine frau, die sogar persönlich befreundet war mit einer berühmtheit wie simone de beauvoir. der billige sexualneid ist in beiden fällen der gleiche.

kommen wir zurück zu drecksbella. ich nenne sie so, weil hier ganz ohne zweifel von mir nun wirklich nicht die rede ist, sondern von meinem kleinen bruder JK.

drecksbella hat schon verleumdet, indem sie kachelmann einen mord an einer studentin in trier untergejubelt hat. jetzt verdreht drecksbella also das prozessergebnis, denn es ist ja nicht lüge sondern wahrheit gewesen, was kachelmann dort vorgetragen hatte. wenn es lüge gewesen wäre, dann wäre er verurteilt worden.

jetzt behauptet drecksbella also, dass zum ersten mal endlich jemand in person des oltrogge kachelmann seine "lügen" nicht mehr abgekauft hat. wohlgemerkt die lügen sind die wahrheit. und dass oltrogge sich entblödet hat, die wahrheit für lügen zu halten, das ist ja gerade das skandalon dieses ganzen verfahrens. über dessen ausgang drecksbella, da hat lieske recht, sehr enttäuscht sein musste. aber drecksbella wäre nicht durch ihre verlogenheit und heimtücke so bekannt geworden, wenn sie das jetzt nicht scheinheilig dementieren würde. nein, sie wäre gar nicht enttäuscht, wieso auch? kachelmann ist nur freigesprochen worden und wenn das rechtskräftig wird, dann müsste auch drecksbella nur mal eben vor gericht kommen, ersatzweise, bitte genau lesen, für den fall, dass sie ein attest vorlegt, dann natürlich in die psychiatrie, quasi als letzten ausweg, weil normal wäre ja knast. also genau das, was ich ihrer schwester in der verlogenheit, also dinkel, auch vorhergesagt hatte. jeder bürger und auch rechtsbrecher, kann sich einen persilschein ausstellen lassen, wenn er behauptet geistig umnachtet gehandelt zu haben. das heisst ja nicht, dass man in foren wie diesem hier nicht erneut die alten platten wieder auflegen dürfte. halt unter anderen pseudos. und dann das alte spiel der verdrehung von lüge und wahrheit. für geistig umnachtete scheint da auch wirklich kein unterschied zu bestehen. selbst wenn man die reale wahrheit kennt, kann man literarisch ja daraus eine lüge machen. der eigentlich kranke kern von drecksbella ist folgendes. wenn jetzt andere die genau gleiche methode der verdrehung praktizieren, dann dreht drecksbella aber erst richtig auf. weil das ja nicht sein kann. das verdrehen steht der künstlerin zu, sie darf alte hexe und junge unschuld vertauschen. sie darf sexuellen missbrauch durch den vater im internet verbreiten, ohne auch nur den hauch eines nachweises zu liefern. wir sind am kern. wenn frauen das aus welchen gründen auch immer für ihre lebensschicksale verantwortlich machen müssen, dann ist es nur noch ein kleiner schritt, die verlogenheit der dinkel als reine wahrheit zu kolportieren.

der ehrlichkeit halber muss ich etwas ergänzen. so wie polizeiliche statistiken der kriminalität von ihren eigenen methoden abhängen, so wird jeder mensch mit etwas medizinischen kenntnissen schnell herausfinden, wo er selber über bestimmte details in seinem leben gelogen hat und vor allem auch sich selbst dabei überrumpeln konnte. aber deshalb ist "drecksbella" nicht falsch verwandt.


Zuletzt von 984 am Mi 06 Jul 2011, 22:30 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

984

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Danke Pat

Beitrag  Gast am Mi 06 Jul 2011, 22:18

Es gibt in dem Postbeförderungsgesetz einen Paragraphen, der im nullkommanix alle deine Zweifel ausräumen könnte. Es geht dabei um den streng wissenschaftlichen Unterschied zwischen einem Postsack und einem Postbeutel, oder so ähnlich...

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Typisch gegenderte Querfeldeinrechnungen

Beitrag  Die Rechtsanwaeldin am Mi 06 Jul 2011, 22:18

sollte man(n) eigentlich, wenn man(n) schon selbst in Köln ist, doch gefälligst der ehemaligen kauffrauischen Auszubildenden Alce S. bzw. EMMA überlassen...., lieber Carsten Rust, die kann/können das noch besser.
gestern:

Hilfe bei Vergewaltigung
Von CARSTEN RUST
Köln –

http://www.express.de/regional/koeln/hilfe-bei-vergewaltigung/-/2856/8637524/-/

Jedes Jahr kommt es in Köln zu rund 5.000 Vergewaltigungen, angezeigt werden im Durchschnitt aber nur etwa 250 Fälle. Das soll sich dank einer neuen und anonymen Spurensicherung (ASS) jetzt ändern...."
Hat Ihnen etwa die Zahl 203 in 2009

http://www.bka.de/pks/

nicht gefallen? War sie zu niedrig? Konnte man(n), konnten Sie von dieser aus nicht (mehr) auf die magischen angeblichen 5000 Fälle in Köln kommen, die sie sich so mit einem passenden (?) Durchschnitt von 250 (den Zeitraum darf sich dann der Leser bei der Überprüfung "rekonstruieren"!) erschätzen?
Sonst wären es ja "nur" 4100 angeblich tatsächliche Fälle gewesen. (Warum Sie gerade von 5% ausgehen, während andere von 10-20% angez. zu tats. Fällen ausgehen, verraten Sie uns natürlich auch nicht! - Honi soit qui mal y pense! - Bei den anderen wären es demnach bei "ihrem Durchschnitt (von 2000 bis 2009) also 2500 oder gar nur 1250 Fälle... Tsss.
Aber weiter: Dabei ist ja Köln - gefühlt die schwulste Stadt Deutschlands - schon die Stadt mit der seit Jahren größten Häufigkeitszahl (wenn auch stetig rückläufig (Erklärung? Eben das?) von ANGEZEIGTEN Fällen nach Vergewaltigung und sexuelle Nötigung § 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB (111000).
Wie absurd die Angabe der gewürfelten (gefühlten?) Gender-5% ist, die sitzt die Betonfrisur mit ein Drei-Wetter-Haarspray - unabhängig von Zeit und Raum, mag allein hier das Bsp. Köln in der ZEIT zeigen.
Obwohl sich die Anzeigezahlen (das -verhalten?) mit den Jahrzehnten erheblich veränderten/erhöhten, bappt der Gender-Journalist ohne Sinn und Verstand einfach so mich nichts dich nichts "seine" Querfeldeinrechung (der Jurist sagt sowieso abwegig, wenn er durchgeknallt meint!) drauf. Der Chart unten ist mit Herrn Rusts 5%-Off-Road-Ab-und Zuschlag gerechnet.
In der Hoffung, die Gender-Off-Roadisierung der Wissenschaft und Vergewaltigungsdinkelfeldstatistik hinreichend deutlich gemacht zu haben, bleibt mir nur noch zu forumieren: Wenn es nicht ein so ernstes, trauriges Thema wäre, wäre es sicher brüllend komisch, wer sich alles mit was allem zu Wort meldet. Auch im Hinblick auf heute Abend bei M. Illner, ZDF ein letzter Verweis auf Dieter Nuhr, der nicht nur für diesen Zusammenhang, aber auch für diesen, rät:
"Wenn man keine Ahnung hat, ruhig mal die Fresse halten."








Und was sagt die Gender-"Wissenschaft" Untersektion Interpretation von Vergewaltigunsgstatistiken zu der Liste?

Hat der Chemnitzer abends Besseres zu tun als zu vergewaltigen? Oder gelingt es ihm einfach besser nach geleisteter Vergewaltigungsarbeit die Chemnitzerin in Angst und Schrecken zu versetzen und von Anzeigen abzuhalten? Wie macht er das (1,6 HZ !!!) bloß, der Chemnitzer?

Häufigkeitszahlen in den Großstädten ab 200.000 Einwohner * Fälle pro 100000 Einwohner
Vergewaltigung und sexuelle Nötigung § 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB (111000)
T107
Stadt 2009
Köln 20,4
Hannover 18,7
Berlin 18,2
Magdeburg 17,3
Mannheim 17,3
Braunschweig 16,7
München 16,7
Mönchengladbach 16,2
Leipzig 15,6
Lübeck 15,6
Bochum 15,1
Bremen 14,6
Stuttgart 14,5
Frankfurt a.M. 14,4
Aachen 13,9
Wuppertal 13,3
Düsseldorf 13,2
Kiel 13
Bonn 12,6
Essen 12,6
Halle 12,4
Hamburg 11,9
Münster 11,7
Duisburg 10,9
Bielefeld 10,8
Nürnberg 10,5
Erfurt 10,3
Wiesbaden 10,1
Karlsruhe 9,6
Freiburg i.Br. 9,1
Bundesgebiet insgesamt 8,9
Gelsenkirchen 8,8
Augsburg 8,7
Oberhausen 8,3
Dortmund 6,3
Dresden 5,5
Krefeld 3,7
Rostock 2,5
Chemnitz 1,6


Quelle: ALLEIN VALIDE HELLFELDZAHLEN des BKA, PKS - Wiesbaden - hier Jahresbericht 2010 für 2009

http://www.bka.de/pks/


Die Rechtsanwaeldin

Anzahl der Beiträge : 666

http://www.jurablogs.com/blogs/die-rechtsanwaeldin

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Rechtsanwäldin,

Beitrag  patagon am Mi 06 Jul 2011, 22:35

Du machst hier dankenswerter Weise auf ein Problem aufmerksam, dem wir bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Es bedarf dringend einer gründlichen Untersuchung, wie hoch der Anteil homosexueller Kölner Triebtäter ist, zu deren Opfern, vorwiegend weibliche Radiomoderatorinnen gezählt werden müssen.

Alles andere wäre wissenschaftlich UNSERIÖS

" Aber weiter: Dabei ist ja Köln - gefühlt die schwulste Stadt Deutschlands - schon die Stadt mit der seit Jahren größten Häufigkeitszahl" Rechtsanwäldin



patagon

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Re: Fall Kachelmann: Faktum oder in der 'Elsen-Falle' ...? (Teil 26)

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